Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › History - Miscellaneous

Die Präsentationsform des Vatikanischen Museums. Die Ausstellungsgestaltung im Zusammenhang mit der Funktion und den Zielen

Title: Die Präsentationsform des Vatikanischen Museums. Die Ausstellungsgestaltung im Zusammenhang mit der Funktion und den Zielen

Term Paper , 2019 , 13 Pages , Grade: 3.0

Autor:in: Florian Baumann (Author)

History - Miscellaneous
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Geht man nur ein kleines Stück vom Piazza San Pietro an den Mauern des Vatikans entlang, so tut sich schon bald das Bild einer langen Schlange wartender Menschen auf. Diese Menschen warten teilweise Stunden nur auf eine Sache, und zwar den Eintritt in das Vatikanische Museum. Nach einer langen Wartezeit betreten die Besucher dann durch ein imposantes Portal die Eingangshalle des Vatikanischen Museums. Allein hier gibt es schon viel zu bestaunen, allerdings beginnt der Museumsbesuch erst nach einem kleinen Anstieg über eine Treppe. Ab hier kann sich frei bewegt und die Ausstellung mit vielen Höhepunkten, wie zum Beispiel die Sixtinische Kapelle, erkundet werden. Doch betritt man die langen Flure und die großen Räume des Museums, so kommt neben Staunen noch ein weiteres Gefühl auf. Der Besucher wird nämlich von der großen Menge Ausstellungsstücke geradezu überfordert.

Daher stellen sich an dieser Stelle gleich mehrere Fragen für den fachkundigen Museumsbesucher. Welches Ziel verfolgt das Vatikanische Museum und welche Funktionen füllt es aus? Welcher Typologie kann das Vatikanische Museum zugeordnet werden? Welche Präsentationsform/Ausstellungsgestaltung liegt vor? Trägt die Präsentationsform/ Ausstellungsgestaltung zum Erreichen und zur Ausfüllung der Funktionen bei? Vor allem die letzte Frage ist sowohl für das Museum als auch für die Besucher des Museums äußerst relevant. Denn aufgrund der Antwort müsste im Zweifel die gesamte Ausstellung neu überarbeitet werden, um den Besucher einen besseren und informativeren Besuch zu ermöglichen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theorie

2.1 Museumstypologie

2.2 Funktionen und Ziele der Museen

2.3 Präsentationsformen

3. Analyse des Vatikanischen Museums

3.1 Typologie des Vatikanischen Museums

3.2 Funktionen und Ziele des Vatikanischen Museums in Verbindung mit der Präsentationsform

4. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit hinterfragt kritisch die Ausstellungsgestaltung und Präsentationsform des Vatikanischen Museums im Hinblick auf deren Funktion und die darin verfolgten Ziele. Die wesentliche Forschungsfrage ist, ob die aktuelle Präsentationsform tatsächlich zur Erfüllung der musealen Kernfunktionen und zur Vermittlung gegenüber dem Besucher beiträgt oder ob andere Ziele der Institution dominieren.

  • Grundlagen der Museumstypologie und Definition von Museumsarten.
  • Analyse der Kernfunktionen eines Museums (Sammeln, Forschen, Bewahren, Ausstellen, Vermitteln).
  • Kriterien für eine erfolgreiche Ausstellungsgestaltung und Präsentationsform.
  • Kritische Evaluation der vatikanischen Praxis unter Berücksichtigung von Vermittlung und Besucherbeteiligung.

Auszug aus dem Buch

2.3 Präsentationsformen

Die Vermittlung von Inhalten, also die museale Kommunikation erfolgt durch das Präsentieren und Interpretieren von Ausstellungsobjekten (Musealien)15. Dabei wird durch die konkreten Objekte etwas Abstraktes dargestellt16. Sie zeigen eine unbekannte Wirklichkeit, die teilweise seit Jahrhunderten vergangen ist, aber durch die Musealien wieder erfahrbar gemacht wird. Sie vermitteln dem Besucher Erkenntnisse über einen bestimmten Sachverhalt oder ein bestimmtes Thema und beweisen dies gleichzeitig17. Um über die Wahrnehmung der Besucher diese Erkenntnis zu generieren, ist die Art der Präsentation (also die Präsentationsform) äußerst wichtig.

Der erste Schritt ist die primäre Gestaltung. Damit ist die thematische Eingrenzung, die Schaffung eines Kontextes und die Gestaltung prägnanter Aussagen gemeint18. Den ohne diesen Rahmen werden die Besucher versuchen sich eigene Erklärungen zu suchen. Da die meisten Besucher allerdings Fachlaien sind, würden diese zu Fehleinschätzungen gelangen, die im nachhinein die Besucher verwirren könnten und den Museumsbesuch negativ bewerten lassen19.

Erst wenn der Rahmen geschaffen ist, kann die sekundäre Gestaltung beginnen. Hiermit ist das Design und der Aufbau der Ausstellung selbst gemeint20. Dabei ist es eine wichtige Aufgabe der Ausstellungsgestaltung und der Präsentationsform mit dem Besucher zu kommunizieren und „nicht [zu] imponieren“, so Screven21. Unter bestimmten Gestaltungskriterien wird die Präsentation geplant und aufgebaut. Dabei spielt Quantität (nicht zu viel und nicht zu wenig Informationen), Qualität (Wahrhaftigkeit), Relevanz und ein deutlicher Ausdruck die wichtigsten Rollen22. Um den Besucher eine optimale Erfahrung zu bieten sollte außerdem nicht zu stark vereinfacht und nicht zu strikt chronologisch gearbeitet werden. Die Objekte müssen zum Inhalt passen und eine umfangreiche Sicht ermöglichen und der Inhalt und die sichtbaren Objekte müssen ausgewogen sein. Des Weiteren sollte gezeigt werden, dass die ausgestellten Objekte eine Einmaligkeit besitzen23. Nur wenn dies gegeben ist, wird die Ausstellung als gewinnbringend empfunden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der Überforderung durch die Masse an Musealien im Vatikanischen Museum ein und formuliert die zentrale Forschungsfrage nach der Übereinstimmung von Präsentationsform und musealen Funktionen.

2. Theorie: Dieses Kapitel erläutert grundlegende Museumstypologien sowie die zentralen Kernfunktionen eines Museums – Sammeln, Forschen, Bewahren, Ausstellen und Vermitteln – und definiert Kriterien für eine gelungene Ausstellungsgestaltung.

3. Analyse des Vatikanischen Museums: Hier erfolgt eine kritische Untersuchung des Vatikanischen Museums, bei der die Diskrepanz zwischen den institutionellen Zielen der Selbstdarstellung und der vernachlässigten Vermittlungsfunktion für den Besucher offengelegt wird.

4. Fazit: Das Fazit stellt fest, dass das Museum zwar wichtige Sammlungs- und Erhaltungsaufgaben meistert, jedoch bei der essenziellen Aufgabe der Besucherorientierung und Wissensvermittlung kritische Schwächen aufweist.

Schlüsselwörter

Vatikanisches Museum, Museumstypologie, Ausstellungsgestaltung, museale Funktion, Vermittlung, Präsentationsform, Besucherorientierung, Kulturerbe, Museumspädagogik, Immersion, Institution, Selbstdarstellung, museale Kommunikation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht die Ausstellungsgestaltung des Vatikanischen Museums und nimmt eine kritische Bewertung vor, inwiefern die gewählte Präsentationsform den Besucher und dessen Informationsbedürfnisse berücksichtigt.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit deckt die wissenschaftliche Museumstheorie, klassische Museumsfunktionen sowie die praktische Analyse der spezifischen Bedingungen und Ziele innerhalb der vatikanischen Museen ab.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist zu prüfen, ob die Präsentationsform des Vatikanischen Museums zur Vermittlung von Inhalten beiträgt oder ob dieses Ziel hinter der monumentalen Selbstdarstellung der Institution zurücksteht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturgestützte theoretische Herleitung angewandt, die auf museologischen Standardwerken basiert und diese auf eine empirische Analyse der vorliegenden Präsentationsform anwendet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen (Typologie, Funktionen) erarbeitet und anschließend auf das Vatikanische Museum angewendet, wobei insbesondere die Bereiche Sammeln, Forschen und die Vermittlung an den Besucher analysiert werden.

Was charakterisiert die Arbeit im Kern?

Die Arbeit ist charakterisiert durch ihre kritische Haltung gegenüber der institutionellen Strategie, die den Besucher hinter die Machtrepräsentation der Kirche stellt.

Inwiefern beeinflusst die "Masse" der Exponate das Besuchererlebnis laut Autor?

Der Autor argumentiert, dass die ungeheure Menge an ausgestellten Objekten den Besucher überfordert, kognitive Prozesse hemmt und somit einer effektiven Wissensvermittlung im Wege steht.

Welches Fazit zieht der Autor zur Mission des Vatikanischen Museums?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die explizite Mission, Kunst als Werkzeug der Evangelisierung zu nutzen, zulasten einer neutralen und bildungsorientierten Vermittlungsarbeit geht.

Excerpt out of 13 pages  - scroll top

Details

Title
Die Präsentationsform des Vatikanischen Museums. Die Ausstellungsgestaltung im Zusammenhang mit der Funktion und den Zielen
College
University of Paderborn
Grade
3.0
Author
Florian Baumann (Author)
Publication Year
2019
Pages
13
Catalog Number
V1259111
ISBN (PDF)
9783346714428
ISBN (Book)
9783346714435
Language
German
Tags
Museum Präsentationsformen Vatikanisches Museum
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Florian Baumann (Author), 2019, Die Präsentationsform des Vatikanischen Museums. Die Ausstellungsgestaltung im Zusammenhang mit der Funktion und den Zielen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1259111
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  13  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint