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Mediennutzung und Mediennutzertypologie

Eine Untersuchung anhand der Studien

Title: Mediennutzung und Mediennutzertypologie

Term Paper (Advanced seminar) , 2009 , 30 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Nina Fries (Author)

Communications - Intercultural Communication
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„Ein Leben ohne Medien ist in der gegenwärtigen Gesellschaft zu Beginn des 21.Jahrhundert kaum mehr möglich. Alltag und Medien haben sich durchdrungen, die Mediatisierung der Gesellschaft (…)schreitet immer weiter voran.“
Die letzten Jahrzehnte waren von einer rasanten technologischen Entwicklung und einer damit einhergehenden Ausweitung der Medien gekennzeichnet und mittlerweile haben die Massenmedien in Deutschland einen immensen Anteil der Lebensalltagsgestaltung der Bevölkerung eingenommen.
So widmet jeder deutsche Erwachsene im Jahre 2005 einen Großteil seines Alltags den Medien: dem Fernsehen, dem Radio, den Printmedien, dem Internet und den audiovisuellen Speichermedien  insgesamt täglich zehn Stunden. Damit hat der Medienkonsum in den letzten 25 Jahren um rund 75 Prozent zugenommen - von 346 Minuten in 1980 auf 600 Minuten pro Tag in 2005. Medien sind in unserer Gesellschaft nicht mehr wegzudenken.

Mit der gestiegenen gesellschaftlichen Bedeutung der Medien und einer Mediatisierung des Alltags hat gleichzeitig die Medienforschung seit einiger Zeit an Tempo und Lebendigkeit gewonnen.
Für sie wird es immer schwiergier, umfassend auf alle ihr gestellten Fragen zu antworten und Schritt zu halten mit der fortschreitenden Mediatisierung und dynamischen technischen Entwicklung. Das liegt an folgenden Gründen:
In den letzten zehn bis fünfzehn Jahren haben sich die Erscheinungs- und Funktionsweisen der Medien teilweise dramatisch verändert. Durch die Digitalisierung entstanden „neue Medien“, die sich dadurch auszeichnen, dass sie klein, leicht und problemlos zu transportieren sind. Es geht nunmehr in der Medienforschung nicht mehr nur um Buch, Zeitung, Film und Fernsehen, sondern ebenso um die SMS, den Chat, die Homepage, die Überwachungskamera, das Handy, das Notebook, das selbst gedrehte Video. Anhand dieser Veränderungen in der Medienlandschaft Deutschlands ist die Medienforschung mittlerweile ein komplexes Gebilde mit vielen Forschungsbereichen.
Ein Teilbereich der Medienforschung ist die Mediennutzungsforschung. Der Gegenstandsbereich der Mediennutzungsforschung lässt dich mit folgender Frage kurz umreißen: „Was machen die Menschen mit den Medien?“
Die vorliegende Arbeit untersucht die Mediennutzungsforschung und die Mediennutzertypologie. (...)

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Medien und Mediennutzungsforschung

1.1 Der Begriff der Medien in der Medienforschung

1.2 Mediennutzungsforschung

2. Die ARD/ZDF Studie Massenkommunikation

2.1 Die Langzeitstudie und ihre Entwicklung

2.2 Die 9. Erhebungswelle der Langzeitstudie Massenkommunikation

2.3 Medienverbreitung und Mediennutzung im Jahre 2005

2.4 Mediennutzungsmotive 2005

3. Mediennutzertypologie am Beispiel der ARD/ZDF MNT

3.1 Einteilung der Mediennutzer in Medientypen

3.2 Zur Charakteristik der einzelnen MedienNutzerTypen

3.2.1 Die jüngere Generation

3.2.3 Die mittlere Generation

3.3.3 Die ältere Generation

Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Konzepte der Mediennutzungsforschung und der Mediennutzertypologie in Deutschland. Ziel ist es, die Entwicklung und methodische Anwendung der ARD/ZDF-Langzeitstudie Massenkommunikation sowie der daraus abgeleiteten MedienNutzungsTypologie (MNT) kritisch zu beleuchten, um zu klären, inwieweit diese Studien ein reales Abbild des komplexen Mediennutzerverhaltens in der heutigen Gesellschaft liefern können.

  • Grundlagen der Mediennutzungsforschung und Begriffsdefinitionen
  • Analyse der ARD/ZDF-Langzeitstudie Massenkommunikation (Fokus 2005)
  • Untersuchung der Mediennutzungsmotive und -verbreitung
  • Systematik und Charakteristika der MNT-Nutzertypen
  • Kritische Reflexion der Typologiebildung im Kontext der Individualisierung

Auszug aus dem Buch

3.1 Einteilung der Mediennutzer in Medientypen

„Jeder Hörer, Zuschauer oder Onlinenutzer pflegt seinen individuellen Umgang mit den Medien. Seine Interessen und Präferenzen sind Teil seiner persönlichen Medienbiographie, seiner Lebensgeschichte, seiner Angebots- bzw. Programmkenntnisse sowie seiner je aktuellen Bedürfnisse. Dennoch lassen sich mediale Handlungs- und Präferenzmuster beschreiben, die Individuen übergreifen und es erlauben, von MedienNutzerTypen zu sprechen.“

Von dieser Annahme gehen viele Mediennutzungsforscher aus.

Ein Typus steht für eine Gruppe von Menschen, die bestimmte Persönlichkeitsmerkmale aufweisen. Unter einer Typologie wird eine systematische Konstruktion von Typen verstanden. Ihr Sinn besteht darin, die Struktur eines gesellschaftlichen Bereichs unter einem spezifischen Aspekt offen zu legen.

Generell dienen Mediennutzungstypologien dazu, verschiedene Arten von Mediennutzungen oder Nichtmediennutzungen zu unterscheiden. Die Bevölkerung wird dabei in unterschiedliche Zielgruppen aufgeteilt, die sich hinsichtlich ihrer Einstellung und ihres Verhalten zu den jeweils angebotenen Medien unterscheiden. Zur Charakterisierung der Mediengruppen werden unterschiedliche Merkmale herangezogen, die für sich genommen und in Kombination die verschiedenen Typen charakterisieren sollen. Diese werden dann empirisch belegt.

ARD und ZDF haben Ende der 1990er Jahre zur Darstellung des Mediennutzerverhaltens der Bevölkerung in der BRD eine eigene MedienNutzerTypologie, kurz MNT, entwickelt. Ansatzpunkt der MedienNutzerTypologie war die Überlegung, dass die wesentlichen Determinanten unterschiedlicher Nutzung der Medien neben der Zugehörigkeit zu Alters- und Bildungsgruppen im Bereich individuellen Geschmacks und thematischer Interessen liegen. Die Grunderhebung zur Entwicklung fand, wie bei der Langzeitstudie Massenkommunikation, ebenfalls als telefonische Befragung statt. Insgesamt wurden 2999 deutschsprachige Personen ab 14 Jahren befragt. Nach der Auswertung der Erhebung teilte man die Mediennutzer schließlich in neun Mediennutzer ein.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Mediatisierung der Gesellschaft und die daraus resultierende Notwendigkeit einer dynamischen Medienforschung zur Analyse veränderter Mediennutzungsgewohnheiten.

1. Medien und Mediennutzungsforschung: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe der Medienforschung und strukturiert die Mediennutzungsforschung in vier wesentliche Gegenstandsbereiche.

2. Die ARD/ZDF Studie Massenkommunikation: Es erfolgt eine detaillierte Betrachtung der Langzeitstudie Massenkommunikation inklusive ihrer methodischen Vorgehensweise, ihrer Zielsetzungen und der zentralen Ergebnisse der Erhebungswelle 2005.

3. Mediennutzertypologie am Beispiel der ARD/ZDF MNT: Dieses Kapitel erläutert die theoretische Konstruktion von Nutzertypen und stellt die verschiedenen Medientypen, differenziert nach Altersgenerationen, detailliert vor.

Schlussbemerkung: Die Schlussbemerkung resümiert den Wert der vorgestellten Studien als probates Arbeitsmittel zur Ordnung der Mediennutzerlandschaft trotz der Herausforderungen durch den Individualisierungstrend.

Schlüsselwörter

Mediennutzungsforschung, Massenkommunikation, Mediennutzertypologie, MNT, ARD/ZDF-Langzeitstudie, Mediatisierung, Nutzungsmotive, Medienverhalten, Zielgruppen, Medientypen, Werbeträgerforschung, Uses-and-Gratifications-Approach, Medienkonsum, Lebensstil, Digitalisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse von Mediennutzung in Deutschland und untersucht zwei bedeutende Instrumente der deutschen Medienforschung: die ARD/ZDF-Langzeitstudie Massenkommunikation und die MedienNutzungsTypologie (MNT).

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Zentrale Themen sind die Mediatisierung des Alltags, die empirische Erfassung von Mediennutzungsdauer und -motiven sowie die Bildung lebensstiltypologischer Gruppen von Mediennutzern.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Nützlichkeit und Validität der genannten Studien zu bewerten, um festzustellen, wie sie zur Ordnung der komplexen Mediennutzerlandschaft beitragen und welche Erkenntnisse sie über das reale Verhalten der Bevölkerung liefern.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf die Auswertung und kritische Reflexion empirischer Sekundärdaten, die aus den telefonischen Befragungen der ARD/ZDF-Langzeitstudien und der MNT-Erhebungen stammen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der methodischen Ansätze, die detaillierte Analyse der Ergebnisse zur Mediennutzung von 2005 sowie eine umfangreiche Charakterisierung der verschiedenen Medientypen der MNT, unterteilt in jüngere, mittlere und ältere Generationen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Mediennutzungsforschung, Massenkommunikation, Mediennutzertypologie, Individualisierung und Mediatisierung beschreiben.

Was bedeutet die "Inselfrage" in der Langzeitstudie?

Die Inselfrage ist ein theoretisches Entscheidungsszenario der Studie, in dem Befragte angeben müssen, welches einzelne Medium sie auf eine einsame Insel mitnehmen würden, um ihre Medienbindung zu ermitteln.

Was ist der Kern der MNT 2.0?

Die MNT 2.0 ist eine Weiterentwicklung der ursprünglichen Typologie, die zusätzlich Aspekte wie Freizeitwerte, Musikpräferenzen, Persönlichkeitseigenschaften und Lebensziele einbezieht, um ein differenzierteres Bild der Zielgruppen zu zeichnen.

Wie unterscheidet sich der Ansatz der MNT von der allgemeinen Langzeitstudie?

Während die Langzeitstudie eher auf die allgemeine Mediennutzung, Reichweiten und Trends fokussiert, konzentriert sich die MNT auf eine lebensstiltypologische Segmentierung der Bevölkerung zur detaillierten Beschreibung von Nutzer-Zielgruppen.

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Details

Title
Mediennutzung und Mediennutzertypologie
Subtitle
Eine Untersuchung anhand der Studien
College
Saarland University  (Historisches Institut: Lehrstuhl für Kultur- und Mediengeschichte)
Course
Hauptseminar: Medien in der BRD
Grade
1,7
Author
Nina Fries (Author)
Publication Year
2009
Pages
30
Catalog Number
V125538
ISBN (eBook)
9783640312627
ISBN (Book)
9783640316540
Language
German
Tags
Mediennutzung Mediennutzertypologie Eine Untersuchung Studien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nina Fries (Author), 2009, Mediennutzung und Mediennutzertypologie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/125538
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