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Das Bildungssystem Schwedens

Title: Das Bildungssystem Schwedens

Term Paper , 2002 , 19 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Daniel Hans (Author)

Didactics - Business economics, Economic Pedagogy
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Summary Excerpt Details

Im Verlauf der Sozialisation erwirbt ein heranwachsender Mensch Kenntnisse und Fähigkeiten, die für sein weiteres Leben mitbestimmend sind. Dabei hängt es wesentlich von der Schulbildung ab, welche Positionen man im späteren Berufsleben ergreifen kann. In manchen Ländern bieten sich sehr gute Möglichkeiten, andere haben an ihrem Bildungssystem noch einiges zu verbessern. Gerade in Deutschland fragt man sich momentan, ausgelöst durch die schlechten Ergebnisse der Pisa-Studie, wo die Defizite des Bildungswesens liegen und wie man sie ausgleichen kann. Ein Weg, der allem Anschein nach sehr erfolgversprechend ist, wird von Schweden aufgezeigt.

In dieser Hausarbeit wird das schwedische Bildungssystem vorgestellt. Am Anfang werden geschichtliche Aspekte, verwaltungstechnische Besonderheiten und der durch die Regierung verfolgte Grundsatz geklärt. Dadurch soll die weitere Erörte-rung verständlicher werden. Kurz widme ich mich auch der Kinderbetreuung. Danach wird das Bildungswesen mit allen Stationen vorgestellt: Zunächst die einheitliche Grundschule als einzige Schulform der Sekundarstufe I und die Sekundarstufe II. Auch auf die Berufsbildung wird an dieser Stelle eingegangen. Danach wird das Hochschulwesen behandelt, und da das Ausbildungsniveau der Ausbilder hauptsächlich die Qualität des Unterrichts beeinflußt, wird auch die Lehrerausbildung kurz als Spezialfall des Hochschulwesens angesprochen. Am Ende der Arbeit gehe ich noch auf die Erwachsenenbildung ein, die in Schweden eine große Rolle spielt. Zum besseren Verständnis habe ich im Anhang ein schematische Darstellung abgebildet. Aufgrund des begrenzten Umfangs erhebe ich keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit. Das System kann vielmehr nur in seinen Grundzügen und -tendenzen aufgezeigt werden.
Bei der Recherche ergab sich das Problem, daß durch die vielen im Land durchgeführten Reformen des Bildungssektors selbst die jüngere Literatur in großen Teilen wieder veraltet war, weshalb ich mich zu einem großen Teil auf Internetangaben stütze.

In der Schlußbetrachtung sollen die gewonnenen Ergebnisse resümiert und die zentrale Frage geklärt werden, warum die Schweden es anscheinend besser geschafft haben, über ihr Bildungssystem den heranwachsenden Menschen ihres Landes die Möglichkeit zu geben, zu verantwortungsbewußten und reflexiven Bürgern der Gesellschaft zu werden, die auch zur Problemlösung befähigt sind.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Problemstellung

2. Vorbemerkungen zum heutigen Bildungssystem

2.1 Geschichtliche Aspekte

2.2 Verwaltung

2.3 Der Grundgedanke des Bildungssystems

3. Kinderbetreuung und Vorschule

3.2 Die Kinderbetreuung

3.2 Die Vorschule

4. Die Pflichtschule

4.1 Allgemeine Vorbemerkungen

4.2 Öffentliche Schule

4.3 Privat- und Sonderschulen

5. Sekundarstufe II und alternative Berufsausbildung

5.1 Allgemeine Vorbemerkungen

5.2 Gymnasialschule

5.3 Weitere Formen der Berufsbildung

6. Hochschulwesen

6.1 Allgemeines zum Hochschulwesen

6.2 Die Lehrerausbildung

7. Erwachsenenbildung

8. Schlußbetrachtung

9. Anhang: Schema des Bildungssystems

10. Literaturverzeichnis

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert das schwedische Bildungssystem, um dessen strukturellen Aufbau sowie die zugrunde liegenden pädagogischen und politischen Prinzipien zu verdeutlichen und Einblicke in ein erfolgreich praktiziertes Bildungsmodell zu geben.

  • Struktur und Verwaltung des schwedischen Bildungswesens
  • Die Einheitsschule als zentraler Baustein der Pflichtschulbildung
  • Individualisierung und Chancengleichheit im schwedischen Bildungskonzept
  • Die Verzahnung von schulischer Bildung, Berufsbildung und Erwachsenenbildung

Auszug aus dem Buch

2.3 Der Grundgedanke des Bildungssystems

Einleitend möchte ich einen wichtigen Grundgedanken anhand des Curriculums von 1994 verdeutlichen: „Die Unverletzlichkeit des Menschenlebens, die Freiheit und die Integrität des Individuums, gleicher Wert aller Menschen, Gleichstellung von Frauen und Männern, ebenso die Solidarität mit den Schwachen und Ausgegrenzen (sic) sind die Werte, die die Schule gestalten und vermitteln soll.“ (Ratzki 2001, S. 2)

Nach dem in Schweden geltenden Schulgesetz haben alle Kinder und Jugendlichen das Recht auf eine gleichwertige schulische Ausbildung. Dabei darf weder das Geschlecht, noch der Wohnsitz oder die sozialen oder wirtschaftlichen Verhältnisse zu einer Benachteiligung führen. Auf Schüler mit Lernschwierigkeiten oder irgendeiner Art von Behinderung wird dabei Rücksicht genommen, wobei versucht wird sie so lange wie möglich im normalen Schulalltag zu integrieren. Primäres Ziel ist es, den Schülern solche Kenntnisse und Fertigkeiten zu vermitteln, die sie zu verantwortlichen Menschen und Gesellschaftsmitgliedern machen. Dabei sieht sich die Schule auch in ihrer Unterstützungsfunktion für die Familie, die vorrangig für diese Zielverfolgung verantwortlich ist (vgl. Skolverket 2002, S. 1).

Der Staat hat den Schulen die Pflicht auferlegt den Unterricht anhand der demokratischen Prinzipien zu gestalten. Zum einen zeigt sich dies in demokratischen Arbeitsformen: Es ist ein Recht der Schüler, am Unterrichtsgeschehen und der -organisation aktiv teilzunehmen. Natürlich muß dieses Recht dem Alter und der Reife des Nachwuchses angepaßt werden. Genau so wichtig ist der Aspekt, daß den Schülern kein Lerntempo auferlegt wird. Jeder lernt was die Geschwindigkeit angeht individuell und bekommt bei Schwierigkeiten Hilfestellung (vgl. Ratzki 2001, S. 1-2).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Problemstellung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz einer fundierten Bildung für die Lebenswege junger Menschen und stellt Schweden als ein für Deutschland vorbildhaftes Modell dar.

2. Vorbemerkungen zum heutigen Bildungssystem: Dieses Kapitel erläutert die historischen Entwicklungen, den zentralistischen Verwaltungsaufbau sowie die zentralen demokratischen Werte, auf denen das schwedische System basiert.

3. Kinderbetreuung und Vorschule: Hier werden die verschiedenen staatlich und privat organisierten Betreuungsformen sowie die freiwillige Vorschulerziehung für Kinder vorgestellt.

4. Die Pflichtschule: Der Fokus liegt auf der neunjährigen Schulpflicht, der Struktur der einheitlichen Grundschule und den Regelungen für Schüler mit besonderem Förderbedarf.

5. Sekundarstufe II und alternative Berufsausbildung: Dieses Kapitel beschreibt den Übergang zur Gymnasialschule mit ihren 16 Ausbildungsprogrammen sowie alternative Wege der dualen Ausbildung.

6. Hochschulwesen: Hier werden das Hochschulsystem, die Zulassungsvoraussetzungen sowie die Struktur der Lehrerausbildung im tertiären Bildungsbereich dargelegt.

7. Erwachsenenbildung: Es wird die Bedeutung des lebenslangen Lernens sowie die Rolle der Erwachsenenbildung für die allgemeine Qualifikation und die Arbeitsmarktintegration thematisiert.

8. Schlußbetrachtung: Das Fazit resümiert die Überlegenheit des schwedischen Modells in Bezug auf die Flexibilität und das selbstständige Lernen gegenüber dem deutschen System.

9. Anhang: Schema des Bildungssystems: Dieser Abschnitt bietet eine visuelle Zusammenfassung der verschiedenen Bildungsstufen und Ausbildungswege.

10. Literaturverzeichnis: Hier werden sämtliche für die Arbeit herangezogenen Quellen und Referenzmaterialien aufgelistet.

Schlüsselwörter

Schweden, Bildungssystem, Einheitsschule, Pisa-Studie, Gymnasialschule, Berufsausbildung, Hochschulwesen, Erwachsenenbildung, Schulpflicht, Chancengleichheit, Reform, Lehrerausbildung, lebenslanges Lernen, Demokratische Bildung, Individuelles Lernen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Aufbau und den Besonderheiten des schwedischen Bildungssystems im europäischen Vergleich.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die frühkindliche Betreuung, die Pflichtschule, die Sekundarstufe II, die berufliche Bildung, das Hochschulsystem sowie die Erwachsenenbildung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu untersuchen, wie Schweden das Bildungssystem gestaltet hat, um Schülern eine fundierte Ausbildung zu ermöglichen, und warum es als ein als positiv empfundenes Modell gilt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven Analyse von Sekundärliteratur, Reformvorgaben und aktuellen Daten sowie Internetrecherchen zu bildungspolitischen Entwicklungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert das Bildungssystem in seine Stufen von der Vorschule bis zur Universität und analysiert dabei die jeweiligen Verwaltungsstrukturen und pädagogischen Ziele.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Einheitsschule, Individualisierung, lebenslanges Lernen und Chancengleichheit charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die schwedische Bewertung von der deutschen?

Schweden setzt auf eine spätere Notengebung (erst ab der achten Klasse) und nutzt ein dreistufiges Bewertungssystem, um den Druck auf Schüler zu mindern.

Welche Rolle spielt die Gemeinde im schwedischen System?

Die Gemeinden tragen eine hohe Verantwortung; sie sind für die Bereitstellung, Finanzierung und Unterhaltung der Schulen sowie für die Lehrereinstellung und Berufsberatung zuständig.

Wie integriert Schweden ausländische Schüler?

Schweden verfolgt eine klare Strategie, indem Immigranten vor dem regulären Schulbesuch eine einjährige Sprachausbildung in Schwedisch absolvieren, um eine erfolgreiche Teilnahme am Unterricht zu gewährleisten.

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Details

Title
Das Bildungssystem Schwedens
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Lehrstuhl für Wirtschaftspädagogik)
Course
Gemeinsamkeiten, Unterschiede und aktuelle Tendenzen beruflicher Bildung in Europa
Grade
2,0
Author
Daniel Hans (Author)
Publication Year
2002
Pages
19
Catalog Number
V12543
ISBN (eBook)
9783638183970
Language
German
Tags
Bildungssystem Schwedens Gemeinsamkeiten Unterschiede Tendenzen Bildung Europa
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniel Hans (Author), 2002, Das Bildungssystem Schwedens, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/12543
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