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Die Ordnungswidrigkeit im Straßenverkehr

Verfahrensrecht

Title: Die Ordnungswidrigkeit im Straßenverkehr

Seminar Paper , 2009 , 12 Pages , Grade: 10 von 15 Punkten

Autor:in: Mustafa Salem (Author)

Law - Public Law / Administrative Law
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„[…] Ich bin überhaupt nicht für die Strafe, sondern nur für Massregeln [sic!] im Dienste der Gesellschaft oder zu deren Schutz.“ (Einstein)

Das Recht dient dem Zwecke, das Zusammenleben in unserer Gesellschaft unter dem Aspekt der Gerechtigkeit zu ordnen und zu sichern. Das Ordnungswidrigkeitenrecht regelt die Folgen von Verstößen gegen den gewöhnlichen Alltagsumgang in unserer Gesellschaft und bietet eine Grundlage für Sanktionsmaßnahmen, um die Einhaltung des Ordnungsrechts zu ermöglichen. Es stellt dazu Regeln auf, die zu befolgen sind und ahndet jede ihnen widrige Handlung mit Sanktionsmaßnahmen in Form einer Buße, nicht der Strafe.

Mit dieser Ausarbeitung soll ein Einblick in das Recht der Ordnungswidrigkeiten geschaffen werden, insbesondere in Hinsicht auf das Straßenverkehrsrecht, in welchem der wesentliche Teil aller Ordnungswidrigkeiten begangen wird. Dieser Anforderung soll der erste Teil der Arbeit genügen. Im zweiten Teil wird eine Zusammenfassung des Verfahrensrechts der Ordnungswidrigkeiten gegeben.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Historische Entwicklung des OWiG

3. Begriff und Anwendungsbereich des OWiG

3.1 Begriff der Ordnungswidrigkeit

3.2 Abgrenzung des OWiG vom Strafrecht

3.2 Das OWiG im Straßenverkehrsrecht

3.2.1 § 24 StVG

3.2.2 § 49 StVO

4. Das Verfahren im OWiG

4.1 Grundlagen

4.2 Vor- bzw. Verwarnungsverfahren

4.3 Ermittlungs- bzw. Bußgeldverfahren

4.4 Gerichtliches Verfahren und Vollstreckung

5. Eintrag in das Verkehrszentralregister

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Verfahrensrecht von Ordnungswidrigkeiten im deutschen Straßenverkehr, um einen strukturierten Einblick in die gesetzlichen Grundlagen und den Ablauf der behördlichen sowie gerichtlichen Ahndung zu geben.

  • Historische Entwicklung des Ordnungswidrigkeitengesetzes (OWiG)
  • Abgrenzung von Ordnungswidrigkeiten gegenüber Straftaten
  • Bedeutung der §§ 24 StVG und 49 StVO im Straßenverkehrsrecht
  • Struktur des Bußgeldverfahrens (Verwarnungs-, Ermittlungs- und Gerichtsverfahren)
  • Funktionsweise des Verkehrszentralregisters in Flensburg

Auszug aus dem Buch

3.2 Abgrenzung des OWiG vom Strafrecht

Die formale Abgrenzung von Ordnungswidrigkeit und Straftat fällt leicht: Ist die Rechtsfolge einer Norm eine Strafe, so handelt es sich bei der Tat um eine Straftat. Wird als Rechtsfolge eine Geldbuße angedroht, liegt eine Ordnungswidrigkeit vor.

Eine genauere Abgrenzung erfolgt durch zwei Theorien, die quantitative und die gemischt quantitativ-qualitative Theorie. Letztere wird durch die herrschende Meinung und auch Rechtsprechung vertreten. Nach ihr erfolgt die Abgrenzung über eine quantitativ ansteigende Missbilligung der Tat. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von einem Kernbereich. Fällt die Tat in diesen Kernbereich, so kennzeichnet sie, dass eine reine Geldbuße als Sanktionsmaßnahme nicht genügt, der sozialethische Unwert der Tat ist zu hoch. Hieraus lässt sich folgern: Straftaten sind verbunden mit einem sozialethischen Unwert, während Ordnungswidrigkeiten diesen nicht besitzen.

Das Bundesverfassungsgericht dazu: „Sie unterscheiden sich jedoch dadurch, daß [sic!] nach allgemeiner Anschauung mit der Verhängung einer Kriminalstrafe ein ehrenrühriges, autoritatives Unwerturteil über eine Verhaltensweise des Täters, der Vorwurf einer Auflehnung gegen die Rechtsordnung und die Feststellung der Berechtigung dieses Vorwurfs verbunden sind. Demgegenüber wird die an eine Ordnungswidrigkeit geknüpfte Geldbuße lediglich als eine nachdrückliche Pflichtenmahnung angesehen und empfunden. […] Ihr fehlt der Ernst der staatlichen Strafe.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Arbeit erläutert die Bedeutung des Rechts als Mittel zur Ordnung des gesellschaftlichen Zusammenlebens und skizziert die Ziele der Arbeit im Kontext des Straßenverkehrsrechts.

2. Historische Entwicklung des OWiG: Es wird die Genese des OWiG seit 1968 beschrieben und erläutert, warum der Gesetzgeber einen Bedarf für eine vom Strafrecht entlastende Regelung sah.

3. Begriff und Anwendungsbereich des OWiG: Dieses Kapitel definiert die Ordnungswidrigkeit, grenzt sie vom Strafrecht ab und erläutert die spezifischen Blankettnormen § 24 StVG und § 49 StVO.

4. Das Verfahren im OWiG: Der Abschnitt detailliert den Ablauf vom Verwarnungsverfahren über die Bußgeldermittlung bis hin zum gerichtlichen Verfahren und der Vollstreckung.

5. Eintrag in das Verkehrszentralregister: Es wird erklärt, wie das Register in Flensburg als Sanktionsinstrument bei wiederholten Verstößen und bei der Punkteerfassung fungiert.

6. Fazit: Die Arbeit resümiert die Entlastungswirkung des OWiG für die Justiz, kritisiert jedoch die komplexe und teils undurchsichtige Verweisstruktur des geltenden Rechts.

Schlüsselwörter

Ordnungswidrigkeit, Straßenverkehrsrecht, OWiG, StVG, StVO, Bußgeld, Strafrecht, Verfahrensrecht, Verwarnung, Ermittlungsverfahren, Verkehrszentralregister, Sanktion, Rechtsnorm, Ahndung, Punktesystem

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem deutschen Ordnungswidrigkeitenrecht, insbesondere mit den verfahrensrechtlichen Aspekten bei Verstößen im Straßenverkehr.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Im Fokus stehen die Abgrenzung zum Strafrecht, die gesetzliche Grundlage durch § 24 StVG sowie der detaillierte Ablauf des Bußgeldverfahrens und das Verkehrszentralregister.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, einen strukturierten Einblick in die Mechanismen der behördlichen Ahndung von Verkehrsverstößen zu geben und die Effizienz des OWiG-Systems zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewandt?

Es handelt sich um eine juristische Facharbeit, die auf einer fundierten Auswertung von Gesetzestexten, Kommentarliteratur und höchstrichterlicher Rechtsprechung basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des OWiG, die spezifischen Regelungen für den Straßenverkehr und eine detaillierte Darstellung des Verfahrensablaufs.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Ordnungswidrigkeit, Bußgeld, StVG, StVO, Verfahrensrecht und das Verkehrszentralregister in Flensburg.

Welche Rolle spielt die Polizei im Ordnungswidrigkeitenverfahren?

Die Polizei unterstützt die Verwaltungsbehörde bei der Sachverhaltsaufklärung und den Ermittlungen, die den sieben kriminalistischen W-Fragen folgen.

Wie unterscheidet sich das Bußgeld von einer strafrechtlichen Strafe?

Während eine Strafe ein ehrenrühriges Unwerturteil darstellt, wird die Geldbuße lediglich als nachdrückliche Pflichtenmahnung verstanden, der der Ernst der strafrechtlichen Sanktion fehlt.

Was passiert, wenn ein Betroffener Einspruch gegen einen Bußgeldbescheid einlegt?

Es folgt ein Zwischenverfahren, bei dem die Behörde den Sachverhalt erneut prüft; bleibt sie beim Bescheid, erfolgt eine Übergabe an die Staatsanwaltschaft und schließlich an das Amtsgericht.

Ab welcher Punktzahl in Flensburg drohen Konsequenzen für den Führerschein?

Ab 18 Punkten im Verkehrszentralregister wird die Fahrerlaubnis entzogen, wobei bereits ab acht Punkten präventive Maßnahmen wie Aufbauseminare greifen.

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Details

Title
Die Ordnungswidrigkeit im Straßenverkehr
Subtitle
Verfahrensrecht
College
Hamburg University of Applied Sciences
Course
Straßen-/Straßenverkehrsrecht
Grade
10 von 15 Punkten
Author
Mustafa Salem (Author)
Publication Year
2009
Pages
12
Catalog Number
V126118
ISBN (eBook)
9783640315048
ISBN (Book)
9783640318476
Language
German
Tags
Ordnungswidrigkeit Straßenverkehr Verfahrensrecht Punkten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mustafa Salem (Author), 2009, Die Ordnungswidrigkeit im Straßenverkehr, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/126118
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