Mit den Begriffen Aggression und Gewalt kann wohl jeder Mensch eigene Erfahrungen verbinden - unsere Welt ist voll von Aggressionen und Gewalt, sei es in körperlicher oder verbaler Form. Nicht nur die zunehmende Gewalt im alltäglichen Leben, sondern auch die Gewalt in den sozialen Berufen (gemeint sind sowohl Gewalt gegen Klienten als deren Gewalt, die gegen die Sozialarbeiter gerichtet ist) wird immer mehr zum Problem.
In der vorliegenden Arbeit soll erst auf die Definition relevanter Begriffe, danach auf die Symptome und die Verbreitung von Aggressionen und Gewalt, später auf die Theorien der Entstehung von Aggressionen/Gewalt und abschließend auf Möglichkeiten der Therapie oder der Reduktion aggressiven Verhaltens eingegangen werden. Den Schluß bildet eine Zusammenfassung aller in der Arbeit beschriebenen wesentlichen Punkte.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Definition relevanter Begriffe
- Symptome/Verbreitung
- Ätiologie
- Psychoanalytische Triebtheorien
- Lerntheoretische Ansätze
- Klassisches Konditionieren
- Operantes Konditionieren
- Lernen am Modell
- Frustrations-Aggressions-Hypothese
- Interaktionalistischer Ansatz
- Physiologische Grundlagen
- Therapie
- Umleitung der Aggression
- Therapie aggressiver Kinder
- Mediatorenkonzept
- Vier Faktoren Modell
- Problemlösungstraining
- Empathietraining
- Anwendung der sozial kognitiven Theorie in der Erziehung
- Anwendung der sozial kognitiven Theorie in der Therapie
- Umgang mit Aggressionen in helfenden Berufen
- Risikoeinschätzung
- Vermeidungsstrategien
- Situation entschärfen/Flucht
- Beitrag der Organisation
- Zusammenfassung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Phänomen von Aggression und Gewalt im Feld der Sozialarbeit und im alltäglichen Leben. Sie untersucht die Definition relevanter Begriffe, die Symptome und die Verbreitung von Aggressionen und Gewalt, sowie die Theorien zu deren Entstehung. Darüber hinaus werden Möglichkeiten der Therapie oder der Reduktion aggressiven Verhaltens beleuchtet.
- Definition relevanter Begriffe und Abgrenzung von Aggression und Gewalt
- Symptome und Verbreitung von Aggressionen und Gewalt im sozialen und alltäglichen Kontext
- Theorien zur Entstehung von Aggressionen und Gewalt, unter anderem psychoanalytische Triebtheorien, lerntheoretische Ansätze, die Frustrations-Aggressions-Hypothese und der interaktionalistische Ansatz
- Möglichkeiten der Therapie und Reduktion aggressiven Verhaltens, einschließlich der Anwendung sozial kognitiver Theorien in der Erziehung und Therapie
- Umgang mit Aggressionen in helfenden Berufen, einschließlich Risikoeinschätzung, Vermeidungsstrategien und dem Beitrag der Organisation
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung erläutert die Relevanz des Themas Aggression und Gewalt in der Sozialarbeit und im Alltag und stellt die zentralen Ziele und Schwerpunkte der Arbeit dar. In diesem Kapitel wird auch eine Definition relevanter Begriffe wie Aggression und Gewalt anhand verschiedener wissenschaftlicher Ansätze gegeben.
Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit den Symptomen und der Verbreitung von Aggression und Gewalt. Es werden verschiedene Formen und Ausprägungen von Aggression und Gewalt im sozialen und alltäglichen Kontext beleuchtet.
Das dritte Kapitel widmet sich den Theorien zur Entstehung von Aggressionen und Gewalt. Es werden psychoanalytische Triebtheorien, lerntheoretische Ansätze, die Frustrations-Aggressions-Hypothese und der interaktionalistische Ansatz vorgestellt und analysiert.
Im vierten Kapitel werden verschiedene Möglichkeiten der Therapie und Reduktion aggressiven Verhaltens diskutiert. Dabei werden sowohl die Anwendung der sozial kognitiven Theorie in der Erziehung und Therapie, als auch der Umgang mit Aggressionen in helfenden Berufen beleuchtet.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit den Schlüsselbegriffen Aggression, Gewalt, Sozialarbeit, Therapie, Ätiologie, psychoanalytische Triebtheorien, lerntheoretische Ansätze, Frustrations-Aggressions-Hypothese, interaktionalistischer Ansatz, sozial kognitive Theorie, Risikoeinschätzung, Vermeidungsstrategien und dem Beitrag der Organisation.
Häufig gestellte Fragen
Wie werden Aggression und Gewalt voneinander abgegrenzt?
Aggression wird oft als Absicht zur Schädigung definiert, während Gewalt meist die physische oder extreme verbale Ausübung dieser Absicht beschreibt. Die Arbeit klärt diese Begriffe im sozialen Kontext.
Welche Theorien erklären die Entstehung von Aggression?
Dazu gehören psychoanalytische Triebtheorien, lerntheoretische Ansätze (Konditionierung, Lernen am Modell) und die Frustrations-Aggressions-Hypothese.
Was ist die Frustrations-Aggressions-Hypothese?
Diese Theorie besagt, dass Aggression immer eine Folge von Frustration ist und Frustration zwangsläufig zu irgendeiner Form von Aggression führt.
Wie kann aggressives Verhalten bei Kindern therapiert werden?
Methoden umfassen Problemlösungstraining, Empathietraining und das Mediatorenkonzept, basierend auf der sozial-kognitiven Theorie.
Welche Strategien gibt es für helfende Berufe im Umgang mit Gewalt?
Wichtig sind eine frühzeitige Risikoeinschätzung, Deeskalationstechniken, Vermeidungsstrategien und die strukturelle Unterstützung durch die Organisation.
Was ist das „Lernen am Modell“ nach Bandura?
Es beschreibt, wie Menschen aggressives Verhalten durch Beobachtung und Nachahmung von Vorbildern (z.B. Eltern, Medien) erlernen.
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- Martina Köppl (Author), 2001, Aggression und Gewalt im Feld der sozialen Arbeit und im alltäglichen Leben, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/12562