Die exegetische Ausarbeitung behandelt die Perikope Mt 25, 14-30. Grundlage dieser Arbeit bildet die Übersetzung aus dem Münchner Neuen Testament. Die Perikope beschreibt ein Gleichnis, in dem ein Herr seinen drei Sklaven vor einer Reise sein Vermögen anvertraut. Die Menge des anvertrauten Geldes entscheidet der Herr anhand deren Fähigkeiten. Während zwei mit dem Geld wirtschaften, vergräbt der Sklave mit dem wenigsten dieses. Als der Herr zurückkehrte berichteten die beiden Sklaven, welche mit dem Vermögen gewirtschaftet hatten von einer Verdopplung. Der andere gab das Geld so zurück. Der Herr warf ihn raus und gab das wenige Geld dem, der am meisten hat.
Die Wahl der Perikope erfolgte aufgrund der Thematik: Dem Ärmsten wird alles genommen, dem Reichsten das des Armen gegeben. Armut und Reichtum sind auch heute noch aktuelle Themen. Daraus ergibt sich die Frage: "Welche Art von Reichtum spielt in der Perikope die größte Rolle und inwiefern hat sich die Bedeutung von damals zu heute gewandelt?"
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Historische Verortung
- Übersetzungsvergleich
- Kontextanalyse
- Eigene Gliederung des Gesamtevangeliums
- Die Perikope im Verhältnis zu der vorherigen und darauffolgenden Perikope
- Textanalyse
- Linguistische Textanalyse
- Literarwissenschaftliche Analyse
- Form und Gattungskritik
- Einzelexegese
- Synoptischer Vergleich
- Redaktionskritik
- Hermeneutische Besinnung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit analysiert die Perikope Mt 25, 14-30 im Matthäusevangelium und untersucht die Thematik von Reichtum und Armut in diesem Gleichnis. Die Arbeit befasst sich mit der historischen Verortung des Evangeliums, analysiert den Text aus linguistischer und literarwissenschaftlicher Perspektive und setzt sich mit den unterschiedlichen Übersetzungen auseinander. Darüber hinaus wird ein synoptischer Vergleich mit den Paralleltexten in den anderen Evangelien durchgeführt.
- Historische Kontextualisierung des Matthäusevangeliums
- Analyse der Thematik von Reichtum und Armut in Mt 25, 14-30
- Linguistische und literarwissenschaftliche Textanalyse
- Vergleich verschiedener Übersetzungen des Gleichnisses
- Synoptischer Vergleich mit den anderen Evangelien
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Die Einleitung führt in die Thematik der Arbeit ein und stellt die Perikope Mt 25, 14-30 als Gegenstand der Untersuchung vor. Es wird auf die Relevanz der Thematik von Reichtum und Armut in der heutigen Zeit hingewiesen und die Forschungsfrage formuliert, welche Art von Reichtum in der Perikope die größte Rolle spielt und wie sich die Bedeutung von damals zu heute gewandelt hat.
Historische Verortung
Dieses Kapitel befasst sich mit der Entstehung des Matthäusevangeliums, den möglichen Verfasser(innen) und Adressat(innen). Es werden verschiedene Theorien zur Herkunft des Verfassers und zu den Adressaten des Evangeliums diskutiert.
Übersetzungsvergleich
In diesem Kapitel werden verschiedene Übersetzungen des Matthäusevangeliums verglichen, wobei die Intentionen und Adressat*innen der jeweiligen Übersetzungen betrachtet werden. Ziel ist es, die Ursachen der unterschiedlichen Übersetzungen zu verstehen und die Wirkung der verschiedenen Übersetzungen einzuschätzen.
Kontextanalyse
Das Kapitel behandelt den Kontext der Perikope Mt 25, 14-30, indem es die eigene Gliederung des Gesamtevangeliums und das Verhältnis der Perikope zu den vorherigen und darauffolgenden Perikopen betrachtet.
Textanalyse
Dieses Kapitel widmet sich der Textanalyse der Perikope Mt 25, 14-30. Es werden sowohl linguistische als auch literarwissenschaftliche Methoden angewendet, um den Text zu analysieren und die zentralen Elemente des Gleichnisses zu verstehen.
Form und Gattungskritik
Das Kapitel beleuchtet die Form und Gattung der Perikope Mt 25, 14-30. Es wird untersucht, zu welcher Gattung das Gleichnis gehört und welche formalen Merkmale es aufweist.
Einzelexegese
Dieses Kapitel widmet sich der Einzelexegese der Perikope Mt 25, 14-30. Es werden die einzelnen Versabschnitte genauer betrachtet und interpretiert.
Synoptischer Vergleich
In diesem Kapitel werden die Paralleltexte der Perikope Mt 25, 14-30 in den anderen Evangelien (Markus, Lukas) verglichen. Es wird untersucht, welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den verschiedenen Textfassungen bestehen.
Redaktionskritik
Das Kapitel befasst sich mit der Redaktionskritik der Perikope Mt 25, 14-30. Es wird untersucht, welche redaktionellen Veränderungen der Verfasser des Matthäusevangeliums an der Überlieferung vorgenommen hat.
Schlüsselwörter
Matthäusevangelium, Perikope, Mt 25, 14-30, Gleichnis, Reichtum, Armut, historische Verortung, Kontextanalyse, Textanalyse, Übersetzung, Synoptischer Vergleich, Redaktionskritik, Hermeneutik
Häufig gestellte Fragen
Wovon handelt das Gleichnis in Mt 25, 14-30?
Es handelt von einem Herrn, der seinen Sklaven Talente (Geld) anvertraut. Zwei Sklaven wirtschaften erfolgreich und verdoppeln den Einsatz, während der dritte das Geld aus Angst vergräbt und später bestraft wird.
Welche Rolle spielt der Begriff „Reichtum“ in dieser Perikope?
Die Arbeit untersucht, ob es sich um materiellen Reichtum oder um geistige Gaben und Fähigkeiten handelt. Das Gleichnis zeigt eine paradoxe Logik: Wer hat, dem wird gegeben; wer nicht hat, dem wird auch das Genommene entzogen.
Wer sind die Adressaten des Matthäusevangeliums?
Historisch wird davon ausgegangen, dass sich das Evangelium primär an eine judenchristliche Gemeinde richtete, was sich in der Argumentationsweise und den Bezügen zum Alten Testament widerspiegelt.
Was ist das Ziel eines synoptischen Vergleichs?
Beim synoptischen Vergleich werden parallele Texte bei Matthäus, Markus und Lukas gegenübergestellt, um redaktionelle Unterschiede und die spezifische theologische Ausrichtung der Autoren herauszuarbeiten.
Wie hat sich die Bedeutung des Gleichnisses bis heute gewandelt?
Die hermeneutische Besinnung fragt nach der heutigen Relevanz von Armut und Reichtum und wie die Forderung nach dem Einsatz der eigenen Talente in einer modernen Leistungsgesellschaft interpretiert werden kann.
- Quote paper
- Johanna-Maria Pelzer-Rikus (Author), 2022, Exegetische Ausarbeitung der Perikope Mt 25, 14-30. Welche Art von Reichtum spielt in der Perikope die größte Rolle und inwiefern hat sich die Bedeutung von damals zu heute gewandelt?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1257466