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Das Comedy-Format: Die Sitcom

Title: Das Comedy-Format: Die Sitcom

Term Paper , 2009 , 10 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Tim-Andre Elstner (Author)

Communications - Movies and Television
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Seit den 90er Jahren lässt sich ein sprunghafter Anstieg von Comedy-Formaten in der Fernsehlandschaft beobachten. So beschäftigen sich auch Gerlinde Schumacher und Daniela Hammer mit den Ergebnissen einer vom ZDF in Auftrag gegebenen qualitativen Medienforschungsstudie. Angefangen mit der Sketch- bzw. Stand-Up-Comedien-Show „RTL Samstag Nacht“ (1993), gibt es nun ein breites Angebot an Comedy-Formaten. Überwiegend sind es Privatsender, die ihr Programm immer mehr mit Humorsendungen ausfüllen. Mit „Comedy Central“ gibt es seit Anfang 2007 sogar einen Sender, der sich ausschließlich auf die Sparte des Humors konzentriert. Doch was macht eine Sitcom aus? Dieser Fragestellung möchte ich im Rahmen meiner Hausarbeit etwas näher kommen.
Besonders erfolgreich im Genre der Humorsendungen können „Sitcoms“ sein. Sie können langfristig hohe Einschaltquoten erzielen. Bei erfolgreichen Sitcoms lassen sich Episoden bzw. gesamte Staffeln zudem sehr häufig wiederholen. Das Münchner Forschungsinstitut „iconkids & youth, international research GmbH“, welches vom ZDF mit der qualitativen Untersuchung von Comedy-Formaten betraut worden ist, belegte einer gut produzierten bzw. erfolgreichen Sitcom ein rentables Geschäft, mit hohen Werbeeinnahmen und zunehemenden Absatz von Merchindisingartikeln zur jeweiligen Sitcom, bei vergleichsweise niedrigen Produktionskosten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Comedy Boom

2. Sitcoms

2.1 Was macht eine Sitcom aus?

2.2 Struktureller Aufbau der Sitcom

2.3 Figuren und Themen der Sitcom

2.4 Strategien der Sitcom

2.4.1 Teil der Strategie: das Dosenlachen

3. Resüme

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die medienwissenschaftlichen Hintergründe des Sitcom-Formats und analysiert, welche strukturellen und psychologischen Faktoren für dessen anhaltenden Erfolg und die hohe Publikumsbindung verantwortlich sind.

  • Entwicklung und Bedeutung von Comedy-Formaten im Fernsehen
  • Strukturelle Merkmale und narrative Strategien von Sitcoms
  • Psychologische Wirkung von Humor und Identifikationspotenzial
  • Die Rolle von künstlich erzeugtem Lachen (Dosenlachen)
  • Ökonomische Aspekte und Rezeptionsverhalten

Auszug aus dem Buch

2.1 Was macht eine Sitcom aus?

Wesentlich für die Sitcom sind die differenzierten Charaktere und deren Alltag. Das Stammpersonal verändert sich wenn überhaupt nur geringfügig. Auch das erleichtert den Zugang für den Zuschauer zur regelmäßigen Teilnahme an der Sitcom. Zumal die Weiterentwicklung der Charaktere in einer Episode nur geringfügig ist kann der Zuschauer immer wieder mit der gleichen Erwartungshaltung an die, in Serie ausgestrahlten, Episoden der Sitcom herangehen.8

Der Zuschauer stellt Beziehungen zu Protagonisten und einigen Nebenrollen her. Durch Einzigartigkeit, Humor, Infantilität und Vertrautheit der Charaktere kann der Zuschauer mit ihnen leben, mitfühlen, sich mit ihnen identifizieren.9 Über die Dauer von 30 Minuten nimmt der Fernsehzuschauer Anteil am Leben der Darsteller, deren Schicksalsschlägen und anderer zwischenmenschlicher Alltags-Situationen. Er taucht ab in eine nicht existierende Welt, der von Autoren, Regisseuren und Schauspielern erzeugten künstlichen Realität.

Dies ist teilweise sogar vergleichbar mit Direktübertragungen, wie sie der Fußball-Fan von Live-Berichterstattungen seines Clubs am TV-Gerät kennt, wo fern-sehen noch konzentriert auf ein Ereignis stattfindet und nicht zum Tagesbegleitmedium degradiert wird.10

Zusammenfassung der Kapitel

1. Comedy Boom: Das Kapitel skizziert die Zunahme von Comedy-Formaten im deutschen Fernsehen seit den 90er Jahren und die steigende Bedeutung dieses Genres für Privatsender.

2. Sitcoms: Dieser Abschnitt erläutert die wirtschaftliche Relevanz und den Suchtfaktor von Sitcoms durch die Kombination von Humor, Entspannung und Werbewirksamkeit.

2.1 Was macht eine Sitcom aus?: Hier wird die Bedeutung von stabilen Charakteren, Alltagsnähe und der Identifikation des Zuschauers mit den Figuren analysiert.

2.2 Struktureller Aufbau der Sitcom: Das Kapitel beschreibt den dreiteiligen Drehbuchaufbau, die Funktion von Subplots und die Platzierung von Werbeblöcken innerhalb der Spannungskurve.

2.3 Figuren und Themen der Sitcom: Fokus auf das minimalistische, aber stabile Figureninventar, das durch Vertrautheit und Sympathie eine Bindung zum Publikum aufbaut.

2.4 Strategien der Sitcom: Analyse der gesellschaftlichen Spiegelungsfunktion von Sitcoms und wie diese dem Zuschauer Orientierung in einer inszenierten Realität bieten.

2.4.1 Teil der Strategie: das Dosenlachen: Untersuchung des Einsatzes von Lachkonserven als ritualisierendes Element, das den Rezipienten stärker in das Mediengeschehen integriert.

3. Resüme: Zusammenfassung, dass Sitcoms durch Rollenklischees ein temporäres Gefühl von Harmonie und Glück vermitteln, ohne jedoch reale Probleme des Zuschauers dauerhaft zu lösen.

Schlüsselwörter

Sitcom, Comedy-Format, Fernsehforschung, Publikumsbindung, Audience Flow, Charakterdarstellung, Drehbuchstruktur, Identifikation, Dosenlachen, Lachkonserve, Medienpsychologie, Konsumverhalten, Alltagsrealität, Humor, Unterhaltungsfernsehen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse des Sitcom-Genres im Fernsehen und untersucht, warum dieses Format beim Publikum so erfolgreich ist und wie es zur langfristigen Bindung der Zuschauer beiträgt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die strukturelle Beschaffenheit von Sitcoms, die psychologische Wirkung der Charaktere auf den Zuschauer sowie die ökonomischen Hintergründe des Erfolgs.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, die Mechanismen hinter der Beliebtheit von Sitcoms aufzudecken, insbesondere im Hinblick auf den "Ablachfaktor" und die Rolle der Charaktere für den Erfolg der Sendungen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Medienanalyse, wobei Ergebnisse von qualitativen Medienforschungsstudien ausgewertet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Struktur, der Figuren, der Erzählstrategien und der spezifischen Nutzung von Elementen wie dem Dosenlachen zur Zuschauersteuerung.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Sitcom, Publikumsbindung, Identifikation, Dosenlachen, Medienpsychologie und Unterhaltungsfernsehen.

Welche Rolle spielt das "Dosenlachen" laut dem Autor?

Das Dosenlachen dient als ritualisierendes Element, das den Zuschauer in die Maschinerie der Sitcom einbindet und es ihm erleichtert, in die inszenierte Welt einzutauchen.

Warum wirkt die Sitcom laut der Arbeit wie ein Suchtmittel?

Die Sitcom vermittelt dem Zuschauer ein Gefühl von Harmonie und Glück ohne eigene Anstrengung, was eine kurzfristige Ablenkung vom Alltag bietet, aber keine echte Problemlösung darstellt.

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Details

Title
Das Comedy-Format: Die Sitcom
College
University of Cologne  (Institut für Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft)
Course
Übung: Fernsehen
Grade
2,0
Author
Tim-Andre Elstner (Author)
Publication Year
2009
Pages
10
Catalog Number
V126196
ISBN (eBook)
9783640325160
ISBN (Book)
9783640325986
Language
German
Tags
Sitcom Comedy Dosenlachen Fernsehen Ablachen Lachen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tim-Andre Elstner (Author), 2009, Das Comedy-Format: Die Sitcom, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/126196
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