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"Der Haß des Jonathan Noel". Und wie er in "Die Taube" von Patrick Süskind durch Sprache zum Ausdruck gebracht wird

Titre: "Der Haß des Jonathan Noel". Und wie er in "Die Taube" von Patrick Süskind durch Sprache zum Ausdruck gebracht wird

Dossier / Travail , 2022 , 17 Pages , Note: 1,0

Autor:in: I. Hardt (Auteur)

Philologie Allemande - Linguistique
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Résumé Extrait Résumé des informations

Gefühle spielen in vielen literarischen Texten als essenzielles Charakteristikum des jeweiligen Textmodells eine Hauptrolle. So auch in der Erzählung „Die Taube“ (1987) von Patrick Süskind. In dieser Arbeit soll anhand mehrerer Textausschnitte aufgezeigt werden, wie der (Selbst-)Hass des Protagonisten sprachlich zum Ausdruck gebracht wird.

Dafür müssen zunächst Arbeitsdefinitionen von ‚Emotion‘, ‚Gefühl‘ und ‚Hass‘ geliefert werden. Anschließend soll ein allgemeiner Überblick darüber gegeben werden, inwiefern Emotionen in literarischen Texten ausgedrückt werden können, bevor in der Analyse des Textausschnittes verschiedene sprachliche Manifestationsvarianten der Emotion ‚Hass‘ exemplarisch aufgezeigt werden. Wichtig ist hierbei zu erwähnen, dass die Analyse textimmanent erfolgen wird. Der sogenannte Prozess der Emotionalisierung, d.h. die Aktivierung eines emotionalen Zustandes der Rezipient*innen ist nicht von Belang. Stattdessen liegt der Fokus auf dem Emotionspotenzial des Textes als etwas in seiner Informationsstruktur Verankertes und als solches eine inhärente Eigenschaft des Textes.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Arbeitsdefinitionen: ‚Emotion‘, Gefühl‘ und ‚Hass‘

3. Sprachlicher Ausdruck von Emotionen in literarischen Texten

4. „Der Haß des Jonathan Noel“

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie die Emotion „Hass“ in Patrick Süskinds Erzählung „Die Taube“ durch spezifische sprachliche Mittel konstruiert und für den Leser erfahrbar gemacht wird, wobei der Fokus auf dem Protagonisten Jonathan Noel liegt.

  • Analyse der sprachlichen Repräsentation von Emotionen in der Literatur
  • Untersuchung der emotionalen Innensicht des Protagonisten Jonathan Noel
  • Deutung von Metaphern und Lautsymbolik zur Ausdrucksverstärkung von Hass
  • Erörterung der Diskrepanz zwischen innerer Gewaltfantasie und äußerer Handlungslosigkeit

Auszug aus dem Buch

„Der Haß des Jonathan Noel“

Das Leiden war ihm gerade recht, es rechtfertigte und schürte seines Haß und seine Wut, und die Wut und der Haß schürten ihrerseits wieder das Leiden, denn sie brachten sein Blut in immer hitzigere Wallung und preßten immer neue Schweißwellen aus den Poren seiner Haut. […] Und endlich – Er konnte und wollte nichts dagegen tun – floß sein angestauter Selbsthaß über und quoll aus ihm heraus, quoll zu den immer finsterer und böser unter dem Mützenschirm hervorstierenden Augen heraus und ergoß sich als ordinärer Haß auf die äußere Welt. Was immer in sein Blickfeld geriet, überzog Jonathan mit der scheußlichen Patina seines Hasses; ja man kann sagen, daß durch seine Augen ein wirkliches Abbild der Welt gar nicht mehr in ihn hineingelangte, sondern, als hätte sich der Strahlengang umgekehrt, die Augen nur noch als Pforten nach außen dienten, um die Welt mit inneren Zerrbildern zu bespeien[.]

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Erzählung „Die Taube“ ein, skizziert die psychische Krise des Protagonisten und definiert den methodischen Fokus auf textimmanente Emotionsanalysen.

2. Arbeitsdefinitionen: ‚Emotion‘, Gefühl‘ und ‚Hass‘: Dieses Kapitel erarbeitet auf Basis linguistischer Fachliteratur präzise Definitionen der Begriffe Emotion, Gefühl und Hass, um eine theoretische Grundlage für die Analyse zu schaffen.

3. Sprachlicher Ausdruck von Emotionen in literarischen Texten: Hier wird untersucht, durch welche sprachlichen Ebenen und Mittel – von Syntax bis Lautsymbolik – Emotionen in fiktionalen Texten repräsentiert und für den Rezipienten greifbar gemacht werden.

4. „Der Haß des Jonathan Noel“: Das Hauptkapitel analysiert die spezifische Darstellung von Jonathans Hass, insbesondere im Kontext seiner Gewaltfantasien und seiner Unfähigkeit, diese in die Realität umzusetzen.

5. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse, die bestätigt, dass die sprachliche Gestaltung des Hasses maßgeblich durch die Inneneinsicht des Erzählers und metaphorische Überhöhungen geprägt ist.

Schlüsselwörter

Die Taube, Patrick Süskind, Jonathan Noel, Hass, Emotion, Emotionslinguistik, Textanalyse, Sprachliche Mittel, Gewaltfantasie, Selbsthass, Literaturpragmatik, Psychonarration, Innenleben, Metaphorik, Lautsymbolik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die sprachliche Gestaltung des „Hasses“ des Protagonisten Jonathan Noel in Patrick Süskinds Erzählung „Die Taube“.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die Emotionslinguistik, der sprachliche Ausdruck von Affekten in literarischen Texten sowie die psychologische Charakterisierung des Protagonisten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es aufzuzeigen, durch welche spezifischen sprachlichen Manifestationsvarianten der Hass der Hauptfigur im Text explizit und implizit zum Ausdruck gebracht wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine textimmanente Analyse angewandt, die auf emotionslinguistischen Ansätzen, insbesondere denen von Monika Schwarz-Friesel, basiert.

Wird im Hauptteil behandelt, wie Hass in Worte gefasst wird?

Ja, der Hauptteil untersucht intensiv sprachliche Ebenen wie Lexik, Syntax und Lautsymbolik, um die Intensivierung Jonathans Hasszustands darzustellen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie „Die Taube“, „Emotionslinguistik“, „Gewaltfantasie“, „Selbsthass“ und „Sprachliche Mittel“ sind zentral für die Arbeit.

Warum spielt die Inneneinsicht des Erzählers eine so große Rolle?

Weil Jonathan Noel als Wachmann zur Reglosigkeit gezwungen ist und extern kaum Emotionen zeigt, macht erst der Erzähler seine inneren Hass- und Zerstörungsprozesse für den Leser sichtbar.

Wie unterscheidet sich Jonathans Hass in der Vorstellung von der Realität?

Während er in seiner Vorstellung „titanische“ Zerstörungen anrichtet, bleibt er real ein passiver „Dulder“, was der Erzähler durch Sätze im Konjunktiv verdeutlicht.

Warum wird im Fazit von einem „konjunktivistischen Hass“ gesprochen?

Der Begriff beschreibt, dass Jonathans Hass sich nur in gedanklichen Möglichkeiten äußert („ich würde, ich könnte“), ohne dass eine Tat daraus folgt, was ihn letztlich lächerlich wirken lässt.

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Résumé des informations

Titre
"Der Haß des Jonathan Noel". Und wie er in "Die Taube" von Patrick Süskind durch Sprache zum Ausdruck gebracht wird
Université
Karlsruhe Institute of Technology (KIT)
Note
1,0
Auteur
I. Hardt (Auteur)
Année de publication
2022
Pages
17
N° de catalogue
V1254365
ISBN (PDF)
9783346690197
ISBN (Livre)
9783346690203
Langue
allemand
mots-clé
Süskind Die Taube Emotion Sprache Hass Jonathan Noel Novelle Kommunikation
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
I. Hardt (Auteur), 2022, "Der Haß des Jonathan Noel". Und wie er in "Die Taube" von Patrick Süskind durch Sprache zum Ausdruck gebracht wird, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1254365
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Extrait de  17  pages
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