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Die Wirkung von Einstellungseffekten auf Problemlösestrategien

Eine Hausarbeit zu A. Luchins Artikel Mechanization in Problem Solving – The Effect of Einstellung

Title: Die Wirkung von Einstellungseffekten auf Problemlösestrategien

Term Paper , 2009 , 18 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Jaya Gerlach (Author)

Psychology - General
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Luchins veröffentlichte 1942 ein Wasserumfüllexperiment mit dessen Hilfe er den Effekt von Einstellung untersuchte. Er stellte fest, dass schon wenige Durchgänge der theoretischen Umfüllaufgaben dazu ausreichten um bei den Probanden eine Einstellung zu erzeugen, von der sie sich nicht mehr erholten. Zusätzlich stellte er fünf Arbeitshypothesen auf, die sowohl die mechanische Tendenz, als auch innere und äußere Faktoren des Menschen berücksichtigten. Diesen entsprechend entwickelte er Variationen des Experiments, wodurch die 2. und 5. Hypothese teilweise verifiziert wurden. Luchins entwickelte weitere Experimente, die dem erstgenannten ähnlich
waren, um die Einstellung einer Situation auf andere übertragen zu können. Er erkannte wie viel Einfluss Einstellung auf unser Handeln hat und forderte Veränderungen im Lehrsystem.

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Inhaltsverzeichnis

1. Zusammenfassung

2. Einleitung

3. Mechanisierung beim Problemlösen – Die Wirkung der „Einstellung“

4. Hypothesen der Erklärung des Einstellungseffekts

5. Variationen des Umfüllexperiments

6. Nicht Einstellungsverhalten

7. Ähnliche Experimente

8. Diskussion

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den von A. Luchins beschriebenen Einstellungseffekt bei Problemlöseaufgaben, um zu analysieren, wie mechanisiertes Verhalten entsteht, durch welche Faktoren es beeinflusst wird und ob es durch bewusste Reflexion oder veränderte Rahmenbedingungen reduziert werden kann.

  • Analyse des Wasserumfüllexperiments und des daraus resultierenden E-Effekts.
  • Untersuchung der psychologischen Hypothesen zur Entstehung von Problemlöse-Einstellungen.
  • Diskussion von Einflussfaktoren wie Zeitdruck, Instruktionen und sozialer Atmosphäre.
  • Reflexion über die Transferierbarkeit der Experimente auf Alltagssituationen und moderne Bildungssysteme.

Auszug aus dem Buch

Mechanisierung beim Problemlösen – Die Wirkung der „Einstellung“

Abraham S. Luchins, einer der bedeutendsten amerikanischen Gestaltpsychologen, führte 1938 ein breit angelegtes Experiment zum Thema Mechanisierung beim Problemlösen durch.

Sein Ziel war in dem Experiment bei den Versuchspersonen eine Einstellung zu erzeugen und zu untersuchen. Dieses Experiment führte er mit über 900 Versuchspersonen durch; dabei rekrutierte er Menschen möglichst vieler verschiedener Altersgruppen und Bildungsgrade (Luchins 1942, S. 1). Zusätzlich unterteilte er die Versuchspersonen zufällig in 3 unterschiedliche Gruppen: Kontrollgruppe, „Don't be blind“-Gruppe und die Grundgruppe.

Die Instruktionen bei diesem Experiments lauteten: „Schreiben Sie bitte nieder, wie man eine gewünschte Wassermenge erhalten kann, wenn bestimmte leere Meßgefäße zur Verfügung stehen.“ (Graumann, 1969, S. 172) Dazu hatten die Versuchspersonen einen unbegrenzten theoretischen Wasservorrat zur Verfügung. Zur Lösung jeder Aufgabe waren jeweils 2,5 Minuten gegeben. Die erste Aufgabe wurde beispielhaft vom Versuchsleiter an einer Wandtafel mit folgenden Worten gelöst: „Man füllt zuerst das 127-Quart-Gefäß und gießt dann aus ihm einmal den 21-Quart-Krug und zweimal den 3-Quart-Krug voll. Im 127-Quart-Krug bleiben dann die gewünschten 100 Quart Wasser zurück.“ (Graumann, 1969, S. 172)

Nun folgten die Aufgaben 1 bis 5 für die Probanden. Diese nannte Luchins Einstellungsaufgaben (E-Aufgaben), da die Probanden das stets gleiche Lösungsprinzip einübten: Gefäß B füllen und aus diesem mit Gefäß A einmal und Gefäß C zweimal Wasser entnehmen (B-A-2C).

Zusammenfassung der Kapitel

Zusammenfassung: Die Arbeit gibt einen Überblick über Luchins' Experimente zum Einstellungseffekt, bei denen Probanden durch wiederholte Anwendung eines Lösungsprinzips bei neuen Problemen unflexibel reagieren.

Einleitung: Dieses Kapitel definiert die grundlegenden Begriffe der Problemlösepsychologie, wie das Aha-Erlebnis und funktionale Fixierung, und leitet zum Phänomen des Einstellungseffekts über.

Mechanisierung beim Problemlösen – Die Wirkung der „Einstellung“: Hier wird das primäre Wasserumfüllexperiment von Luchins sowie dessen methodischer Aufbau und die Unterteilung in verschiedene Probandengruppen detailliert erläutert.

Hypothesen der Erklärung des Einstellungseffekts: Dieses Kapitel stellt die fünf von Luchins formulierten Arbeitshypothesen vor, welche die Ursachen für die mechanische Tendenz bei der Problemlösung theoretisch fundieren.

Variationen des Umfüllexperiments: Hier werden Abwandlungen des Basisexperiments analysiert, etwa der Einfluss von Zeitdruck, Instruktionen oder räumlicher Trennung auf die Ausprägung des E-Effekts.

Nicht Einstellungsverhalten: Dieses Kapitel beleuchtet das Verhalten jener Probanden, die entgegen der allgemeinen Tendenz den direkten Lösungsweg wählten oder ihre Einstellungsfixierung unterdrücken konnten.

Ähnliche Experimente: Die Arbeit erweitert den Fokus hier auf alternative Versuchsanordnungen wie das „Labyrinth-Experiment“ und das „verborgene Wort Experiment“, um die Generalisierbarkeit des E-Effekts zu prüfen.

Diskussion: Abschließend werden die Ergebnisse kritisch reflektiert, wobei insbesondere der Einfluss von Lernatmosphären, pädagogischen Lehrmethoden und die Realitätsnähe der experimentellen Aufgabenstellung diskutiert werden.

Schlüsselwörter

Einstellungseffekt, Problemlösen, Mechanisierung, Luchins, Gestaltpsychologie, Wasserumfüllexperiment, kognitive Fixierung, Transferleistung, E-Effekt, Lernatmosphäre, Problemlösestrategien, Experimentelle Psychologie, Denkpsychologie, kognitive Blockade, Verhaltensmechanisierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Phänomen des Einstellungseffekts, bei dem Menschen dazu neigen, an einer einmal erlernten, jedoch ineffizienten Lösungsstrategie festzuhalten, anstatt einfachere Lösungen zu wählen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Denkpsychologie, die Problemlöseforschung nach A. Luchins, sowie die Untersuchung von Faktoren, die zu einer kognitiven Mechanisierung führen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, den E-Effekt experimentell nachzuvollziehen, die zugrunde liegenden Hypothesen zu analysieren und zu hinterfragen, wie stark Gewohnheit unser Denken in Problemlösesituationen beeinflusst.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die auf Basis der psychologischen Experimente von Abraham S. Luchins (1942) sowie ergänzender Forschungsliteratur eine systematische Analyse der Einstellungseffekte vornimmt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Basisexperimente, die Erläuterung theoretischer Hypothesen, die Beschreibung experimenteller Variationen sowie eine kritische Diskussion der Ergebnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Einstellungseffekt, Mechanisierung, Problemlöseverhalten und kognitive Fixierung charakterisiert.

Warum spielt die „Don't be blind“-Gruppe eine besondere Rolle?

Diese Gruppe diente dazu zu untersuchen, ob ein bewusster Hinweis zur Vorsicht die Probanden dazu befähigt, die mechanische Einstellungsantwort zu unterdrücken und den effizienteren Weg zu wählen.

Wie beeinflusste Zeitdruck laut Luchins die Ergebnisse?

Zeitdruck fungierte als ein einstellungsfördernder Faktor; unter Stress neigten die Probanden eher dazu, auf bereits bekannte, automatisierte Lösungen zurückzugreifen, statt über alternative Wege nachzudenken.

Inwiefern spielt das Bildungssystem eine Rolle in der Diskussion?

Luchins deutet an, dass Drill und eine starre Lernatmosphäre die Mechanisierung verstärken könnten, und fordert daher pädagogische Konzepte, die kritisches und eigenständiges Denken fördern.

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Details

Title
Die Wirkung von Einstellungseffekten auf Problemlösestrategien
Subtitle
Eine Hausarbeit zu A. Luchins Artikel Mechanization in Problem Solving – The Effect of Einstellung
College
University of Trier
Course
Allgemeine Psychologie 1
Grade
1,7
Author
Jaya Gerlach (Author)
Publication Year
2009
Pages
18
Catalog Number
V126156
ISBN (eBook)
9783640322534
ISBN (Book)
9783640320660
Language
German
Tags
Wirkung Einstellungseffekten Problemlösestrategien Eine Hausarbeit Luchins Artikel Mechanization Problem Solving Effect Einstellung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jaya Gerlach (Author), 2009, Die Wirkung von Einstellungseffekten auf Problemlösestrategien , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/126156
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