In dieser Hausarbeit berichtet die Autorin über ihr integriertes Schulpraktikum an einem Gymnasium in Hamburg. In den Hospitationen wird die Wertschätzung der Lehrkräfte gegenüber den SchülerInnen untersucht. Zudem wird eine Unterrichtseinheit (eine Doppelstunde) für eine fünfte Klasse im Fach Englisch geplant und durchgeführt. Das Lernziel lautet folgendermaßen: Die Schüler und Schülerinnen vertiefen ihr Wissen über die Zeitform des "simple past" und machen sich durch Übungen mit der neuen Grammatik vertraut.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Feldbeschreibung
3. Hospitationsaufgabe
3.1. Fragestellung
3.2. Erhebungsinstrument (Methode)
3.3. Beobachtungsergebnisse
3.4. Forschungsstand
4. Eigene Unterrichtseinheit
4.1. Planung und Durchführung
4.2. Reflexion
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit der Bedeutung des Unterrichtsklimas sowie der wertschätzenden Interaktion zwischen Lehrkräften und Schülern im schulischen Alltag auseinander, um aufzuzeigen, wie Anerkennung als essentieller Faktor für den Lernerfolg sowie die soziale Integration fungieren kann.
- Bedeutung des Lernklimas für den Unterrichtserfolg
- Analyse der Schüler-Lehrer-Beziehung
- Bedeutung von Anerkennung und Wertschätzung als pädagogische Leitvorstellung
- Methodische Gestaltung von Unterrichtseinheiten unter Berücksichtigung methodischer Differenzierung
- Reflexion des eigenen Lehrerhandelns im integrierten Schulpraktikum
Auszug aus dem Buch
3.1. Fragestellung
„Unterrichtsklima ist ein schwer fassbarer und dennoch für die Arbeit in der Schule unverzichtbarer Faktor humanen Lehrens und Lernens“ ist ein Zitat von Helmut Bülter & Hilbert Meyer. Es definiert den Lehrsatz, dass das ideale Lernklima – obwohl es schwer zu erreichen ist – ein bedeutsamer Faktor für die Arbeit an der Schule ist. Was definiert aber ein gutes Lernklima und damit auch einen erfolgreichen Unterricht?
Unter dem Begriff Lernklima bzw. Unterrichtsklima wird die menschliche Qualität der Lehrer-Schüler-Beziehung und der Schüler-Schüler Beziehung verstanden. Ausgewogene Beziehungen zwischen den am Unterricht beteiligten Personen sind essentiell. Das richtige Lernklima ist also wichtig für das Erreichen von Lernzielen. Ein lernförderliches Klima ist außerdem durch bestimmte Indikatoren gekennzeichnet: gegenseitiger Respekt, verlässlich eingehaltene Regeln, gemeinsam geteilte Verantwortung, Gerechtigkeit des Lehrers gegenüber jedem Einzelnen und Fürsorge des Lehrers für die Schüler und der Schüler untereinander. Diese oben genannten Indikatoren sind die Basis für ein lernförderliches Klima, müssen aber auch mit folgenden Indikatoren in Balance gebracht werden: Selbstvertrauen, Leistungsbereitschaft, Einstellungen zum Unterricht und zur Schule, Sozialverhalten und Interessenbildung. Schlussfolgernd wirken sich diese Aspekte auf die Bereitschaft zum Arbeitsbündnis aus.
Daraus resultiert ein wichtiger Aspekt, nämlich die Anerkennung und Wertschätzung der SuS durch ihre Lehrkräfte. Dieser Aspekt beeinflusst die genannten Indikatoren, und darauf ist meine Hospitationsaufgabe ausgerichtet. Jedes Kind und jeder Jugendlicher will von seinem Erzieher „gesehen“ werden und dementsprechend auch eine gewisse Bestätigung erfahren. Deshalb sind Verhalten und Rückmeldung der Lehrkräfte zu Aussagen, Leistungen und Fähigkeiten ihrer SuS von großer Bedeutung. Alle SuS sollten die Möglichkeit haben, die Schule als einen Ort der Wertschätzung erfahren zu können. Eine Hilfe, um dieses umsetzen zu können, wäre das Besinnen auf die eigenen Stärken, indem SuS sowie Lehrkräfte diese gegenseitig und untereinander stärken.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung der Schule als Lebensraum und identifiziert das Unterrichtsklima sowie gegenseitige Wertschätzung als zentrale Faktoren für den Lernerfolg.
2. Feldbeschreibung: Dieses Kapitel liefert eine detaillierte Beschreibung der hospitierten Schule, ihrer räumlichen Organisation und der technischen Ausstattung im Rahmen des Gymnasiums.
3. Hospitationsaufgabe: Hier wird das Kernkonzept des Unterrichtsklimas definiert, die gewählte Beobachtungsmethode erläutert und der aktuelle wissenschaftliche Forschungsstand dazu reflektiert.
4. Eigene Unterrichtseinheit: Die Autorin dokumentiert die Planung und Durchführung einer eigenen Unterrichtsstunde und schließt diese mit einer kritischen Reflexion ab.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse über die Relevanz von Wertschätzung für das Lernklima zusammen und zieht eine Bilanz aus der praktischen Erprobung.
Schlüsselwörter
Unterrichtsklima, Wertschätzung, Anerkennung, Lehrer-Schüler-Beziehung, Lernförderlichkeit, Schulpraktikum, pädagogisches Handeln, Feedback, Reflexion, Unterrichtsqualität, soziale Integration, Identitätsbildung, Schulklima, Motivation, Erziehungswissenschaft.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der zentralen Rolle von Wertschätzung und Anerkennung innerhalb der pädagogischen Interaktion im schulischen Umfeld.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Arbeit fokussiert sich auf die theoretischen Grundlagen des Unterrichtsklimas, die Bedeutung der Schüler-Lehrer-Beziehung sowie die praktische Umsetzung von wertschätzendem Verhalten im Unterrichtsalltag.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Lehrer durch spezifische Rückmeldungen und Verhaltensweisen ein lernförderliches Klima schaffen können, in dem sich Schüler wertgeschätzt fühlen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit nutzt die Methode der teilnehmenden Beobachtung sowie die systematische Auswertung von Unterrichtsprotokollen während des Schulpraktikums.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Feldbeschreibung der Schule, die theoretische Verortung des Lernklimas, die Darstellung eigener Hospitationsergebnisse sowie die Reflexion einer selbst geplanten und durchgeführten Unterrichtseinheit.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die inhaltliche Ausrichtung?
Die wichtigsten Schlagworte sind Unterrichtsklima, Wertschätzung, Lehrer-Schüler-Beziehung, pädagogisches Feedback und reflexive Praxis.
Inwieweit spielt die Körpersprache in der Arbeit eine Rolle?
Die Arbeit betont im Rahmen der methodischen Beobachtung, dass Mimik, Gestik und die Art der Kommunikation wesentliche Indikatoren für eine gelungene oder gestörte fachliche und soziale Interaktion darstellen.
Welche Bedeutung kommt dem Feedback-Prozess in der Arbeit zu?
Individuelles, differenziertes Feedback wird als maßgebliches Instrument zur Anerkennung identifiziert, da pauschales Lob nach Ansicht der Autorin die individuelle Leistung der Schüler nicht angemessen würdigt.
- Arbeit zitieren
- Alexandra Mara (Autor:in), 2021, Integriertes Schulpraktikum am Gymnasium. Planung und Durchführung einer Unterrichtseinheit für die fünfte Klasse im Fach Englisch, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1254868