In dieser Arbeit soll geklärt werden, ob Konrad K.s Polizeidienstfähigkeit und insbesondere seine Belastungsfähigkeit eingeschränkt ist. Die Ergebnisse aus den Untersuchungen werden dann zu einem Befund zusammengefasst und stellen die Grundlage für die darauffolgende Beantwortung der Fragestellung und einer anschließenden Stellungnahme dar.
Kriminalhauptkommissare haben überwiegend verantwortungsvolle Aufgaben und Tätigkeiten. Sie übernehmen Führungs- und Leitungsfunktionen, tragen zur präventiven Bekämpfung kriminellen Verhaltens bei, überwachen und verhören Tatverdächtige, protokollieren Aussagen von Beschuldigten und Zeugen und suchen Beweismittel an Tatorten, werten diese nach wissenschaftlichen Methoden aus. Eine weitere Aufgabe ist, das Planen und Kontrollieren als Dienststellenleiter die Arbeit der Sachbearbeiter. Sie pflegen den Kontakt zur Staatsanwaltschaft und unterstützen die Arbeit von anderen Dienststellern. Aus diesem Grund werden zunächst die psychologischen Fragen erläutert, die im Zusammenhang mit der Fragestellung für die Vorhersage des Verhaltens als notwendig erachtet werden. Danach wird erklärt, welche Untersuchungsmethoden sich für die Überprüfung der Fragestellung eignen.
Inhaltsverzeichnis
1 Übersicht
1.1 Untersuchungsanlass und Fragestellung
1.2 Auftraggeber
1.3 Untersuchungsinstrumente
1.4 Untersuchungstermine
2 Vorgeschichte
3 Psychologische Fragen
3.1 Kognitive Leistungsfähigkeit
3.2 Aufmerksamkeit und Konzentration
3.3 Persönlichkeitsmerkmale und Belastungsfähigkeit
4 Untersuchungsbericht
4.1 Untersuchungsmethoden
4.1.1 Intelligenz-Struktur-Test (I-S-T 2000 R)
4.1.2 Culture Fair-Test 20-R- Grundintelligenztest Skala 2 (CFT 20-R)
4.1.3 Aufmerksamkeits-Belastungs-Test (d2 - R)
4.1.4 Symptom-Checkliste (SCL-90-R)
4.1.5 Freiburger Persönlichkeitsinventar (FPI-R)
4.1.6 Strukturiertes klinisches Interview DSM-IV, Achse II (SKID II)
4.1.7 Verhaltensbeobachtung
4.1.8 Explorationsgespräch
4.2 Untersuchungsergebnisse der psychometrischen Tests
4.2.1 Intelligenz-Struktur -Test (I-S-T 2000 R)
4.2.2 Culture Fair-Test 20-R- Grundintelligenztest Skala 2 (CFT- 20 R)
4.2.3 Aufmerksamkeits-Belastungs-Test (d2)
4.2.4 Symptom Checkliste SCL-90-S
4.2.5 Freiburger Persönlichkeitsinventar (FPI-R)
4.2.6 Strukturiertes klinisches Interview DSM-IV, Achse II (SKID-II)
4.3 Untersuchungsergebnisse des Explorationsgesprächs
4.3.1 Kognitive Leistungsfähigkeit
4.3.2 Aufmerksamkeit und Konzentration
4.3.3 Persönlichkeitsmerkmale und Belastungsfähigkeit
4.4 Verhaltensbeobachtung
5 Befund
6 Stellungnahme
7 Literatur
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Erstellung eines psychologischen Gutachtens für Polizeihauptkommissar Konrad K., um dessen Polizeidienstfähigkeit sowie spezifisch seine Belastungsfähigkeit im Kontext festgestellter fachlicher Mängel bei der Bearbeitung von Ermittlungsvorgängen zu bewerten.
- Analyse der kognitiven Leistungsfähigkeit
- Bewertung von Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit
- Erfassung persönlicher Persönlichkeitsstrukturmerkmale
- Überprüfung der psychischen Belastbarkeit vor dem Hintergrund dienstlicher Anforderungen
Auszug aus dem Buch
1.1 Untersuchungsanlass und Fragestellung
Kriminalhauptkommissar Konrad K. bearbeitet Vorgänge im Bereich Scheckkartenmissbrauch. Aufgrund seiner eingeschränkten Erkenntnis auf die fachlichen Mängel bei der Bearbeitung der Ermittlungsvorgänge, wurde von der Polizeidirektion ein psychologisches Gutachten in Auftrag gegeben.
Verschiedene Berufsbilder sind mit jeweils unterschiedlichen Anforderungen an eine Person verbunden. Deshalb gilt es, die Bedingungen zu beschreiben, die es erlauben, dass in der Fragestellung angesprochene Verhalten zu erklären und vorherzusagen (Westhoff & Kluck, 2008).
Kriminalhauptkommissare haben überwiegend verantwortungsvolle Aufgaben und Tätigkeiten. Sie übernehmen Führungs- und Leitungsfunktionen, tragen zur präventiven Bekämpfung kriminellen Verhaltens bei, überwachen und verhören Tatverdächtige, protokollieren Aussagen von Beschuldigten und Zeugen und suchen Beweismittel an Tatorten, werten diese nach wissenschaftlichen Methoden aus. Eine weitere Aufgabe ist, das Planen und Kontrollieren als Dienststellenleiter die Arbeit der Sachbearbeiter. Sie pflegen den Kontakt zur Staatsanwaltschaft und unterstützen die Arbeit von anderen Dienststellern.
Aus diesem Grund werden zunächst die psychologischen Fragen erläutert, die im Zusammenhang mit der Fragestellung für die Vorhersage des Verhaltens als notwendig erachtet werden. Danach wird erklärt, welche Untersuchungsmethoden sich für die Überprüfung der Fragestellung eignen.
Im Folgenden soll geklärt werden, ob Konrad K.s Polizeidienstfähigkeit und insbesondere seine Belastungsfähigkeit eingeschränkt ist. Die Ergebnisse aus den Untersuchungen werden dann zu einem Befund zusammengefasst und stellen die Grundlage für die darauffolgende Beantwortung der Fragestellung und einer anschließenden Stellungnahme dar.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Übersicht: Einleitende Darstellung des Untersuchungsauftrags durch die Polizeidirektion sowie der zugrundeliegenden Fragestellung zur Dienstfähigkeit von Herrn K.
2 Vorgeschichte: Zusammenfassung der beruflichen und gesundheitlichen Historie des Probanden, einschließlich früherer Alkoholausfallerscheinungen und psychologischer Diagnosen.
3 Psychologische Fragen: Erörterung psychologischer Kriterien, die für die Polizeidienstfähigkeit entscheidend sind, insbesondere in Bezug auf kognitive und emotionale Stabilität.
4 Untersuchungsbericht: Detaillierte Auflistung und Erläuterung aller angewandten Testverfahren (z.B. I-S-T 2000 R, SCL-90-R) sowie Präsentation und Interpretation der erzielten Testergebnisse.
5 Befund: Zusammenfassende Bewertung der Testergebnisse und verhaltensbeobachtungsrelevanten Faktoren zur Klärung der eingangs gestellten Fragestellung.
6 Stellungnahme: Abschließende professionelle Beurteilung, in der die Polizeidienstfähigkeit von Herrn K. aufgrund der festgestellten kognitiven und psychischen Befunde verneint wird.
7 Literatur: Aufstellung der wissenschaftlichen Quellen und testpsychologischen Manuale, die der Begutachtung zugrunde liegen.
Schlüsselwörter
Polizeidienstfähigkeit, Kriminalhauptkommissar, psychologisches Gutachten, Belastungsfähigkeit, Intelligenzstruktur, Konzentration, Aufmerksamkeit, SCL-90-R, FPI-R, SKID-II, Persönlichkeitsstörung, Explorationsgespräch, psychische Stabilität, kognitive Leistungsfähigkeit, Verhaltensbeobachtung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dem Gutachten grundsätzlich?
Das Gutachten bewertet die Polizeidienstfähigkeit und Belastungsfähigkeit des Kriminalhauptkommissars Konrad K., nachdem Unregelmäßigkeiten bei seiner Sachbearbeitung auftraten.
Welche Themenfelder stehen im Zentrum?
Zentral sind die kognitive Leistungsfähigkeit, Konzentrationsvermögen, Aufmerksamkeit und die psychische Persönlichkeitsstruktur vor dem Hintergrund polizeilicher Anforderungen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob Konrad K. aufgrund mangelnder Belastbarkeit oder kognitiver Einschränkungen für den Polizeidienst noch geeignet ist.
Welche wissenschaftlichen Methoden wurden verwendet?
Es kamen standardisierte psychologische Tests wie der I-S-T 2000 R, der CFT 20-R, der d2-R und die SCL-90-R sowie ein Explorationsgespräch und Verhaltensbeobachtungen zum Einsatz.
Was behandelt der Hauptteil des Berichts?
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Beschreibung, die detaillierte Darstellung der Testergebnisse und deren Interpretation im Kontext des Einzelfalls.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?
Wichtige Begriffe sind Polizeidienstfähigkeit, psychische Belastbarkeit, kognitive Diagnostik und Persönlichkeitsprofilierung.
Wie bewerten die Testergebnisse die Konzentrationsfähigkeit von Herrn K.?
Die Ergebnisse im d2-R Aufmerksamkeits-Belastungstest zeigen unterdurchschnittliche Werte, was auf Defizite in der Konzentrationsleistung und im Arbeitstempo hindeutet.
Welches Fazit ziehen die Gutachter bezüglich der Dienstfähigkeit?
Aufgrund nachgewiesener kognitiver Einschränkungen und Anhaltspunkte für eine psychische Störung gelangt das Gutachten zu dem Schluss, dass der Proband für den Polizeidienst ausgeschlossen wird.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2022, Psychologisches Gutachten. Polizeidienstfähigkeit und Belastungsfähigkeit eines Kriminalhauptkommissars, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1255403