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Wer sind wir in der Klimakrise?

Wie wir mit Hilfe der Suffizienzstrategie und einem neuen Menschenbild den Klimawandel regulieren und zu uns selbst finden können

Title: Wer sind wir in der Klimakrise?

Academic Paper , 2019 , 19 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Anissa Finkelnburg (Author)

Social Studies (General)
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In der Arbeit möchte ich näher auf die Grundlagen von Nachhaltigkeit und nachhaltige Entwicklung eingehen: Warum sprechen wir gerade über Nachhaltigkeit? Wie steht es momentan um unseren Heimatplaneten? Warum ist nachhaltiges Handeln wichtig und wieso tun wir das nicht schon längst? Wie könnten wir es schaffen? Was brauchen wir dafür?

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlagen der nachhaltigen Entwicklung

2.1 Status Quo

2.2 Was bedeutet Nachhaltigkeit?

2.3 Dimensionen der Nachhaltigkeit

2.4 Warum wir nicht nachhaltig handeln

2.4.1 Individuelle Gründe

2.4.2 Gesellschaftliche Gründe

2.4.3 Wirtschaftliche Gründe

3 Strategien zur Umsetzung von nachhaltiger Entwicklung

3.1 Die Effizienzstrategie

3.2 Die Konsistenzstrategie

3.3 Die Suffizienzstrategie

4 Suffizient leben – was brauchen wir zum Glücklichsein?

4.1 Zurück zum rechten Maß

4.2 Ein neues Selbstbild

5 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie eine westlich geprägte Konsumgesellschaft durch die Überwindung des aktuellen "Höher, schneller, weiter"-Credos und die Implementierung einer Suffizienzstrategie nachhaltiger leben kann. Dabei wird die zentrale Forschungsfrage verfolgt, inwiefern ein neu definiertes Selbstbild und eine bewusste innere Haltung dazu befähigen, den Klimawandel zu regulieren und ein sinnerfülltes Leben jenseits materiellen Überflusses zu führen.

  • Grundlagen und Dimensionen nachhaltiger Entwicklung
  • Analyse der Hürden für nachhaltiges Handeln (individuell, gesellschaftlich, wirtschaftlich)
  • Gegenüberstellung ökologischer Strategien (Effizienz, Konsistenz, Suffizienz)
  • Bedeutung von Mäßigung und Selbstreflexion im sozialen Kontext
  • Notwendigkeit eines Paradigmenwechsels und neuer Leitbilder

Auszug aus dem Buch

Die Problematik der Suffizienzstrategie

Das Problem, dass die Suffizienzstrategie hat, ist eigentlich kein Problem der Strategie an sich: Es ist die Problematik unserer aktuellen Denk- und Lebensweise. Durch das aktuell vermittelte Bild einer Wohlstandsgesellschaft „würde jedes auch nur zärtliche Antasten handelsüblicher Freiheitsfetische wie Autofahren, Fliegen, Konsumieren, Telekommunizieren oder nach Belieben Einfamilienhäuser-Bauen mit drastischen Wählerstimmenentzug oder gar Aufständen quittiert (werden). Die Nutznießer eines Lebens über die Verhältnisse sind längst die Mehrheit.“ (Paech 2016, S. 22) Darauf verweist auch die Floskel „sich etwas vom Munde absparen“ (ebenda). Der Vorrang von Grundbedürfnissen anderen Konsumgelüsten gegenüber wird negativ konnotiert, obwohl diese Konsumgüter ja eigentlich „Luxusgüter“ sind. Doch die Subventionen der Politik in die konventionelle Landwirtschaft tragen dazu bei, den Ausgabenanteil für Nahrung zu marginalisieren und damit mehr Kaufkraft für Smartphones, Urlaubsreisen oder zur Finanzierung von Eigenheimen zu generieren (ebenda), um das Wirtschaftswachstum am Laufen zu halten.

Da die Produktion der Konsumgüter uns in den meisten Fällen auch nicht mehr direkt betrifft (ebenda, S. 47), vergessen wir schnell unter welchen Arbeitsbedingungen unserer Kleidung hergestellt, unser Kaffee gepflückt und das Lithium für unsere Batterien gewonnen wird. Mit der Arbeitsteilung und dem Outsourcen vieler Herstellungsprozesse haben wir die Kompetenzen verloren, uns selbst zu versorgen – daher rühre auch unsere Angst und unserer Unwille irgendetwas zu ändern (ebenda, S. 42). Wir verlieren den Bezug zu den Dingen und deren Wert. Besonders umweltschädliche Dinge wie Flugreisen und luxuriöse Kreuzfahrten sind zudem für immer mehr Menschen erschwinglich: „Kein anderes (legales) Mittel verleiht einzelnen Individuum eine derartige „Hebelwirkung“, was den Energieverbrauch pro investierter Zeit- und Geldeinheit anbelangt“, so Niko Paech (2016, S. 47). Er nennt dieses Phänomen „ökologische Schadensmaximierung“ und beschreibt es als eine Folge der „Demokratisierung des Wohlstandes“. Eine „mobilitätsgierige Masse“ ist entstanden, die auf den Luxus für ein paar Euro um die Welt zu jetten, nicht verzichten will – dies ist ein „unhinterfragter Normalzustand“ geworden (ebenda, S. 52). Auch Scherhorn kommt in seiner Abhandlung über die „Logik der Suffizienz“ (Scherhorn 2002, S. 18) zu dem Schluss: „Suffizientes Handeln fällt deshalb schwer, weil es darauf hinausläuft, mit gegenwärtigen Bedürfnissen zugunsten künftiger Maß zu halten.“

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Diskrepanz zwischen materiellem Konsum und innerem Wohlbefinden, veranschaulicht durch ein Filmzitat, und führt in die Notwendigkeit einer persönlichen Auseinandersetzung mit Nachhaltigkeit ein.

2 Grundlagen der nachhaltigen Entwicklung: Dieses Kapitel erläutert den aktuellen Status quo der Ressourcenübernutzung sowie die begrifflichen Grundlagen, Dimensionen und Hemmnisse für den Übergang zu nachhaltigem Handeln.

3 Strategien zur Umsetzung von nachhaltiger Entwicklung: Es werden die drei zentralen Lösungsansätze Effizienz-, Konsistenz- und Suffizienzstrategie vorgestellt und kritisch auf ihre Wirksamkeit hin untersucht.

4 Suffizient leben – was brauchen wir zum Glücklichsein?: Hier erfolgt die Verknüpfung von Suffizienz mit dem persönlichen Streben nach Glück, wobei die Rückkehr zum rechten Maß und die Entwicklung eines neuen, autonomen Selbstbildes im Fokus stehen.

5 Fazit und Ausblick: Das Fazit fordert eine kulturelle Neubewertung des Lebensstandards und appelliert an die individuelle Eigenverantwortung zur Einleitung eines notwendigen gesellschaftlichen Wandels.

Schlüsselwörter

Nachhaltigkeit, Suffizienzstrategie, Konsumgesellschaft, Klimakrise, Ökologischer Fußabdruck, Wachstumskritik, Paradigmenwechsel, Eigenverantwortung, Selbstbild, Lebensqualität, Sinnhaftigkeit, Genügsamkeit, Umweltschutz, Postwachstum, Würde

Häufig gestellte Fragen

Worum handelt es sich bei dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse unserer aktuellen konsumorientierten Lebensweise sowie mit Wegen, wie durch eine Suffizienzstrategie ein nachhaltigeres Leben gestaltet werden kann.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Die Themen erstrecken sich von ökologischen Grundlagen und ökonomischen Wachstumsmodellen über individuelle psychologische Faktoren bis hin zu gesellschaftspolitischen Ansätzen für nachhaltige Entwicklung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass ein kultureller Wandel und ein neues Verständnis von Wohlstand notwendig sind, um dem Klimawandel entgegenzuwirken und ein erfüllteres Leben zu führen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert primär auf einer Literaturanalyse, in der aktuelle wissenschaftliche und gesellschaftliche Diskurse rund um die Themen Nachhaltigkeit, Konsumkritik und Suffizienz zusammengeführt werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung nachhaltiger Entwicklung, eine kritische Diskussion der Effizienz-, Konsistenz- und Suffizienzstrategien sowie eine Auseinandersetzung mit persönlichen Werten und Lebensentwürfen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Neben Nachhaltigkeit und Klimakrise sind besonders Suffizienzstrategie, Paradigmenwechsel, Postwachstum und Selbstbild zentrale Schlagworte der Arbeit.

Warum fällt laut der Autorin ein nachhaltiges Handeln im Alltag so schwer?

Laut Arbeit liegt dies an einer Kombination aus fehlendem Wissen, dem Komfortverlust bei nachhaltigen Alternativen und einem Wirtschaftssystem, das Wachstum als einzige Norm propagiert, was zu einem schwer zu durchbrechenden Teufelskreis führt.

Welche Rolle spielen hierbei die genannten Beispiele aus der Literatur?

Autoren wie John Strelecky dienen dazu, das individuelle Hinterfragen des eigenen Lebenszwecks zu illustrieren, um zu verdeutlichen, dass Glück nicht durch stetigen Konsum, sondern durch Selbstbestimmung und Mäßigung erreicht wird.

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Details

Title
Wer sind wir in der Klimakrise?
Subtitle
Wie wir mit Hilfe der Suffizienzstrategie und einem neuen Menschenbild den Klimawandel regulieren und zu uns selbst finden können
College
Alice Salomon University of Applied Sciences Berlin AS
Grade
1,7
Author
Anissa Finkelnburg (Author)
Publication Year
2019
Pages
19
Catalog Number
V1254935
ISBN (PDF)
9783346675484
ISBN (Book)
9783346675491
Language
German
Tags
Bildung für nachhaltige Enwticklung BNE Nachhaltigkeit Nachhaltigkeitsstrategien Suffizienz Postwachstum Kultur Werte Würde
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anissa Finkelnburg (Author), 2019, Wer sind wir in der Klimakrise?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1254935
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