Das Wort „Demografie“ (Bevölkerungsstatistik) ist in aller Munde und zu einem Schlagwort geworden. Die Deutschen werden immer älter – eigentlich eine gute Nachricht. Gleichzeitig werden jedoch zu wenige Kinder geboren, infolgedessen steigt der Anteil der Älteren an der Gesamtbevölkerung. Die demografische Entwicklung ist zu einem „Mega-Trend“ für die Kreditinstitute geworden. Das liegt daran, dass sich die Demografie sowohl auf das Kundengeschäft als auch auf die Mitarbeiter der Kreditinstitute auswirkt.
In dieser Arbeit soll zunächst die demografische Entwicklung im Allgemeinen erörtert werden. Im Speziellen werden anschließend
die Auswirkungen der Demografie auf das Privatkundengeschäft der Kreditinstitute besprochen. Dies stellt den Schwerpunkt dar, da dort mit den meisten Veränderungen zu rechnen ist. Des Weiteren wird gezeigt, wie sich die Demografie auf das Firmenkundengeschäft der Kreditinstitute auswirkt. Des Weiteren sind auch die Mitarbeiter der Kreditinstitute und damit die Personalpolitik von der Demografie betroffen, was zum Schluss betrachtet wird.
Inhaltsverzeichnis
A. Einleitung
B. Demografische Entwicklung
I. Phase 1: Geburtenstarke Jahrgänge arbeiten
II. Phase 2: Geburtenstarke Jahrgänge gehen in Rente
III. Phase 3: Geburtenstarke Jahrgänge verschwinden
C. Auswirkungen der Demografie auf das Privatkundengeschäft der Kreditinstitute
I. Zielgruppe Generation 50 plus
II. Demografieauswirkungen auf die Produktpalette der Kreditinstitute
a) Klassische Bankprodukte
b) Neue Produkte
1. Rückwärtshypothek
2. Spezielle Versicherungen
3. Assistance-Leistungen
c) Produkte zur privaten Altersvorsorge
d) Produkte zur betrieblichen Altersvorsorge
III. Demografieauswirkungen auf die Kundenansprache der Kreditinstitute
a) Multi-Kanal-Banking
b) Zeitpunkt der Kundenansprache
D. Auswirkungen der Demografie auf das Firmenkundengeschäft der Kreditinstitute
I. M & A-Geschäft
II. Kreditgeschäft
a) Gewinnerbranchen
b) Verliererbranchen
III. Existenzgründungsgeschäft
IV. Unternehmensnachfolgeberatung
E. Auswirkungen der Demografie auf die Mitarbeiter der Kreditinstitute
I. Schwächen älterer Mitarbeiter
II. Stärken älterer Mitarbeiter
III. Anpassungen der Personalpolitik
a) Knowledge-Management
b) Employability
F. Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen des demografischen Wandels auf die deutsche Kreditwirtschaft. Das primäre Ziel ist es, die daraus resultierenden Herausforderungen und strategischen Handlungsfelder für Banken und Sparkassen sowohl im Privat- und Firmenkundengeschäft als auch im Bereich des Personalmanagements zu identifizieren und Lösungsansätze aufzuzeigen.
- Demografische Phasen und ihre Auswirkungen auf die Wirtschaft
- Anpassung der Produktpalette für die Zielgruppe "Generation 50 plus"
- Veränderungen in der Kundenansprache und im Bankvertrieb
- Auswirkungen auf das Firmenkundengeschäft und die Kreditvergabe
- Strategien zur Personalführung im Kontext einer alternden Belegschaft
Auszug aus dem Buch
I. Zielgruppe Generation 50 plus
Diese Zielgruppe ist nicht homo- sondern heterogen. Sie lässt sich folgendermaßen nach dem Alter einteilen: 1. Gruppe: 50-60 Jahre, 2. Gruppe: 60-70 Jahre, 3. Gruppe: > 70 Jahre. Menschen der ersten Gruppe sind meist noch berufstätig. Sie verfügen häufig über ein hohes Vermögen, da die Immobilienfinanzierung (beinahe) beendet ist, die Lebensversicherung ausgezahlt wird und in dieser Gruppe vielfach Erben vorhanden sind.
Menschen der zweiten Gruppe sind in der Mehrzahl in Rente, nutzen ihr Vermögen zu Konsumzwecken und verschenken es zum Teil an Kinder und Enkel.
Die dritte Gruppe umfasst Menschen, die sich erst jetzt zu den Senioren zählen und wieder mehr sparen. Sicherheit und Vorsorge stehen für diese Personen im Vordergrund.
Ganz wichtig ist es, dass sich die Kreditinstitute nicht nur auf diese Zielgruppe konzentrieren – die heutigen 40jährigen gehören in zehn Jahren auch dazu! Daher sollten alle Kunden gleichermaßen aktiv angesprochen und an das Kreditinstitut gebunden werden.
Zusammenfassung der Kapitel
A. Einleitung: Einführung in die demografische Entwicklung als Mega-Trend für Kreditinstitute und Definition des Untersuchungsrahmens.
B. Demografische Entwicklung: Darstellung der drei Phasen der demografischen Entwicklung in Deutschland von der arbeitenden Baby-Boomer-Generation bis hin zum Rückgang der Bevölkerungszahl.
C. Auswirkungen der Demografie auf das Privatkundengeschäft der Kreditinstitute: Analyse der Notwendigkeit einer Produktausrichtung auf die Generation 50 plus sowie Anpassungen im Multi-Kanal-Banking.
D. Auswirkungen der Demografie auf das Firmenkundengeschäft der Kreditinstitute: Untersuchung der Chancen und Risiken im M & A-Geschäft, in der Kreditvergabe nach Branchen sowie im Existenzgründungs- und Nachfolgegeschäft.
E. Auswirkungen der Demografie auf die Mitarbeiter der Kreditinstitute: Diskussion der Stärken und Schwächen älterer Arbeitnehmer und Entwicklung von Konzepten wie Wissensmanagement und Employability.
F. Zusammenfassung: Abschließende Zusammenführung der Ergebnisse bezüglich der notwendigen strategischen Neuausrichtung in allen geschäftlichen und personellen Bereichen.
Schlüsselwörter
Demografie, Kreditinstitute, Generation 50 plus, Altersvorsorge, Privatkundengeschäft, Firmenkundengeschäft, Produktpalette, Kundenansprache, Mitarbeiter, Personalpolitik, Wissensmanagement, Employability, Wirtschaftswachstum, Existenzgründung, Unternehmensnachfolge
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert, wie sich der demografische Wandel in Deutschland konkret auf das Geschäftsmodell, die Produkte, die Vertriebswege und die Personalstruktur von Banken und Sparkassen auswirkt.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die zentralen Felder sind die Neuausrichtung des Privatkundengeschäfts auf die "Generation 50 plus", die strategische Anpassung im Firmenkundengeschäft sowie Maßnahmen der Personalpolitik zur Bewältigung einer alternden Belegschaft.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Identifikation von Herausforderungen durch den demografischen Wandel und die Ableitung konkreter Handlungsempfehlungen für Kreditinstitute, um ihre Ertragskraft und Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.
Welche wissenschaftliche Methode wurde für diese Arbeit verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung aktueller Studien und statistischer Daten zur demografischen Entwicklung und deren spezifischer Relevanz für die Finanzbranche.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Privatkundengeschäft (Produkte und Ansprache), Firmenkundengeschäft (Kreditvergabe und Beratung) sowie Personalmanagement (Wissensmanagement und Employability).
Welche Begriffe charakterisieren diese Arbeit am besten?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Demografischer Wandel, Generation 50 plus, Altersvorsorge, Wissensmanagement und strategisches Bankmanagement charakterisiert.
Welche Rolle spielt die "Generation 50 plus" für die Banken?
Die Generation 50 plus wird zur größten und vermögendsten Kundengruppe, was einen Fokus auf Produkte zur Altersvorsorge und eine spezifische Kundenansprache erforderlich macht.
Wie verändert der Wandel das Firmenkundengeschäft?
Banken müssen bei der Kreditvergabe zwischen "Gewinner-" und "Verliererbranchen" unterscheiden und verstärkt Beratungsleistungen bei Unternehmensnachfolgen und Fusionen anbieten.
- Quote paper
- Sebastian Thamm (Author), 2008, Auswirkungen der Demografie auf die Kreditinstitute, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/125846