In dieser Seminararbeit wird der Funktionalismus in der Aphasiologie, Konnektionismus und seine psychologische Angemessenheit, die Beziehung zwischen Gehirn und Sprache (Bildgebende Verfahren) behandelt.
Diese Arbeit wurde im Rahmen des Seminars "Aphasien aus kognitiver Perspektive" angefertigt.
Inhaltsverzeichnis
- Vor- und Nachteile des funktionalistischen Ansatzes in der Aphasiologie
- Die psychologische Angemessenheit des konnektionistischen Modells
- Die Beziehung zwischen Gehirn und Sprache
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht verschiedene Modelle der Sprachverarbeitung im Kontext von Aphasien. Ziel ist es, den funktionalistischen und den konnektionistischen Ansatz zu vergleichen und deren psychologische Angemessenheit zu bewerten. Die Beziehung zwischen Gehirn und Sprache im Licht bildgebender Verfahren wird ebenfalls beleuchtet.
- Funktionalismus in der Aphasiologie: Vor- und Nachteile modularer Modelle
- Konnektionismus und seine psychologische Angemessenheit: Parallel verteilte Verarbeitung
- Das Logogenmodell als Beispiel für einen funktionalistischen Ansatz
- Bildgebende Verfahren und ihre Bedeutung für das Verständnis der Beziehung zwischen Gehirn und Sprache
- Vergleich von funktionalistischen und konnektionistischen Modellen
Zusammenfassung der Kapitel
Vor- und Nachteile des funktionalistischen Ansatzes in der Aphasiologie
Dieses Kapitel beschreibt den funktionalistischen Ansatz in der Aphasiologie, der auf modularen Modellen der Sprachverarbeitung basiert. Es werden die Annahmen von Fraktionierung und Transparenz erläutert und anhand der ungleich starken Ausprägung von Störungen bei aphasischen Patienten belegt. Das Logogenmodell wird als Beispiel eines funktionalen Modells vorgestellt, welches die Einzelwortverarbeitung beschreibt und seine Anwendung in der Therapie dargestellt. Die Limitationen des Modells, insbesondere die Unfähigkeit, dynamische Prozesse und Alternativrouten im Sprachprozessor zu erfassen, werden diskutiert.
Die psychologische Angemessenheit des konnektionistischen Modells
Dieses Kapitel präsentiert das konnektionistische Modell, insbesondere das PDP-Modell, als Alternative zum funktionalistischen Ansatz. Es betont die parallel verlaufenden, interaktiven Verarbeitungsschritte und die Analogie zum neuronalen Netzwerk. Die psychologische Angemessenheit wird anhand des Spracherwerbs und der Erklärung von Defiziten wie der bilingualen Tiefendyslexie begründet. Kritische Punkte des Modells werden ebenfalls angesprochen.
Die Beziehung zwischen Gehirn und Sprache
Dieses Kapitel behandelt bildgebende Verfahren als Methode zur Untersuchung der Beziehung zwischen Gehirn und Sprache. Es wird erläutert, wie diese Verfahren das Verständnis der Sprachverarbeitung verbessern und die früher üblichen invasiven Methoden ersetzen. Die Vereinbarkeit mit den funktionalistischen und konnektionistischen Modellen wird hervorgehoben, ebenso wie der Nutzen für die Therapie.
Schlüsselwörter
Aphasie, Funktionalismus, Konnektionismus, Modulare Modelle, Logogenmodell, Parallel Distributed Processing (PDP)-Modell, Bildgebende Verfahren, Sprachverarbeitung, neuronales Netzwerk, Spracherwerb, kognitive Neuropsychologie.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der funktionalistische Ansatz in der Aphasiologie?
Dieser Ansatz basiert auf modularen Modellen der Sprachverarbeitung, die davon ausgehen, dass das Sprachsystem in spezialisierte Teilbereiche unterteilt ist.
Was versteht man unter Konnektionismus?
Konnektionismus beschreibt die Sprachverarbeitung als parallel verteilte Prozesse in einem neuronalen Netzwerk, ähnlich der Arbeitsweise des menschlichen Gehirns.
Was ist das Logogenmodell?
Das Logogenmodell ist ein funktionalistisches Modell zur Beschreibung der Einzelwortverarbeitung, das häufig in der Aphasietherapie eingesetzt wird.
Welche Bedeutung haben bildgebende Verfahren für die Sprachforschung?
Sie ermöglichen es, die Beziehung zwischen Gehirnarealen und Sprachfunktionen nicht-invasiv zu untersuchen und Therapieerfolge besser zu verstehen.
Was sind die Nachteile modularer Modelle?
Modulare Modelle können dynamische Prozesse und alternative Routen im Sprachprozessor oft nur unzureichend erfassen.
Was ist das PDP-Modell?
Das Parallel Distributed Processing (PDP)-Modell ist ein konnektionistisches Modell, das die interaktive Verarbeitung von Informationen betont.
- Arbeit zitieren
- B.A. Beate Bergmann (Autor:in), 2007, Aphasien aus kognitiver Perspektive, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/125651