Das Ziel dieser Arbeit ist es, Wertekonflikte von professionell Pflegenden darzulegen, die bei der Nahrungsverweigerung von BewohnerInnen in der stationären Langzeitpflege auftreten und diese aus ethischer Sicht mithilfe eines Fallbeispiels zu beleuchten.
Aus der Zielsetzung ergeben sich verschiedene Fragestellungen, welche die Arbeit versucht zu beantworten. Zum einen stellt sich die Frage danach, welche Werte für eine Pflegekraft bei einer solchen Situation der Nahrungsverweigerung entscheidend sind und wie sie zueinander konkurrieren. Zum anderen geht es darum, welche Möglichkeiten die betroffenen Personen und das Umfeld in einer solchen Lage haben und was man beachten muss bei möglichen Optionen und Willensäußerungen.
Inhaltsverzeichnis
- Inhaltliche Einführung und Strukturierung
- Relevanz der Thematik
- Zielsetzung und Fragestellung der Arbeit
- Literaturbasierung und inhaltlicher Aufbau
- Exemplarisches Fallbeispiel „Zwischen Wille und Wohl“
- Einführung in die Pflegeethik
- Grundlagen und Einführung in die allgemeine Ethik und Pflegeethik
- Normative Ansätze in der Pflegeethik
- Handlungsleitende Werte professionell Pflegender bei der Nahrungsverweigerung von BewohnerInnen mit Demenz
- Das Phänomen Nahrungsverweigerung im Kontext zur Lebensqualität und Demenz
- Nahrungsverweigerung in der Pflege
- Lebensqualität und Nahrungsverweigerung
- Demenz und Nahrungsverweigerung
- Ethisches Spannungsfeld der Thematik für professionell Pflegende zwischen Autonomie und Fürsorge
- Kritische Betrachtung einer PEG Sonde bei Menschen mit einer fortgeschrittenen Demenz
- Zusammenfassende Handlungsempfehlungen und Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit den ethischen Herausforderungen, die sich aus der Nahrungsverweigerung von BewohnerInnen mit Demenz in der stationären Langzeitpflege ergeben. Sie beleuchtet die Wertekonflikte, die professionell Pflegende in solchen Situationen erleben, und analysiert diese anhand eines Fallbeispiels.
- Wertekonflikte in der Pflege von Menschen mit Demenz, insbesondere bei Nahrungsverweigerung
- Ethische Prinzipien in der Pflege, insbesondere Autonomie und Fürsorge
- Die Bedeutung von Lebensqualität und Selbstbestimmung für Menschen mit Demenz
- Die ethische Bewertung der künstlichen Ernährung (PEG-Sonde) im Kontext von Demenz
- Handlungsempfehlungen für professionell Pflegende im Umgang mit Nahrungsverweigerung bei Menschen mit Demenz
Zusammenfassung der Kapitel
- Inhaltliche Einführung und Strukturierung: Die Arbeit stellt die Relevanz der Thematik im Kontext der zunehmenden Demenz-Erkrankungen und der damit verbundenen Herausforderungen in der Pflege heraus.
- Exemplarisches Fallbeispiel „Zwischen Wille und Wohl“: Dieses Kapitel beschreibt die Situation einer Bewohnerin mit Demenz, die ihre Nahrung verweigert, und die damit verbundenen ethischen Konflikte für die Pflegekräfte und Angehörigen.
- Einführung in die Pflegeethik: Hier werden die Grundlagen der Ethik und die spezifischen ethischen Prinzipien der Pflege beleuchtet.
- Das Phänomen Nahrungsverweigerung im Kontext zur Lebensqualität und Demenz: Die Bedeutung von Nahrungsverweigerung im Kontext der Demenz und der Lebensqualität wird analysiert.
- Ethisches Spannungsfeld der Thematik für professionell Pflegende zwischen Autonomie und Fürsorge: Die Arbeit erörtert die ethischen Konflikte zwischen dem Wunsch nach Autonomie der BewohnerInnen und der Fürsorgepflicht der Pflegekräfte.
- Kritische Betrachtung einer PEG Sonde bei Menschen mit einer fortgeschrittenen Demenz: Dieses Kapitel befasst sich mit der ethischen Bewertung der künstlichen Ernährung (PEG-Sonde) bei Menschen mit Demenz.
Schlüsselwörter
Die Arbeit beschäftigt sich mit den zentralen Themen der Pflegeethik im Kontext der Demenz und der Nahrungsverweigerung. Schwerpunkte sind die ethischen Prinzipien von Autonomie und Fürsorge, die Bedeutung von Lebensqualität und Selbstbestimmung sowie die ethische Bewertung der künstlichen Ernährung.
Häufig gestellte Fragen
Welche ethischen Konflikte treten bei der Nahrungsverweigerung von Demenzpatienten auf?
Professionell Pflegende befinden sich oft in einem Spannungsfeld zwischen dem Respekt vor der Autonomie (Selbstbestimmung) des Bewohners und der Fürsorgepflicht (Wohltun), was zu erheblichen moralischen Belastungen führen kann.
Wie wird die künstliche Ernährung (PEG-Sonde) bei fortgeschrittener Demenz bewertet?
Die Arbeit setzt sich kritisch mit der PEG-Sonde auseinander und hinterfragt, ob sie bei fortgeschrittener Demenz die Lebensqualität verbessert oder lediglich den Sterbeprozess verlängert.
Welche Rolle spielt die Lebensqualität bei der Entscheidung über Ernährungsmaßnahmen?
Die Lebensqualität ist ein zentraler Maßstab. Es wird untersucht, ob die erzwungene Nahrungsaufnahme dem Wohlbefinden des Demenzkranken dient oder dessen subjektives Leiden erhöht.
Welche Werte sind für Pflegekräfte in diesen Situationen entscheidend?
Entscheidende Werte sind die Menschenwürde, die Autonomie der Bewohner, die Fürsorgepflicht sowie die professionelle Verantwortung der Pflegekraft.
Gibt es konkrete Handlungsempfehlungen für das Pflegepersonal?
Ja, die Arbeit schließt mit zusammenfassenden Handlungsempfehlungen ab, die Pflegenden helfen sollen, ethisch fundierte Entscheidungen im Umgang mit Nahrungsverweigerung zu treffen.
- Arbeit zitieren
- Christian Honold (Autor:in), 2022, Nahrungsverweigerung von Menschen mit Demenz. Wertekonflikte professionell Pflegender, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1254458