In dieser Arbeit wurde ein Präventionsprogramm für ein Musterunternehmen erstellt. Erläutert wurden unter anderem die verschiedenen Maßnahmen, die Zeitplanung sowie steuerrechtliche Aspekte.
Inhaltsverzeichnis
1 PRÄVENTIONSPROGRAMM MUSTERUNTERNEHMEN 2
1.1 Folie MSE – Präventionsprogramm – Übersicht
1.2 Erläuterung und Begründung
2 ZEITÜBERSICHT MSE – PRÄVENTIONSPROGRAMM
2.1 Erläuterung
3 STEUERRECHTLICHE ASPEKTE / LOHNSTEUERBEFREIUNG
3.1 Schulungen, Warm – Up – Training und Kursprogramm
3.2 Erläuterung und Begründung
3.3 Beteiligung Mitgliedschaft Fitnessstudio
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Ziel der vorliegenden Arbeit ist die Entwicklung und steuerrechtliche Einordnung eines betrieblichen Präventionsprogramms (MSE) für ein Musterunternehmen, um Muskel-Skelett-Erkrankungen bei den Mitarbeitern der Bauwirtschaft zu reduzieren und arbeitsbedingte Ausfallzeiten zu minimieren.
- Entwicklung eines phasenbasierten Präventionskonzepts bestehend aus verhaltens- und verhältnisorientierten Maßnahmen.
- Integration von gesundheitsfördernden Bewegungsprogrammen in den Arbeitsalltag und in die Freizeit der Mitarbeiter.
- Strukturelle Analyse und Anwendung von Nohl-Werten zur Gefährdungsbeurteilung physischer Belastungen.
- Prüfung der Lohnsteuerbefreiung für verschiedene Maßnahmenkomponenten gemäß aktueller Gesetzgebung und BFH-Urteilen.
- Motivation der Mitarbeiter durch zusätzliche Anreize für das soziale Umfeld und betriebliche Gesundheitsförderung.
Auszug aus dem Buch
1.2 Erläuterung und Begründung
Die Zielsetzung resultiert aus den Ergebnissen der Datenerhebung in der Analysephase des Musterunternehmens 2. Die Maßnahmen werden in zwei ineinanderfließende Phasen aufgeteilt.
Phase 1: Enthält verhaltens- / verhältnisrelevante Bestandteile, die u während der Arbeitszeit durchgeführt werden. Die Inhalte setzen sich aus einer ergonomischen Schulung, einem Training vor Ort und der Anschaffung von Tragegurten, sowie ergonomiefreundlicher Arbeitsmittel zusammen. Für die Schulungen werden drei Nachmittage zu je vier Stunden angesetzt. Für diese Tage ist die Ausgabe der Tragegurte und ein Austausch defekter Arbeitsmittel vorgesehen. Nach Abschluss der Schulungen sucht ein Trainer die Mitarbeiter anfänglich 2-mal pro Woche für jeweils 20 Minuten am Arbeitsplatz (Baustelle) auf, um zum Zeitpunkt des Dienstbeginns ein Mobilisationstraining durchzuführen. Nach vier Wochen reduziert sich das Warm – Up – Training auf einmal pro Woche und wird nach weiteren sechs Wochen eingestellt.
Phase 2: Der Fokus richtet sich in dieser Phase ausschließlich auf die Verhaltensprävention und wird außerhalb der Arbeitszeit wahrgenommen. Den Mitarbeitern wird ein eigens für sie geschaffener Kurs angeboten. Der Kurs findet außerhalb des Firmengeländes in einem kooperierenden Fitnessstudio statt. Dieser ist mit 2 x Woche à 45 Minuten (10 Wochen) angesetzt. Als Startzeitpunkt (Phase 2) wird der Wechsel des Warm – Up – Trainings von zwei – auf einmal gewählt. Zusätzlich besteht das Angebot, das Studio für ein halbes Jahr auf Kosten des Unternehmens selbständig zu nutzen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 PRÄVENTIONSPROGRAMM MUSTERUNTERNEHMEN 2: Dieses Kapitel stellt die konzeptionelle Übersicht des Präventionsprogramms dar und erläutert die Beweggründe für die gewählten Interventionsphasen.
2 ZEITÜBERSICHT MSE – PRÄVENTIONSPROGRAMM: Hier wird der zeitliche Ablauf des Programms detailliert dargelegt, inklusive der Phasenplanung und der Häufigkeit der Trainingseinheiten.
3 STEUERRECHTLICHE ASPEKTE / LOHNSTEUERBEFREIUNG: Der Abschnitt behandelt die steuerliche Einordnung der Maßnahmen sowie die Voraussetzungen für eine Lohnsteuerbefreiung bei der Kostenübernahme für Schulungen und Fitnessstudio-Mitgliedschaften.
Schlüsselwörter
Betriebliches Gesundheitsmanagement, Prävention, Muskel-Skelett-Erkrankungen, Gefährdungsbeurteilung, Lohnsteuerbefreiung, Ergonomie, Arbeitsplatzgestaltung, Bewegungsroutine, Leistungsfähigkeit, Sachbezüge, Nohl-Werte, Bauwirtschaft, Gesundheitsförderung, Intervention, Mitarbeiter-Motivation
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Konzeption und steuerrechtlichen Betrachtung eines Präventionsprogramms zur Senkung von Muskel-Skelett-Erkrankungen in einem Bauunternehmen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf betrieblicher Gesundheitsförderung (BGM), Gefährdungsanalyse, ergonomischen Maßnahmen im Arbeitsalltag und der steuerlichen Behandlung von Präventionsleistungen durch den Arbeitgeber.
Was ist das primäre Ziel der wissenschaftlichen Untersuchung?
Das Ziel besteht in der Reduktion körperlicher Belastungen am Arbeitsplatz durch eine Kombination aus verhaltensorientierten Trainings und verhältnisorientierten Maßnahmen zur Gesundheitserhaltung.
Welche wissenschaftliche Methode wurde zur Risikobewertung verwendet?
Zur Gefährdungsbeurteilung wird die Risikomatrix nach Nohl herangezogen, um physische Belastungen durch objektive Zahlen bewertbar und damit handhabbar zu machen.
Welche Inhalte umfasst der Hauptteil der Arbeit?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Erläuterung des phasenbasierten Präventionsmodells, die Zeitplanung der Maßnahmen sowie eine Analyse der steuerrechtlichen Rahmenbedingungen bei Lohnsteuerfreibeträgen.
Welche Schlagworte charakterisieren das Werk?
Wichtige Begriffe sind insbesondere BGM, Muskel-Skelett-Erkrankungen, Gefährdungsbeurteilung nach Nohl, steuerliche Sachbezüge und ergonomische Arbeitsplatzgestaltung.
Warum wurde ein zweiphasiges Interventionsmodell gewählt?
Die Aufteilung in zwei ineinanderfließende Phasen ermöglicht eine effiziente Verzahnung von verhaltens- und verhältnisrelevanten Bestandteilen, die sowohl während als auch außerhalb der Arbeitszeit stattfinden.
Welche Rolle spielt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie im Konzept?
Das Konzept bindet das soziale Umfeld durch vergünstigte Fitnessstudio-Mitgliedschaften für Familienangehörige ein, um die Motivation zu erhöhen und die Balance zwischen Arbeit und Privatleben des Mitarbeiters zu unterstützen.
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- Candy Konz (Author), 2019, Verhältnisprävention. Projekt-Implementierung in einem Musterunternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1257678