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Alexander von Humboldt und Thaddäus Haenke. Reisetagebücher über Südamerika

Title: Alexander von Humboldt und Thaddäus Haenke. Reisetagebücher über Südamerika

Pre-University Paper , 2021 , 38 Pages , Grade: 5.5

Autor:in: Frederik L. Kiziak (Author)

German Studies - Comparative Literature
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Die Arbeit mit dem Titel "Alexander von Humboldt und Thaddäus Haenke - Reisetagebücher über Südamerika" beleuchtet die Südamerikareisen zweier Forscher, Humboldt und Haenke, die einerseits so ähnlich, andererseits aber doch so verschieden sind. Humboldt und Haenke verbindet ihre Herkunft aus dem deutschsprachigen Raum, ihre Vorbildung in der Heimat, ihren Forscherdrang und ihre Faszination für die Geheimnisse, welche Mensch und Natur in Südamerika für sie bereithalten. Diese Gemeinsamkeiten führten die beiden europäischen Gelehrten im selben Jahrzehnt auf getrennte Reisen durch unentdeckte Gebiete in der Neuen Welt. So ähnlich wie Leben und Reise der beiden Forscher doch erscheinen – so verschieden sind diese schlussendlich auch.

Diese Arbeit hat zum Ziel, die vorhandenen Quellen der beiden Forscher einer direkten Analyse zu unterziehen. Dabei werden Textstellen, in welchen die beiden Südamerikaforscher ähnliche Ereignisse oder Beobachtungen beschreiben, miteinander verglichen. Die Quellen werden dabei in Bezug auf verwendete Sprache und Inhalt untersucht. Die Forschungsfrage der Arbeit lässt sich folgendermaßen formulieren: Wie lassen sich die niedergeschriebenen Reiseerlebnisse von Alexander von Humboldt und Thaddäus Haenke analysieren und vergleichen?

Ein wichtiger Aspekt dieser Analyse stellen hierbei Erklärungsversuche der sich herauskristallisierenden Auffälligkeiten und Unterschiede durch Rückgriffe auf familiäre Hintergründe und prägende Erlebnisse in der Adoleszenzphase dar. Damit unterscheidet sich diese Arbeit von der Mehrheit der über Humboldt und Haenke veröffentlichten Werke, welche sich nicht einer solchen direkten Textanalyse der Originalquellen widmen, sondern die Originalquellen meist lediglich im Zusammenhang mit biografischen Hintergründen wiedergeben. Ferner handelt es sich bei dieser Arbeit um die erste Veröffentlichung eines auf der Analyse von Textstellen basierenden direkten Vergleiches der beiden Südamerikaforscher Humboldt und Haenke, welche zwar durch viele Gemeinsamkeiten verbunden sind, sich aber gleichzeitig durch ebenso viele Unterschiede voneinander abheben, was dem Leser dieser Arbeit interessante Einblicke in das Leben und die Tätigkeiten zweier bedeutender Forscher des ausgehenden 18. Jahrhunderts und frühen 19. Jahrhunderts verschafft.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das Leben von Alexander von Humboldt und Thaddäus Haenke

3 Die Ankunft in der neuen Welt

3.1 Alexander von Humboldts erste Impressionen aus der neuen Welt

3.2 Der unglückliche Beginn des Thaddäus Haenke in Amerika

4 Die Flussschifffahrt

4.1 Alexander von Humboldt über die Flussschifffahrt

4.2 Die südamerikanischen Flusssysteme aus den Augen von Haenke

5 Die Menschen in der neuen Welt

5.1 Alexander von Humboldt im Dienste der Gerechtigkeit

5.2 Thaddäus Haenke über die Menschen in Südamerika

6 Das Ende der Reise

6.1 Der Kreis schliesst sich bei der Reise von Alexander von Humboldt

6.2 Die endlose Reise des Thaddäus Haenke

7 Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert und vergleicht die Reiseerlebnisse von Alexander von Humboldt und Thaddäus Haenke auf Basis ihrer überlieferten Schriften, um die Gemeinsamkeiten und drastischen Unterschiede ihrer Lebenswege und Forschungsschicksale aufzuzeigen.

  • Biographische Gegenüberstellung von Humboldt und Haenke
  • Die Wahrnehmung der Natur und der neuen Welt
  • Vergleich der ethnologischen Beobachtungen und der Interaktion mit der indigenen Bevölkerung
  • Analyse der Reiseumstände und der Rolle der Abhängigkeit von Gönnern und politischen Systemen
  • Die unterschiedlichen Verläufe und Abschlüsse ihrer jeweiligen Forschungsexpeditionen

Auszug aus dem Buch

3.2 Der unglückliche Beginn des Thaddäus Haenke in Amerika

Nachdem Haenke in Spanien das Schiff der eigentlich zugedachten Expedition verpasst hatte, sollte ihn die Pechsträhne auch bei der Ankunft in Südamerika weiterhin verfolgen. Er schreibt an Verwandte, die ein Glashändlergeschäft in Cadix betreiben:

Den 23ten November in der Nacht gegen 10 Uhr waren wir bereits an der Mündung des gedachten Hafens, in dem wir noch diese Nacht einzulaufen gedachten. Allein unser Schiff stiess an den nördlichen Ufer des Silberstromes unglücklicherweise an eine verborgene Klippe, und scheiterte. In einem kleinen Bothe haben wir unser Leben gerettet, gefährlich genug gerettet! Und das ist alles, was uns übrig blieb. Meine vortrefflichen Kleidungsstücke, Papiere und was mich am meisten schmerzt, auch meine Bücher, alles, alles ist verloren, und man kann sich meine, und die Lage meiner Gefährten bey diesem unglücklichen Zufalle leicht denken.

Die misslungene Ankunft soll an dieser Stelle genauer betrachtet werden: Wie dem Brief zu entnehmen ist, sieht Haenke die Havarie als Unglück an, was mit «unglücklicherweise» betont wird, und lässt die Schuldfrage aussen vor, was angesichts der für ihn zu tragenden Konsequenzen keine Selbstverständlichkeit darstellt. Es darf in der Betrachtung auch nicht verschwiegen werden, dass sich damals im ausgehenden 18. Jahrhundert die Schifffahrt keinesfalls auf dem heutigen Sicherheitsniveau abspielte. Weiter lässt Haenke im Brief auch nicht die Frage aufkommen, warum das doppelte Schicksal mit dem verpassten Schiff und dem Unglück genau ihm widerfahren musste, was auf der Dankbarkeit, dass er trotz seiner finanziellen Situation solch eine Reise überhaupt antreten konnte, gründen könnte.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Forschungsfrage ein und erläutert die Beweggründe sowie die Quellenlage der Amerikareisen von Humboldt und Haenke.

2 Das Leben von Alexander von Humboldt und Thaddäus Haenke: Biographische Skizze, die die unterschiedlichen sozialen Hintergründe und Bildungswege beider Forscher gegenüberstellt.

3 Die Ankunft in der neuen Welt: Dokumentation der ersten Begegnungen beider Forscher mit dem südamerikanischen Kontinent und den dabei erlebten Anfangsschwierigkeiten.

4 Die Flussschifffahrt: Analyse der Fortbewegung auf südamerikanischen Flüssen, deren Gefahren und dem wissenschaftlichen Erkenntniswert dieser Perspektive.

5 Die Menschen in der neuen Welt: Untersuchung der anthropologischen Aufzeichnungen über die indigene Bevölkerung und die Kritik an missionarischen Praktiken.

6 Das Ende der Reise: Gegenüberstellung der Rückreise Humboldts und des festgesetzten Verbleibs sowie Schicksals von Haenke in Südamerika.

7 Schlussfolgerung: Synthese der Ergebnisse, die Humboldts Erfolg mit dem unvollendeten Lebenswerk Haenkes vergleicht und die Bedeutung moralischer Integrität hervorhebt.

Schlüsselwörter

Alexander von Humboldt, Thaddäus Haenke, Südamerika, Forschungsreise, Kolonialismus, Indigene Bevölkerung, Reisetagebücher, Wissenschaftsgeschichte, Missionierung, Abenteuer, Naturerforschung, Humboldt-Strom, Biographie, Vergleich, Gerechtigkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht vergleichend die Reisen und Dokumentationen von Alexander von Humboldt und Thaddäus Haenke, zwei deutschsprachige Forscher, die im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert unabhängig voneinander den südamerikanischen Kontinent erforschten.

Welche sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind die wissenschaftliche Dokumentation der Natur, die ethnologische Betrachtung der indigenen Gesellschaften sowie die Analyse der persönlichen Reiseumstände unter dem Aspekt sozialer und politischer Abhängigkeiten.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist ein direkter qualitativer Vergleich der überlieferten Reiseberichte und Briefe beider Forscher, um Unterschiede in ihrer wissenschaftlichen Herangehensweise und ihrem persönlichen Schicksal aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine vergleichende Quellenanalyse, die durch biographische und historische Kontextualisierung ergänzt wird, um die Wahrnehmung der Forscher im Spiegel ihrer jeweiligen Dokumente zu interpretieren.

Was steht im Hauptteil der Untersuchung im Fokus?

Der Hauptteil gliedert sich in die chronologischen Etappen von der Ankunft über die Flussschifffahrt bis hin zu den ethnologischen Studien und dem unterschiedlichen Ende ihrer Expeditionen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind "Forschungsreisende", "Lebensgeschichte", "Gerechtigkeit", "Indigene Bevölkerung" und der "Kontrast zwischen Ruhm und Vergessenheit".

Wie unterscheidet sich die Quellenlage bei Humboldt im Vergleich zu Haenke?

Humboldt hinterließ umfangreiche, teils überarbeitete Reisetagebücher und Schriften, während von Haenke primär eine begrenzte Anzahl nicht überarbeiteter Briefdokumente aus dem Kontakt mit seiner Familie und Fachkollegen existiert.

Warum spielt die persönliche "Standhaftigkeit" bei Haenke eine zentrale Rolle?

Aufgrund seiner finanziellen Not und der fehlenden Autonomie musste Haenke zeitlebens persönliche Opfer bringen und trotz widriger Umstände an seinen Forschungszielen festhalten, was er als entscheidende Eigenschaft für sein Überleben in der Fremde beschreibt.

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Details

Title
Alexander von Humboldt und Thaddäus Haenke. Reisetagebücher über Südamerika
Grade
5.5
Author
Frederik L. Kiziak (Author)
Publication Year
2021
Pages
38
Catalog Number
V1254421
ISBN (PDF)
9783346691804
Language
German
Tags
Alexander von Humboldt Thaddäus Haenke Südamerikareise Forschungsreise Berlin Kreibitz Chřibská Mittelamerika Humboldtstrom Botanik Geografie Geologie Bergbau Freiberg Chimborazo Wilhelm von Humboldt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Frederik L. Kiziak (Author), 2021, Alexander von Humboldt und Thaddäus Haenke. Reisetagebücher über Südamerika, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1254421
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