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Aristophanes: Stadt- und Landleben im 5. und 4. Jahrhundert v. Chr.

Title: Aristophanes: Stadt- und Landleben im 5. und 4. Jahrhundert v. Chr.

Presentation (Elaboration) , 2007 , 23 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Chris Meyerhofer (Author)

World History - Early and Ancient History
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1. Einleitung

Im Folgenden befassen wir uns mit dem Stadt- und Landleben im 5. und 4. Jahrhundert. Grundlage dieser Arbeit werden drei Textpassagen aus den Komödien des Aristophanes sein sowie eine Passage aus der Biographie des Plutarch über den Staatsmann Perikles.
Wir werden uns zunächst dem Landleben widmen (Kap. 1) und versuchen, den ersten und zweiten Textausschnitt (Arist. Frieden, 1127-1190; 551-600) zu interpretieren. Dabei soll u.a. herausgearbeitet werden, mit welchen Sehnsüchten die Bauern von Aristophanes dargestellt werden. Anschließend werden wir uns mit der Realität des Landlebens auseinandersetzen und hinterfragen, inwiefern die Darstellung des Aristophanes mit dieser Realität übereinstimmt (Kap. 1.2). In Kapitel 1.3 wird die Komödie Plutos im Vordergrund stehen. Dabei werden wir auf die Beziehung zwischen Bauern und Sklaven zu sprechen kommen, aber auch auf die Unzufriedenheit in der Landbevölkerung und die Frage, wodurch sich diese Unzufriedenheit begründen lässt.
In Kapitel 2 werden wir das Stadtleben thematisieren. Auch hier soll versucht werden, den vorliegenden Textausschnitt (Plut. Perikles 16) zu interpretieren und die sich daraus ergebenden Fragen zu beantworten; selbige beziehen sich auf den Stellenwert des Geldes, auf die Oberschicht sowie die Verdienstmöglichkeiten in der Stadt.
In Kapitel 3 kommen wir auf das Verhältnis zwischen Stadt- und Landbevölkerung zu sprechen. Dabei versuchen wir u.a. die Frage zu beantworten, ob wir beide Sphären klar voneinander trennen können oder nicht.
In einem Fazit werden wir die Ergebnisse dieser Arbeit berücksichtigen und abschließend die Frage stellen, weshalb sich Aristophanes gerade mit der Landbevölkerung auseinandergesetzt hat.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Leben auf dem Land

2.1 Sehnsucht nach Frieden

2.2 Realität auf dem Land

2.3 Sehnsucht nach Reichtum

3. Das Leben in der Stadt

4. Das Verhältnis zwischen Stadt- und Landbevölkerung

5. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Stadt- und Landleben im antiken Griechenland des 5. und 4. Jahrhunderts vor Christus anhand literarischer Quellen, insbesondere ausgewählter Komödien des Aristophanes sowie einer Plutarch-Biographie über Perikles. Ziel ist es, die spezifischen Sehnsüchte, Lebensrealitäten und das sozioökonomische Verhältnis zwischen der Land- und der Stadtbevölkerung zu analysieren und kritisch einzuordnen.

  • Analyse der bäuerlichen Sehnsüchte nach Frieden, Familie und wirtschaftlicher Stabilität.
  • Kontrastierung der aristophanischen Idealisierung des Landlebens mit der harten wirtschaftlichen Realität.
  • Untersuchung des Stellenwerts von Geld, Reichtum und Arbeit in der städtischen Gesellschaft.
  • Beurteilung der wirtschaftlichen und sozialen Abhängigkeiten sowie der bestehenden Kluft zwischen Stadt und Land.

Auszug aus dem Buch

2.2 Die Realität

Da uns die genannten Textstellen ausschließlich auf die positiven Seiten des Landlebens hinweisen, liegt die Vermutung nahe, dass wir von Aristophanes nur den idealisierten Bauern präsentiert bekommen. Wir wollen deswegen auf die Realität des Landlebens eingehen und diesbezüglich vor allem zwei Fragen beantworten: a) wie hat der Alltag der Bauern ausgesehen? und b) in welcher Beziehung standen die Bauern zum Militärdienst?

a)

Wenn wir vom ´Bauern` sprechen, so meinen wir vor allem den einfachen Kleinbauern, der sich im Attischen Bergland oder in einem ländlichen Demos angesiedelt hat. In der Regel hatte er einen kleinen Hof, zu dem etwa 20ha Land gehörten. Vermutlich wird ihm das Geld gefehlt haben, um Sklaven oder freie Lohnarbeiter einzustellen, weshalb sein Hof allein mit der Familie bewirtschaftet worden ist.

Angebaut wurden vor allem Wein, Oliven und Feigen. Der Anbau von Getreide dürfte in fruchtbaren Ebenen vorgekommen sein, allerdings wird er nur eine geringe Rolle gespielt haben. Was die Züchtung und Wartung von Haustieren betrifft, so weist uns R.J. Hopper darauf hin, dass wir „an keiner Stelle der klassischen griechischen Literatur [...] irgendeine praktische Erörterung“ darüber finden. Allerdings müssten wir davon ausgehen, dass die Griechen sich eine gewisse Erfahrung auf diesem Gebiet angeeignet hätten. Schafe dürften in Attika zwar nicht in großer Zahl vorgekommen sein, dafür aber Ziegen, die Haare, Häute, Milch und Fleisch lieferten. Eine systematische Entwicklung der Ziegenzucht ist für R.J. Hopper allerdings auszuschließen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein und benennt die verwendeten Quellen (Aristophanes und Plutarch) sowie den methodischen Vorgehensplan der Arbeit.

2. Das Leben auf dem Land: Es wird die positive Darstellung des Landlebens in den Komödien analysiert, der Realität des harten bäuerlichen Alltags gegenübergestellt und die Rolle des Bauern im Militärdienst sowie sein Wunsch nach materiellem Wohlstand beleuchtet.

3. Das Leben in der Stadt: Dieses Kapitel thematisiert anhand der Perikles-Biographie den Stellenwert von Geld, die wirtschaftliche Struktur der Stadtbevölkerung und die verschiedenen Verdienstmöglichkeiten im Athen des 5. und 4. Jahrhunderts.

4. Das Verhältnis zwischen Stadt- und Landbevölkerung: Hier wird die wechselseitige ökonomische Abhängigkeit aufgezeigt, gleichzeitig jedoch die soziokulturelle Kluft zwischen der bäuerlichen Bevölkerung und der städtischen Gesellschaft hervorgehoben.

5. Fazit: Die Ergebnisse werden zusammengefasst, wobei die Idealisierung des Landlebens als Protest gegen den sozioökonomischen Wandel interpretiert wird.

Schlüsselwörter

Aristophanes, Perikles, Stadtleben, Landleben, attische Demokratie, Oikos-Wirtschaft, Kleinbauern, Sklaven, Militärdienst, Geldwirtschaft, soziale Kluft, Antike, Griechenland, Besitzverhältnisse, Handelsbeziehungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen Stadt- und Landleben im antiken Griechenland des 5. und 4. Jahrhunderts v. Chr. unter Berücksichtigung literarischer Zeugnisse.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die bäuerlichen Sehnsüchte, die wirtschaftlichen Bedingungen der Landwirtschaft, der Stellenwert von Geld in der Stadt sowie die sozialen Unterschiede zwischen den Bevölkerungsgruppen.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Es soll analysiert werden, wie Aristophanes die Landbevölkerung darstellt und ob diese Darstellung mit der historischen Realität korrespondiert sowie wie das Verhältnis zwischen Stadt und Land beschaffen war.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine philologisch-historische Analyse, bei der Textpassagen aus Komödien des Aristophanes und eine Biographie des Plutarch interpretiert und in einen sozioökonomischen Kontext gestellt werden.

Welche Inhalte bilden den Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Untersuchung des Landlebens, des Stadtlebens und der wechselseitigen Beziehungen beider Sphären in Athen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Untersuchung?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen die oikos-Wirtschaft, der attische Bürgerstatus, die verschiedenen Stände (Bürger, Freie, Unfreie) und der soziokulturelle Wandel der Zeit.

Wie unterscheidet sich die Sichtweise des Bauern von der des Städters im Text?

Der Bauer wird als naturverbundener Mensch der alten oikos-Wirtschaft beschrieben, während der Städter als Vertreter einer auf Gelderwerb und wirtschaftliche Maximierung ausgerichteten neuen Ordnung gezeichnet wird.

Welche Rolle spielt der Krieg für die Landbevölkerung in den untersuchten Werken?

Der Krieg wird für die Bauern als Störung ihres friedlichen Lebens und als ungerechte Belastung dargestellt, die sie zu einer Aufgabe ihrer Existenzgrundlage zwingt.

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Details

Title
Aristophanes: Stadt- und Landleben im 5. und 4. Jahrhundert v. Chr.
College
University of Stuttgart
Grade
1,0
Author
Chris Meyerhofer (Author)
Publication Year
2007
Pages
23
Catalog Number
V125997
ISBN (eBook)
9783640314355
ISBN (Book)
9783640317899
Language
German
Tags
Aristophanes Stadt- Landleben Jahrhundert
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Chris Meyerhofer (Author), 2007, Aristophanes: Stadt- und Landleben im 5. und 4. Jahrhundert v. Chr., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/125997
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