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Die Bischofswahlen in Novgorod im Zeitraum 1156-1478

Title: Die Bischofswahlen in Novgorod im Zeitraum 1156-1478

Term Paper , 2019 , 19 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Anonym (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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In dieser Ausarbeitung sollen die Bischofswahlen in Novgorod im Zeitraum 1156-1478 näher betrachtet werden. Um dieses Phänomen in seiner Komplexität begreifen zu können, soll allerdings vorerst auf das mittelalterliche Novgorod als solches eingegangen werden, wobei vor allem die Bedeutung und die politische Verfasstheit im Vordergrund stehen. Anschließend soll auf das Thema der Bischofswahlen im Mittelalter eingegangen werden, um später die Besonderheit Novgorods herausstellen zu können.

Bevor allerdings die verschiedenen Wahlverfahren, wie sie in der Ersten Novgoroder Chronik beschrieben werden, quellenkritisch betrachtet werden, soll noch ein kurzer Exkurs zu anderen Vorkommnissen des Losverfahrens in der Geschichte unternommen werden. Nachdem dann die einzelnen Wahlverfahren analysiert wurden, soll die Thematik in einer Zusammenfassung nochmal gebündelt dargestellt und in seiner Relevanz verdeutlicht werden. Für die Ausarbeitung als besonders grundlegend haben sich für die Literatur der Aufsatz von Michael C. Paul über Bischofswahlen in Novgorod und für die Quellen die Erste Novgoroder Chronik erwiesen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das mittelalterliche Novgorod

2.1 Die Bedeutung des mittelalterlichen Novgorods

2.2 Die politische Verfasstheit des mittelalterlichen Novgorods

3. Bischofswahlen im Mittelalter

4. Das Losen als Wahlverfahren für Bischöfe in der Geschichte

5. Analyse der Bischofswahlen in Novgorod von 1156-1478

6. Zusammenfassung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht die besonderen Wahlverfahren für Bischöfe in der mittelalterlichen Republik Novgorod zwischen 1156 und 1478. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf der politisch motivierten Entwicklung von der Wahl durch die Stadtversammlung (veche) hin zum Losverfahren, um die Komplexität der Machtverhältnisse und die Funktion dieser Wahlmodi in einer instabilen politischen Lage zu ergründen.

  • Die politische Struktur der Handelsrepublik Novgorod und die Macht des Veche.
  • Die normativen Grundlagen und die Praxis von Bischofswahlen im mittelalterlichen Europa.
  • Die historische Herleitung und Bedeutung des Losverfahrens in christlichen Traditionen.
  • Die Analyse konkreter Fallbeispiele von Bischofserhebungen in Novgorod anhand der Ersten Novgoroder Chronik.
  • Der Zusammenhang zwischen politischer Instabilität und der Externalisierung von Wahlentscheidungen mittels Losentscheid.

Auszug aus dem Buch

Analyse der Bischofswahlen in Novgorod von 1156-1478

Die Quelle, welche die zu analysierenden Bischofswahlen beschreibt, ist die Erste Novgoroder Chronik. Diese Chronik ist in mehreren Fassungen überliefert und greift auf eine vielfältige Quellenlage zurück. Die zugrunde liegenden Quellen, die Joachim Dietze in seiner Edition ausmacht, sind die vermutlich seit dem zehnten Jahrhundert am Fürstenhof geführte Novgoroder Lokalchronik, die Nestorchronik 1118/1119 und 1095, eine Novgoroder Chronikkompilation unter dem Fürsten Vsevolod Mstislavic (1118-1136), eine erzbischöfliche Chronik durch den Chronisten Kirik (1136/1137), eine Chronik am Georg-Kloster seit dem 12. Jahrhundert und die Vladimirskij Polichron von 1310. Die verschiedenen Fassungen der Ersten Novgoroder Chronik sind zum einen die älteste Fassung, welche in der Synodalhandschrift enthalten ist und in zwei Teilen, in der Mitte des 13. und des 14. Jahrhunderts entstand. Dazu kommen drei weitere jüngere Fassungen, die im 15. Und 16. Jahrhundert entstanden und weitere Geschehnisse enthalten. Die Edition durch Michell und Forbes, die im Folgenden verwendet wird, enthält sowohl die Texte der älteren als auch der jüngeren Fassungen, wodurch eine Berichtszeit von 1016-1471 abgedeckt wird. Allgemein hält die Erste Novgoroder Chronik an der historischen Berichterstattung fest und trägt dokumentarischen, amtlichen Charakter bei kurzer und bündiger Berichterstattung unter Bevorzugung lokaler Ereignisse.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der Bischofswahlen in Novgorod ein und stellt die Relevanz des Losverfahrens als legitimes und politisch genutztes Mittel dar.

2. Das mittelalterliche Novgorod: In diesem Kapitel werden die wirtschaftliche Bedeutung der Stadt als Handelszentrum sowie die Herausbildung der republikanischen Verfassung durch das Veche beleuchtet.

3. Bischofswahlen im Mittelalter: Das Kapitel kontrastiert die westlichen und östlichen Entwicklungen der Bischofswahlpraxis unter Berücksichtigung des kanonischen Rechts und historischer Spannungsfelder.

4. Das Losen als Wahlverfahren für Bischöfe in der Geschichte: Hier wird der biblische und historische Ursprung des Losverfahrens als Mittel zur Krisenbewältigung und Wahrheitsfindung in der Kirche erörtert.

5. Analyse der Bischofswahlen in Novgorod von 1156-1478: Dieser Hauptteil analysiert anhand der Ersten Novgoroder Chronik die spezifischen Wahlvorgänge und zeigt, wie und warum sich das Los als Standardmodell etablierte.

6. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung bündelt die Ergebnisse und betont, dass die Wahlmodi in Novgorod als Spiegel der komplexen internen Machtverhältnisse der Republik zu verstehen sind.

Schlüsselwörter

Novgorod, Bischofswahl, Losverfahren, Erste Novgoroder Chronik, Veche, Mittelalter, politisches System, Klerus, Investitur, Machtverteilung, Republik, Wahlmodus, Kirchengeschichte, Exekutive, Machtkämpfe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit den außergewöhnlichen Verfahren zur Erhebung von Bischöfen in der mittelalterlichen Republik Novgorod zwischen 1156 und 1478, insbesondere mit dem Einsatz des Losentscheids.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Felder sind die innerstädtische politische Organisation Novgorods, die kirchenrechtlichen Grundlagen für Wahlen und die spezifische Praxis der Externalisierung von Entscheidungen bei religiösen Führungspositionen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Entwicklung der Wahlverfahren zu analysieren und zu erklären, warum das Losverfahren in Novgorod zu einem dauerhaften, akzeptierten Wahlmodus wurde.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine quellenkritische Analyse, die prioritär auf der Auswertung der Ersten Novgoroder Chronik sowie ergänzender historischer Fachliteratur basiert.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die detaillierte Untersuchung historischer Wahlgänge und zeigt auf, wie soziale und politische Machtstrukturen die Entscheidung beeinflussten.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am treffendsten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Bischofswahl, Losentscheid, politische Externalisierung, Handelsrepublik und mittelalterliche Autonomie charakterisiert.

Warum wurde in Novgorod so häufig das Los gewählt?

Das Losverfahren ermöglichte es laut der Autorin, langwierige Streitigkeiten in einer komplexen gesellschaftlichen Struktur zu vermeiden und die Entscheidung einem höheren, christlichen Willen zu externalisieren, was das Gesicht der unterlegenen Fraktionen wahrte.

Welche Rolle spielte die Stadtversammlung (Veche) bei den Wahlen?

Das Veche fungierte als oberste Regierungsinstanz, die entweder selbst den Bischof wählte oder den Prozess des Losstreitens initiierte, um Legitimation in einem demokratisch anmutenden Kontext zu schaffen.

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Details

Title
Die Bischofswahlen in Novgorod im Zeitraum 1156-1478
College
University of Münster
Grade
2,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2019
Pages
19
Catalog Number
V1254826
ISBN (PDF)
9783346691507
ISBN (Book)
9783346691514
Language
German
Tags
bischofswahlen novgorod zeitraum
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2019, Die Bischofswahlen in Novgorod im Zeitraum 1156-1478, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1254826
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