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Evolutionärer, inkrementaler und revolutionärer, radikaler Wandel. Modelle des Change Management

Titel: Evolutionärer, inkrementaler und revolutionärer, radikaler Wandel. Modelle des Change Management

Hausarbeit , 2022 , 17 Seiten

Autor:in: Hannes Steiner (Autor:in)

BWL - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Modelle des evolutionären, inkrementalen und des revolutionären, radikalen Wandels werden folgend untersucht und in zwei Essays, die jeweils eine der beiden Arten favorisiert, gegenübergestellt. Abschließend erfolgt eine Analyse, welcher der beiden Ansätze bzgl. der digitalen Transformation in Unternehmen die zielführendere ist.

Das erstmals von Bennis und Nanus (1985) verwendetet Akronym VUCA be-schreibt die Gegenwart mit den Schlagworten "volatility" ("Volatilität"), "uncertainty" ("Unsicherheit"), "complexity" ("Komplexität") und "ambiguity" ("Mehrdeutigkeit"). Gerade unter Berücksichtigung der disruptiven Wirkung der Digitalisierung treffen diese Schlagworte mehr denn je zu. Die Reaktion von Organisationen auf diese sich ständig verändernden externen und internen Einflüsse kann daher nur der dauerhafte Wandel der Organisation selbst sein. Wandel wird damit zu einer organisationalen Konstanten. Bühner definiert Change Management als „Maßnahmenprogramm zur Initiierung und Umsetzung von Veränderungen in Organisationen“, wobei eben diese Maßnahmenprogramme sowie die Art der Umsetzung entscheidend für die Intensität des Wandels selbst ist. Krüger unterscheidet zwischen Wandel als einen "evolutionären", also einen in kleinen, inkrementalen Schritten, einem Modell der Evolution folgenden Wandel, und einem "revolutionären", also in Form des radikalen Umbruchs stattfindenden Wandels.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 WANDEL IN ORGANISATIONEN

3 DIE ÜBERLEGENHEIT DES INKREMENTALEN WANDELS

4 DIE ÜBERLEGENHEIT DES RADIKALEN WANDELS

5 WANDEL IM KONTEXT DER DIGITALEN TRANSFORMATION

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen evolutionärem, inkrementalem Wandel und revolutionärem, radikalem Wandel in Organisationen. Das primäre Ziel ist es, die jeweilige Eignung dieser Ansätze im Kontext der digitalen Transformation kritisch zu analysieren und zu bewerten, um Handlungsempfehlungen für ein effektives Change Management in volatilen Umgebungen abzuleiten.

  • Theoretische Fundierung des Change Managements
  • Gegenüberstellung von inkrementalen und radikalen Wandlungsmodellen
  • Analyse der Widerstände und Erfolgsfaktoren bei Veränderungsprozessen
  • Bedeutung der digitalen Transformation für organisationale Anpassung

Auszug aus dem Buch

3 Die Überlegenheit des inkrementalen Wandels

Ein Beispiel: Netflix hat derzeit ca. 220 Millionen Abonnenten des Video-Streaming Dienstes. Die Ursprünge des heutigen Streaming-Dienstes liegen jedoch im DVD-Versandservice, welches Netflix vom Markführer im Bereich DVD-Verleih, nämlich Blockbuster, welcher DVDs zum Verleih in seinen stationären Geschäften anbot, in den 1990er Jahren differenzierte. Das innovative Konzept erwies sich als lukrative Nische und Netflix konnte rasch seinen Marktanteil erhöhen. Schon früh wurde Netflix auf den Wandel in der Unterhaltungsbranche aufmerksam und begann, sein Angebot um ein Streaming-Service von Filmen zu erweitern. Die Zahl der Abonnenten stieg seit dem Start des Stream-Services 2007 kontinuierlich, wohingegen Blockbuster zusehends an Marktanteilen verlor. 2011 kam ein radikaler Einschnitt, indem Netflix das Versandservice physischer DVDs vom Konzern in den Zweig namens Qwikster auslagerte und von den Netflix Abonnenten eine separate monatliche Gebühr verlangte. Die Folge waren ca. 800.000 Kündigungen von Abonnenten und der Absturz des Aktienkurses um fast zwei Drittel (Kotler et al., 2019, 560 ff.). Das Beispiel legt zwei interessante Details frei: erstens schaffte es Netflix durch permanenten inkrementalen Wandel zu einem der größten Streaming-Dienst Anbieter weltweit aufzusteigen. Und zweitens, dass die radikale Änderung der Organisation und des Angebots durch die Abspaltung des DVD-Versandhandels und des Einhebens eines eigenen Abonnemententgelts für den Streaming-Dienst von den Kunden nicht gut aufgenommen wurde.

Inkrementaler Wandel wird als Prozess der permanenten Verbesserung verstanden, wohingegen radikaler Wandel auf grundlegende Änderungen von organisationalen Strukturen sowie der Unternehmenskultur abzielt. Evolutionärer Wandel bietet den Beteiligten durch die Änderung von Prozessen und Strukturen in kleinen und überschaubaren Schritten Orientierung und Sicherheit. Wie in Abschnitt 2, „Wandel in Organisationen“ beschrieben, zählt der Widerstand gegen Veränderung zu den häufigsten Ursachen des Scheiterns von Change-Management Prozessen. Daher ist folglich nur abzuleiten, dass dieser Widerstand umso vehementer wird, je größer, damit komplexer und für den einzelnen Mitarbeiter letztlich noch weniger nachvollziehbar die geplante Veränderung ist. Der inkrementale Wandel bietet hier Lösungen, denn aus der Kybernetik und der Chaosforschung ist bekannt, dass kleine Veränderungen kumulativ einen qualitativ neuen Zustand herbeiführen können, wobei die einzelnen Änderungen jedoch überschaubar und beherrschbar bleiben sowie eine höhere Akzeptanz finden (Krüger, 2009, S. 25).

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Die Einleitung definiert Wandel als organisationale Konstante in einem volatilen VUCA-Umfeld und führt die beiden Kernkonzepte der Untersuchung ein: den evolutionären, inkrementalen sowie den revolutionären, radikalen Wandel.

2 WANDEL IN ORGANISATIONEN: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen des organisationale Wandels unter Einbeziehung klassischer Modelle wie dem von Kurt Lewin sowie Konzepten zur Gleichgewichtssteuerung.

3 DIE ÜBERLEGENHEIT DES INKREMENTALEN WANDELS: Hier wird anhand des Beispiels Netflix argumentiert, dass kontinuierliche, kleine Anpassungen eine höhere Akzeptanz sichern und Überforderungsreaktionen der Belegschaft minimieren können.

4 DIE ÜBERLEGENHEIT DES RADIKALEN WANDELS: Dieses Kapitel stellt disruptiven Entwicklungen die Notwendigkeit radikaler Brüche entgegen und betont, dass bei existenzgefährdenden Umweltveränderungen nur grundlegende Transformationen ein Überleben sichern können.

5 WANDEL IM KONTEXT DER DIGITALEN TRANSFORMATION: Das Abschlusskapitel verknüpft die theoretischen Wandlungsmodelle mit den spezifischen Herausforderungen der Digitalisierung und betont die Notwendigkeit, das Vorgehen situativ auf die Umweltdynamik abzustimmen.

Schlüsselwörter

Change Management, Inkrementaler Wandel, Radikaler Wandel, Digitale Transformation, VUCA, Organisationale Entwicklung, Systemische Theorie, Unternehmensführung, Anpassungsfähigkeit, Restabilisierung, Innovationszyklen, Lernende Organisation, Unternehmenskultur, Strategische Erneuerung, Prozessmanagement.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die zwei grundlegenden Strategien des Change Managements – inkrementale Verbesserung und radikale Transformation – und bewertet deren Erfolgsaussichten in einem wirtschaftlichen Umfeld, das durch stetigen digitalen Wandel geprägt ist.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder umfassen die theoretischen Modelle des organisatorischen Wandels, die psychologischen Aspekte von Widerständen im Change Management und die strategische Reaktion auf disruptive Marktveränderungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, unter welchen Bedingungen evolutionäre oder revolutionäre Ansätze zielführender sind, und eine methodische Entscheidungsgrundlage für Führungskräfte in der digitalen Transformation zu schaffen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine komparative Literaturanalyse und Fallbeispiele, um die Effektivität von Change-Modellen im Hinblick auf Prozesskontinuität und organisationale Resilienz zu evaluieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsbestimmung, die spezifische Analyse von Vor- und Nachteilen des inkrementalen Wandels sowie des radikalen Wandels und deren Anwendung in modernen, digitalisierten Unternehmensumfeldern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Change Management, digitale Transformation, organisationale Resilienz, inkrementelle Optimierung und radikale Transformation charakterisiert.

Warum wird das Beispiel Netflix im Kontext des Wandels herangezogen?

Netflix dient als Beispiel dafür, wie permanenter inkrementaler Wandel zu globalem Erfolg führen kann, während die gleichzeitige Schwierigkeit verdeutlicht wird, radikale strategische Anpassungen in der Kundenwahrnehmung erfolgreich zu etablieren.

Welche Rolle spielt der Faktor Zeit bei der Wahl der Wandlungsstrategie?

Der Zeitfaktor wird als kritische Variable identifiziert: Während inkrementale Prozesse oft zu langsam für disruptive Entwicklungen sein können, erfordern radikale Ansätze eine exzellente Planung, um nicht durch überhastetes Krisenmanagement ineffizient zu werden.

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Details

Titel
Evolutionärer, inkrementaler und revolutionärer, radikaler Wandel. Modelle des Change Management
Hochschule
Fachhochschule des bfi Wien GmbH  (MBA Digital Marketing & Data Management)
Veranstaltung
Change Management
Autor
Hannes Steiner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
17
Katalognummer
V1254918
ISBN (eBook)
9783346693242
ISBN (Buch)
9783346693259
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wandel inkrementaler Wandel radikaler Transformation digitale Transformation VUCA Lewin punctuated equilibrium Selbsterneuerung 1. Ordnung 2. Ordnung 3. Ordnung Wimmer Reith
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Hannes Steiner (Autor:in), 2022, Evolutionärer, inkrementaler und revolutionärer, radikaler Wandel. Modelle des Change Management, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1254918
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Leseprobe aus  17  Seiten
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