Elektronische Bezahlverfahren im B2C Bereich


Seminararbeit, 2008

50 Seiten, Note: 2


Leseprobe

Inhaltverzeichnis

ZUSAMMENFASSUNG

ABSTRACT

1 EINLEITUNG

2 DEFINITIONEN UND BESCHREIBUNGEN
2.1 E-BUSINESS
2.2 E-COMMERCE
2.3 ELEKTRONISCHES GELD (E-GELD)

3 ANFORDERUNGEN AN ZAHLUNGSVERFAHREN IM B2C BEREICH
3.1 ALLGEMEINE ANFORDERUNGEN
3.1.1 Sicherheit
3.1.2 Kosten
3.1.3 Verbreitungsgrad
3.1.4 Internationalität
3.2 ANFORDERUNGEN AUF DER KUNDENSEITE
3.2.1 Benutzerfreundlichkeit
3.2.2 Anonymität
3.3 ANFORDERUNGEN AUF DER HÄNDLERSEITE
3.3.1 Technische Aspekte
3.3.2 Kundenbindung

4 ZAHLUNGSPROTOKOLLE
4.1 S-HTTP (SECURE HTTP)
4.2 SSL (SECURE SOCKET LAYER)
4.2.1 Ablauf der Kreditkartenbezahlung mit SSL
4.3 SET (SECURE ELECTRONIC TRANSACTION)
4.3.1 Ablauf der Kreditkartenbezahlung mit SET

5 KATEGORISIERUNG VON ZAHLUNGSVERFAHREN
5.1 HÖHE DES BETRAGS
5.2 ZEITPUNKT DER ZAHLUNG

6 ÜBERSICHT DER VERSCHIEDENEN ZAHLUNGSVERFAHREN
6.1 PRE-PAID SYSTEM
6.1.1 SmartCards
6.1.2 Paysafecard
6.2 PAY-NOW SYSTEM
6.2.1 Paypal
6.2.2 Paybox
6.3 PAY-LATER SYSTEM
6.3.1 Kreditkarte
6.4 EXKURS: GESCHEITERTE ZAHLUNGSVERFAHREN
6.4.1 eCash
6.4.2 Cybercash
6.4.3 First Virtual

7 FAZIT

LITERATUR

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Umsätze und Zuwachs der B2C E-Commerce in Europa

Abbildung 2: Anteil der B2B und im Global E-Commerce

Abbildung 3: Gewichtung der Hauptkriterien für bevorzugte Zahlungsverfahren aus der Kundensicht

Abbildung 4: Gewichtung der Kriterien für bevorzugte Zahlungsverfahren aus der Händlersicht

Abbildung 5: Sicherheit beim Online-Einkauf aus der Kundensicht

Abbildung 6: Gründe für Nicht-Einsetzen von Online-Zahlungsverfahren

Abbildung 7: Man-in-the-Middle-Angriff

Abbildung 8: SSL Zertifikat der WU-Wien

Abbildung 9: Informationstausch während der SSL-Session

Abbildung 10: Vergleich zwischen der traditionellen und SET-basierten Kreditkartenabwicklung

Abbildung 11: Ablauf der SET-Transaktion

Abbildung 12: Bezahlverfahren: Angebot und Nachfrage aus Händler- und Kundensicht

Abbildung 13: Ablauf der Online-Zahlung mit Geldkarte

Abbildung 14: Ablauf der Paysafecard-Transaktion

Abbildung 15: Zahlungsabwicklung mit Paypal

Abbildung 16: Ablauf der Paybox-Transaktion

Abbildung 17: Der Kreditkartenzahlung mit 3D Secure

Zusammenfassung

Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem eingesetzten elektronischen Bezahlverfahren im Business-to-Customer (B2C) Bereich. Die zahlreiche Bezahlverfahren im E-Commerce Bereich hat den Autor aufgrund des Umfangs dazu gezwungen, um die Arbeit einzugrenzen und nur im B2C Bereich eingesetzte Bezahlverfahren zu studieren. Zuerst werden die allgemeinen Anforderungen aus Kunden- und Händlersicht, die von jedem E-Payment System erfüllt werden müssen, um ein Zahlungsverfahren für den elektronischen Handel erfolgreich auf dem Markt etablieren zu können, erklärt und damit versuchen zu verstehen, warum die erste Generation von E-Payment Systeme ohne Erfolg blieb. Danach werden neben der traditionellen Zahlungsverfahren wie Kreditkarte, das Konzept einiger neuen Bezahlverfahren wie Paypal, Paybox etc kurz vorgestellt und werden über deren Einsatz vorzugsweise im Euroraum und weltweit erfahrt. Zahlungsverfahren wie Zahlung per Nachname oder Rechnung, die völlig außerhalb des Internets durchgeführt werden, sind von dieser Arbeit ausgeschlossen.

Stichworte:

E-Commerce, Business-to-Customer, E-Payment, Elektronische Zahlung, S-HTTP, SSL, SET, 3D Secure, Smartcards, @Quick, Geldkarte, Paysafecard, Paypal, Paybox, eCash, Cybercash, First Virtual

Abstract

This paper deals with the electronic payment methods used in Business-to-Customer (B2C) area. The number of payment methods in E-Commerce area forced the author because of its volume to narrow the work and to study the payment methods in B2C area only.

First, paper deals with the general requirements from customers and merchants view, which must be fulfilled by any of E-Payment systems in order to establish itself successfully in the market and thus tries to explain and understand why the first generation of E-Payment systems remained without success. Then, in addition to the traditional payment procedures such as credit card, the concepts of some new payment methods such as Paypal and Paybox will be briefly presented and study their use preferably in the euro-zone and worldwide.

Payment methods such as payments by cash on delivery or invoice, which are totally proceeded offline, are omitted from the paper.

Keywords:

E-Commerce, Business-to-Customer, E-Payment, Electronic Payment, S-HTTP, SSL, SET, 3D Secure, Smartcards, @Quick, Geldkarte, Paysafecard, Paypal, Paybox, eCash, Cybercash, First Virtual

1 Einleitung

Mit der Entwicklung des Internets am Anfang der 90er Jahre haben wir mit neuem Begriff „E-Commerce“ kennen gelernt. E-Commerce, genau gesagt Electronic Commerce hat sich die Möglichkeit mitgebracht, Geschäfte über elektronische Medien anzubahnen, abzuschließen und zu erfüllen. Das Internet wurde von der Wirtschaft sehr schnell akzeptiert. Viele Konsumgüter, Bücher, CDs, Hardware, Software, Tickets, etc zählen zu den Spitzenreitern des E-Commerce. Die ständige Verbreitung von Computer und Internet sowie der Preisverfall bei den Zugangs- und Verbindungsentgelten unterstützen die zunehmende Nutzung des E-Commerce.

Heute hat schon fast jedes Unternehmen eine Webseite, eine wichtige Anteil eine Webshop. Nach einem jüngsten Statistik in Österreich zeigt, dass 79% aller Unternehmen haben im Jänner 2007 bereits eine eigene Website. 58% der Unternehmen haben im Jahr 2006 Waren und Dienstleistungen über elektronische Netzwerke eingekauft. Während 56% aller Unternehmen das Internet für ihre Einkäufe nutzten, waren es nur 7%, die über andere elektronische Netzwerke eingekauft haben. Auch bei den Verkäufen erfreuen sich elektronische Netzwerke immer größerer Beliebtheit. 22% aller Unternehmen haben im Jahr 2006 Verkäufe elektronisch abgewickelt, darunter 20% über Internet und 4% über andere elektronische Netzwerke.1

Während E-Commerce hat sich entwickelt, ist die elektronische Zahlung zum Schlüsselfaktor für E-Commerce geworden. Es gab immer Versuche spezielle elektronische Bezahlverfahren auf dem Markt zu etablieren. Aber nur einige Systeme sind erfolgreich geworden. Das Wachstum im E-Commerce kann man nur mit geeigneten Zahlungsmitteln erzielen. Man sollte sowohl auf Anbieter als auch auf der Kundenseite einfache, schnelle, kostengünstige und vertrauenswürdige elektronische Zahlungssysteme geben.

2 Definitionen und Beschreibungen

2.1 E-Business

Electronic Business bezeichnet man als Oberbegriff unterschiedliche Formen des Einsatzes elektronischer Kommunikations- und Kooperationsmechanismen zur Realisierung, Unterstützung und Optimierung von Geschäftsprozessen. [Zwißler02, 9]

Obwohl E-Commerce nur ein Teilbereich von E-Business war, wurde es bis 1997 als Begriff für alle geschäftliche Transaktionen über Internet verwendet bis E-Business wurde zum ersten Mal in 1997 als ein Begriff von IBM verwendet. Das Konzept des elektronischen Geschäfts wurde eingeführt, bevor das Internet bekannt wurde. In den 70ern wurde das E-Business bereits für finanzielle Netzwerke bekannt, die beispielsweise Proprietäre Hard- und Softwarelösungen verwendeten. Electronic Data Interchange (EDI) stand lange zur Verfügung, bevor es für das Internet verwendet wurde. Ohne das Internet würde E-Business jedoch nicht in so breitem Umfang möglich sein. [Amor00, 42-43]

Die möglichen Anwendungen innerhalb des E-Business können grob in folgende Kategorien unterschieden werden:

- E-Banking
- E-Commerce
- E-Learning
- E-Procurement

2.2 E-Commerce

E-Commerce wird oft mit E-Business verwechselt, obwohl E-Commerce nur ein Teilbereich von E-Commerce bildet. Es gibt keine einheitliche Definition für E-Commerce. Zweißler definiert E-Commerce als ein Teilbereich des Electronic Business, welches umfasst den Verkauf von Gütern und Dienstleistungen über Rechnernetze. Die Aspekte erstrecken sich von der Präsentation des Angebots, über die Bestellung, den Kauf bis hin zum Leistungsaustausch, Bezahlung und Auslieferung, jedoch nicht mehr auf die automatische Auftragsverarbeitung, Fertigung und Logistik. Die Betonung liegt hierbei auf dem Zustandekommen eines Kaufabschlusses über elektronische Medien. Der eigentliche Leistungsaustausch kann auch außerhalb des Netzes mittels traditioneller Mechanismen erfolgen, so z.B. beim Verkauf körperlicher Gegenstände. Im Unterschied zu E-Business Szenarien, zielen E-Commerce Anwendungen auf einen Massenmarkt ab. Einer großen Anzahl von Benutzern wird eine vergleichsweise einfache Schnittstelle angeboten, über die eine Vielzahl gleichartiger Transaktionen durchgeführt werden. [Zwißler02, 15-16]

E-Commerce wird nach Art der Teilnehmer als Konsumenten, Unternehmen und öffentliche Institutionen kategorisiert. Zur klaren Differenzierung zwischen den Bereichen sind die Beschreibungen der einzelnen Bereiche notwendig. Wir werden jedoch nicht ins Detail gehen.

Customer (Kunde)

Consumer-To-Consumer (C2C)

C2C steht für elektronische Kommunikationsbeziehungen zwischen Privatpersonen und hat sich mit der Verbreitung des Internet entwickelt. Mittler, sog. Intermediär ist hier nur die Webseiten, die die Privatpersonen zusammenbringen. Beispiele zu diesem Bereich sind: Aktionshandel wie Ebay, Kleinanzeigen wie Craigslist und Kijiji, Online Verbraucherplattformen wie Epinions und Ciao, Foren und Blogs.

Consumer-To-Business (C2B)

C2B steht für elektronische Kommunikationsbeziehungen zwischen Privatpersonen und Unternehmen. Ein typische Beispiel zu diesem Bereich ist die Online Jobbörse, wo die Privatpersonen Ihren Lebenslauf die Unternehmen zur Verfügung stellen und von Unternehmen gefunden werden. Ein anderes Beispiel ist das AMS Next Job Projekt in Österreich, welches Arbeitssuchenden hilft, nach der Kündigung wieder schnell um ein neues Job zu finden.2

Consumer-To-Administration (C2A)

C2A Bereich beschreibt den Austausch von Leistungen zwischen Privatpersonen und öffentliche Institutionen. Einige Beispiele in Österreich zum diesem Bereich sind die Online- Dienste des Bundesministeriums für Finanzen wie elektronische Steuererklärung oder Arbeitnehmerveranlagung.3

Business (Unternehmen)

Business-to-Consumer (B2C)

B2C steht für die elektronische Kommunikation zwischen Unternehmen und Konsumenten. B2C hat sich sehr schnell entwickelt und wurde vom Internetnutzer schnell akzeptiert. B2C Bereich reicht vom Online-Shopping über den Touristikbereich mit Reisebuchungen, die Reservierung von Tickets und Fahrkarten, über die Dienstleistungen im Finanz- und Versicherungswesen bis hin zu Auktionen. Bekannte Beispiele zum B2C-Geschäftsmodelle in der Online Einzelhandel ist Amazon.com.

Linke Graphik in der Abbildung 1 zeigt die generierten Umsätze im B2C E-Commerce Bereich in 2006 auf die verschiedenen Wirtschaftsbereiche. in Bereiche aus 2006 in Europa. Die rechte Graphik stellt der geschätzte Zuwachs des B2C Bereich vom 2006 bis 2010.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht

Abbildung 1: Umsätze und Zuwachs der B2C E-Commerce in Europa [Heng07, 2-3]

Business-to-Business (B2B)

B2B steht für die elektronische Kommunikation zwischen Unternehmen und macht diese Bereich nach Schätzungen 75% - 90% der Gesamtumsatz im E-Commerce. Es wird sogar angenommen, dass sich die Gewichtung weiter hin zum B2B Bereich verschieben wird. [Göschka03, 37]. Die folgende Abbildung bestätigt diese Schätzungen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Anteil der B2B und im Global E-Commerce [Andam03, 10]

Bestellung eines Unternehmens bei einem Lieferant per EDI (Electronic Data Interchange) kann man hier als ein Beispiel geben. Weitere B2B-Beispielen sind IBM, Hewlett - Packard (HP), Cisco und Dell. Cisco, zum Beispiel, erhält über 90% seiner Produktbestellungen über das Internet. [Andam03, 9]

Business-To-Administration (B2A)

B2A steht für die elektronische Kommunikation zwischen Unternehmen und öffentliche Institutionen. Hier kann man die Online-Dienste des Finanzamts, die speziell an Unternehmen gerichtet sind, wie elektronische Umsatzsteuer-, Einkommensteuer- und Körperschaftsteuererklärungen als Beispiele geben.4

Business-To-Employee (B2E)

B2E steht für die elektronische Kommunikation zwischen einem Unternehmen und seinen Mitarbeitern. Intranet von einem Unternehmen, die ausschließlich nur für die Mitarbeiter eines Unternehmens zugänglich sind, kann man hier als ein typisches Beispiel geben. Intranet ist nicht öffentlich zugreifbar. Intranets sind heute als ein Bestandteil der Unternehmenskultur und ein Mittel für die Geschäftsleitung oder Entscheidungsträger um die Mitarbeiter zu erreichen, gesehen. Innerhalb des Unternehmens kann das Intranet für die Bereitstellung von statischen Informationen und Services für Mitarbeiter dienen.

Administration (Öffentliche Institutionen)

Administration-To-Consumer (A2C)

A2C steht für die elektronische Kommunikation zwischen öffentliche Institutionen und Privatpersonen. Ein Beispiel zu diesem Bereich ist wieder die Online-Dienste des Finanzamts wie der elektronische Bescheidzustellung. Anträge der Kunden (Bürger) kann man dadurch schnell bearbeitet werden kann.

Administration-To-Business (A2B)

A2B umfasst alle Transaktionen der Regierungen bzw. den öffentlichen Institutionen zu den Unternehmen auf elektronischem Weg. z. B. Einkauf von Kuverts eines Amtes über das Internet

Administration-To-Administration (A2A)

A2A steht für die elektronische Kommunikation zwischen öffentliche Institutionen.

z.B: Datenaustausch zwischen den Landeskriminalämtern oder europaweit wie INTERPOL

2.3 Elektronisches Geld (E-Geld)

Elektronisches Geld, auch als E-Cash, E-Money, Cybermoney oder Digital Cash genannt wird, kann man mit alle Formen von elektronischem Zahlungsverkehr im Internet gefasst werden. E-Geld wird im weiteren Sicht bezeichnet jedes Zahlungsmittel wie z.B. Online Überweisung oder Kreditkartenbezahlung, das im E-Commerce verwendet werden kann und im engeren Sinn verhält sich wie Münzen in elektronischer Form. Keine Zahlungsanweisungen, sondern stellen hier die Bits und Bytes direkt einen Geldwert dar. [Göschka03, 321-322]

Laut dem von Europäische Zentralbank im August 1998 herausgegebenen „Bericht über elektronisches Geld“ versteht man unter E-Geld eine auf einem Medium elektronisch gespeicherte Werteinheit, die allgemein genutzt werden kann, um Zahlungen an Unternehmen zu leisten, die nicht die Emittenten sind. Dabei erfolgt die Transaktion nicht notwendigerweise über Bankkonten, sondern die Werteeinheiten auf dem Speichermedium fungieren als vorausbezahltes Inhaberinstrument. Auf der juristischen Ebene wurde auch das E-Geld bereit von der Europäische Union angenommen. E-Geld wird in der Richtlinie 2000/46/EG als einen monetären Wert in Form einer Forderung gegen die ausgebende Stelle, der [Teichmann01, 84]

i. Auf einem Datenträger gespeichert ist
ii. Gegen Entgegennahme eines Geldbetrags ausgegeben wird, dessen Wert nicht geringer ist als der ausgegebene monetäre Wert,
iii. Von anderen Unternehmen als der ausgebenden Stelle als Zahlungsmittel akzeptiert wird.

E-Geld hat zwei Erscheinungsformen: hardwaregeschützte E-Geld (Kartengeld) und softwarebasiertes E-Geld (Netzgeld). Bei der hardwaregeschützte E-Geld ist der Datenträger im Allgemeinen ein Computerchip, der normalerweise in eine Plastikkarte eingebaut ist, wobei der Zugriff auf die Kaufkraft mittels hardwaregeschützter Sicherheitsmerkmale geschützt ist. [Teichmann01, 85] Kartengeld wird im Handel für Kleinbetragszahlungen eingesetzt. Typisches Beispiel in Österreich (Vergleichbares System in Deutschland ist Geldkarte) ist @Quick. Sie stellt einen integrierten Chip in einer Bankkarte dar, auf den an Geldautomaten Beträge bis zu 400 Euro geladen werden können. Typische Akzeptanzstellen der Quickkarte sind z.B. Parkscheinautomaten, Fahrscheinautomaten.

Softwaregeschützte E-Geld funktioniert hingegen auf der Basis spezieller PC-Software, mit der elektronische Werteeinheiten in der Regel über Telekommunikationsnetze z.B. Internet übertragen werden. [Teichmann01, 85] Netzgeld wird im E-Commerce eingesetzt. Typische Beispiele sind Paypal und Paybox.

3 Anforderungen an Zahlungsverfahren im B2C Bereich

Elektronische Zahlungsverfahren sind von großer Bedeutung für alle Bereiche des E- Business. Die zunehmende Realisierung von Geschäftsabläufen durch elektronische Geschäftsprozesse stellt hierbei neue Anforderungen an den Zahlungsverkehr, die mit herkömmlichen Zahlungsmechanismen nur unzureichend abgedeckt werden.

Im B2C Bereich wurden viele Systeme wie CyberCash und eCash in Pilotversuchen erprobt ohne dabei auf nachhaltige Akzeptanz zu stoßen. Der wesentliche Schlüssel für den Erfolg eines elektronischen Zahlungsmittels liegt offensichtlich nicht in der technischen Brillanz der Verfahren, sondern in der Einfachheit und Transparenz für den Benutzer. Für die Beantwortung der Frage, welche Systeme sich langfristig durchsetzen können, ist die alleinige Betrachtung der technischen Seite leider nicht auseichend. Viele Systeme leiden einfach deshalb unter schlechter Akzeptanz, weil sie nicht weit verbreitet sind. [Zwißler02, 215]

Die Befragung von Institute for Economic Policy and Economic Research an der Universität Karlsruhe in 2004 bestätigt diese These. Wie im Diagramm in der nächste Seite dargestellt ist, die wichtigste Eigenschaft aus der Kundensicht, die ein Zahlungsverfahren haben soll, ist die Benützerfreundlichkeit, wird gefolgt von dem Verbreitungsgrad, der Einfachheit, der niedrige Kosten und der Stornomöglichkeit.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Gewichtung der Hauptkriterien für bevorzugte Zahlungsverfahren aus der Kundensicht [Heng04, 3]

[...]


1 http://www.statistik.at/web_de/statistiken/informationsgesellschaft/ikt-einsatz_in_unternehmen_e- commerce/index.html, Abruf am 21.03.2008

2 http://www.ams.at/sfa/nextjob.html, Abruf am 29.03.2008

3 https://www.bmf.gv.at/EGovernment/FINANZOnline/InformationenfrBrger, Abruf am 05.04.2008

4 https://www.bmf.gv.at/EGovernment/FINANZOnline/InformationenfrUnte_3154, Abruf am 05.04.2008

Ende der Leseprobe aus 50 Seiten

Details

Titel
Elektronische Bezahlverfahren im B2C Bereich
Hochschule
Wirtschaftsuniversität Wien  (Institut für Informationswirtschaft)
Veranstaltung
Seminararbeit aus Informationswirtschaft
Note
2
Autor
Jahr
2008
Seiten
50
Katalognummer
V125830
ISBN (eBook)
9783640313556
ISBN (Buch)
9783640317318
Dateigröße
1250 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
E-Commerce, Business-to-Customer, E-Payment, Elektronische Zahlung, S-HTTP, SSL, SET, 3D Secure, Smartcards, @Quick, Geldkarte, Paysafecard, Paypal, Paybox, eCash, Cybercash, First Virtual
Arbeit zitieren
Cevdet Bulut (Autor), 2008, Elektronische Bezahlverfahren im B2C Bereich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/125830

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