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Literarische Selbstzeugnisse im Künstlerbuch von Josef Taucher aus dem Jahr 1979

Title: Literarische Selbstzeugnisse im Künstlerbuch von Josef Taucher aus dem Jahr 1979

Term Paper , 2017 , 20 Pages

Autor:in: Christine Elisabeth Hollerer (Author)

Cultural Studies - European Studies
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In dieser Arbeit befasse ich mich mit dem Phänomenen Gedächtnis und Erinnern selbstbeobachtend in Hinblick auf vergangene Selbstwahrnehmung und niedergeschriebene Emotionen wie mit Alltagszeugnissen eines angehenden jugendlichen Künstlers, erlebt und in Tagebuchtexten festgehalten in Graz in den 1970er Jahren. Auf meine jetzige Sicht der mit der Buchentstehung einhergehenden Empfindungen und Bewusstseinsbildungsprozesse gehe ich selbstreflexiv ein. Im Recherchieren der Fachliteratur bin ich immer wieder auf eine kritische Auseinandersetzung mit historischen Tagebüchern berühmter Personen aus Politik oder Kultur gestoßen, jedoch nicht auf eine solche mit Tagebüchern einfacherer Menschen und das noch dazu Jahrzehnte nach dem Krieg. Dementsprechend konnte ich auch keine vorgegebene Methodik für meine Forschungsfragen ableiten. Auf weiterführende, für diese Arbeit herausgegriffene Gedächtnistheorien wird im anschließenden Hauptteil Bezug genommen, ebenso wie am Schluss die Quellenkritik an im Fach Volkskunde an Beliebtheit zunehmendem Forschungszugang „Autoethnographie“ verhandelt wird.

Das Gedächtnis, Erinnerungsprozesse und das Verständnis darüber während verschiedener historischer Epochen und unter sich verändernden Aspekten werden in den Kulturwissenschaften analysiert. In dieser kleinen Forschungsarbeit interessierte mich abermals das langfristige, kulturelle Gedächtnis, in welches ich bereits in vorangegangenen Arbeiten andernfalls in Vergessenheit geratene Literatur, etwa in Form eines Lexikons, eingefügt habe. Eine kritische Auseinandersetzung mit meiner eigenen Vergangenheit und Erinnerung verknüpften eigener Lyrik und eines Tagebuches eines damaligen Freundes und die Überführung dieser Texte in das kulturelle Gedächtnis ist es dieses Mal.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1 Forschungsgegenstand

2.2 Erinnerung/Gedächtnis, Ego-Dokumente/Tagebuch

2.3 Textauszüge Tagebuch

2.4. Interview (Auszug)

2.5. Quellenkritik Autoethnographie

3. Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Phänomene des kulturellen und individuellen Gedächtnisses in Verbindung mit persönlichen Aufzeichnungen, wie sie in einem „Künstlerbuch“ aus den 1970er Jahren dokumentiert sind. Ziel ist es, die Art und Weise zu analysieren, wie Erinnerung durch subjektive Zeugnisse evoziert wird, und dabei die methodische Validität der Autoethnographie in der Volkskunde zu hinterfragen.

  • Analyse von Erinnerungsprozessen und Gedächtnistheorien nach Aleida und Jan Assmann.
  • Untersuchung von Ego-Dokumenten und Tagebüchern als subjektive Gedächtnisquellen.
  • Reflexion über die Konservierung individueller Lebensgeschichten im kulturellen Kontext.
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Methode der Autoethnographie.

Auszug aus dem Buch

2.2. Erinnerung/Gedächtnis, Ego-Dokumente/Tagebuch

Diese weitblickende Bekundung fordert geradezu eine eingehende Betrachtung dessen, was „Erinnerung“ nun faktisch ausmacht und beinhaltet, denn es geht hier, wenn man so will, um mehr als „nur“ die Geschichte privaten Lebens, was nicht zuletzt durch die Konservierung dieses Buches in der Sondersammlung der UB Graz eindeutig belegt ist. Im breitgefassten Rahmen der Wiederentdeckung des Individuums nimmt auch die „Aufwertung“ intimer Tagebuchaufzeichnungen ihren Platz ein und stellt somit diese Gedächtnisdokumente über ein registrierendes Gedächtnis hinaus sowie über eine ästhetisierende Vermittlung dem „Zugriff der Geschichte“ zur Verfügung. Individuen bilden ebenso wie Kulturen ein Gedächtnis aus. Jeder Mensch ist auf eine eine oder andere Art in einer und mehreren Gruppen integriert und damit auf vielschichtige Weise in die Gesellschaft und ihrer Kultur eingegliedert.

Ohne einen sozialen Bezug gibt es keine Erinnerung, so die These von Maurice Halbwachs, denn unsere Denkweisen und unser durch Erfahrung geprägtes Wissen seien abhängig von der Interaktion und Kommunikation mit anderen. Aleida ASSMANN spricht von vier Gedächtnisformen, dem individuellen, dem sozialen, dem kollektiven und dem kulturellen Gedächtnis. Erinnerungen seien flüchtiger und trügerischer, als uns lieb sei. Dennoch mache uns die Erinnerungsfähigkeit überhaupt erst zum Menschen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung steckt den theoretischen Rahmen ab und thematisiert das Forschungsinteresse an kulturellen Gedächtnisprozessen sowie die persönliche Auseinandersetzung mit historischem Material.

2. Hauptteil: Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Gedächtnismodellen, stellt die Analyse von Tagebuchauszügen vor und reflektiert kritisch über die methodische Anwendung der Autoethnographie.

3. Schlusswort: Das Schlusswort resümiert die Bedeutung subjektiver Lebenszeugnisse für das kulturelle Gedächtnis und reflektiert über die eigene Rolle als Forschende in diesem Experiment.

Schlüsselwörter

Gedächtnis, Erinnerung, Kulturwissenschaften, Ego-Dokumente, Tagebuch, Künstlerbuch, Autoethnographie, Identität, Lebensgeschichte, Erinnerungskultur, Qualitative Forschung, Subjektivität, Archivierung, Soziales Gedächtnis, Geschichtsschreibung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Wechselwirkung zwischen individuellem Erinnern und dem kulturellen Gedächtnis anhand eines spezifischen Künstlerbuchs aus dem Jahr 1979.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Theorie des Gedächtnisses, die Auswertung von persönlichen Ego-Dokumenten und die kritische Reflexion über wissenschaftliche Methoden in der Volkskunde.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die Rolle von Tagebuchtexten als Erinnerungsträger zu verstehen und kritisch zu hinterfragen, inwiefern solche persönlichen Zeugnisse wissenschaftlich verwertbar sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine autoethnographische Herangehensweise gewählt, kombiniert mit einer qualitativen Analyse des vorliegenden Künstlerbuchs und weiterführender Literaturrecherche.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit den theoretischen Ansätzen von Assmann und Halbwachs, analysiert konkrete Tagebuchfragmente und diskutiert die Quellenkritik bei der Verwendung autoethnogaphischer Methoden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Zu den prägenden Begriffen gehören kulturelles Gedächtnis, Ego-Dokumente, Subjektivität und die methodologische Einordnung der Autoethnographie.

Warum spielt das „Künstlerbuch“ eine solche zentrale Rolle für die Analyse?

Das Buch dient als konkretes „Zeitdokument“ und ermöglicht es, durch die Analyse privater Aufzeichnungen von Jugendlichen einen Einblick in vergangene Empfindungs- und Bewusstseinsbildungsprozesse zu erhalten.

Welche Bedeutung misst die Autorin der Methode der Autoethnographie bei?

Die Autorin erkennt den Nutzen für ein tieferes Verständnis sozialer Ereignisse an, warnt aber gleichzeitig vor den Gefahren mangelnder Distanz und methodischer Inkonsistenz.

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Details

Title
Literarische Selbstzeugnisse im Künstlerbuch von Josef Taucher aus dem Jahr 1979
College
University of Graz  (Institut für Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie)
Course
Erinnern und Vergessen: Das Gedächtnis in der Kultur
Author
Christine Elisabeth Hollerer (Author)
Publication Year
2017
Pages
20
Catalog Number
V1254300
ISBN (PDF)
9783346693556
ISBN (Book)
9783346693563
Language
German
Tags
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Quote paper
Christine Elisabeth Hollerer (Author), 2017, Literarische Selbstzeugnisse im Künstlerbuch von Josef Taucher aus dem Jahr 1979, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1254300
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