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Kunst und Kunstpädagogik während des Nationalsozialismus. Geschichtlicher und kultureller Hintergrund im sogenannten Dritten Deutschen Reich

Titel: Kunst und Kunstpädagogik während des Nationalsozialismus. Geschichtlicher und kultureller Hintergrund im sogenannten Dritten Deutschen Reich

Seminararbeit , 2020 , 19 Seiten

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Pädagogik - Kunstpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende wissenschaftliche Arbeit beinhaltet das Thema „Kunst und Kunstpädagogik während des Nationalsozialismus“. Adolf Hitler führte die Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei ‚NSDAP‘ und war von 1933 bis 1945 Reichskanzler Deutschlands. Er wurde am 30. Januar 1933 vom Reichspräsidenten Hindenburg zum Reichskanzler ernannt. Er begann den zweiten Weltkrieg am 01. September 1939 mit dem Einmarsch nach Polen. Am 08. Mai 1945 wurde der zweite Weltkrieg durch die Kapitulation Deutschlands beendet. Hiermit endete auch die Zeit der Nazi-Herrschaft („NS-Zeit“). Diese Zeit bis zum Ende des zweiten Weltkrieges wurde auch als Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland oder des sog. „Dritten Reiches“ bezeichnet. Das Leitbild des Nationalsozialismus zeichnete sich insbesondere durch eine rassistische, ideologische und geschlossene Gesellschaft aus. Diese genannten Eigenschaften wirkten sich auch auf die Kultur aus.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung in den Nationalsozialismus

2. Kunst und Kunsterziehung im Dritten Reich

2.1 Die Funktion von Kunst im Nationalsozialismus

3. Fachliche und didaktische Ziele

3.1 Volkskunst

3.2 Propaganda für das Deutsche Reich

3.3 Entartete Kunst

4. Unterrichtsbeispiel

5. Ausblick auf den Unterricht heute

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Arbeit ist es, die Rolle der Kunst und Kunstpädagogik während des Nationalsozialismus historisch und ideologisch einzuordnen und Wege aufzuzeigen, wie dieses komplexe Thema in heutigen Schulen sensibel und fachdidaktisch sinnvoll behandelt werden kann.

  • Historischer Kontext und ideologische Instrumentalisierung von Kunst in der NS-Zeit
  • Analyse der Begriffe Volkskunst, Propaganda und Entartete Kunst
  • Die pädagogische Vereinnahmung des Kunstunterrichts durch das NS-Regime
  • Didaktische Konzepte zur Einbindung der Thematik in den modernen Kunstunterricht
  • Schnittmengen zwischen Kunstunterricht und historischer Erinnerungskultur

Auszug aus dem Buch

3.3 Entartete Kunst

Das Gegenstück zu der arischen Skulptur, war die vom NS-Regime sogenannte ‚Entartete Kunst‘. Die entartete Kunst wurde oftmals auch als Judenkunst bezeichnet. Sie wurde als größtes Gegenstück der arisch-nordischen Kunst angesehen. Alles was gegen die Darstellung des NS-Regimes erschaffen wurde und nicht denselben Grundsätzen entsprach, wurde als Antithese angesehen. Die entartete Kunst galt als nicht Deutsch, nicht rein, nicht vollkommen und nicht schön, da sie dem politisch vorgegebenen Schönheitsbild nicht entsprach. Auch jeglicher Ausdruck von Emotionen in Form von Gefühlen wie Trauer, Leid oder Krankheit kennzeichnete unter anderem die entartete Kunst. Teile der verbotenen Kunstströme sind der Expressionismus, der Dadaismus und der Kubismus. Vertreter dieser Kunstformen waren unter anderem Max Beckmann, Paul Klee, Wassily Kandinski, Ernst Ludwig Kirchner, Käthe Kollwitz und Franz Marc (bdp. 2017, S.3).

Welche Auswirkung Künstlerinnen der entarteten Kunst erlitten wurde deutlich am Beispiel Ernst Ludwig Kirchners. Sein Werk Selbstporträt als Soldat aus 1915 zeigt sein Ebenbild in einer Soldatenuniform. Aus diesem Bild lässt sich nur erahnen, wie sehr er unter den traumatischen Ereignissen litt. Dieses Werk wurde 1938 offiziell als entartet eingestuft. Im selben Jahr beging Ernst Ludwig Kirchner Suizid mit Todesfolge.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung in den Nationalsozialismus: Das Kapitel bietet einen historischen Überblick über die Machtübernahme der NSDAP und das gesellschaftliche Leitbild des Nationalsozialismus als Grundlage für die Untersuchung der kulturellen Beeinflussung.

2. Kunst und Kunsterziehung im Dritten Reich: Hier wird dargelegt, wie Kunst als politisches Instrument zur ideologischen Erziehung und Verherrlichung des Regimes sowie zur Schaffung eines neuen Menschenbildes instrumentalisiert wurde.

2.1 Die Funktion von Kunst im Nationalsozialismus: Dieser Abschnitt konkretisiert die ideologische Nutzung der Kunstpädagogik zur Festigung rassistischer Weltvorstellungen und der „Blut und Boden“-Ideologie.

3. Fachliche und didaktische Ziele: Dieses Kapitel analysiert die inhaltlichen Schwerpunkte des damaligen Kunstunterrichts, unterteilt in die drei zentralen Kategorien der völkischen Ästhetik.

3.1 Volkskunst: Untersuchung der bäuerlich geprägten Gemeinschaftskunst, die als romantisierendes Gegenbild zur Moderne genutzt wurde.

3.2 Propaganda für das Deutsche Reich: Analyse der Kunst als Propagandawerkzeug, das den „nordischen Menschen“ idealisierte und militärische Stärke darstellte.

3.3 Entartete Kunst: Darstellung der Ausgrenzung nicht-konformer Kunstströmungen, die als Bedrohung für das NS-Schönheitsideal angesehen wurden.

4. Unterrichtsbeispiel: Vorstellung konkreter, kritischer didaktischer Methoden, um Schülerinnen und Schülern das sensible Thema durch Bildzuordnung und interdisziplinäre Projekte näherzubringen.

5. Ausblick auf den Unterricht heute: Betrachtung der Bedeutung von Kunstunterricht im Rahmen der modernen Erinnerungskultur und der Notwendigkeit einer reflexiven Auseinandersetzung mit der Geschichte.

Schlüsselwörter

Nationalsozialismus, Kunstpädagogik, Volkskunst, Entartete Kunst, NS-Propaganda, Kunsterziehung, Blut und Boden, Erinnerungskultur, Ideologie, Moderne Kunst, NS-Regime, Schulunterricht, Ästhetik, Drittes Reich, Geschichtsunterricht

Häufig gestellte Fragen

Was ist das Hauptanliegen der vorliegenden wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht die Instrumentalisierung von Kunst und Kunsterziehung im Nationalsozialismus und entwickelt Ansätze für eine verantwortungsvolle schulische Auseinandersetzung mit diesem historischen Erbe.

Welche drei thematischen Hauptbereiche prägen die Kunst der NS-Zeit?

Die Arbeit differenziert primär zwischen der verherrlichenden Volkskunst, der gezielten Staats-Propaganda und der diskreditierten sogenannten „entarteten Kunst“.

Welches zentrale Ziel verfolgt das NS-Regime mit der Kunst im Unterricht?

Ziel war die Formung eines ideologisch konformen „arischen“ Weltbildes und die Erziehung der Jugend zu willenlosen Gliedern der nationalsozialistischen Staatsmaschinerie.

Welche didaktischen Methoden schlägt die Autorin für den heutigen Unterricht vor?

Anstatt praktisches Nachahmen der NS-Kunst abzulehnen, schlägt die Arbeit forschendes Lernen, die analytische Zuordnung von Bildquellen und einen fächerübergreifenden Ansatz zusammen mit Geschichte und Politik vor.

Was wird im Hauptteil der Arbeit primär behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsanalyse der NS-Kunstkategorien und die Übertragung dieser Erkenntnisse in eine konkrete Unterrichtsplanung für die Mittelstufe.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Besonders prägend sind Begriffe wie „Blut und Boden“, „Propaganda“, „Entartete Kunst“ sowie die Verknüpfung von Kunstpädagogik mit der moralischen Verantwortung innerhalb der Erinnerungskultur.

Warum lehnt die Autorin eigenständige praktische Übungen im Sinne der NS-Kunst ab?

Eine praktische Imitation des NS-Weltbildes durch Schülerinnen und Schüler wird als pädagogisch ungeeignet und potenziell gefährlich eingestuft, da das Ziel des Unterrichts die kritische Distanz und nicht die Identifikation mit den Werten sein soll.

Wie kann eine fächerübergreifende Unterrichtsreihe zum Nationalsozialismus aussehen?

Die Autorin empfiehlt eine Kooperation der Fächer Kunst, Deutsch, Geschichte und Politik, um neben der theoretischen Analyse auch außerschulische Lernorte wie Gedenkstätten und Museen einzubeziehen.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kunst und Kunstpädagogik während des Nationalsozialismus. Geschichtlicher und kultureller Hintergrund im sogenannten Dritten Deutschen Reich
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
19
Katalognummer
V1257857
ISBN (PDF)
9783346770745
Sprache
Deutsch
Schlagworte
kunst kunstpädagogik nationalsozialismus geschichtlicher hintergrund dritten deutschen reich
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2020, Kunst und Kunstpädagogik während des Nationalsozialismus. Geschichtlicher und kultureller Hintergrund im sogenannten Dritten Deutschen Reich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1257857
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Leseprobe aus  19  Seiten
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