Da vielen nicht bewusst ist, dass auch der Kapitalmarkt, insbesondere die Exchange Traded Funds, eine sehr sichere Geldanlage sind, wird es im Folgenden weitere Informationen über die Fonds geben. Die gesamte Arbeit basiert dabei ausschließlich auf Aktienfonds.
Der Kapitalmarkt wird – insbesondere von den Deutschen – trotz meist geringem Risiko nur selten als Geldanlage in Betracht gezogen. In Deutschland besitzen im Jahr 2019 laut dem Deutschen Aktieninstitut rund 9,7 Millionen Menschen Aktienfonds oder
Anteilsscheine. Das sind nur 15% der gesamten Bevölkerung. Im Vergleich zum Vorjahr 2018 ist die Zahl der Kapitalmarktanleger sogar um ungefähr 6% gesunken. Doch warum investiert nur ein kleiner Bruchteil der Gesellschaft in die Börse? Gründe hierfür sind beispielsweise Angst und Unwissenheit. In einer Studie des Income-Barometers von J.P. Morgan Asset Management gaben 43% der Deutschen an, dass es ihnen an finanziellen Mitteln fehlt, um am Kapitalmarkt investieren zu können. Rund 34% der Befragten haben zu wenig Wissen in diesem Themenfeld, und 27% haben Angst vor Schwankungen und Verlusten. Eine nicht ausreichende Beratung führt bei 12% dazu, sich nicht an den Kapitalmarkt zu trauen. 13% der Befragten, die bereits in den Kapitalmarkt investiert haben, legen ihr Geld in Aktien an. Aktiv gemanagte Fonds besitzen rund 11% der Teilnehmer und lediglich 5% haben in ETFs investiert. Das Anlegen im Kapitalmarkt ist ein meiner Meinung nach zu wenig diskutiertes Thema. Studien beweisen, dass sich nur wenige Menschen in Deutschland mit dieser Art der Geldanlage auskennen. Gerade wenn es um die Themen wie die Altersvorsorge oder die finanzielle Unabhängigkeit geht, sollte man sich mit dem Thema Geldanlage beschäftigen. Natürlich gibt es neben dem Kapitalmarkt auch weitere Möglichkeiten der Geldanlage. „ …seit Jahrzehnten dominieren bei Geldanlagen in Deutschland nach wie vor das Sparbuch, die Lebensversicherung und der Bausparvertrag: 41 Prozent der befragten Anlegerinnen und Anleger nutzen das Sparbuch, 33 Prozent setzen auf die Lebensversicherung sowie 30
Prozent auf den Bausparvertrag.“
Inhaltsverzeichnis
A Einleitung
1. Hinführung zum Thema
2. Begriffsklärungen
2.1 Abgrenzung von Aktien und Fonds
2.2 Aktiv gemanagte Fonds
2.3 Theoretische Grundlagen zum Fondsmanagement
2.4 Exchange Traded Funds
B Hauptteil
3. Aufbau und Formen von
3.1 Aktiv gemanagten Fonds
3.2 Exchange Traded Funds
4. ETF vs. aktiv gemanagter Fond – der Vergleich
4.1 Verwaltung
4.2 Kostenunterschiede
4.3 Performance Unterschiede
4.4 Nachhaltigkeit
4.5 Zeitraum
4.6 Wann ist welche Anlagestrategie am besten geeignet?
C Schluss
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Ziel dieser Arbeit ist es, die Unterschiede zwischen aktiv gemanagten Fonds und passiven Exchange Traded Funds (ETFs) zu analysieren und Investoren bei der Wahl der passenden Anlagestrategie zu unterstützen. Dabei wird untersucht, inwiefern verschiedene Rahmenfaktoren wie Kosten, Verwaltung, Nachhaltigkeit und der Anlagehorizont die Performance und Eignung der jeweiligen Anlageform beeinflussen.
- Grundlagen der Kapitalmarktinvestitionen und Begriffsklärungen
- Struktureller Aufbau von aktiven Fonds und ETFs
- Kostenvergleich und Transparenz der Anlageformen
- Analyse von Erfolgsquoten im zeitlichen und regionalen Kontext
- Eignung von Anlagestrategien basierend auf individuellen Anlagezielen
Auszug aus dem Buch
3.2 Aufbau und Formen von Exchange Traded Funds (ETFs)
Wie oben bereits kurz erwähnt, gab es die ersten börsengehandelten Fonds in Kanada, und später in den vereinigten Staaten. 1989 wurden diese das erste Mal in Kanada als sogenannte „Toronto Stock Exchange Index Participations (TIP)“ gehandelt. Erst vier Jahre später wurden die passiven Fonds dann auch von der amerikanischen Börsenkommission genehmigt. „Im Jahre 1996 kamen die ersten ETFs auf dem Markt, die die Performance einzelner Länder mit Hilfe von Baskets abbildeten. Der eigentliche Durchbruch der Investmentidee erfolgte zur Jahrtausendwende, als ETFs in Deutschland, in der Schweiz, Schweden, Großbritannien und Israel zugelassen wurden. Es dauerte noch einmal vier Jahre, bis auch spezialisierte ETFs an den Kunden gebracht wurden.“ Dass Investoren die ETFs den ganzen Tag über zu marktbestimmten Preisen handeln können, machte das passive Investieren beliebt. ETFs besitzen zwei Eigenschaften, die halfen Investoren auf sie aufmerksam zu machen: der Aktionärsschutz und die Steuereffizienz. Dadurch entwickelten sich die Exchange Traded Funds zu „besseren“ Fonds, was die Beliebtheit, und das Wachstum begründet.
Der ETF-Markt lässt sich in verschiedene Kategorien einteilen. Kauft man einen ETF kann entschieden werden, in welcher Weise dieser angelegt werden soll. Bei der Full-Replication-Methode werden die genauen Werte, die in einem Index enthalten sind, mit demselben Wert nachgebildet. Hat ein Aktienindex beispielsweise eine Gewichtung von 6%, werden auch 6% des ETF Vermögens in diese Aktie investiert. Das sorgt für eine hohe Transparenz für den Investor, da der ETF die tatsächlichen Werte des Index widerspiegelt. Voraussetzung für diese Methode ist eine hohe Liquidität, denn der Wert des Index muss ständig abgeglichen werden. Es müssen also immer Aktien gekauft und verkauft werden, um den Index stets richtig nachbilden zu können. Problematisch bei der Full-Replication-Methode ist, dass manche Werte, wie zum Beispiel die Anteile von Schwellenländern nur schwer nachkonstruiert werden können. Die genaue Abbildung eines Index ist allerdings gar nicht notwendig. Kleine Werte mit einer Gewichtung im Promillebereich, stellen bei einer Kursveränderung fast keinen Einfluss auf die gesamte Entwicklung des Index dar.
Zusammenfassung der Kapitel
A Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Zurückhaltung der deutschen Anleger gegenüber dem Kapitalmarkt und führt in die Problematik von Angst und mangelndem Wissen ein.
1. Hinführung zum Thema: Dieses Kapitel liefert Statistiken zur Akzeptanz des Kapitalmarktes in Deutschland und erörtert die Gründe für die Präferenz klassischer Sparformen.
2. Begriffsklärungen: Hier werden zentrale Begriffe wie Aktien, Fonds und spezifische theoretische Grundlagen wie die Effizienzmarkthypothese und das CAPM definiert.
B Hauptteil: Der Hauptteil widmet sich der detaillierten strukturellen Gegenüberstellung von aktiven und passiven Anlagestrategien.
3. Aufbau und Formen von: Dieses Kapitel erläutert die Entstehung und die verschiedenen Ausprägungen von aktiv gemanagten Fonds sowie die Funktionsweise von ETFs.
4. ETF vs. aktiv gemanagter Fond – der Vergleich: In diesem zentralen Analysekapitel werden Verwaltung, Kosten, Performance und Nachhaltigkeit beider Anlageformen direkt miteinander verglichen.
C Schluss: Das Schlusskapitel rundet die Arbeit mit einer zusammenfassenden Bewertung der Anlagestrategien ab.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und gibt eine Empfehlung, welche Anlageform je nach Zielsetzung und Risikobereitschaft des Investors vorzuziehen ist.
Schlüsselwörter
Aktienfonds, Exchange Traded Funds, ETF, aktives Fondsmanagement, passives Investment, Kapitalmarkt, Diversifikation, Effizienzmarkthypothese, Portfoliotheorie, Kostenstruktur, Performancevergleich, Nachhaltigkeit, ESG-Kriterien, Anlagestrategie, Risikomanagement
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Seminararbeit beschäftigt sich mit dem Vergleich zwischen aktiv gemanagten Investmentfonds und passiven Indexfonds, den sogenannten Exchange Traded Funds (ETFs), insbesondere in Bezug auf deren Anwendung und Eignung für Anleger.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Arbeit behandelt die theoretischen Grundlagen der Fondsanlage, die Kostenunterschiede zwischen aktiven und passiven Strategien, die Performance im zeitlichen Ablauf sowie die Relevanz von Nachhaltigkeitskriterien bei der Auswahl von Produkten.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Hauptziel ist es, die spezifischen Unterschiede und die daraus resultierende Eignung beider Anlageformen für unterschiedliche Anlegertypen und Ziele (langfristiger Vermögensaufbau vs. kurzfristige Renditechancen) klar herauszuarbeiten.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?
Es handelt sich um eine theoretische Fundierung, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und der Auswertung von Finanzdaten sowie Marktstatistiken basiert, um die Erfolgsquoten empirisch zu untermauern.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die strukturelle Analyse der beiden Fondsarten und einen detaillierten Vergleich hinsichtlich der Verwaltung, der anfallenden Kosten, der erzielten Performance und der Implementierung von Nachhaltigkeitsansätzen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?
Typische Begrifflichkeiten sind Diversifikation, Kostenstruktur (Total Expense Ratio), aktive versus passive Replikationsmethoden, Tracking Error und die Eignung der Anlagestrategien für verschiedene Marktregionen.
Wie unterscheidet sich die Kostenstruktur bei aktiven Fonds gegenüber ETFs?
Aktive Fonds verursachen höhere laufende Kosten durch das Fondsmanagement und die aktive Auswahl von Aktien (Stock-Picking), während ETFs aufgrund ihres passiven Charakters deutlich kosteneffizienter sind.
Warum spielt der Anlagezeitraum eine wichtige Rolle bei der Renditebetrachtung?
Die Analyse zeigt, dass aktive Fondsmanager langfristig nur selten den Markt schlagen können; der Erfolg ist kurzfristig möglich, nimmt aber mit zunehmendem Anlagehorizont statistisch deutlich ab.
Was beeinflusst die Nachhaltigkeit bei der Fondsauswahl?
Bei aktiv gemanagten Fonds können Anlagespezialisten aktiv nach ESG-Kriterien filtern, während bei breit gestreuten ETFs die Nachhaltigkeit stärker davon abhängt, wie spezifisch der zugrunde liegende Index zusammengesetzt ist.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2021, Exchange Traded Funds (EFT) im Vergleich zu aktiv gemanagten Fonds, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1256934