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Bewertungseinheiten in Handels- und Steuerbilanz

Titel: Bewertungseinheiten in Handels- und Steuerbilanz

Hausarbeit , 2007 , 26 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Sebastian Thamm (Autor:in)

BWL - Controlling
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Absicherung von Risiken durch derivative Finanzinstrumente spielt eine immer größere Rolle im Risikomanagement von Unternehmen.
Die bilanzielle Abbildung dieser Geschäfte in der Handels- und Steuerbilanz ist allerdings umstritten und wird seit Jahren diskutiert. Das liegt an einigen Unklarheiten. Was eine Bewertungseinheit ist und unter welchen Voraussetzungen
diese gebildet werden darf oder muss, ist nicht nämlich nicht legal definiert. Daher besteht bei der Auslegung und Anwendung erheblicher Interpretationsbedarf. Auch mangelt es an konkreten gesetzlichen Regelungen im Handelsrecht, daher finden sich die Regeln zu der Zulässigkeit und zu den vorzuliegenden Voraussetzungen vor allem in der Fachliteratur, welche sich aber noch nicht auf allgemeingültige Kriterien zur Abbildung dieser Geschäfte geeinigt hat.
In dieser Arbeit soll zunächst eine Begriffsabgrenzung erfolgen. Anschließend werden die handelsrechtlichen Vorschriften zur Bildung von Bewertungseinheiten dargestellt. Es soll neben dem aktuellen Stand der Diskussion auch aufgezeigt werden, wo Unklarheiten bestehen. Ferner soll die Frage beantwortet werden, ob die Einfügung der steuerlichen Regelung des § 5 Abs. 1a EStG diese Unsicherheiten beseitigen kann.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Begriff der Bewertungseinheit

2.1 Bilanzierungsobjekteinheit (Bewertungseinheit i. e. S.)

2.2 Die kompensatorische Bewertung (Bewertungseinheit i. w. S.)

3. Die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung (GoB)

4. Die handelsbilanzielle Bildung von Bewertungseinheiten

4.1 Problematik der Bewertung von Risikokompensationsgeschäften

4.2 Konzept der kompensatorischen Bewertung

4.3 Zulässigkeit der kompensatorischen Bewertung

4.4 Voraussetzungen der kompensatorischen Bewertung

5. Der BFH-Gerichtsbescheid vom 19.3.2002

6. Die steuerbilanzielle Bildung von Bewertungseinheiten

6.1 Inhalt der Regelung

6.2 Kritische Betrachtung der Regelung

7. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Problematik der bilanziellen Abbildung von Risikokompensationsgeschäften in der Handels- und Steuerbilanz. Das primäre Ziel ist es, den Begriff der Bewertungseinheit zu klären, die handelsrechtliche Zulässigkeit und Praxis der kompensatorischen Bewertung zu analysieren und den Einfluss des § 5 Abs. 1a EStG auf die steuerbilanzielle Behandlung kritisch zu hinterfragen.

  • Grundlagen und Begriffsbildung von Bewertungseinheiten
  • Konzept der kompensatorischen Bewertung (Micro-, Macro- und Portfolio-Hedge)
  • Analyse handelsrechtlicher Grundsätze (GoB) und des Imparitäts- sowie Realisationsprinzips
  • Untersuchung des BFH-Gerichtsbescheids vom 19.3.2002
  • Kritische Würdigung der gesetzlichen Neuregelung durch § 5 Abs. 1a EStG

Auszug aus dem Buch

4.2 Konzept der kompensatorischen Bewertung

Dem Konzept liegt eine teilweise Einschränkung des Grundsatzes der Einzelbewertung zugrunde. Zunächst werden Grund- und Sicherungsgeschäft einzeln bewertet, danach werden diese gedanklich zu einer Bewertungseinheit zusammengefasst. Innerhalb dieser werden Werterhöhungen und -minderungen verrechnet. Ziel ist, mittels der Verrechnung unrealisierter Gewinne und Verluste deren imparitätische Erfassung abzuwenden und die tatsächliche wirtschaftliche Lage des Unternehmens abzubilden. Verbleibt nach Saldierung ein positives Ergebnis, wird dieses aufgrund des Realisationsprinzips nicht ausgewiesen, verbleibt ein negatives Ergebnis, so wird dieses aufgrund des Imparitätsprinzips als Drohverlustrückstellung i. S. des § 249 Abs. 1 Satz 1 HGB ausgewiesen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung derivativer Finanzinstrumente im Risikomanagement und die damit verbundene Problematik der bilanziellen Erfassung aufgrund mangelnder gesetzlicher Definitionen.

2. Der Begriff der Bewertungseinheit: Dieses Kapitel differenziert zwischen der Bewertungseinheit im engeren Sinne (Bilanzierungsobjekteinheit) und der Bewertungseinheit im weiteren Sinne (kompensatorische Bewertung/Hedging).

3. Die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung (GoB): Es werden die für die Bewertung maßgeblichen GoB, insbesondere das Imparitäts- und Realisationsprinzip sowie der Grundsatz der Einzelbewertung, erläutert.

4. Die handelsbilanzielle Bildung von Bewertungseinheiten: Dieses Kapitel widmet sich der Problematik von Risikokompensationsgeschäften sowie der Zulässigkeit und den Voraussetzungen für die kompensatorische Bewertung im Handelsrecht.

5. Der BFH-Gerichtsbescheid vom 19.3.2002: Die Arbeit analysiert den Gerichtsbescheid des BFH, der die kompensatorische Bewertung für zulässig erklärt und spezifische objektive Voraussetzungen wie Währungs-, Betrags- und Fälligkeitsidentität aufstellt.

6. Die steuerbilanzielle Bildung von Bewertungseinheiten: Hier wird die Einführung des § 5 Abs. 1a EStG als erste gesetzliche Regelung zur Behandlung von Risikokompensationsgeschäften in der Steuerbilanz dargestellt und kritisch bewertet.

7. Fazit und Ausblick: Das Fazit stellt fest, dass auch mit der neuen Gesetzeslage Unklarheiten bestehen bleiben und die Bewertungspraxis weiterhin vom Schrifttum und künftiger Rechtsprechung abhängig ist.

Schlüsselwörter

Bewertungseinheit, Handelsbilanz, Steuerbilanz, Risikokompensationsgeschäfte, Hedging, Micro-Hedge, Macro-Hedge, Portfolio-Hedge, GoB, Imparitätsprinzip, Realisationsprinzip, § 5 Abs. 1a EStG, derivative Finanzinstrumente, Bilanzpolitik, Maßgeblichkeitsprinzip.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den bilanziellen Herausforderungen, die entstehen, wenn Unternehmen Risiken durch derivative Finanzinstrumente absichern, und wie diese Geschäfte in der Handels- und Steuerbilanz zusammengefasst werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Definition der Bewertungseinheit, die Anwendung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung, die verschiedenen Hedging-Strategien (Micro-, Macro-, Portfolio-Hedge) sowie die gesetzliche Verankerung der Bilanzierungspraxis.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die handelsrechtliche Zulässigkeit von Bewertungseinheiten zu erörtern und die Auswirkungen der steuerlichen Neuregelung durch den § 5 Abs. 1a EStG auf die Praxis der Bilanzierung zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse, unter Einbeziehung aktueller Gesetzeskommentare, Rechtsprechung (insb. BFH-Bescheide) sowie fachwissenschaftlicher Publikationen zum Bilanzsteuerrecht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der theoretischen Grundlagen (GoB), die Diskussion der handelsrechtlichen Zulässigkeit, die Analyse des BFH-Gerichtsbescheids von 2002 sowie die kritische Untersuchung der neuen steuergesetzlichen Regelungen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Bewertungseinheit, kompensatorische Bewertung, Imparitäts- und Realisationsprinzip sowie das steuerliche Maßgeblichkeitsprinzip geprägt.

Wie unterscheidet der Autor zwischen den Arten der Bewertungseinheit?

Er unterscheidet zwischen der Bilanzierungsobjekteinheit (i. e. S.), die das einzelne Wirtschaftsgut betrifft, und der kompensatorischen Bewertung (i. w. S.), bei der Grund- und Sicherungsgeschäft fiktiv zusammengefasst werden.

Welchen Einfluss hat der BFH-Gerichtsbescheid vom 19.3.2002?

Der Bescheid ist bedeutend, da er die Zulässigkeit der kompensatorischen Bewertung bejaht und objektive Kriterien (Währungs-, Betrags- und Fälligkeitsidentität) vorgibt, die sich vom allgemeinen Schrifttum abheben.

Kann § 5 Abs. 1a EStG die bestehenden Rechtsunsicherheiten beseitigen?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Regelung die Probleme nicht vollständig löst, da sie stark an die (ebenfalls nicht eindeutig geregelte) handelsrechtliche Bilanzierungspraxis anknüpft und zudem neue Spielräume für Bilanzpolitik eröffnet.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Bewertungseinheiten in Handels- und Steuerbilanz
Hochschule
Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig  (Rechnungswesen und Controlling)
Note
1,3
Autor
Sebastian Thamm (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
26
Katalognummer
V125842
ISBN (eBook)
9783640313624
ISBN (Buch)
9783640317370
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bewertungseinheiten Kompensatorische Bewertung Hedge Accounting
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sebastian Thamm (Autor:in), 2007, Bewertungseinheiten in Handels- und Steuerbilanz, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/125842
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  26  Seiten
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