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Aristoteles und Montesquieu im Vergleich

Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Staatsformlehre und Theorie der Gewaltenteilung?

Titre: Aristoteles und Montesquieu im Vergleich

Dossier / Travail , 2009 , 18 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Norbert Lagrain (Auteur)

Politique - Théorie politique et Histoire des idées politiques
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Ein wichtiger Bestandteil der heutigen Politikwissenschaft ist der begrifflich-argumentative Diskurs über das Politische an sich. Hauptbegründer dieser Forschungsrichtung waren die Griechen bereits im dritten und vierten Jahrhundert vor Christus. Erst sie begannen, die empirische Forschung des Politischen kritisch zu hinterfragen und anschließend philosophisch zu erklären. Zu den bedeutendsten Philosophen dieser Zeit gehörte neben Platon und Sokrates insbesondere auch Aristoteles. Besonders dessen stete Betonung von heutigen Grundwerten wie Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit machten Aristoteles zu einem der wichtigsten Einflussfaktoren des politischen Liberalismus’. Aufgrund des äußerst umfangreichen Lebenswerkes von Aristoteles ist es allerdings kaum möglich, eine sinnvolle Hausarbeit über dessen gesamtes Schaffen zu schreiben, weshalb ich mich entschlossen, habe, insbesondere auf den Teil seiner Werke genauer einzugehen, der in möglichst großem Umfang auch auf die heutige Zeit übertragbar ist.
Einige der Thesen Aristoteles sind mit der heutige Zeit nur schwer vergleichbar, da sie doch allzu eng mit der Zeit des Altertums verbunden sind. So sind beispielsweise die von Aristoteles beschriebenen Staaten in ihrer Größe und Komplexität nur sehr bedingt mit den aktuell existierenden Staaten zu vergleichen. Andere von Aristoteles entwickelte Thesen, müssen aus heutiger Sicht sogar als äußerst kritisch, vielleicht sogar als moralisch verwerflich angesehen werden. Hierzu gehören vor allem seine bekannten Theorien über die natürliche Ungleichheit der Frau oder aber auch seine Rechtfertigung der Sklaverei als naturgegeben.
Viele der Untersuchungen Aristoteles’ haben aber bis heute einen großen Stellenwert und lassen sich durchaus auf die aktuelle Gesellschaft übertragen. Hierzu gehören beispielsweise seine Überlegungen zu der Frage, ob der Mensch an sich bereits ein politisches Lebewesen sei, oder auch seine Suche nach der idealen Verfassung, sowie die hierzu gehörende Analyse bereits bestehender Staatensysteme.
Ich habe mich daher entschlossen, mich in der vorliegenden Hausarbeit vor allem auf den Bereich der Staatsformlehre bei Aristoteles zu konzentrieren und diesen mit der Theorie der Gewaltenteilung von Montesquieu zu vergleichen. Bevor ich allerdings näher hierauf eingehe, werde ich zunächst einen kurzen Überblick über das Leben Aristoteles' und seine bedeutendsten Forschungsbereiche, sowie über die grundlegende Struktur seines Werkes „Politik“ liefern.

Extrait


Struktur des Inhalts

1. Einleitung

2. Aristoteles

2.1. Ein kurzer Blick in sein Leben

2.2. Seine größten Werke

2.3. Aristoteles und der politische Aristotelismus

2.4. Die Staatsformlehre bei Aristoteles

2.4.1. Die erste Staatsformlehre

2.4.2. Die zweite Staatsformlehre

3. Montesquieu

3.1. Sein Leben und seine Werke

3.2. Montesquieus Auffassung der Staatenlehre

3.3. Die Theorie der Gewaltenteilung

3.4. Gewaltenteilung oder Gewaltenverschränkung

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht und vergleicht die Staatsformlehre des Aristoteles mit der Theorie der Gewaltenteilung von Montesquieu, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Konzeption idealer politischer Ordnungen herauszuarbeiten.

  • Vergleichende Analyse der antiken Staatsformenlehre des Aristoteles.
  • Untersuchung des politischen Denkens von Montesquieu im Kontext der Aufklärung.
  • Gegenüberstellung der jeweiligen Menschenbilder und gesellschaftlichen Ansätze.
  • Erarbeitung der Prinzipien von Gewaltenteilung und Gewaltenverschränkung.
  • Reflektion der Bedeutung beider Ansätze für moderne politische Systeme.

Auszug aus dem Buch

3.3. Die Theorie der Gewaltenteilung

Im vorangegangenen Teil wurde festgestellt, dass Montesquieu die Republik als die beste, zur damaligen Zeit tatsächlich existierende Verfassung beschreibt. Wie aber sieht es aus mit einer idealen Staatsverfassung. Wie müsste ein Gesellschaftssystem aussehen, welches jeweils die besten und stärksten Eigenheiten der verschiedenen Staatsordnungen übernimmt, und hieraus eine Mischverfassung bildet? Montesquieu geht in dieser Frage zunächst von der Freiheit des Menschen aus. Freiheit bezeichnet er dabei allerdings nicht damit, alles tun und lassen zu können, sondern sie ist in einer guten politischen Ordnung fest durch Gesetze und Institutionen umgrenzt. Diese garantieren jedem Einzelnen, unabhängig von Geburt oder Besitztümern, die Möglichkeit, seine Rechte jederzeit durchzusetzen. Sie garantieren ein Leben ohne Willkür und Machtmissbrauch22.

Wo aber ist ein solches ideales Gesellschaftssystem zu finden. Montesquieu sah hierzu deutliche Ansätze in der englischen Form der Monarchie und formulierte hieraus seine bis heute entscheidende „Theorie der Gewaltenteilung“, die letztlich aus einer Mischung zwischen monarchischen und demokratischen Elementen besteht.

Die Staatsgewalt wird dabei in drei unabhängige und souveräne Gewalten eingeteilt:

- die gesetzgebende Gewalt (Legislative)

- die ausführende Gewalt (Exekutive) und

- die richterliche, bzw. rechtsprechende Gewalt (Judikative).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die politikwissenschaftliche Relevanz des Themas und Darlegung der Zielsetzung der Arbeit.

2. Aristoteles: Biografischer Abriss und Analyse der politischen Philosophie des Aristoteles, insbesondere seiner Staatsformlehre.

2.1. Ein kurzer Blick in sein Leben: Kurze Biografie des Aristoteles und seine akademischen Stationen.

2.2. Seine größten Werke: Übersicht über das philosophische Gesamtwerk und Einordnung der Politik in die praktische Wissenschaft.

2.3. Aristoteles und der politische Aristotelismus: Erläuterung zentraler Thesen zur Polis als vollkommene Gemeinschaft.

2.4. Die Staatsformlehre bei Aristoteles: Diskussion der Voraussetzungen für einen stabilen Staat und der Rolle des Gesetzes.

2.4.1. Die erste Staatsformlehre: Darstellung des aristotelischen Sechserschemas der Verfassungen.

2.4.2. Die zweite Staatsformlehre: Untersuchung der Idealform der Politie als Mischverfassung.

3. Montesquieu: Darstellung der Lebensumstände und des theoretischen Werkes von Montesquieu.

3.1. Sein Leben und seine Werke: Biografie des französischen Denkers und Einordnung seiner Schriften wie „Vom Geist der Gesetze“.

3.2. Montesquieus Auffassung der Staatenlehre: Vergleich des Menschenbildes und der Staatsformen bei Montesquieu gegenüber Aristoteles.

3.3. Die Theorie der Gewaltenteilung: Herleitung der drei Gewalten als Garanten für Freiheit und Stabilität.

3.4. Gewaltenteilung oder Gewaltenverschränkung: Differenzierte Betrachtung der wechselseitigen Abhängigkeiten und Eingriffsmöglichkeiten der Gewalten.

4. Fazit: Zusammenfassende Bewertung des Einflusses beider Theoretiker auf moderne Staatsverfassungen.

Schlüsselwörter

Aristoteles, Montesquieu, Politiktheorie, Staatsformlehre, Gewaltenteilung, Politie, Monarchie, Republik, Despotie, Gesetzgebende Gewalt, Exekutive, Judikative, Aufklärung, Politische Philosophie, Politische Gemeinschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit vergleicht die politischen Theorien von Aristoteles und Montesquieu, insbesondere im Hinblick auf ihre Konzepte von Staatsformen und Machtstrukturen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der antiken Staatsformenlehre, dem aufklärerischen Konzept der Gewaltenteilung sowie dem Vergleich zwischen Aristoteles und Montesquieu.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen der antiken Staatsformlehre und der modernen Theorie der Gewaltenteilung aufzuzeigen und deren Übertragbarkeit zu prüfen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen vergleichenden, politikwissenschaftlichen Ansatz, der auf der Analyse von Primär- und Sekundärliteratur zur politischen Ideengeschichte basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung der aristotelischen Staatsformenlehre (erste und zweite Lehre) sowie die Vorstellung von Montesquieus Staatsmodell und seiner Theorie der Gewaltenteilung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Staatsform, Gewaltenteilung, Politie, Legislative, Exekutive, Judikative und politische Idealverfassung.

Wie unterscheidet sich Montesquieus Menschenbild von dem des Aristoteles?

Während Aristoteles den Menschen als von Natur aus soziales „Zoon Politikon“ sieht, betont Montesquieu das Risiko von Konflikten und die Notwendigkeit staatlicher Rechtsordnungen zur Zähmung des menschlichen Strebens.

Was versteht Montesquieu unter einer Gewaltenverschränkung?

Er argumentiert, dass eine rein strikte Trennung der Gewalten nicht sinnvoll ist; stattdessen sollten sich die Gewalten gegenseitig kontrollieren und ihre Aufgaben durch eine gezielte Verzahnung gemeinsam erfüllen.

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Résumé des informations

Titre
Aristoteles und Montesquieu im Vergleich
Sous-titre
Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Staatsformlehre und Theorie der Gewaltenteilung?
Université
University of Hamburg
Cours
Theoriekurs
Note
2,0
Auteur
Norbert Lagrain (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
18
N° de catalogue
V125901
ISBN (ebook)
9783640313914
ISBN (Livre)
9783640317639
Langue
allemand
mots-clé
Aristoteles Montesquieu Vergleich Unterschiede Gemeinsamkeiten Staatsformlehre Theorie Gewaltenteilung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Norbert Lagrain (Auteur), 2009, Aristoteles und Montesquieu im Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/125901
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Extrait de  18  pages
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