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Kritik zum Öffentlichkeitsverständnis von John Dewey

Titel: Kritik zum Öffentlichkeitsverständnis von John Dewey

Seminararbeit , 2021 , 11 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Mario Evertsberg (Autor:in)

Politik - Grundlagen und Allgemeines
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Seminararbeit wird der 'Öffentlichkeitsbegriff' nach John Dewey definiert und kritisch Stellung bezogen. Vor allem die Unterscheidung zwischen direkten und indirekten Folgen menschlichen Handelns spielt eine entscheidende Rolle, um den Begriff zu interpretieren. Danach widmet sich die Arbeit der Frage, wie ein politischer Staat überhaupt entsteht und wie die an der Macht stehenden Amtsträger zu ihrer Funktion kommen und wie sie diese ausführen sollten.

Es folgt ein kritisches Unterkapitel mit Referenzen zur Realität, in dem Dewey feststellt, dass das Konstrukt des Staates (hier Demokratie) und der Öffentlichkeit zu unfertig ist. Das dritte Kapitel handelt von der Auseinandersetzung Deweys zu G. W. F. Hegel, einem berühmten Verfechter des Idealismus. Dabei werden insbesondere Unterschiede und Übereinstimmungen der beiden Autoren verglichen.

Im letzten inhaltlichen Kapitel dieser Arbeit werden alle ausgearbeiteten Theorien und philosophischen Denkrichtungen interpretiert und in den Bezug der heutigen Moderne gesetzt. Nicht zuletzt wird auf die Nutzung der Massenmedien eingegangen und welchen Folgen diese laut Deweys Öffentlichkeitsverständnis auf die Gesellschaft haben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Öffentlichkeitsverständnis

2.1 Der Öffentlichkeitsbegriff

2.2 Entstehung des politischen Staats

2.3 Die Suche nach der Öffentlichkeit

2.4 Von der großen Gesellschaft zur großen Gemeinschaft

3. Kritik an Deweys Öffentlichkeitsbegriff

4. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit John Deweys Werk „Die Öffentlichkeit und ihre Probleme“ auseinander, um den Öffentlichkeitsbegriff in seiner politischen Dimension zu untersuchen, zu definieren und im Lichte der Hegelschen Philosophie zu reflektieren.

  • Analyse des Öffentlichkeitsbegriffs nach John Dewey
  • Untersuchung der Genese des politischen Staates
  • Darstellung der Transformation von der „großen Gesellschaft“ zur „großen Gemeinschaft“
  • Vergleichende Betrachtung mit der Rechtsphilosophie von G. W. F. Hegel
  • Diskussion der Anwendbarkeit des Modells auf die moderne, digital vernetzte Gesellschaft

Auszug aus dem Buch

2.1 Der Öffentlichkeitsbegriff

Mit seiner These, „Die Moral lautet, alle derartigen Lehren über Bord zu werfen und sich an auf nachprüfbare Weise ermittelte Fakten zu halten“ will Dewey eine Spalte neuen Denkens eröffnen. Jegliche antiken Ansätze philosophischen Denkens weist er zurück. Man solle vielmehr fern aller bestehenden staatsphilosophischen Ansätze denken. Ferner bezieht er sich auf die Lehren Aristoteles, dass „wir nicht nach staatsbildenden Kräften suchen“. Wenn „wir den Ursprung des Staates damit erklären, dass man sagt, der Mensch ist ein politisches Tier, bedeutet es sich in einem verbalen Kreis zu bewegen.“

Auf die Frage, warum Menschen interagieren, betont er, dass man es nicht als Mensch ohne weiteres beschreiben kann. So kann man auch kein Universum beschreiben, ohne es jemals verlassen zu haben und von außen zu betrachten. Ebenso kann man es allein durch die Betrachtung von außen beschreiben, ohne jemals ein Teil davon gewesen zu sein. Er unterstellt der Menschheit eine kausale Kraft. Also eine intrinsische Eigenschaft eines Objekts, die es dazu befähigt, einen Einfluss auf ein anderes Objekt zu nehmen, welche das Zusammenkommen einer Horde, nicht jedoch eines organisierten Staatswesens beschreibt.

Dewey fügt hinzu, dass wir die Suche nach staatsbildenden Kräften aufgeben sollen. Es sei nicht die Aufgabe politischer Philosophie zu bestimmen, was der Staat im Allgemeinen sein soll oder sein muss. Es handelt sich um experimentelle Versuche, verschiedene Staatsformen auszuprobieren, wobei die Wissenschaft helfen kann, das Experimentieren weniger zufällig, sondern intelligenter darzustellen. Als pragmatischer Mann fordert Dewey, dass man bei vollzogenen, also messbaren Handlungen zu forschen beginnen sollte, anstatt nur den hypothetischen Gründen nachzugehen. Sein Ausgangspunkt ist, dass menschliche Handlungen Folge für andere Menschen mit sich ziehen, die als Folgen wahrgenommen werden und es zu einem anschließenden Bestreben führt, diese unter Kontrolle zu bringen. Jene Folgen können entweder privater/ direkter oder öffentlicher/ indirekter Natur sein.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Leben und Werk von John Dewey ein und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, den Öffentlichkeitsbegriff im Kontext seiner politischen Philosophie und im Vergleich zu Hegel zu untersuchen.

2. Das Öffentlichkeitsverständnis: Dieses Kapitel definiert den Öffentlichkeitsbegriff durch die Abgrenzung von privaten und öffentlichen Handlungen und zeigt auf, wie aus gemeinschaftlichen Interessenkonflikten der politische Staat entsteht.

3. Kritik an Deweys Öffentlichkeitsbegriff: Hier wird eine Auseinandersetzung zwischen den Ansichten von Dewey und der Rechtsphilosophie Hegels geführt, wobei Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Staatsauffassung herausgearbeitet werden.

4. Fazit: Das Fazit resümiert die theoretische Bewertung Deweys und hinterfragt die Anwendbarkeit seines Konzepts im Zeitalter digitaler Netzwerke und moderner gesellschaftlicher Herausforderungen.

Schlüsselwörter

John Dewey, Öffentlichkeit, Staat, große Gemeinschaft, große Gesellschaft, Pragmatismus, politische Philosophie, G. W. F. Hegel, Handlungstheorie, Demokratie, Kommunikation, Integration, Sozialwissenschaft, Gesellschaftsstruktur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der politischen Philosophie von John Dewey, insbesondere mit seinem Werk „Die Öffentlichkeit und ihre Probleme“.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die Definition von Öffentlichkeit, die Entstehung des Staates, die Rolle von Kommunikation und Bildung sowie den kritischen Vergleich zwischen Dewey und Hegel.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Deweys Konzept der „großen Gemeinschaft“ zu analysieren und zu prüfen, inwieweit seine Theorien für das Verständnis moderner politischer Strukturen relevant sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine deskriptive und analytische Literaturarbeit, um philosophische Begriffe zu interpretieren und diese anhand eines Vergleichs mit Hegels Thesen theoretisch zu fundieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Begriffe der Öffentlichkeit und des Staates definiert, die Transformation zur Gemeinschaft erörtert und Deweys Ansätze kritisch im Dialog mit Hegel diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Pragmatismus, Öffentlichkeit, große Gemeinschaft, Staatstheorie und Demokratie geprägt.

Wie unterscheidet Dewey nach seiner Definition zwischen privatem und öffentlichem Handeln?

Private Handlungen beschränken sich auf die beteiligten Individuen, während Handlungen, deren Folgen auch dritte Personen betreffen und das allgemeine Wohl tangieren, einen öffentlichen Charakter annehmen.

Welche Rolle spielt die Technologie laut Dewey für die Öffentlichkeit?

Technologischer Fortschritt verändert die Art und Weise der Kommunikation und Interaktion, was laut Dewey direkten Einfluss auf die Organisation und Aufrechterhaltung einer funktionierenden Demokratie hat.

Warum zieht die Arbeit einen Vergleich zu Hegel?

Der Vergleich dient dazu, Deweys Öffentlichkeitsbegriff in einen breiteren ideengeschichtlichen Kontext einzuordnen und insbesondere die Differenzen und Übereinstimmungen bei der Begründung des Staates aufzudecken.

Wie bewertet die Arbeit die Aktualität von Deweys Theorien?

Die Arbeit stellt kritisch in Frage, ob Deweys Hoffnung auf eine „große Gemeinschaft“ durch den heutigen Einfluss sozialer Medien und veränderte Kommunikationsformen in der Praxis noch realisierbar ist.

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kritik zum Öffentlichkeitsverständnis von John Dewey
Hochschule
Universität der Bundeswehr München, Neubiberg
Note
1,7
Autor
Mario Evertsberg (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
11
Katalognummer
V1259033
ISBN (PDF)
9783346697110
Sprache
Deutsch
Schlagworte
kritik öffentlichkeitsverständnis john dewey
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Mario Evertsberg (Autor:in), 2021, Kritik zum Öffentlichkeitsverständnis von John Dewey, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1259033
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Leseprobe aus  11  Seiten
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