Krisenintervention. Welche Unterstützungsmöglichkeiten bieten sich Professionellen der Sozialen Arbeit durch Konzepte und Ansätze der Krisenintervention?


Hausarbeit, 2022

20 Seiten, Note: 1,2


Leseprobe

I. Inhaltsverzeichnis

II. Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Krise
2.1 Psychosoziale Krise
2.2 Auswirkungen von Krisen

3. Krisentheorien
3.1 Belastungs-Bewältigungsparadigma
3.2 Ressourcenkonzept
3.3 Konzept „Selbstwertgefühl“

4. Krisenintervention

5. Krisenintervention in der Sozialen Arbeit

6. Fazit

III. Literatur

II. Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Kritische Lebensereignisse und ihre Wirksamkeit (eigene Darstellung)

Abbildung 2: Chinesisches Schriftzeichen für Krise (vgl. Sonneck et al., 2016, S. 29).

1. Einleitung

9.206 Menschen starben im Jahr 2020 in Deutschland durch Suizid. Gleichzeitig unternahmen mehr als 100.000 Menschen im selben Jahr einen Suizidversuch (vgl. Müller-Pein, 2020, S. 5). Diese Handlungen sind oft Ausdruck von Verzweiflung und Hilflosigkeit gegenüber Krisensituationen (vgl. Crefeld & Gahleitner,2010, S. 36). Solche Zahlen belegen deutlich, dass eine entsprechende Krisenhilfe und professionelle Krisenintervention notwendig sind. Sozialarbeiter*Innen werden in ihrer Praxis häufig ersucht, Menschen bei der Bewältigung und dem Umgang mit verschiedenen Arten von Schwierigkeiten in ihrem Leben zu unterstützen. Klar ist, dass nicht jede Krise einen Suizid oder Suizidversuch zur Folge hat. Doch jeder Mensch wird im Laufe seines Lebens mit Problemen konfrontiert. Und es gibt Zeiten, in denen sie überhandnehmen und zu Krisensituationen werden (vgl. Sonneck; Kapusta; Tomandl &Voracek, 2016, S. 29). Jeder Einzelne versucht, Krisen mit den ihm zur Verfügung stehenden Mechanismen und Fähigkeiten zu bewältigen, stößt aber auf Probleme, wenn diese MechanismennichtfunktionierenoderwennfrühereungelösteKrisen reaktiviertwerden. Genau hier werden Sozialarbeiter*innen in der Praxis häufig aufgefordert, bei Einzelpersonen zu intervenieren und ihnen bei der Bewältigung ihrer Krisen zu helfen (vgl. Roberts, 2000, S. 11). Denn die Konsequenz ungelöster Krisen können oft Krankheiten oder psychosoziale, psychische und physischen Störungen sein (vgl. Crefeld & Gahleitner, 2010, S. 36f.). Diese Tatsache zeigt, dass Handlungsbedarf verschiedener Professionen besteht, aber vor allem der Sozialen Arbeit. Daher soll es in der folgenden Ausarbeitung um die Frage gehen, welche Unterstützungsmöglichkeiten sich Professionellen der Sozialen Arbeit durch Konzepte und Ansätze der Krisenintervention bieten?

Dazu wird zunächst der Krisenbegriff erläutert und anhand unterschiedlicher Auffassungen abgegrenzt. Dabei soll kurz das grundlegende Krisenverständnis dieser Arbeit dargestellt werden. Anschließend werden verschiedene Krisentheorien dargelegt, woraufhin das Konzept der Krisenintervention kurz erläutert wird. Daraufhin soll anhand der erarbeiteten Theorien und Konzepte die Krisenintervention in der Sozialen Arbeit behandelt und die Ausgangsfrage beantwortet werden. Abschließend folgt ein Fazit der Arbeit.

2. Krise

Spricht man von dem Konzept der „Krise“, findet man Definitionen aus vielen Fachbereichen. 1985 hat Erich Lindemann das Verständnis dieses Konzeptes erstmals sehr breit gefasst - er gilt als Pionier der Krisenintervention (vgl. Schürmann, 2019). Bereits 1948 eröffnete er im Gesundheitsdienst einer Gemeinde eine Anlaufstelle für Notfälle, damit Krisen zeitnah erkannt und präventiv behandelt werden konnten. Lindemann versteht unter dem Konzept„. eineArt Linse, durch die die Unmenge der in einer Gemeinde auftretenden verwirrenden Ereignisse geordnet und sinnvoll interpretiert werden können“ (ebd.). Somit handelt es sich bei einer Krise eher um einen prekären Zustand, der schnelle und rechtzeitige Hilfe erfordert und nicht um eine psychische Störung oder Krankheit. Ganz unabhängig voneinander stehen diese Themen aber nicht, da sowohleine psychische Störung eine Krise begünstigen und hinter einer Krise eine psychische Störung stecken kann (vgl. ebd.).

Zwar wird der Krisenbegriff für die Beschreibung gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und politischer Phänomene verwendet. Zum Beispiel wenn Kriege, Naturkatastrophen oder Wirtschaftskrisen als äußere Belastung bei einem Menschen Krisen auslösen können (vgl. Stein, 2009, S. 22). Jedoch soll für diese Ausarbeitung das Verständnis von Krise aus der Klinischen Psychologie genutzt werden, das Krisen als einschneidende Veränderung im Leben eines Menschen versteht (vgl. Papastefanou, 2013, S. 24). Betrachtet man die Herkunft des Begriffs, findet man sich im altgriechischen Wort „krisis“, welchesfür Wende, Höhepunkt oder Entscheidung steht. Daraus herleitend kann man sagen, dass es den Wendepunkt eines Entscheidungsprozesses beschreibt, der richtungsweisend ist (vgl. Stein, 2009, S. 21).Filipp und Aymanns verweisen bei der Begriffsherleitung auf die Unterbrechung von etwas Gewohntem und darauf, dass eine Krise mit einem entscheidend einschneidenden Ereignis einhergeht (vgl. Filipp & Aymanns, 2010, S. 13).

Mit Blick aufdie Begriffsherkunft und das darunterfallende Verständnis einer Krise, ist die folgende Krisenbeschreibung von Dieter Ulich (1985) nachvollziehbar. Der Krisenforscher hat bereits sehr früh eine sehr ausführlicheBeschreibung einer Krise gegeben, welche die wesentlichen Merkmale umfasst: „Krise ist ein belastender, temporärer, in seinem Verlauf und seinen Folgen offener Veränderungsprozess der Person, der gekennzeichnet ist durch eine Unterbrechung der Kontinuität des Erlebens und Handelns, durch eine partielle Desintegration der Handlungsorganisation und eine Destabilisierung im emotionalen Bereich mit dem zentralen Merkmal des Selbstzweifels“ (Ulich, 1985, S. 181.). Was sehr fachlichund kompliziert klingt, lässt sich in einfache Worte niederbrechen: Nach Ulich ist eine Krise belastend, zeitlich begrenzt, reißt einen aus dem Alltag heraus, desintegrierend sowie emotional destabilisierend und mit Problemen des eigenen Selbstwertgefühls verbunden. Unerlässlich zu erwähnen ist der offene Veränderungsprozess, der damit sowohl in Richtung Krankheit, aber auch Gesundheit verlaufen kann.Auch Filipp und Aymanns heben die Möglichkeit hervor, dass die Ausgangsrichtung einer Krise auf ihrem Höhepunkt ungewiss ist und sich sowohl zum Guten als auch zum Schlechten wenden kann (vgl. Filipp & Aymanns, 2010, S. 14). Denn solche kritischen Lebenssituationen eines Individuums erfordern Anpassungsprozesse und Neuorientierungen, die positiv oder negativ ausgehen können (vgl. ebd., S. 24f.). Wichtig zu erwähnen ist in diesem Zusammenhang das

Passungsgefüge der Krisenbetroffenen mit ihrer Umwelt. Durch eine Krise wird ein Ungleichgewicht in der Passung von der Person und ihrer Umwelt hergestellt, welches nicht mehr durch einfache Maßnahmen wieder ausgeglichen werden kann. In diesem Verlauf sind die Betroffenen in ihren Handlungsmöglichkeiten und den Fähigkeiten, Probleme zu lösen, eingeschränkt sowie emotional destabilisiert (vgl. ebd., S. 14).

Man kann festhalten, dass Krisen einen entscheidenden Wendepunkt in kritischen Lebenssituationen darstellen, die geprägt sind von Unsicherheit, Aufregung und Ängsten (vgl. Hülshoff, 2017, S. 12). Zusätzlich ist die Konfrontation mit der Situation problematisch, da sowohl Erfahrung und geeignete Lösungsstrategien zu fehlen scheinen (vgl. ebd.). Wie bisher dargelegt, ist der Krisenbegriff mehrdimensional und vielschichtig. Daher wird folgend der von Sonneck (2016) eingeführte Begriff der psychosozialen Krise erläutert, der grundlegend für diese Ausarbeitung sein soll. Denn auch Stein erwähnte in diesem Zusammenhang bereits die komplexe psychosoziale und psychosomatische Dimension einer Krise, weil die Konsequenz einer Krise häufig psychische, soziale und körperliche Probleme sind (vgl. Stein, 2009, S. 151).

2.1 Psychosoziale Krise

Sonneck, Kapusta, Tomandl und Voracek bezeichnen mit psychosozialer Krise in Anlehnung an Caplan und Cullberg „... den Verlust des seelischen Gleichgewichts, den ein Mensch verspürt, wenner mit Ereignissen oder Lebensumständen konfrontiert wird, die er im Augenblick nicht bewältigen kann, weil sie von der Art und vom Ausmaß her seinedurch frühere Erfahrungen erworbenen Fähigkeiten und erprobten Hilfsmittel zur Erreichung wichtiger Lebensziele oder zur Bewältigung seiner Lebenssituation überfordern.“ (Sonneck et al., 2016, S. 32). Auch wenn diese Definition gewiss sehr kompliziert ist, kann man deutlich erkennen, dass eine psychosoziale Krise aus dem Zusammenspiel mehrerer Faktoren bewirkt wird.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Kritische Lebensereignisse und ihre Wirksamkeit (eigene Darstellung)

Kritische Lebensereignisse können auftreten als Katastrophen- und Massenbelastungen (z.B. Naturkatastrophen, Kriege oder politische Verfolgung) oder als individuelle Belastungen (z.B. Schicksalsschläge oder Situationen des normalen Lebenslaufes) (vgl. ebd.). Diese Belastungen treffen hauptsächlich eine Ebene der menschlichen Identität, befinden sich jedoch immer in einer Wechselwirkung mit den anderen Ebenen, wie in Abb. 1 dargestellt. Unter der körperlich-biologischen Ebene verstehen sich z.B. Pubertät oder chronische Erkrankungen. In die psychische Ebene fallen z.B. seelische Konflikte und in die soziale Ebene z.B. Scheidung oder längere Arbeitslosigkeit - also Ereignisse, die durch eine Rollenveränderung oder Statusverlust gekennzeichnet sind (vgl. ebd.). Das Ausmaß und die Bedeutung eines Lebensereignisses sind nicht (nur) objektiv erklärbar, sondern beinhalten vor allem die subjektive Wahrnehmung mit den möglichen realen und vorgestellten Konsequenzen. Hier kann sich zudem eine erhöhte Verletzlichkeit äußern, auch Krisenanfälligkeit, beispielsweise als Folge einer psychischen Erkrankung oder wenn früher gleichartige Krisen nicht bewältigt wurden (vgl. ebd., S. 33). Um schwierige Lebensereignisse zu bewältigen, benötigt der Mensch gewisse Ressourcen. Darunter fallen einerseits eigene Erfahrungen und Fähigkeiten. Andererseits benötigt man außerhalb seiner Person liegende Hilfsmöglichkeiten, wie z.B. ein gesichertes Einkommen oder spezifische Beratung durch Fachleute - also kurzum: „die von einer Gemeinschaft zur Verfügung gestellten Hilfsmittel.“ (ebd.). An oberster Stelle steht jedoch die emotionale und reale Unterstützung durch Familie, Freunde und andere Menschen.

Das Verständnis über eine Krise fokussiert sich immer auf den Krisenanlass. Deshalb wurden dazu viele Kategorisierungen von Krisenanlässen entwickelt, da die Folgen in der Praxis ausschlaggebend und sehr unterschiedlich sind (vgl. Schürmann, 2019). So grenzt sich die psychosoziale Krise beispielsweise von einer psychiatrischen Krise und einem Notfall ab. Jedoch haben viele Autoren weitere Kategorisierungen vorgenommen. Dazu gehören unter anderem:

- Verlustkrisen
- Veränderungskrisen
- Entwicklungskrisen
- akute Traumatisierung
- suizidale Krisen
- Zustände des Burnouts bei Helfer*innen
- narzisstische Krisen (Persönlichkeitsstörung)
- Krise im Zusammenhang mit psychischen Störungen
- psychiatrische Notfälle (vgl. ebd.).

Wichtig ist bei allen Klassifizierungen, welche subjektive Bedeutung die Krise für die Betroffenen hat, sodass individuelle Interventionen erfolgen. Grundlage für das Krisenverständnis innerhalb dieser Arbeit ist die psychosoziale Krise. Auf weitere Krisenarten einzugehen, würde den Rahmen dieser Arbeit übersteigen. Folgend werden kurz die Auswirkungen von Krisen dargestellt.

2.2 Auswirkungen von Krisen

Wie bereits erfahren, kann nicht gelungene Krisenbewältigung schwerwiegende Folgen haben. Jedoch ist in diesem Zusammenhang ein Aspekt essenziell, den Sonneck bspw. ebenfalls aufgreift. „Krisen müssen keine Katastrophen werden. Vielmehr können sie Wendepunkt sein zu intensiver Wandlung und zu innerem Wachstum.“ (Sonneck et al., 2016, S. 29). Krisen haben also sowohl einen Gefahren- als auch einen Chancenaspekt. Der Grund, weshalb Klient*innen überhaupt erst Hilfe aufsuchen, sind meist somatische Begleitsymptome wie Schlafstörungen oder körperliche Leiden wie Magen-Darm­Probleme (vgl. Stein, 2009, S. 40). Denn Krisen sind ein komplexes Ereignis, das von psychosomatischen Symptomen begleitet wird. Diese Symptome kann man als Anpassungsversuch an die überfordernde Situation deuten, die aber sehr subjektiv und individuell ausfallen. Zu den psychischen Symptomen zählen bspw. Zustände der Angst oder Spannung sowie depressive Verstimmungen (vgl. ebd.). Anpassungsversuche können gleichzeitig aber auch die Gefahr haben, dass Betroffene in der überfordernden Situation zu fehlgeleiteten Selbstheilungsversuchen oder schädlichen Lösungstrategien greifen, die lebensbedrohlich sein können, wie z.B. Suizidalität oder selbstverletztendes Verhalten. Zudem können sich länger anhaltende Krisensituationen zu einer Chronifizierung entwickeln und zu körperlichen, seelischen oder psychischen Erkrankungen führen (vgl. Hülshoff, 2017, S. 12). Im Zuge dessen sind schwere Entwicklungsstörungen wie Isolation und sozialer Rückzug als Folge von Krisen möglich (vgl. ebd., S. 13). Es bleibt aber zu erwähnen, dass Krisen nicht ursächlich für psychische Störungen sind und eine psychosoziale Krise auch keinen krankhaften Zustand darstellt. Das ist auch der Grund dafür, weshalb sie nicht im Diagnosehandbuch ICD-10 gelistet ist (vgl. Stein, 2009, S. 41).

Wie an der Auflistung der verschiedenen Krisenarten im vorherigen Kapitel zu sehen war, wird jeder Mensch in seinem Leben mit unterschiedlichen Herausforderungen konfrontiert. Krisen bringen aber nicht nur Risiken und Gefahren mit, sondern auch die Chance auf Veränderung.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Chinesisches Schriftzeichen für Krise (vgl. Sonneck et al., 2016, S. 29)

Interessant ist, dass der chinesische Begriff für Krise aus zwei Schriftzeichen besteht, wie in Abb. 2 zu sehen. Das linke Zeichen steht für „Gefahr“ und das rechte für „Chance“ (vgl. Sonneck et al., 2016, S. 29). Somit ist in einem Schriftzeichen allein der Chancenaspekt enthalten. Nach Papastefanou kann eine Krise ein Wendepunkt im Leben sein, durch den man bei erfolgreicher Bewältigung die Chance auf Wachstum und Entwicklung hat (vgl. Papastefanou, 2013, S. 14). Sonneck spricht von Lebenschance in unmittelbarem Zusammenhang mit Lebenskrisen, wenn wir uns daran erinnern eine schwierige Lebenssituation bewältigt zu haben und in der Bewältigung gereift und autonomer geworden zu sein. Zudem können Gefühle der Kraft, Erleichterung, Stolz und Zufriedenheit ausgelöst werden (vgl. Sonneck et al., 2016, S. 29). Hinzu kommen durch die neuen Erfahrungen neue Strategien zur Problemlösung, die den Reifungsprozess der eigenen Persönlichkeit anregen (vgl. Stein, 2009, S. 20). Auch das Selbstvertrauen und die Selbstsicherheit können durch erfolgreich bewältigte Erfahrungen gestärkt werden (vgl. Hülshoff, 2017, S. 19). Das bedeutet, dass Betroffene nach einer gemeisterten Krise stärker hervortreten, da sie neue Kompetenzen und Erfahrungen erlernen konnten, die sie bei später auftretenden schwierigen Lebenssituationen anwenden können. Außerdem ist festzuhalten, dass Krisen zum Teil als notwendig erachtet werden, um Veränderungsprozesse überhaupt anzuregen (vgl. Filipp & Aymanns, 2013, S. 25).

3. Krisentheorien

Es gibt zahlreiche Theorien aus verschiedenen Fachrichtungen, die sich mit der Erklärung und den Bewältigungsprozessen von Krisen beschäftigen. Da der Umfang dieser Arbeit sehr begrenzt ist, werden folgend nur drei Theorien behandelt.

3.1 Belastungs-Bewältigungsparadigma

Das Belastungs-Bewältigungsparadigma ist ein Modell aus der Stressforschung und erklärt nicht nur das Krisenerleben, sondern auch den damit verbundenen Umgang sowie die Bedeutung von Ressourcen, um Krisen zu bewältigen (vgl. Albert, 2022). Das bekannteste Modell, auf das sich viele Krisenforscher*innen berufen, ist das transaktionale Stress-Coping-Modell von Lazarus. Hierbei wird die Situation und die Person in einer wechselseitigen und prozesshaften Beziehung gesehen. Wie Belastung bewältigt wird, hängt sehr stark davon ab, wie Betroffene die Bedrohlichkeit einer Situation subjektiv einschätzen (vgl. Schürmann, 2019). Das Meistern von Stress ist demnach abhängig von inneren und äußeren Ressourcen. Dazu gehören z.B. Kohärenzgefühl, soziale Unterstützung oder professionelle Hilfe. Mangelt es an Ressourcen, so steigt das Risiko, dass die Anstrengungen zur Bewältigung nicht zu dem gewünschten Ergebnis führen (vgl. ebd.).

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Details

Titel
Krisenintervention. Welche Unterstützungsmöglichkeiten bieten sich Professionellen der Sozialen Arbeit durch Konzepte und Ansätze der Krisenintervention?
Hochschule
SRH Hochschule Heidelberg
Note
1,2
Autor
Jahr
2022
Seiten
20
Katalognummer
V1253950
ISBN (Buch)
9783346689528
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Soziale Arbeit, Soziologie, Akademisches Arbeiten, Krisen, Krisenintervention, Sozialarbeiter, Ressourcen, Hausarbeit, Krisentheorien, Krise, Psychosoziale Krise, Wissenschaftliche Arbeit, Suizid, Suizidversuch
Arbeit zitieren
Orhan Gül (Autor:in), 2022, Krisenintervention. Welche Unterstützungsmöglichkeiten bieten sich Professionellen der Sozialen Arbeit durch Konzepte und Ansätze der Krisenintervention?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1253950

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