Inwiefern die Preußischen Reformen von 1807-1814, auch Stein-Hardenbergsche Reformen genannt, als eine Umgestaltung für Staat und Gesellschaft gesehen werden können, soll an den wesentlichen Reformen in Staats- und Stadtverwaltung, der Agrar- und der Gewerbewirtschaft und dem Steuerwesen, der Judenemanzipation sowie in Militär und Bildung untersucht werden.
Bevor sich jedoch das Augenmerk darauf richtet, soll erst einmal ein Rahmen geschaffen werden, unter welchem die Reformvorhaben zutage treten konnten – die Entstehung eines Nationalgedankens. Hierfür werden zu jedem Kapitel Verordnungen und Gesetzestexte aus dem sechsten Band „Deutsche Geschichte in Quellen und Darstellung. Von der Französischen Revolution bis zum Wiener Kongress 1789-1815“ herangezogen. Ergänzend dazu wird zur weiterführenden Erläuterung und Bewertung der einzelnen Reformen hinsichtlich ihrer Wirkungsmacht die im Literaturverzeichnis aufgelistete Sekundärliteratur genutzt, um das Konstatierte zu unterstreichen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Die Entstehung einer Nationalbewegung
- Die Stein-Hardenbergschen Reformen
- Die Staats- und Städteverwaltung
- Reformen in Agrarwirtschaft, Steuern und Gewerbefreiheit
- Die Reform zur Emanzipation der Juden
- Reformen in Bildung und Militär
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Hausarbeit analysiert die Preußischen Reformen im Kontext der napoleonischen Epoche und untersucht, inwiefern diese als „Revolution von oben“ betrachtet werden können. Die Arbeit fokussiert auf die Jahre 1807-1814, welche den Grundstein des preußischen Reformwerks bilden.
- Die Entstehung eines Nationalgedankens in Preußen nach der französischen Revolution
- Die Auswirkungen der napoleonischen Herrschaft auf Preußen und die Notwendigkeit von Reformen
- Die wichtigsten Reformen der Stein-Hardenbergschen Ära in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen
- Die Beurteilung des Umfangs und der Auswirkungen der Reformen in Bezug auf die Frage nach ihrer Revolutionarität
- Die Rolle von Verordnungen und Gesetzestexten als Quellenmaterial zur Analyse der Reformen
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt den historischen Kontext der Preußischen Reformen dar und definiert den Begriff der Revolution. Die Entstehung eines Nationalgedankens in Preußen wird im zweiten Kapitel beleuchtet, wobei die Rolle der französischen Revolution und die Entwicklung eines eigenen kulturellen Selbstbewusstseins im Fokus stehen. Das dritte Kapitel widmet sich den Stein-Hardenbergschen Reformen, wobei die einzelnen Reformbereiche der Staats- und Städteverwaltung, der Agrar- und Gewerbewirtschaft, der Judenemanzipation sowie Bildung und Militär detailliert untersucht werden.
Schlüsselwörter
Preußische Reformen, Stein-Hardenbergsche Reformen, Napoleon, Französische Revolution, Nationalbewegung, Staats- und Städteverwaltung, Agrarwirtschaft, Gewerbefreiheit, Judenemanzipation, Bildung, Militär, Revolution von oben, Gesetzestexte, Verordnungen.
Häufig gestellte Fragen
Was waren die Preußischen Reformen (1807-1814)?
Auch Stein-Hardenbergsche Reformen genannt, waren sie eine grundlegende Umgestaltung von Staat und Gesellschaft als Reaktion auf die napoleonische Vorherrschaft.
Warum spricht man von einer "Revolution von oben"?
Der Begriff beschreibt den Versuch der preußischen Führung, moderne Strukturen (wie Gewerbefreiheit und Agrarreformen) einzuführen, um eine Revolution durch das Volk zu verhindern.
Welche Bereiche wurden reformiert?
Die Reformen umfassten die Staats- und Städteverwaltung, das Steuerwesen, die Agrarwirtschaft, die Judenemanzipation sowie das Militär- und Bildungswesen.
Wie beeinflusste Napoleon die preußische Nationalbewegung?
Der äußere Druck durch die französische Besatzung förderte die Entstehung eines deutschen Nationalgedankens und das Bedürfnis nach innerer Erneuerung.
Welche Quellen nutzt die Hausarbeit?
Die Analyse stützt sich auf historische Verordnungen und Gesetzestexte aus der Zeit zwischen der Französischen Revolution und dem Wiener Kongress.
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- Riana Schneider (Author), 2022, Preußen unter dem Einfluss von Napoleon, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1256655