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David Humes Skeptizismus und seine Ablehnung des Pyrrhonismus

Title: David Humes Skeptizismus und seine Ablehnung des Pyrrhonismus

Term Paper , 2019 , 14 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Dominik Wübbelt (Author)

Philosophy - Philosophy of the 17th and 18th Centuries
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In dieser Hausarbeit wird der Skeptizismus hinreichend analysiert. Zunächst wird der für Humes Philosophie essenzielle Begriff "Geltungsanspruch" geklärt, woraufhin wir uns den verschiedenen Stufen des Skeptizismus widmen werden. Alle erlangten Ergebnisse dienen der Verständlichkeit von Humes Text und ermöglichen in Anlehnung an Sekundärliteratur eine reflektive Kritik an den Überzeugungen des Briten. Das Ziel der Arbeit ist also die Darstellung der Formen des Skeptizismus und Humes negativer Haltung dem Pyrrhonismus gegenüber in der Untersuchung. Am Ende der Arbeit steht ein thematischer Ausblick.

Gibt es unter den Strömungen und Schulen der Philosophie noch so viele Unterschiede, dass man sie in einem Zuge gar nicht aufzählen könnte, haben sie doch eines gemeinsam: Sie hinterfragen die Dinge in der Welt, wie sie uns erscheinen, beobachten sie und streben nach Antworten auf ihre Fragen. Skeptisches Denken fand bereits in der Antike statt, so dürfte der berühmte Aphorismus ,,Ich weiß, dass ich nichts weiß’’ des Sokrates sogar Laien der Philosophie geläufig sein.

In unserer heutigen Gesellschaft konnotiert man mit dem Begriff Skeptizismus etwa Zweifel, was aus dem Begriff Skepsis hervorgeht. Nach der Beschäftigung mit David Hume und seiner Untersuchung über den menschlichen Verstand kommt man zu einem differenzierteren Ergebnis. Meinem Verständnis nach beschreibt der Skeptizismus ein philosophisches Vorgehen, welches kritisch ausgelegt darauf abzielt, zu klären, ob die Erkenntnis sowie die Wahrheit und Wirklichkeit der Dinge, welche unser Leben tangieren, zu beweisen sind.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Zielsetzung

2. Der Ursprung des Zweifels: Pyrrhonismus

3. Humes Darstellung der verschiedenen Stufen des Skeptizismus

3.1 Vorangehende und nachfolgende Skepsis

3.2 Die übertriebene Skepsis

3.3 Gemäßigter Skeptizismus

4. Hume im Kampf gegen den Pyrrhonismus: Analyse der Stellung Humes

5. Philosophischer Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das skeptische Denken David Humes mit einem besonderen Fokus auf dessen Abgrenzung vom antiken Pyrrhonismus, um zu klären, welche Formen des Skeptizismus Hume als valide erachtet und warum er den Pyrrhonismus als unpraktikabel kritisiert.

  • Grundlagen des Skeptizismus bei David Hume
  • Differenzierung zwischen pyrrhonischem und gemäßigtem Skeptizismus
  • Analyse der Humeschen Unterscheidung von Vorangehender und Nachfolgender Skepsis
  • Die Rolle des "Geltungsanspruchs" in der empirischen Erkenntnistheorie
  • Kritische Reflexion der Humeschen Ablehnung der pyrrhonischen Handlungsunfähigkeit

Auszug aus dem Buch

Die übertriebene Skepsis

Ein Mensch lebt davon, dass er Antworten bekommt. So wie Hume es im Bereich der nachfolgenden Skepsis beschrieben hat, drängt er auf eine Klärung und lässt nicht los, solange er noch offene Fragen hat.

Sobald wir ein Problem oder eine Aufgabe gelöst haben, erfahren wir hingegen ein Gefühl der Befriedigung.

Skeptiker werden daher als Bedrohung angesehen, ihre Zweifel an Geltungsansprüchen ließen ein Gefühl der Unvollständigkeit entstehen. Dieses kann man bei Humes Darstellung zu dem, was er als übertriebenen Skeptizismus deklariert, erkennen.

Von Beginn an begleitet den Leser das Gefühl, der Brite wolle hier eine Divergenz zwischen den Ansichten eines Skeptikers und der Wirklichkeit erschaffen, so nennt er die Untersuchungen des Skeptikers zu Tatsachen (matter of fact) und Dasein (existence) etwa Streitigkeiten und sein Ziel sei es, die Vernunft zu zerstören.

Hume erklärt zwischenzeitlich die Grenzen der menschlichen Vernunft und Vorstellungskraft, wodurch er nachfolgend die Zweifel jener, die über diese Grenzen hinausgehen, als obsolet erscheinen lassen möchte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Zielsetzung: Hier wird das Thema Skeptizismus in den historischen Kontext eingeordnet und die Fragestellung bezüglich Humes Abgrenzung zum Pyrrhonismus entwickelt.

2. Der Ursprung des Zweifels: Pyrrhonismus: Dieses Kapitel erläutert die antiken Grundlagen des Pyrrhonismus, insbesondere durch Sextus Empiricus, und definiert das Ziel der Ungestörtheit (Ataraxie).

3. Humes Darstellung der verschiedenen Stufen des Skeptizismus: Die Arbeit analysiert Humes Klassifizierung des Skeptizismus in vorangehende, nachfolgende, übertriebene und gemäßigte Formen.

4. Hume im Kampf gegen den Pyrrhonismus: Analyse der Stellung Humes: Dieser Abschnitt bietet eine kritische Würdigung der Argumente Humes gegen den Pyrrhonismus und hinterfragt die These der praktischen Handlungsunfähigkeit.

5. Philosophischer Ausblick: Der Autor reflektiert über die Relevanz skeptischer Untersuchungen im modernen, digital geprägten Alltag und zieht Fazite für die eigene philosophische Haltung.

Schlüsselwörter

Skeptizismus, Pyrrhonismus, David Hume, Geltungsanspruch, Empirismus, Vernunft, Erkenntnistheorie, Handlungsunfähigkeit, Ataraxie, Cartesier, Nachfolgende Skepsis, Gemäßigter Skeptizismus, Untersuchung über den menschlichen Verstand, Philosophie, Dogmatismus.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das zentrale Anliegen dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht, wie David Hume den Skeptizismus definiert und warum er eine strikte Trennung zwischen einer skeptischen, aber nützlichen Philosophie und dem radikalen Pyrrhonismus vornimmt.

Welche Themenfelder werden vorrangig behandelt?

Im Zentrum stehen die Kategorisierung skeptischer Denkschulen, die Rolle von Erfahrung und Vernunft sowie die praktische Anwendbarkeit philosophischer Prinzipien im menschlichen Leben.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Ziel ist es herauszufinden, was den Skeptizismus nach Hume charakterisiert und ob seine Kritik am Pyrrhonismus, insbesondere bezüglich der angeblichen Handlungsunfähigkeit, philosophisch tragfähig ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Der Autor nutzt eine textanalytische Methode, indem er primär Humes "Untersuchung über den menschlichen Verstand" untersucht und diese unter Einbeziehung von Sekundärliteratur kritisch diskutiert.

Welche Inhalte bilden den Kern des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der verschiedenen Skepsis-Stufen bei Hume sowie eine eigenständige Analyse von Humes Argumenten gegen den Pyrrhonismus.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Text charakterisieren?

Die zentralen Begriffe umfassen Skeptizismus, Pyrrhonismus, Empirismus, Geltungsanspruch und Vernunftgrenzen.

Wie unterscheidet Hume zwischen "vorangehender" und "nachfolgender" Skepsis?

Die vorangehende Skepsis (wie bei Descartes) fordert einen methodischen Zweifel vor jeder Untersuchung, während die nachfolgende Skepsis als Ergebnis der wissenschaftlichen Erkenntnis auftritt, dass geistige Fähigkeiten begrenzt sind.

Warum hält Hume den Pyrrhonismus für "übertrieben"?

Hume kritisiert, dass der Pyrrhonismus zu einer totalen Handlungsunfähigkeit führen würde, da der dauernde, radikale Zweifel das praktische, alltägliche Handeln unmöglich mache.

Welche Rolle spielt die "Ataraxie" im Pyrrhonismus im Vergleich zu Humes Auffassung?

Während der Pyrrhonismus die Ataraxie (Ungestörtheit der Seele) durch Urteilsenthaltung sucht, bevorzugt Hume eine gemäßigte Form der akademischen Philosophie, die sich auf empirisch prüfbare Tatsachen beschränkt.

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Details

Title
David Humes Skeptizismus und seine Ablehnung des Pyrrhonismus
College
University of Münster  (Philosophisches Seminar)
Course
Einführung in die Philosophie David Humes
Grade
2,3
Author
Dominik Wübbelt (Author)
Publication Year
2019
Pages
14
Catalog Number
V1255634
ISBN (PDF)
9783346693907
ISBN (Book)
9783346693914
Language
German
Tags
David Hume Hume Skeptizismus Pyrrhonismus Stoa Philosophie des Geistes metaphysik Erkenntnistheorie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dominik Wübbelt (Author), 2019, David Humes Skeptizismus und seine Ablehnung des Pyrrhonismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1255634
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