Break-even-Analyse als führungsunterstützendes Instrument

Break-even-Analyse als Controllinginstrument


Seminararbeit, 2008

17 Seiten, Note: 1,8


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Modellansicht der Break-even-Analyse
2.1 Begriffsursprung und Entstehung
2.2 Die Grundstruktur der Break-even-Analyse
2.3 Bedingungen und Schwachpunkte

3 Anwendung der Break-even-Analyse
3.1 Mengenänderung
3.1.1 Kostendeckung
3.1.2 Ausgabendeckung
3.1.3 Zielvorgaben
3.1.4 Sicherheitskoeffizient
3.1.5 Kapazitätsgrad
3.2 Kostenänderung
3.3 Preisänderungen
3.4 Break-even-Analyse als Kontrollinstrument

4 Fazit

LITERATURVERZEICHNIS

1 Einleitung

Eine der Aufgaben des Controllings ist der Unternehmensführung komplexe und unüber- sichtliche Daten transparent und plausibel darzulegen, dieser als „Rationalitätssicherung1 “ zuzuarbeiten. Die gegenwärtige Wirtschaftslage stellt Unternehmen angesichts der lahmenden Konjunktur vor schwerwiegende Entscheidungen, welche oft nicht transparent und unüberschaubar sind2. Angesichts dieser Problematik ist mit der Break-even-Analyse ein Instrument gegeben, das komplexe Zusammenhänge auf deren betriebswirtschaftliches Fundament reduziert. Sie ist somit ein anschauliches Hilfsmittel für die Steuerung und Überwachung des Unternehmens und seiner Produkte3.

In der vorliegenden Arbeit sollen im Folgenden der theoretische Hintergrund zusammen mit den praktischen Anwendungsmöglichkeiten der Break-even-Analyse erörtert werden. Hierbei soll anhand eines Modellbeispiels aufgezeigt werden, wie dieses Instrument auf Grundlage einfacher Mittel teilweise aufschlussreiche Ergebnisse liefern kann; hierbei sollen fünf praxisrelevante Varianten angesprochen werden. Ebenso wird der unternehmerische Kontext untersucht und hierbei Probleme und Defizite der Break-even-Analyse in der praktischen Anwendung erläutert. An einem einfachen Beispiel wird abschliessend die Kontrollfunktion beschrieben.

Den Einstieg geben eine allgemeine Einführung und Begriffserklärung sowie eine Erläuterung des Grundmodells und dessen kritische Betrachtung. Weiter wird im dritten Abschnitt der Einfluss von Mengen,- Preis,- und Kostenänderungen in der Produktion erläutert. Aufbauend wird dann der Praxisbezug der Break-even-Analyse über die Anwendung in der Kostenplanung sowie dem Einsatz in der Kostenkontrolle hergestellt. Ein Fazit greift die wichtigsten Aspekte der Arbeit nochmals kritisch auf und schließt damit ab.

2 Modellansicht der Break-even-Analyse

2.1 Begriffsursprung und Entstehung

Das Prinzip der Break-even-Analyse findet sich schon in den Anfängen der Betriebswirt- schaftslehre. In der englischsprachigen Literatur ist von einem Modell zur Ermittlung der Gewinnschwelle schon im 19. Jahrhundert die Rede, 1922 wurde der Begriff der ‚break- even‘-Problematik geprägt. Im deutschsprachigen Raum wurde ein ähnliches Konzept von J.F. Schär unter dem Namen ‚toter Punkt‘ (1910) eingeführt4. Schär nutzte dies anfangs zur Ermittlung von Nutzschwellen zwischen Fertigungsverfahren.

Geläufige Bezeichnungen sind auch „Deckungspunktanalyse5 “ sowie „Gewinn- schwellenanalyse6 “. Der hier ermittelte Break-even-Punkt wird diesbezüglich „toter Punkt, Deckungspunkt, Kostendeckungspunkt, Erfolgsschwelle, kritischer Punkt, Rentabilitätsschwelle7 “ sowie „ Vollkostendeckungspunkt8 “ genannt. Gemeinsam ist diesen Begriffen das Konzept einer Umsatzmenge, bei welchem die Summe der Umsatzerlöse gerade die Gesamtkosten deckt, das Unternehmen geht folglich von der Verlust- in die Gewinnzone über.

2.2 Die Grundstruktur der Break-even-Analyse

Grundmotiv der Break-even-Analyse ist der Vergleich negativer gegenüber positiven Konsequenzen von Handlungen. In der Wirtschaft sind diese Konsequenzen Erlöse sowie Kosten. Beide hängen von der Ausbringungsmenge ab.

Sinn der Break-even-Analyse ist die Ermittlung des Break-even-Punktes. Dieser ist erreicht, wenn die Umsatzerlöse den Kosten entsprechen. Gewinn und Verlust sind unter diesen Umständen gleich null. Um die Gewinnschwelle bestimmen zu können ist laut Coenenberg eine genaue Ermittlung des Preises pro verkaufter Einheit, der variablen Kosten sowie der fixen Kosten und der Menge verkaufter Einheiten nötig. Letztlich bezweckt die Break-even- Analyse Komplexitätsreduktion und dadurch Problemfokussierung9.Auf Unstimmigkeiten mit der betriebswirtschaftlichen Praxis wird in Abschnitt 2.3 näher eingegangen.

Der Break-even-Punkt kann nach dem Umsatzgesamtkostenmodell sowie nach dem Deckungsbeitragsmodell ermittelt werden. Die Herleitung ist hierbei ähnlich, jedoch unterscheiden sich die beiden Modelle in ihrer grafischen Darstellung. Insgesamt ist das Diagramm des Deckungsbeitragsmodells verständlicher, darüberhinaus sind die Anwendungsmöglichkeiten für die Praxis erweiterbar, „insbesondere im Hinblick auf die Untersuchung von Mengen-, Kosten-, und Preisänderungen.10

Bei der Berechnung nach dem Umsatzgesamtkostenmodell ergibt sich der Umsatz aus dem Produkt von Preis und abgesetzter Menge. Die Kosten setzen sich zusammen aus den Fixkosten und dem Produkt aus variablen Stückkosten und der Ausbringungsmenge.

Formel in Anlehnung an Coenenberg11

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Löst man die Gleichung nach der abgesetzten Menge x auf erhält man den Break-even-Punkt, die kritische Ausbringungsmenge wird hier überschritten12.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Bei der Ermittlung der Gewinnschwelle nach dem Deckungsbeitragsmodell ergibt sich der Gewinn als Differenz aus dem Gesamtdeckungsbeitrag und den Fixkosten. Der Gesamtdeckungsbeitrag ist das Produkt aus verkaufter Menge und Stückdeckungsbeitrag. Der Stückdeckungsbeitrag ist definiert als die Differenz zwischen Stückerlös und den variablen Kosten.13

[...]


1 Weber, J./ Schäffer, U., Einführung in das Controlling, 2006, S. 31

2 Schmidt, N., Die Break-even-Analyse, 2007, S. 1

3 Coenenberg, A. G., Kostenrechnung und Kostenanalyse, 2003, S. 261

4 Vgl. Schweitzer M. / Troßmann E., Methodik und Einsatz, 1998, S. 15

5 Vgl. Kilger W. / Pampel J./ Vikas K., Flexible Plankostenrechnung und Deckungsbeitragsrechnung, 2002, S. 560

6 Vgl. Reichmann, T., Die Systemgestützte Controlling-Konzeption, 2001, S. 154

7 Vgl. Riebel, P., Einzelkosten- und Deckungsbeitragsrechnung, 1990, S. 274

8 Vgl. Schweitzer M. / Troßmann E., Methodik und Einsatz, 1998, S. 14

9 Vgl. Schweitzer M. / Troßmann E., Methodik und Einsatz, 1998, S. 9

10 Vgl. Coenenberg, A. G., Kostenrechnung und Kostenanalyse, 2003, S. 265

11 Vgl. Coenenberg, A. G., Kostenrechnung und Kostenanalyse, 2003, S. 262

12 Vgl. Formel in Anlehnung an Ewert, R./ Wagenhofer, A., Interne Unternehmensrechnug, 2005, S. 197 ff

13 Vgl. Haberstock L. /Breithecker V., Kostenrechnung, 1998, S. 52.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Break-even-Analyse als führungsunterstützendes Instrument
Untertitel
Break-even-Analyse als Controllinginstrument
Hochschule
Duale Hochschule Baden-Württemberg, Villingen-Schwenningen, früher: Berufsakademie Villingen-Schwenningen
Note
1,8
Autor
Jahr
2008
Seiten
17
Katalognummer
V125902
ISBN (eBook)
9783640313921
ISBN (Buch)
9783640317646
Dateigröße
546 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Break-even-Analyse, Instrument, Controllinginstrument
Arbeit zitieren
Maximilian Henke (Autor), 2008, Break-even-Analyse als führungsunterstützendes Instrument, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/125902

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