Die NS-Zeit in Dorfchroniken der Lüneburger Heide

Schwerpunkt: Bad Bodenteich und sein "vergessener" Ehrenbürger


Wissenschaftlicher Aufsatz, 2009
25 Seiten

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Konrad Adenauer, Jahrgang 1876, hatte schon in der Weimarer Repu­blik versucht, die deutsche Außenpolitik zu revolutionieren und die in den „Freiheitskriegen“ u. a. von Ernst-Moritz Arndt gepriesene und später von Bismarck zur Grundlage seiner Reichsgründung gemachte Ideologie von der „deutsch-französischen Erbfeindschaft“ zu überwinden. Er scheiterte u.a. am Widerstand Stresemanns. Erst nach der deutschen Katastrophe der Jahre 1933 bis 1945, die eben nicht auf die Formel von der „Katastrophe des Jahres 1945“ verkürzt werden darf, konnte Adenauer seine Idee in die Tat umsetzen, als er innen- und außen­politisch die Weichen stellte für den Wiederaufbau des ursprüng­lichen Teilstaates Bundesrepublik Deutschland. 1946 erklärte er in einer Grundsatzrede vor der CDU, dass der National­sozialismus in Deutsch­land nicht hätte zur Macht kommen können, „wenn er nicht in breiten Schichten der Bevölkerung vorbereitetes Land für seine Giftsaat gefunden hätte. Ich betone, in breiten Schichten der Bevölkerung. [...] breite Schichten des Volkes, der Bauern, des Mittelstandes, der Arbeiter, der Intellektuellen, hat­ten nicht die richtige Geisteshaltung, sonst wäre der Siegeszug des Nationalso­zialismus in den Jahren 1933 und folgende im deut­schen Volk nicht möglich gewesen“ 1).

Adenauers zutreffendes Bild ist dahingehend zu ergänzen, dass die­ses Land auch in diesem Zusammenhang nicht isoliert gesehen werden darf. Denn die Saat des Nationalismus und Rassismus ist auf einem größeren Feld gewachsen als nur auf dem deutschen, wo sie freilich besonders üppig aufgegangen ist. - Nach der „Katastrophe der Jahre 1933 bis 1945“, eine Bezeichnung, die das Gegenteil der For­mulierung von der „Katastrophe des Jahres 1945“ ausdrückt, ist Deutschland „Auferstanden aus Ruinen“ und inzwischen sogar „wieder“ vereinigt. Wie ist es aber um das „Land“ bestellt, das so empfänglich gewesen ist für diese Drachensaat, wie um die Drachen­saat selber und um die Früchte, welche die Saat noch getragen hat?

Wofür wird dieses deutsche Land möglicherweise – auch ungewollt von den Akteuren – wieder vorbereitet, wenn besonders seit 1990 unkritisch und restaurativ und sicher nicht im Geiste Adenauers an die Reichsgründung Bismarcks angeknüpft wird? In Bad Bevensen, südlich von Lüneburg gelegen, wird beispielsweise ein Besuch „Seiner Majestät des Kaisers Wilhelm I.“ aus dem Jahre 1871 alljährlich nostalgisch nachgestellt, unter schwarz-weiß-roten Bannern, mit alten Regimentsfahnen und Militäruniformen und mit Hochrufen der deutschen Untertanen. Ein nahegelegenes Denkmal der dem Königreich Hannover nachtrauernden Welfen wird in diesen Kaiserrummel einbezogen, als hätte es nie Proteste und Widerstand gegen die preußische Annexion gegeben. – Der Besuch Konrad Adenauers am 13. Mai 1963 in diesem Heideort war als Grundlage für ein solches werbewirksames Spektakel offenbar nicht geeignet.

In den neuen wie in den alten Bundesländern werden auch Denkmäler und Gedenkveranstaltungen der „Freiheitskriege“ gegen Napolen nostalgisch erneuert. Dabei bleibt meist unerwähnt, dass diese „Freiheitskriege“ keinewegs zur damals erhofften nationalen Vereinigung aller Deutschen führten, sondern dass sie in die Restauration einmündeten und in die Abschaffung des Code civil Napoleons, mit welchem in Teilen Deutschlands der Ständestaat beseitigt und die Gleichheit aller Menschen vor dem Gesetz eingeführt worden war. - Gegen diese erheblich später auch im Deutschen Kaiserreich und in der Weimarer Republik eingeführte Gleichheit vor dem Gesetz polemisierten Hitler und seine allzu vielen Anhänger bereits lange vor der „Machtergreifung“, und danach schafften sie diese Gleichheit zugunsten der rassistischen Ungleichheit ab, ohne deswegen innenpolitisch und außenpolitisch auf Widerstand zu stoßen. - Als sich aber nach zwölf Jahren ihrer Herrschaft auch im Bewusstsein führender NS-Machthaber die Wahrscheinlichkeit einer militärischen Niederlage ihres „Tausendjährigen Reiches“ abzeichnete, war es ihr erklärtes Ziel, durch Hinrichtung möglichst vieler ihrer Gegner die Voraussetzung für ein erneutes Aufleben und dann für eine erneute und endgültige „Machtergreifung“ zu schaffen. Roland Freisler, der Präsident des Volksgerichtshofes, begründete in einem Privatbrief vom 26.10.1944 die vielen Todesurteile gegen die Verschwörer vom 20. Juli damit, dass es um die „Reinigung der Nation“ gehe. „Was bleibt, wird im Kern nationalsozialistisch sein, wie es so viele Volksgenossen heute schon sind, und selbst wenn vom Feinde geschlagen, wird es Sorge dafür tragen, daß sie und ihre Nachkommen, ganz gleich unter welchem Namen und in welcher Form, Nationalsozialisten bleiben, bis der Moment kommt, an dem unsere Hakenkreuzbanner wieder entfaltet werden können, um über unseren Städten, über unserem Vaterland zu wehen. Was auch die Zukunft bringen mag, der Nationalsozialismus wird triumphieren.“ 2) Auf diesem Hintergrund ist auch zu sehen, dass noch am 9. April 1945 Dietrich Bonhoeffers hingerichtet wurde, der lange vor den militärischen Attentätern vom 20. Juli gegen das NS-Regime aktiv geworden war.

Etwa zwei Generationen nach Adenauer wies Klaus Mlynnek, Jahrgang 1936, Archivdirektor von Hannover und Fachmann für die gesamte niedersächsische Landesgeschichte, im Jahre 1995 im Rahmen der Rezen­sion einer Veröffentlichung aus der Nord­heide darauf hin, dass die kleinräumige Zeitgeschichte „die personelle Konti­nuität von Weimar über Hitler bis Bonn vor allem auf der ländli­chen loka­len Ebene“ erschließe. „Da gibt es beispielsweise den Gaukultur­wart, Gauschrifttumsbeauftragten und Chefredakteur des 'Niedersachsen-Stürmer', der nach dem Krieg Lehrer in Hittfeld wird und zahl­reiche Ortschroniken verfaßt (in denen, wen wun­dert's, der Zeit­raum nach 1918 in der Regel ausge­spart wird), fer­ner den 'alten Kämpfer' und Kreisamtsleiter, der es nach 1945 zum stellvertre­tenden FDP-Vorsit­zenden im Bezirk Lüne­burg und Mitglied des Bun­destages (noch in den 60er Jahren!) bringt, oder den Landrat und überzeugten Nationalsozialisten, dem das Bundesverdienst­kreuz ver­liehen wird“ 3).

Mlyneks Feststellungen kann weitgehend bestätigen, wer in Dorfchro­niken auch anderer Gegenden der Lüneburger Heide blickt. Da wird noch 1996 Hitler als derjenige bezeichnet, der dafür sorgte, dass die Arbeitslosigkeit bald ein Ende hatte, alle wieder zu „Lohn und Brot“ kamen und „wir alle uns [...] in rechter Zufriedenheit“ fühlten. Auf das Ende der Weltwirtschaftskrise, von dem Hitler profitierte, und auf sein Aufrüstungsprogramm geht der Verfasser nicht ein. Er sagt ferner nicht, ob die auch in der regionalen Presse ständig wiederholte Parole der Nationalsozialisten: „Die Juden sind an allem schuld!“ zu der angeblich allgemeinen Zufrie­denheit beigetragen hat. Die Juden wie die verfolgten deutschen Kommunisten und Sozialisten zählt der Verfasser offenbar noch immer nicht zu „wir alle“. Nach solchen und anderen Bevölkerungsgruppen, die erste Opfer dieser Entwicklung waren, fragt er nicht, damals nicht und heute nicht. Vom „bitteren Ende“ spricht er nur im Hinblick auf den Kriegsausgang 4). - Da werden in einer anderen Chronik Ergeb­nisse von Wahlen und Volksabstimmungen schlagartig erst mit der Machtübertragung an Hitler mitgeteilt, und zwar ohne Hinweis auf die Zwangsbedingungen dieser Einheitswahlen; auch die jeweiligen Parolen der nationalsozialistischen Einheitspartei samt den Wahl­aufrufen der Kirchen und anderer Verbände, für „unseren Volkskanz­ler Adolf Hitler“ zu stimmen, werden unkommentiert wiedergegeben 5). Oder da geht derselbe Verfasser in einer anderen Dorfgeschichte seitenlang auf die Bedingungen des „Friedensdiktates von Versailles“ und auf die Auswirkungen für die heimische Wirtschaft ein, ohne die weit radikaleren deutschen Kriegsziele im Falle eines Sieges oder die von der deutschen kaiserlichen Regierung dem besiegten Russland diktierten Bedingun­gen des Friedensvertrags von Brest-Litowsk zum Vergleich heranzu­ziehen oder wenigstens zu erwähnen 6). Von den Wunschvorstellungen, welche die „Alldeutschen“ lange vor Hitler und schon vor dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges entwickelt hatten, ist natürlich erst recht nicht die Rede. Zum Aus­bruch des Zweiten Welt­krieges zitiert dieser Chronist lediglich die offizielle Bekanntmachung des „Oberkommandos der Wehrmacht“ vom 1. September 1939, in der es heißt, dass es darum gehe, „der polnischen Gewalt Einhalt zu gebie­ten“ 7). In Bezug auf die russischen Kriegsgefan­genen gibt er genau an, welche Zusatzration die in der gewerbli­chen Wirtschaft eingesetzten Gefangenen noch am 26. Juni 1944 theoretisch erhalten sollten, um anschlieáend ausführlich die Greuel zu schildern, welche die Rote Armee mit Billigung Stalins und anderer in Deutschland verübt hatte 8). Dass diesen unbestreit­baren Greueln die brutale Rassenpolitik des NS-Staates vorausgegan­gen war, die nicht nur in die staatlich organisierte und fabrikmäßig durchgeführte Vernichtung der europäischen Juden einmündete, sondern die von Anfang an die Dezimierung und völlige Versklavung der „slawischen Untermenschen“ betrieb, das ver­schweigt der Ver­fasser noch im Jahre 1993 9).

Wenn manche Autoren behaupten, sie wollten nicht werten, sondern nur berichten, dann übersehen sie bewusst oder unbewusst, dass die Auswahl von Fakten schon eine Wertung enthält und dass darüber hinaus die bloße Wiedergabe der Aussagen von Zeitzeugen auch die kri­tiklose Weitervermittlung von deren meist sehr einseitigen Ansich­ten und Urteilen bedeutet. Die Verfasser und Herausgeber - letz­tere die Gemeinden selber - merken nicht, dass sie mit solchen wohl auch aus Steuermitteln oder Sparkassengebühren finanzierten Darstellun­gen ihrer Geschichte Gefahr laufen, die Vorurteile von der „dörflichen Engstirnigkeit“ und „Beschränktheit“ zu bestärken und ihr Dorf langfristig lächerlich zu machen. Gegen solche Vorurteile spricht und wie Balsam wirkt es dann, wenn man beispielsweise in einer anderen Dorfchronik zur Machtübertragung auf Hitler im Jahre 1933 wenigstens die prophetischen Worte Heinrich Brünings zitiert fin­det, die dieser in einer Rede am 3. März 1933 in der Stadthalle in Hannover gesprochen haben soll: „Armes deutsches Volk! Du wirst von diesem Manne [Hitler] in ein unvorstellbares Chaos geführt, aus dem es nur schwer eine Aufer­stehung geben wird“ 10).

Im folgenden wird aus Gründen persönlicher Verbundenheit und Betroffenheit die Darstellung der NS-Zeit in der Geschichtsschrei­bung des seit 1985 auch als „Bad“ anerkannten Luftkurortes und alten Marktfleckens Bodenteich im Kreise Uelzen in der Ostheide genauer untersucht. Dieser sehr selbstbewusste und ehrgeizige Ort hatte nämlich in seiner 1995 ver­öffentlichten Werbebroschüre „850 Jahre Bodenteich - Feiern Sie mit!“ in einem kurzen geschichtli­chen Überblick die Dorfgeschichte in der NS-Zeit ausge­sprochen verklä­rend dargestellt und weder hier noch an anderer Stelle den örtli­chen Judenfriedhof erwähnt, auch nicht das Zwangs­arbeitslager der nahen Heeresmunitionsanstalt aus der Kriegszeit, das zuletzt ca. 300 Zwangsarbeiter umfasste 11) . Sehr wortreich wurden zwar die Zerstörungen in der Endzeit des Krieges und in den ersten Jahren der Besatzungszeit geschildert, mit kei­nem Wort wurde aber der ideologische Ursprung des Krieges erwähnt, nämlich die Rassen­lehre, die Hitler und seine „Bewegung“ nicht erfunden, sondern lediglich aufgegriffen, radikalisiert und „fanatisch, rücksichts­los“ in die Tat umgesetzt hatten. Gänzlich unerwähnt blieb ferner die brutale deutsche Besatzungspolitik in Osteuropa, woher - vor den deutschen Flüchtlingen - die meisten Kriegsgefangenen und ZwangsarbeiterInnen auch in der Lüneburger Heide kamen. - Wer diese Geschichtsdarstellung kritisierte, wurde auf die viel umfangrei­chere Dorfchronik des ehemaligen Gemeindedi­rektors verwiesen, die zehn Jahre früher erschienen war, nämlich auf:

Heinrich Schäfer: Chronik des Kneipp-Kurortes Bodenteich.
Burg - Amt - Flecken. Bodenteich 1985.

Die Existenz einer angeblich ausgewogeneren Dorfchronik kann aber keines­wegs die tendenziöse Geschichtsdarstellung in der Werbebroschüre rechtfertigen, zumal letztere wohl in einer bedeutend höheren Auflage erschienen ist als die Dorfchronik. Darüber hinaus ist bei genauerem Ein­blick die Darstellung der NS-Zeit auch in dieser Dorfchronik weit­gehend bedenklich.

„Die NS-Zeit in Bodenteich“ stellt der ehemalige Gemeindedirektor im Kapitel XIX seiner Chronik dar (S. 231 ff); die Bodenteicher Juden und der Judenfriedhof werden aber nur im Kapitel XVIII unter „Einige Besonderheiten aus Bodenteichs Vergangen­heit“ erwähnt (S. 227 ff.). Der Zweite Weltkrieg wird im Kapitel XX (S. 239 ff.) unter der Über­schrift „Der Zweite Welt­krieg brachte Leid und große Veränderung“ behandelt, seine Verwurzelung in der Rassenideologie des Nationalsozialismus kommt nicht zur Sprache. - Es wird großenteils der Inhalt amtlicher Dokumente und Verlautbarungen zusammenfassend wieder­gegeben, teilweise werden sie auch ausführlich zitiert. Daraus ergibt sich, dass über die historischen Ereignisse ganz überwiegend kritiklos aus der Perspektive der damals Herrschenden und ihrer nicht nur willigen, sondern weitgehend begeisterten Vollstrecker berichtet und deren Fakten- und Begriffsverfälschung übernommen wird. Eine Einbettung der Ortsgeschichte in größere Zusammenhänge fehlt, Sekundärliteratur ist kaum eingearbeitet.

[...]


1 ) Konrad Adenauer: Reden 1917 - 1967. Eine Auswahl. Hrsg. von Hans-Peter Schwarz. Stuttgart 1975. S. 84 f. Gleichlautend in: Konrad Adenauer: Erinnerun­gen [Band 1] 1945-1953. Stuttgart 1965. S. 44.

2) Zitiert nach Koch, H. W.: Volksgerichtshof. Politische Justiz im 3. Reich. München 1988. S. 501. Näheres zu diesem und anderen Briefen siehe a.a.O., S. 583 f., Anm. 122.

3) Klaus Mlynek: Rezension von „Der Landkreis Harburg 1918-1949. Gesell­schaft und Politik in Demokratie und nationalsozialistischer Diktatur“. Hrsg. von Dirk Stegmann. Hamburg 1994. Schrif­ten zur Volkskunde und Geschichte des Landkreises Harburg. Band 4. - In: Niedersächsisches Jahr­buch für Landes­geschichte. Bd. 67. 1995. S. 445 ff.

4) Helmut Scharnhop: Jastorf - eine heimatgeschichtliche Betrachtung. (Schriftenreihe des Stadtarchivs. Stadt Bad Bevensen. Heft 21.) Bad Bevensen 1996. S. 38, S. 42.

5) Rolf Hillmer: Geschichte der Gemeinde Suderburg. (Schriften zur Uelze­ner Heimatkunde, hrsg. v. Hans Seidat, Nr. 6.) Uelzen 1986. S. 151 ff. und pas­sim.

6) Rolf Hillmer: Geschichte der Gemeinde Eimke. (Schriften zur Uelzener Heimat­kunde, hrsg. von Horst Hoffmann. Heft 10.) Uelzen 1993. S. 127 ff.

7) R. Hillmer: Geschichte ... Eimke, a.a.O., S. 165.

8) R. Hillmer: Geschichte ... Eimke, a.a.O., S. 168 f, 170 ff.

9) „Wenn man diese Zusammenhänge von Antisemitismus und Ostimperialis­mus, zwi­schen »Endlösung der Judenfrage« und einer gleichzeitigen »Gewinnung neuen Lebensraums im Osten« übersieht, dann verkennt man den wahren Charakter der nationalsozialistischen Ideologie und Programmatik. Dann verkennt man auch den wahren Charakter des Zweiten Weltkrieges. Er war vom ersten Tage an ein in der Geschichte absolut beispielloser Rassenkrieg. Sein Ziel war die Errichtung einer hierarchisch gegliederten Rassenordnung im kontinentalen und möglicherweise sogar globalen Rahmen. Dies schloß die Ausrottung und Verskla­vung der jüdischen wie der slawischen »Rasse« mit ein.“ Wolfgang Wippermann: Wie modern war der »Generalplan Ost«? Thesen und Antithesen. In: Mechthild Rössler; Sabine Schlei­ermacher; Cordula Tollnien [Hg.]: Der "Generalplan Ost". Hauptlinien der natio­nalsozialistischen Vernichtungspolitik. Berlin 1993. S. 129.

10) Fritz Rehbein: Stederdorf - Wendesee. Vom Werden und Wesen zweier Dörfer. Peine 1978.
S. 232 f. - Ähnliche kritische Feststellungen über die Dorfchroniken wie die hier geäußerten in: Beatrix Herlemann: Der Bauer klebt am Hergebrachten. Bäuerliche Verhaltensweisen unterm Nationalsozialismus auf dem Gebiet des heuti­gen Landes Niedersachsen. Hannover 1993 (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen. 39: Niedersachsen 1933-1945. Bd. 4.) S. 11 f. - Herlemanns Behauptung auf S. 336, dass es der bäuerlichen Bevölkerung im Verein mit den ausländischen Arbeitern und Kriegsgefangenen gelun­gen sei, „die deutsche Bevölkerung über die gesamte Kriegsdauer ausreichend zu ernähren“, lässt die bru­tale Ausplünde­rung der von den deutschen Truppen besetzten Gebiete in Osteuropa ebenso unbe­rücksichtigt wie die planmäßige Beseitigung „unnützer Esser“ ein­schließlich der „Vernichtung durch Arbeit“.

11) International Tracing Service, HQ.: Catalogue of Camps and Prisons in Ger­many and German-Occupied Territories. Sept. 1st, 1939 - May 8th, 1945. IId Issue. Arolsen, April 1950. S. 117. (Zahlenangabe unter Berufung auf den Bürger­meister.)

25 von 25 Seiten

Details

Titel
Die NS-Zeit in Dorfchroniken der Lüneburger Heide
Untertitel
Schwerpunkt: Bad Bodenteich und sein "vergessener" Ehrenbürger
Veranstaltung
keine
Autor
Jahr
2009
Seiten
25
Katalognummer
V125515
ISBN (Buch)
9783640316397
Dateigröße
466 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
keine
Schlagworte
NS-Zeit, Dorfchroniken, Lüneburger, Heide, Schwerpunkt, Bodenteich, Ehrenbürger
Arbeit zitieren
Dr. phil. Norbert Ommler (Autor), 2009, Die NS-Zeit in Dorfchroniken der Lüneburger Heide, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/125515

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