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Subjektkonstitution bei West/Zimmerman und Butler. Ein theoretischer Vergleich

Titel: Subjektkonstitution bei West/Zimmerman und Butler. Ein theoretischer Vergleich

Hausarbeit , 2022 , 16 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Geschlechterstudien / Gender Studies
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit untersucht den theoretischen Ansatz des "Doing Gender" nach West/Zimmerman und den Ansatz der diskursiven Performativität nach Judith Butler auf die Subjektkonstitution im Zusammenhang mit dem Geschlecht. Es stellt sich die Frage, wie West/Zimmerman das Subjekt verglichen mit Butler verstehen.

Ziel der Arbeit ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Ansätzen aufzuzeigen. Dafür wird ein auf Literaturarbeit basierender Vergleich vorgenommen, der nicht nur die Theorien an sich, sondern auch deren theoretischen Hintergrund, also die Ethnomethodologie nach Harold Garfinkel und den Diskursbegriff Michel Foucaults, an relevanten Stellen einbezieht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Rekonstruktion der theoretischen Ansätze

2.1 Grundlegende Verbindung der Theorien

2.2 Doing Gender bei Candace West und Don Zimmerman

2.3 Diskursive Performativität bei Judith Butler

3 Vergleich der Subjektkonstitution im Hinblick auf das Geschlecht

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Subjektkonstitution im Kontext von Geschlecht zwischen dem "Doing Gender"-Ansatz von West/Zimmerman und der Theorie der diskursiven Performativität von Judith Butler theoretisch zu vergleichen und kritisch einzuordnen.

  • Soziale Konstruktion von Geschlecht
  • Interaktionstheoretische vs. diskurstheoretische Perspektiven
  • Die Rolle der Ethnomethodologie und Garfinkels Forschung
  • Einfluss von Michel Foucault auf das Butler'sche Verständnis
  • Vergleichende Analyse der Subjektwerdung und geschlechtlicher Normzwänge

Auszug aus dem Buch

2.2 Doing Gender bei Candace West und Don Zimmerman

Das Konzept des Doing Gender fand 1987 durch den gleichnamigen Artikel von Candace West und Don Zimmerman Eingang in die Geschlechterforschung. Es ist im Feld der interaktionstheoretischen Soziologie verortet und leistet einen wichtigen Beitrag zum Verständnis des Geschlechts als soziale Konstruktion. Doing Gender entstand vor dem theoretischen Hintergrund der Ethnomethodologie nach Harold Garfinkel (Gildemeister 2010: 137-139).1 Die ethnomethodologischen Grundannahmen, auf denen die Theoriefigur von West/Zimmerman basiert, sollen im Folgenden skizziert werden.

Der Ausgangspunkt von Garfinkels Forschung ist die Fragestellung nach der Entstehung, Reproduktion und Veränderung sozialer Ordnung und der Konstruktionsweisen von ‚Normalität‘ (Gildemeister 2010: 139). In seinen Transsexuellenstudien untersucht Garfinkel diesen Prozess im Hinblick auf das Geschlecht. Bei transsexuellen Menschen wird deutlich, dass es – entgegen dem Alltagsverständnis von Geschlecht – nicht ausschließlich zwei Geschlechter gibt, dass man die Geschlechtszugehörigkeit nicht eindeutig anhand des Körpers ablesen kann und dass diese weder angeboren noch unveränderlich ist (Gildemeister 2019: 412; vgl. Garfinkel 1967: 122). Das Geschlecht ist demnach kein gegebenes Merkmal – es wird als interaktive und situationsspezifische Konstruktionspraxis verstanden.

Darauf aufbauend formulieren West und Zimmerman ihr Konzept des Doing Gender. Auch sie gehen davon aus, dass Geschlecht und Geschlechtszugehörigkeit einem Herstellungsprozess entsprechen, der sich in Interaktionen vollzieht. Unter Doing Gender verstehen West/Zimmerman „a complex of socially guided perceptual, interactional, and micropolitical activities that cast particular pursuits as expressions of masculine and feminine ‚natures‘“ (West/Zimmerman 1987: 126). In dieser Definition wird deutlich, dass Geschlecht bzw. Geschlechtszugehörigkeit nicht als quasi natürlicher Ausgangspunkt von und für Unterscheidungen im menschlichen Handeln, Verhalten und Erleben betrachtet [wird], sondern als Ergebnis komplexer sozialer Prozesse. [...] Nicht ‚der Unterschied‘ konstituiert die Bedeutung, sondern die Bedeutung die Differenz. (Gildemeister 2010: 137)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Relevanz des Geschlechts für das Subjekt und führt in die beiden zu vergleichenden Ansätze ein.

2 Rekonstruktion der theoretischen Ansätze: Hier werden die theoretischen Grundlagen des "Doing Gender" nach West/Zimmerman und die diskursive Performativität nach Butler sowie deren theoretische Hintergründe dargestellt.

2.1 Grundlegende Verbindung der Theorien: Dieses Unterkapitel beleuchtet die gemeinsame Ablehnung der Natur-Ontologie und der biologischen Geschlechtertrennung.

2.2 Doing Gender bei Candace West und Don Zimmerman: Das Kapitel skizziert das Modell des "Doing Gender" vor dem Hintergrund der Ethnomethodologie.

2.3 Diskursive Performativität bei Judith Butler: Die diskurstheoretische Perspektive Butlers wird hier unter Berücksichtigung von Foucaults Diskursbegriff erläutert.

3 Vergleich der Subjektkonstitution im Hinblick auf das Geschlecht: Dieser Abschnitt führt den direkten Vergleich der beiden Theorien hinsichtlich der Subjektwerdung durch.

4 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse des Vergleichs zusammen und bewertet die beiden Ansätze kritisch.

Schlüsselwörter

Doing Gender, Subjektkonstitution, Judith Butler, West/Zimmerman, Performativität, Geschlecht, Ethnomethodologie, Diskurs, soziale Konstruktion, Zwangsheterosexualität, Zweigeschlechtlichkeit, Subjektivation, Identität, Interaktion, Materialisierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit vergleicht theoretisch, wie Geschlecht und die Konstitution des Subjekts in den Ansätzen von West/Zimmerman und Judith Butler verstanden werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die soziale Konstruktion von Geschlecht, die performative Herstellung von Identität sowie die Analyse von gesellschaftlichen Normzwängen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den jeweiligen Theorieansätzen zur Subjektkonstitution im Hinblick auf das Geschlecht herauszuarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturarbeit, die theoretische Ansätze sowie deren Hintergründe (Ethnomethodologie und Diskurstheorie) rekonstruiert und vergleichend gegenüberstellt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst sowohl die ausführliche Rekonstruktion der einzelnen Theorien als auch den anschließenden analytischen Vergleich der Subjektkonstitution in diesen Theorien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Doing Gender, Subjektkonstitution, Performativität, Diskurs und soziale Konstruktion geprägt.

Welche Rolle spielt die Ethnomethodologie nach Garfinkel für West/Zimmerman?

Sie dient als theoretisches Fundament, um Geschlecht als eine interaktive und situationsspezifische Konstruktionspraxis zu begreifen, anstatt als festes, biologisches Merkmal.

Wie unterscheidet sich Butlers Verständnis von Körper und Identität von West/Zimmerman?

Butler versteht Körper und Identität als diskursiv hervorgebracht und damit als Produkt von Machtverhältnissen und Wissenssystemen, die den Rahmen des Sagbaren und Denkbaren vorgeben.

Inwiefern lassen sich die Prozesse der Anrufung bei Butler mit denen von West/Zimmerman vergleichen?

Die Anrufung bei Butler lässt sich als eine Form der Identitätszuweisung lesen, die in ihrer Funktion Parallelen zur Kategorisierung im "Doing Gender"-Modell aufweist, wenngleich sich die theoretischen Perspektiven (diskursiv vs. interaktionistisch) fundamental unterscheiden.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Subjektkonstitution bei West/Zimmerman und Butler. Ein theoretischer Vergleich
Hochschule
Technische Universität Chemnitz  (Institut für Soziologie)
Veranstaltung
Geschlechtersoziologie
Note
1,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
16
Katalognummer
V1257679
ISBN (PDF)
9783346696977
ISBN (Buch)
9783346696984
Sprache
Deutsch
Schlagworte
GenderStudies Subjekt Butler DoingGender
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2022, Subjektkonstitution bei West/Zimmerman und Butler. Ein theoretischer Vergleich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1257679
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Leseprobe aus  16  Seiten
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