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Die klassischen Vertreter der behavioristischen Lerntheorie

Title: Die klassischen Vertreter der behavioristischen Lerntheorie

Seminar Paper , 2002 , 20 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Daniel Hans (Author)

Sociology - General and Theoretical Directions
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Lernen geschieht ständig und überall. Es ist ein wichtiger Prozeß nicht nur in der Sozialisation, sondern auch im gesamten Leben eines Individuums. Hierdurch wird aus einem Neugeborenen erst ein in einer Gesellschaft handlungsfähiges Subjekt, da durch verschiedene Lernprozesse Kenntnisse und Fähigkeiten erworben werden, die nicht nur für ein weitestgehend reibungsloses miteinander leben nötig sind, sondern auch für das eigene Überleben.

In dieser Hausarbeit werden einige Aspekte der in der letzten Jahrzehnten sehr komplex gewordenen Lern- und Verhaltenstheorie dargestellt. Ich beschränke mich hierbei auf die klassischen Vertreter der behavioristischen Lerntheorie, da diese mit ihren Forschungsergebnissen weitreichend die spätere Entwicklung beeinflußten. Ihnen ist dabei gemeinsam, daß sie alle ein weitgehend mechanistisches Menschenbild zugrunde legen, in dem der Mensch durch äußere Umweltbedingungen beeinflußt wird und lernt. Dies erschien mir daher auch ein sinnvoller Schnitt für die Festlegung der in dieser Arbeit dargestellten Klassiker zu sein.

Zum besseren Verständnis wurde den Vertretern des Behaviorismus noch ein Kapitel vorangestellt, welches den theoretischen Standpunkt der Lerntheorien näher beschreibt. Des weiteren werden hier die Begriffe Verhalten und Lernen erläutert und einige historische Vorbemerkungen zu Konzepten von Aristoteles und englischen Empirikern der Vergangenheit aufgezeigt, um zu veranschaulichen, daß man sich auch schon früher als am Anfang behavioristischer Forschung manch wertvollen Gedanken in dieser Richtung gemacht hat.

Danach werde ich vier Konzepte vorstellen, und zwar die von Watson, Pawlow, Thorndike und Skinner. Am Schluß der Arbeit fasse ich die Ergebnisse dann noch in Hinsicht auf die Sozialisation zusammen. Allerdings erhebt diese Arbeit dabei keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die hier aufgezeigten Theorien sind zu komplex, um in dem Umfang einer Seminararbeit jeden bedeutenden Aspekt hervorzuheben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen

2.1 Der theoretische Standpunkt

2.2 Zentrale Begriffe der Lerntheorie

2.3 Assoziationismus und Empirismus als historische Quellen der Lernforschung

3. Die behavioristischen Lerntheorien

3.1 Pawlows Theorie des klassischen Konditionierens

3.1.1 Die Ausgangsüberlegungen Pawlows

3.1.2 Der Versuchsaufbau und –ablauf

3.1.3 Abschließende Betrachtung des klassischen Konditionierens

3.2 Watson und seine Programmatik des Behaviorismus

3.2.1 Die Ausgangsüberlegungen Watsons

3.2.2 Das Albert-Experiment als Beispiel für emotionales Konditionieren

3.2.3 Abschließende Betrachtung von Watsons Theorie

3.3 Instrumentelles Lernen nach Thorndike

3.3.1 Die Ausgangsüberlegungen Thorndikes

3.3.2 Thorndikes Problemkäfig

3.3.3 Abschließende Betrachtung der Theorie Thorndikes

3.4 Operantes Konditionieren nach Skinner

3.4.1 Die Ausgangsüberlegungen von Skinner

3.4.2 Skinners Versuch

3.4.3 Abschließende Betrachtung von Skinners Theorie

4. Schlußbetrachtung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die zentralen behavioristischen Lerntheorien und deren Vertreter, um deren Einfluss auf das Verständnis von Lernprozessen und Sozialisation darzulegen. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf das mechanistische Menschenbild dieser Theorien und wie durch externes Konditionieren Verhalten aufgebaut, gesteuert oder modifiziert werden kann.

  • Grundlagen der behavioristischen Lernforschung und deren historische Wurzeln.
  • Analyse der klassischen Konditionierung nach Pawlow.
  • Die behavioristische Programmatik nach Watson und emotionale Konditionierung.
  • Das instrumentelle Lernen nach Thorndike und das Effektgesetz.
  • Operantes Konditionieren nach Skinner und das Prinzip der Verstärkung.

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Der Versuchsaufbau und –ablauf

Im Falle seiner Experimente mit Hunden untersuchte Pawlow die Speichelbildung auf das darreichen von Futter. Um dies exakt feststellen zu können entwickelte er mit seinen Mitarbeitern eine Meßfistel, die den Tieren in die Schnauze implantiert wurde. Wichtig war auch, die Hunde so lange an die Bedingungen des Laborraums zu gewöhnen, daß nicht mehr mit einer Orientierungsreaktion gerechnet werden konnte, die beim Auftreten die Ergebnisse verfälscht haben könnte. Genauso wurde dafür Sorge getragen, daß der Versuchsleiter aus einem Nachbarraum die Fütterungen durchführen konnte, damit dieser nicht von den Tieren gesehen oder gerochen wurde (vgl. Veith 1996, S. 233).

Zeigt man nun - nach diesem Versuchsaufbau vorgehend - einem hungrigen Hund ein Stück Fleisch (unbedingter Reiz), so wird in der Schnauze des Tieres Speichel abgesondert (unbedingte Reaktion). Wird nun jedesmal beim Zeigen des Futters ein weiterer (bedingter) Reiz eingesetzt - wie z.B. ein Lichtzeichen oder ein Glockenton - so kann nach ausreichender Wiederholung dieses Vorgangs beobachtet werden, daß der bedingte Reiz alleine vollkommen ausreicht, um die Speichelbildung in Gang zu bringen. Diese gezeigte bedingte Reaktion ist dann als erlernte oder auch konditionierte zu verstehen (vgl. Reimann 1985, S. 103f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung verortet das Thema Lernen als grundlegenden Prozess der Sozialisation und führt in die Absicht der Arbeit ein, klassische behavioristische Lerntheorien als mechanistische Erklärungsmodelle darzustellen.

2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert den behavioristischen Standpunkt, erläutert zentrale Begriffe wie Verhalten und Lernen und beleuchtet die historischen Vorläufer des Assoziationismus und Empirismus.

3. Die behavioristischen Lerntheorien: Der Hauptteil stellt die vier zentralen Konzepte von Pawlow, Watson, Thorndike und Skinner vor und analysiert deren jeweilige experimentelle Ansätze und theoretische Annahmen.

4. Schlußbetrachtung: Die Schlussbetrachtung reflektiert die Stärken und Schwächen der behavioristischen Theorien und setzt sie in den Kontext der Sozialisationsforschung.

Schlüsselwörter

Behaviorismus, Sozialisation, Klassische Konditionierung, Operante Konditionierung, Reiz-Reaktions-Schema, Verstärkung, Pawlow, Watson, Thorndike, Skinner, Lernprozesse, Effektgesetz, Lerntheorie, Individuum, Umweltbedingungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den klassischen Vertretern der behavioristischen Lerntheorie und deren Einfluss auf das Verständnis von Lernprozessen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Im Zentrum stehen die Konzepte der klassischen Konditionierung, der Behaviorismus nach Watson, das instrumentelle Lernen sowie das operante Konditionieren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, aufzuzeigen, wie behavioristische Ansätze menschliches Verhalten durch externe Reizbedingungen erklären und wie dies zur Sozialisation des Individuums beiträgt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse und Literaturrecherche, um die wissenschaftlichen Modelle und die ihnen zugrunde liegenden Experimente zu rezipieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Theorien von Pawlow, Watson, Thorndike und Skinner, jeweils mit deren Ausgangsüberlegungen, Versuchsaufbauten und einer abschließenden theoretischen Einordnung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Behaviorismus, Verstärkung, Reiz-Reaktions-Schema, Konditionierung und Sozialisation.

Was unterscheidet Skinners operantes Konditionieren von Pawlows klassischem Modell?

Während Pawlow den Fokus auf die Reizsubstitution legt, betont Skinner das Lernen durch Verstärkung von operantem Verhalten, bei dem die Konsequenz einer Handlung die Auftretenswahrscheinlichkeit bestimmt.

Welche Rolle spielte das "Albert-Experiment" für Watsons Theorie?

Das Experiment diente als Nachweis dafür, dass emotionale Reaktionen wie Furcht durch experimentelle Konditionierung an neutrale Reizobjekte gekoppelt und somit erlernt werden können.

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Details

Title
Die klassischen Vertreter der behavioristischen Lerntheorie
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Institut für Soziologie)
Course
Sozialisationstheorien
Grade
2,0
Author
Daniel Hans (Author)
Publication Year
2002
Pages
20
Catalog Number
V12545
ISBN (eBook)
9783638183994
Language
German
Tags
Vertreter Lerntheorie Sozialisationstheorien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniel Hans (Author), 2002, Die klassischen Vertreter der behavioristischen Lerntheorie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/12545
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