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Die Verstaatlichung des Schiitentums durch die Dynastie der Safawiden in Iran. Schah Ismail I.

Titel: Die Verstaatlichung des Schiitentums durch die Dynastie der Safawiden in Iran. Schah Ismail I.

Hausarbeit , 2021 , 29 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: B.A. Turan Karacayir (Autor:in)

Theologie - Islamische Religionswissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Hausarbeit behandelt die Verstaatlichung des schiitischen Glaubens durch die Safawiden unter dem Heerscher Schah Ismā‛il Bahādir I. Die Arbeit gibt eine Einführung in Themen der Iran als Region und die Schia. Im Hauptteil werden die Safawiden und Schah Ismail als wichtiger Initiator der Verstaatlichung seiner schiitischen Lehre behandelt.

Orient und Okzident interessieren sich füreinander seit geraumer Zeit. Die Erforschung des Orients – vor allem der islamische Teil – bildet einen Forschungsgegenstand der europäischen Wissenschaft, wobei die Araber und die Türken osmanischer Abstammung, die in der europäischen Geschichte eine Rolle gespielt haben, das besondere Augenmerk genießen. Die Geschichte Irans hatte die geringere Beachtung bekommen. Denn er galt als Heimat der Dichter und Künstler. In ihm sind mehrere selbstständige Reiche entstanden, welche ihr eigenes Gepräge gehabt und eine deutliche Epochengliederung der persischen Geschichte möglich gemacht haben. Das letzte Reich, das weltgeschichtliche Bedeutung mit kulturellen Erben verband, ist der Safawiden-Staat (1501-1722), der in den letzten Jahren wiederholt Gegenstand spezieller Studien gewesen ist.

Nach dem die Schiiten vor vierzig Jahren (1979) den Schah von Persien stürzten, die Herrschaft übernahmen und die islamische Republik Iran ausriefen und sogleich die Auseinandersetzung mit dem Westen suchten, sind sie ins Bewusstsein der breiten Öffentlichkeit getreten. Bald traten andere Konflikte im Nahen Osten hinzu, in die die Schiiten verwickelt waren. Der Bürgerkrieg im Libanon, der Bürgerkrieg in Afghanistan, der Bürgerkrieg in Berg-Qarabaġ und die Aufstände der irakischen Schiiten gegen Saddam Hussain nach dem Golfkrieg 1991 und 1999. Während sie politisch aktiv waren, blieben ihre Glaubensvorstellungen und ihre 13 hundert Jahre Tradition im Dunkeln.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Vorwort

2 Einführung

2.1 Der Iran

2.2 Die Schia

3 Die Verstaatlichung der Schia

3.1 Die Safawiden

3.2 Schah Ismail I.

3.3 Folgen der Verstaatlichung

4 Nachwort

5 Literaturverzeichnis

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den historischen Prozess der Verstaatlichung des schiitischen Glaubens durch die Safawiden-Dynastie unter der Herrschaft von Schah Ismail I. Dabei steht die Frage im Zentrum, wie eine ursprünglich sunnitisch geprägte Sekte den schiitischen Islam zur Staatsreligion erheben konnte und welche sozio-politischen sowie religiösen Transformationen daraus für den Iran resultierten.

  • Historische Entwicklung des Irans als Zivilisation und Region
  • Entstehung und religiöses Selbstverständnis der Schia
  • Die politische Instrumentalisierung schiitischer Lehren durch die Safawiden
  • Die Rolle von Schah Ismail I. als Initiator der Schiitisierung
  • Langfristige Folgen der Verstaatlichung für den klerikalen Status und die staatliche Struktur

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Safawiden

Die Ṣafawiya ist ursprünglich ein von Scheich Ṣafiyyu-d-dīn Ardabili (1252-1334) gegründeter turkmenisch-sunnitischer Orden. Der Orden gewinnt dadurch an Ansehen, dass die neuen muslimischen Mongolen nach den Angelegenheiten der neuen Religion die safawidischen Gelehrten fragen, denn diese antworten im Gegensatz der persischen ‘Ulamā in einfachen Sätzen ohne einen philosophischen Beigeschmack. Die safawidischen Scheiche mit dem persischen Titel Pīr (Ältester) oder dem Arabischen Muršid (Leiter) von Ardabil sind nichts weiter als die geistlichen Führer ihrer Jüngerschaft. Erstmals versucht der seit 1447 führender Ordensmeister Ḡunaid, ein unruhiger und unternehmungslustiger Mann, die Schlagkraft ihm blind ergebenen Derwische (Jünger) zu politischen Zwecken einzusetzen. So kommt er mit dem Führer der Karakoyunlular (Schwarze Horde) in Konflikt. So dann freundet er sich mit dem Führer der Akkoyunlular (Weiße Horde) Uzun Hasan an, welcher ihn mit seiner Schwester Ḫadīǧa Begūm verheiratet. Nach dieser Vermählung erblickt sein Sohn Haidar am Hofe seines Onkels Uzun Hasan das Licht der Welt. Scheich Haidar führt später den Plan seines Vaters Ḡunaid, an denen er gescheitert war, auf Grund der äußeren Voraussetzungen, fort und richtet seinen Augenvermerk auf die Umgestaltung seiner Jüngerschaft zu einem militärischen Instrument.

Zusammenfassung der Kapitel

Vorwort: Einleitende Betrachtung zum Forschungsinteresse an der persischen Geschichte und der zunehmenden Bedeutung der Schiiten in der zeitgenössischen globalen Politik.

Einführung: Überblick über die frühe Geschichte des Irans sowie die Entstehung und theologische Grundlegung der Schia innerhalb des Islams.

Die Verstaatlichung der Schia: Analyse der Transformation der Safawiya von einem sunnitischen Orden zu einer schiitisch geprägten Dynastie, die den schiitischen Glauben zur Staatsreligion macht.

Nachwort: Kritische Zusammenfassung über das Widersprüchliche an der Rolle Schah Ismails, der als „fremder“ Herrscher die religiöse Einheit des Irans nachhaltig durch die Verstaatlichung der Schia prägte.

Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primärquellen und Fachliteratur zur historischen Aufarbeitung des Themas.

Schlüsselwörter

Safawiden, Schah Ismail I., Iran, Schiitentum, Verstaatlichung, Zwölferschia, Kizilbasch, Mudschtahid, Islamisierung, Persien, Theokratie, Geschichte, Staatsreligion, Orden, Idschtihad.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die historische Etablierung des Schiitentums als Staatsreligion im Iran unter der Safawiden-Dynastie und untersucht die Transformation von einem sunnitischen Orden zur staatstragenden schiitischen Macht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Entwicklung Irans, der Entstehung der Schia, der Rolle Schah Ismails I. bei der Machtübernahme und den strukturellen Folgen für Klerus und Verwaltung.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie und warum das Schiitentum durch die Safawiden zur Staatsreligion erhoben wurde, obwohl die Dynastie ursprünglich andere religiöse Wurzeln hatte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin/der Autor nutzt eine historisch-analytische Methode, die auf der Auswertung primär- und sekundärwissenschaftlicher Literatur basiert, um die historischen Entwicklungen nachzuzeichnen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Safawiden als politischer Akteur, der Aufstieg von Schah Ismail I. und die anschließenden gesellschaftlichen und religiösen Veränderungen durch die Verstaatlichung der Schia detailliert analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlüsselwörter sind Safawiden, Schah Ismail I., Schiitentum, Staatsreligion, Iran, Kizilbasch und Mudschtahid.

Welche Bedeutung hatte Schah Ismail I. für das Schiitentum?

Schah Ismail I. war der Initiator, der die Schia gewaltsam und konsequent zur Staatsreligion erklärte, wodurch er den Grundstein für die heutige religiöse Identität Irans legte.

Warum war der Aufstieg der Mudschtahid für die Safawiden problematisch?

Die zunehmende Autorität der Mudschtahid schuf eine rivalisierende religiöse Macht, welche die absolute politische Stellung des Schahs zunehmend in Frage stellte.

Welche Rolle spielten die Turkmenen bei der Staatsgründung?

Die turkmenischen Stämme (Kizilbasch) bildeten das militärische Rückgrat und die Machtgrundlage der Safawiden, waren jedoch durch ihre fanatische Loyalität zum Herrscher auch ein Faktor, der später durch Verwaltungsreformen eingedämmt werden musste.

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Verstaatlichung des Schiitentums durch die Dynastie der Safawiden in Iran. Schah Ismail I.
Hochschule
Universität Münster  (Zentrum für Islmasiche Theologie)
Veranstaltung
Schiitische Diskurse
Note
1,7
Autor
B.A. Turan Karacayir (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
29
Katalognummer
V1254532
ISBN (PDF)
9783346690630
ISBN (Buch)
9783346690647
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Schia Schiiten Iran Persien
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
B.A. Turan Karacayir (Autor:in), 2021, Die Verstaatlichung des Schiitentums durch die Dynastie der Safawiden in Iran. Schah Ismail I., München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1254532
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Leseprobe aus  29  Seiten
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