After investigating the active employment measures of the United Kingdom and Germany as well as their reforms of the Employment Services since the creation of the European Employment Strategy in
1997, it can be said that Germany adapted huge parts of the British system. The British set the European Employment Strategy’s agenda and extended their policy model to the European level. Via the European Employment Strategy, the British system significantly changed the German one from a highly protective to a liberal model. The German state transferred the responsibility for protection from employment related “common risks of life” to the citizens, reducing its own measures to supporting services and a mere “guarantee of survival”.
Although this convergence of Employment Policy was caused by the European Employment Strategy, it did not contribute to the merging of a unified European Employment Policy or to a public awareness of the European Union’s role in this policy area. While Germany obviously respected the European Employment Strategy as a “superior guidance” and treated it as a self standing “European Policy”, the British used it to extend the reach of their national policies. A real integration of national policies into
an EU-policy did not happen. In the United Kingdom as well as in Germany, the reforms of the employment policies have not been determined and implemented in a process of broad public participation but mostly as a “top-down” process, with decisions made by a professional elite. The European Employment Strategy with its set of policy methods (Open Methods of Cooperation) had
not been able to reach its goals of a more democratic policy making and more public awareness of an independent role of the European Union in employment policy.
Inhaltsverzeichnis
1. Introduction
1.1. The subject
1.2. The methodology
2. The debate on EES
3. The Employment Policy Reforms in the United Kingdom and in Germany
3.1. Public and Private PES
3.2. Linking AEM and unemployment benefit schemes
3.3. Convergence and integrative effectiveness
4. Conclusion
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Ausmaß der Konvergenz beziehungsweise Divergenz in den Beschäftigungspolitiken von Deutschland und dem Vereinigten Königreich seit Einführung der Europäischen Beschäftigungsstrategie (EES) im Jahr 1997. Dabei wird analysiert, inwieweit Deutschland britische Instrumente adaptierte und ob dieser Prozess zu einer echten Integration in eine einheitliche europäische Beschäftigungspolitik geführt hat.
- Vergleich aktiver arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen (AEM)
- Modernisierung der Arbeitsverwaltungen (PES)
- Rolle der Offenen Methode der Koordinierung (OMC)
- Konvergenz der nationalen Politiken
- Einfluss der europäischen Beschäftigungsstrategie auf nationale Reformen
Auszug aus dem Buch
3.2. Linking AEM and unemployment benefit schemes
In 1998 Germany first emphasised the individual’s responsibility to actively strive for new employment and adapt to changed requirements of the labour market in the “Code of Social Law” -SGB III- (Bundesagentur für Arbeit, 2006). This implied a significant shift in German philosophy, from the state as a “fatherly care taker” to the state as “provider of services” to support employees and employers in their own responsibility to strive for avoiding resp. for shortening unemployment17.
Until then unemployment benefits depended on an individual’s last earnings, to secure social status and the acquired standard of living. They were drawn from the mandatory insurance fund (Arbeitslosengeld) which was -and is- operated by the German public PES. Originally Arbeitslosengeld came to more than 60 % of the previous income. Long-term unemployed persons could apply for partly tax financed unemployment assistance (Arbeitslosenhilfe) related to previous earnings but on a lower level. AEM’s utilization was not mandatory for being entitled to “Arbeitslosengeld” or “Arbeitslosenhilfe”. (Konle-Seidl, 2008 p. 8). Unemployment was widely regarded as a “stroke of fate” for which neither employer nor employee could be hold accountable. The state was responsible to safeguard citizens from the “common risk of life” in this area.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Introduction: Dieses Kapitel legt den theoretischen Fokus auf die These, dass die Konvergenz der Beschäftigungspolitik eine einseitige Anpassung Deutschlands an britische Modelle war und hinterfragt die demokratische Wirksamkeit der EES.
2. The debate on EES: Hier wird der historische Kontext der EU-15 Länder beleuchtet, die aufgrund anhaltender Arbeitslosigkeit in den 1990er Jahren begannen, sich in einem intergouvernementalen Prozess über arbeitsmarktpolitische Lösungen zu beraten.
3. The Employment Policy Reforms in the United Kingdom and in Germany: In diesem Kapitel werden die konkreten Reformschritte bei den öffentlichen Arbeitsverwaltungen und die Kopplung von Arbeitsmarkmaßnahmen an Sozialleistungen in beiden Ländern detailliert verglichen.
4. Conclusion: Die Schlussfolgerung verdeutlicht, dass Deutschland zwar stark konvergierte, jedoch keine echte europäische Integration stattfand, da die Entscheidungsprozesse in beiden Ländern weitgehend von professionellen Eliten dominiert wurden.
Schlüsselwörter
Europäische Beschäftigungsstrategie, EES, Offene Methode der Koordinierung, OMC, Arbeitsmarktpolitik, Deutschland, Vereinigtes Königreich, Konvergenz, Hartz-Reformen, Arbeitsverwaltung, PES, Arbeitslosenunterstützung, Sozialpolitik, Arbeitsmarktintegration, EU-Integration.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht den Einfluss der Europäischen Beschäftigungsstrategie (EES) auf die nationalen Arbeitsmarktpolitiken von Deutschland und Großbritannien sowie das Ausmaß der inhaltlichen Annäherung beider Länder.
Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt der Untersuchung?
Im Zentrum stehen die Modernisierung der öffentlichen Arbeitsvermittlungen (PES), der Einsatz aktiver arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen (AEM) und die Umgestaltung der Arbeitslosenversicherungssysteme.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?
Die Forschungsfrage lautet, inwieweit policy-Konvergenz oder Divergenz in den Beschäftigungspolitiken von Deutschland und dem Vereinigten Königreich festzustellen ist und ob dies zur Entstehung einer eigenständigen europäischen Beschäftigungspolitik beigetragen hat.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?
Die Arbeit nutzt den vergleichenden Ansatz (Comparative Analysis) im Rahmen der europäischen Politikwissenschaft, um institutionelle Reformen und politische Entscheidungsprozesse gegenüberzustellen.
Was wird im Hauptteil der Untersuchung behandelt?
Der Hauptteil analysiert die historischen Entwicklungen der Arbeitsmarktreformen in beiden Ländern, insbesondere die Abkehr vom Monopol der öffentlichen Vermittlung und die stärkere Verpflichtung des Individuums durch an Arbeitsmarkmaßnahmen gekoppelte Sozialleistungen.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie "EES-Policy-Learning", "One-way street of convergence", "Two-level game" und "Professionalisierung der Sozialpolitik" charakterisiert.
Wie wird das Verhältnis zwischen der EU und den nationalen Staaten in der Arbeitsmarktpolitik beschrieben?
Die Autorin beschreibt ein Verhältnis, in dem Großbritannien die EES als Instrument zur Ausweitung der eigenen nationalen Agenda auf europäischer Ebene nutzte, während Deutschland die EES als übergeordnete Richtschnur für notwendige nationale Reformen akzeptierte.
Welche Schlussfolgerung zieht die Arbeit hinsichtlich der demokratischen Beteiligung?
Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass sowohl in Deutschland als auch im Vereinigten Königreich eine breite öffentliche Partizipation fehlte und die Reformen stattdessen durch professionelle Eliten "top-down" implementiert wurden.
- Quote paper
- Andrea Daniel (Author), 2009, To what extent are there policy convergence and/or divergence in the employment policies of Germany and the United Kingdom?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/126131