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"In sich selbst gefangen" - Demenz: Psychische Situation und Kommunikationstipps

Title: "In sich selbst gefangen" - Demenz: Psychische Situation und Kommunikationstipps

Diploma Thesis , 2009 , 32 Pages , Grade: Sehr gut

Autor:in: Monika Cirlea (Author)

Nursing Science - Dementia
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Summary Excerpt Details

In dieser Fachbereichsarbeit wird das Thema "In sich selbst gefangen - Demenz: Psychische Situation und Kommunikationstipps" behandelt.

Da die Zahl der an Demenz Erkrankten - wie aus Studien und Prognosen hervorgeht - stark zunehmen wird, ist es ein Thema, das alle angeht, egal welchen Beruf man ausübt. Wir können privat und in der Öffentlichkeit gezwungen werden, uns näher mit an Demenz erkrankten Menschen auseinanderzusetzen.

Für gute Pflegequalität ist es von großer Bedeutung zu wissen, was der Patient oder Bewohner benötigt, da ständiger Stress oder unangebrachte Pflege zu Depressionen und Rückzug führen können.

Möchte man professionelle Pflege leisten, stellen sich folgende Fragen: Was geht im Erkrankten vor? Was ist der Auslöser für sein Verhalten? In welcher "Welt" lebt er? Wie kann man so lange wie möglich kommunizieren und den Willen der Person herausfinden? Warum ist ein Demenzkranker aggressiv und wütend und wie kann bzw. sollte man darauf reagieren? Interviews mit Betroffenen sind schwer oder fast nicht zu führen. Man sollte aber dennoch versuchen, Zeichen zu interpretieren. Erst wenn man weiß, warum der Demenzkranke so "eigenartig" ist, kann man den Betroffenen etwas verstehen und gut d.h. individuell pflegen und betreuen.

Es gibt zum Glück eine Menge guter Ratschläge, Tipps und Konzepte.

Die vorliegende Arbeit zeigt zuerst die Symptome, Diagnose, Therapie und gibt als nächstes einen kleinen Einblick in die vermutete "Welt" des Demenzkranken. Sie verweist auf Ergebnisse einer Studie, die zeigt, wie Frauen und Männer den Aufenthalt im Pflegeheim erleben. Weiters wird die Wichtigkeit der Biografie aber auch der Kommunikation in der Pflege gezeigt. Es wird das Best-Friends-Modell vorgestellt und zum Schluss wird gezeigt, wer die wirklichen Experten in Bezug auf demenzgerechte Pflege sind.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Was ist Demenz?

1.1 Warnzeichen/Symptome

1.2 Diagnostik

1.3 Demenzformen

1.4 Verlauf der Demenz

1.4.1 Leichte Demenz/frühes Stadium

1.4.2 Mittelschwere Demenz/mittleres Stadium

1.4.3 Schwere Demenz/spätes Stadium

1.5 Therapie und Prognose

2 Verschiedene Eindrücke aus der Praxis

3 Die vermutliche Situation des Erkrankten

3.1 Studie zur Lebenswelt Demenzkranker

3.1.1 Die Situation der Frauen im Pflegeheim

3.1.2 Die Situation der Männer im Pflegeheim

3.1.3 Vertrauen

3.2 Ein Brief einer demenzkranken Frau

4 Biografie

5 Die Verständigung, die Sprache

5.1 Sprachstörungen und ihre Folgen

5.2 Die Kunst des Kommunizierens

5.3 Kommunikationstipps im Umgang mit dem Erkrankten

5.3.1 Die Erinnerung statt die Gegenwart im Blick haben

5.3.2 Der Leistungsmaßstab darf sich nicht an „Gesunden“ messen

5.3.3 Die Vergangenheit als Überbrückung in die Gegenwart verwenden

5.3.4 Anstelle von kritisieren, den Kranken loben

5.3.5 Zuhören und verschlüsselte Botschaften erkennen

5.4 Aggressives Verhalten

5.5 Wutausbrüche

5.6 Furcht und Beschuldigungen

6 Das Best-Friends-Modell

7 Wer sind die Experten?

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die komplexe psychische Lebenssituation von an Demenz erkrankten Menschen zu beleuchten und daraus konkrete Ansätze für eine gelingende Kommunikation in der Pflege abzuleiten, um den Betroffenen mehr Lebensqualität und Geborgenheit zu ermöglichen.

  • Grundlagen der verschiedenen Demenzformen und deren Verlauf
  • Verständnis der subjektiven Wirklichkeitserfahrung Demenzkranker
  • Bedeutung der Biografiearbeit für die Pflegequalität
  • Herausforderungen in der sprachlichen und nonverbalen Kommunikation
  • Umgang mit schwierigen Verhaltensweisen wie Aggression und Wut
  • Vorstellung des Best-Friends-Modells zur Beziehungsgestaltung

Auszug aus dem Buch

Die vermutliche Situation des Erkrankten

Um den Erkrankten besser zu verstehen, wird im Folgenden darauf eingegangen, wie man sich die Welt des Erkrankten vorstellen könnte. Es hilft möglicherweise, etwas geduldiger und einfühlsamer zu sein und die Pflege darauf abzustimmen. – Alles, was der Demenzkranke tut, hat einen Auslöser und Sinn!

Die Erfahrung, an einer Alzheimer-Krankheit zu leiden, kann man vielleicht mit einer langen Reise in ein fremdes Land vergleichen. Die Leute versuchen, sich mit dem Reisenden zu unterhalten, aber die Sprache ist unverständlich. Das Bestellen im Restaurant erweist sich als schwierig. Wenn ein Reisender die Rechnung in einem Restaurant mit einer ungewohnten Währung bezahlt, befürchtet er vielleicht, zu wenig Wechselgeld zurückzubekommen, betrogen zu werden. Aufgaben, über die man zu Hause nicht nachdenkt, werden in einer fremden Umgebung zu großen Herausforderungen. Die Person mit der Alzheimer-Krankheit befindet sich ständig im fremden Land!

Häufige Gefühle, die entstehen, sind Verluste, Isolation und Einsamkeit, Traurigkeit, Verwirrung, Kummer und Sorgen, Frustration, Angst, Wut, Verlegenheit und vieles mehr (vgl. Bell 2004, S. 19). Trotzdem ist es oft sehr schwierig, verschiedene Verhaltensweisen zu akzeptieren. Eine weitere Schwierigkeit besteht auch noch darin, dass der Erkrankte zu unterschiedlichen Zeitpunkten auch anders reagiert. Es ist also nicht mehr leicht einzuschätzen, wie der Betreffende reagieren wird oder womit man ihm eine Freude machen kann. Warum ist das so?

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung erläutert die persönliche Motivation der Autorin und die Relevanz einer einfühlsamen Betrachtung der psychischen Situation von Demenzkranken in der Pflege.

1 Was ist Demenz?: Dieses Kapitel definiert den Begriff Demenz, benennt die Symptome sowie die wichtigsten Diagnoseverfahren und gibt einen Überblick über verschiedene Demenzformen und deren Verlauf.

2 Verschiedene Eindrücke aus der Praxis: Hier werden Beobachtungen aus dem Pflegealltag geschildert, die verdeutlichen, wie schwer verständlich das Verhalten von Demenzkranken ohne tieferes Verständnis für deren Innenwelt sein kann.

3 Die vermutliche Situation des Erkrankten: Das Kapitel analysiert die subjektive Lebenswelt Demenzkranker, inklusive einer Studie zur Situation im Pflegeheim und der Bedeutung von Vertrauen.

4 Biografie: Die Bedeutung der Biografiearbeit wird hervorgehoben, um die individuellen Hintergründe und Bedürfnisse der Patienten besser zu verstehen und Verhaltensweisen in der Krankheit einordnen zu können.

5 Die Verständigung, die Sprache: Dieser Abschnitt befasst sich mit den Sprachstörungen bei Demenz und bietet praktische Kommunikationstipps für den Pflegealltag, um den Zugang zum Patienten zu erleichtern.

6 Das Best-Friends-Modell: Das Best-Friends-Modell wird als Konzept vorgestellt, um durch eine freundschaftliche Beziehung die Lebensqualität und das Sicherheitsempfinden von Demenzkranken zu fördern.

7 Wer sind die Experten?: Das abschließende Kapitel betont, dass die Erkrankten selbst die Experten für ihr Leben sind und Pflegepersonal die Aufgabe hat, deren Selbstachtung und Lebenswürde zu bewahren.

Schlüsselwörter

Demenz, Alzheimer, Pflege, Biografiearbeit, Kommunikation, Best-Friends-Modell, Psychische Situation, Lebensqualität, Vertrauen, Angehörigenpflege, Krankheitsverlauf, Geriatrie, Empathie, Pflegequalität, Demenzformen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Fachbereichsarbeit befasst sich mit der psychischen Situation von Menschen, die an Demenz erkrankt sind, und bietet konkrete Empfehlungen für eine respektvolle Kommunikation und Pflege.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder sind das Verständnis der Demenzkrankheit, die Rolle der Biografie in der Pflege, Kommunikationstechniken bei Sprachstörungen sowie Modelle zur Beziehungsgestaltung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, den Blick auf die Sichtweise des Erkrankten zu lenken, um die Pflegequalität zu verbessern und den Betroffenen ein würdevolles Leben zu ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche, der Analyse von Fallstudien und persönlichen Beobachtungen aus der pflegerischen Praxis.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in medizinische Grundlagen, die Analyse der Lebenswelt von Demenzkranken, die Bedeutung der Biografie und praktische Tipps für den täglichen Umgang.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Demenz, Pflege, Biografiearbeit, Kommunikation und das Best-Friends-Modell.

Was versteht die Autorin unter dem „Best-Friends-Modell“?

Das Modell beschreibt einen Ansatz in der Pflege, bei dem der Demenzkranke nicht nur als Patient, sondern als „guter Freund“ betrachtet wird, um Stress zu reduzieren und positive Emotionen zu fördern.

Wie sollte man auf aggressive Verhaltensweisen bei Demenz reagieren?

Laut der Arbeit sollte man gelassen bleiben, keine Konfrontation suchen, versuchen den Auslöser der Angst zu beseitigen und den Erkrankten nach Möglichkeit behutsam abzulenken.

Welchen Stellenwert nimmt die Biografiearbeit ein?

Sie gilt als entscheidender Schlüssel, um die Reaktionen des Kranken in den Kontext seines bisherigen Lebens zu setzen und seine individuellen Bedürfnisse besser zu respektieren.

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Details

Title
"In sich selbst gefangen" - Demenz: Psychische Situation und Kommunikationstipps
College
Vienna University of Economics and Business Administration
Grade
Sehr gut
Author
Monika Cirlea (Author)
Publication Year
2009
Pages
32
Catalog Number
V125668
ISBN (eBook)
9783640326860
ISBN (Book)
9783640327355
Language
German
Tags
Demenz Psychische Situation Kommunikationstipps Sehr Thema Demenz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Monika Cirlea (Author), 2009, "In sich selbst gefangen" - Demenz: Psychische Situation und Kommunikationstipps, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/125668
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