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Tierkognition

Kommunikation und Gedankenlesen - John Dupré, Colin Allen und Eric Saidel, Kim Sterelny

Title: Tierkognition

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 19 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Peter Brendebach (Author)

Philosophy - Practical (Ethics, Aesthetics, Culture, Nature, Right, ...)
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Summary Excerpt Details

Die Beschäftigung mit der Fähigkeit von Tieren, kommunizieren und Gedanken lesen zu können, spielt eine zentrale Rolle in der Diskussion um den Geist der Tiere. Vor allem aus dem Bereich der Affenforschung und Affensprachenforschung können hier wichtige und nützliche Erkenntnisse erlangt werden.
Die vorliegende Arbeit stellt drei Aufsätze von verschiedenen Biophilosophen vor, die sich mit unterschiedlichen Aspekten aus dem Bereich „Kommunikation und Gedankenlesen“ beschäftigen.
John Dupré, Professor für Philosophie und Wissenschaftstheorie an der University of Exeter, gibt einen Einblick in das Feld der Affensprachenforschung und der aus ihr resultierenden Möglichkeiten, Erkenntnisse über den Geist der Tiere zu erlangen.
Colin Allen, Professor für Philosophie an der Indiana University in Bloomington, und Eric Saidel, Assistenzprofessor an der George Washington University in Washington D.C., beschäftigen sich mit der Evolution der Referenz als einem von vielen Merkmalen menschlicher Sprachfähigkeit.
Schließlich gibt Kim Sterelny, Professor für Biophilosophie an der australischen Victoria University in Wellington, Einblicke in Primatenwelten und Primaten als Gedankenlesern.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. John Dupré: Gespräche mit Affen. Reflexionen über die wissenschaftliche Erforschung der Sprache

1. Was lernen Affen?

2. Kritik an der Affensprachen-Forschung

3. Ziele der Affensprachen-Forscher und ihrer Kritiker

II. Colin Allen und Eric Saidel: Die Evolution der Referenz

1. Drei Ansichten über die Sprache

2. Was ist ein Merkmal?

3. Referenz und Sprache

4. Drei Arten der Referenz

5. Aufmerksamkeit und Referenz

6. Schlussbemerkungen

III. Kim Sterelny: Primatenwelten

1. Primaten als Gedankenleser

2. Geistige Zustände repräsentieren

3. Eine Fallstudie: Visuelle Aufmerksamkeit und implizites Wissen über Fremdpsychisches

4. Eine »Theorie des Geistes« nachweisen: Was die Experimente zeigen

IV. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die kognitiven Fähigkeiten von Tieren, insbesondere im Kontext von Kommunikation und Gedankenlesen, indem sie drei zentrale biophilosophische Aufsätze analysiert und deren Argumentationen hinsichtlich der menschlichen Sprachfähigkeit und sozialen Intelligenz gegenüberstellt.

  • Kritische Analyse der wissenschaftlichen Affensprachen-Forschung und ihrer methodologischen Herausforderungen.
  • Untersuchung der Evolution der Referenz als grundlegende Eigenschaft sprachlicher Kommunikation.
  • Erforschung der „Hypothese der sozialen Intelligenz“ bei Primaten.
  • Diskussion über die Existenz einer „Theorie des Geistes“ bei Tieren.
  • Reflexion über das Verhältnis von Verhalten, Repräsentation und Bewusstsein.

Auszug aus dem Buch

1. Was lernen Affen?

Nach Dupré scheint weitestgehend unbestritten zu sein, dass Affen „etwas verlangen“ können. Das beinhaltet zwei Behauptungen, nämlich dass es möglich ist, Affen die Verwendung von Symbolen beizubringen und dass Affen gewisse Sprechakte bewerkstelligen können. Kritiker verweisen in diesem Zusammenhang auf Skinners Konditionierung. In der neueren Affenforschung wird dieser Einwand weitestgehend auszuschalten versucht, indem komplexere Fertigkeiten und Fähigkeiten trainiert werden. Ein Resultat ist zum Beispiel die Fähigkeit, bestimmte Äußerungen nicht nur selbst zu produzieren, sondern auch zu beantworten und schließlich sogar in Bezug auf neu erworbene Zeichen zu verallgemeinern. Die Forschungsarbeiten von Patterson zeigen sogar Ergebnisse, die deutlich über den Rahmen konditionierter Reflexe hinausgehen, nämlich von Gorillas getroffene Beschreibungen gegenwärtiger und vergangener Ereignisse, Witze, Drohungen und Beleidigungen.

Gegen die Schlussfolgerung, dass diese Affen echte Sprachfähigkeit zeigen, wurden jedoch einige Einwände erhoben, die Dupré im Folgenden näher betrachtet.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung führt in das zentrale Thema der Tierkognition, Kommunikation und des Gedankenlesens ein und stellt die drei behandelten Biophilosophen sowie deren thematische Schwerpunkte vor.

II. John Dupré: Gespräche mit Affen. Reflexionen über die wissenschaftliche Erforschung der Sprache: Das Kapitel bietet einen kritischen Überblick über die Affensprachen-Forschung, beleuchtet Einwände gegen den Spracherwerb bei Tieren und untersucht die zugrunde liegenden Forschungsziele sowie ethische Implikationen.

II. Colin Allen und Eric Saidel: Die Evolution der Referenz: Die Autoren analysieren die Entstehung menschlicher Sprache durch die Betrachtung der symbolischen Referenz und diskutieren, ob diese eine einzigartige hominide Neuerung oder ein evolutionäres Kontinuum darstellt.

III. Kim Sterelny: Primatenwelten: Sterelny diskutiert die „Hypothese der sozialen Intelligenz“ und untersucht anhand von Fallstudien zur visuellen Aufmerksamkeit, ob Primaten über eine „Theorie des Geistes“ verfügen und geistige Zustände repräsentieren können.

IV. Zusammenfassung: Das Kapitel reflektiert die vorgestellte Bandbreite an Forschungsergebnissen und bietet eine abschließende Einordnung der Diskussion über den Geist der Tiere.

Schlüsselwörter

Tierkognition, Kommunikation, Gedankenlesen, Affensprachen-Forschung, Referenz, Evolution, soziale Intelligenz, Primaten, Repräsentation, Theorie des Geistes, Verhaltensprogramme, Biophilosophie, Bewusstsein, Sprachevolution, Intentionalität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt philosophische und wissenschaftliche Debatten über die kognitiven Fähigkeiten von Tieren, insbesondere deren Vermögen zur Kommunikation und zum Gedankenlesen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Themenfelder umfassen die Affensprachen-Forschung, die evolutionäre Entwicklung der Referenz sowie die „Hypothese der sozialen Intelligenz“ bei Primaten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, durch die Analyse dreier biophilosophischer Aufsätze ein besseres Verständnis über die Komplexität tierischen Geistes und die Abgrenzung zur menschlichen Sprachfähigkeit zu gewinnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Literaturanalyse und vergleichende philosophische Interpretation, um Forschungsreihen und Experimente aus der Biophilosophie kritisch zu bewerten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in drei Bereiche: die Reflexion über Affensprache (Dupré), die Evolution der Referenz (Allen/Saidel) und die Primatenkognition (Sterelny).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Tierkognition, Theorie des Geistes, soziale Intelligenz, symbolische Referenz und Repräsentation.

Wie unterscheidet Dupré die verschiedenen Ansätze in der Affenforschung?

Er differenziert zwischen Zeichensprachenprojekten, die auf Kommunikation setzen, und künstlicher Sprachforschung, bei der kontrollierte Daten und analytische Strenge im Vordergrund stehen.

Warum ist das Thema der Referenz für die Sprach evolution wichtig?

Referenz gilt als grundlegende Eigenschaft von Sprache; ihre Erforschung hilft zu klären, ob menschliche Sprache ein gänzlich neues Phänomen ist oder ob sie auf älteren Kommunikationsformen basiert.

Welches Problem identifiziert Sterelny bei der Untersuchung der Theorie des Geistes?

Sterelny weist darauf hin, dass weitreichende kognitive Leistungen von Primaten oft nicht durch einzelne Experimente belegt werden können und sich durch alternative Verhaltensprogramme erklären lassen könnten.

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Details

Title
Tierkognition
Subtitle
Kommunikation und Gedankenlesen - John Dupré, Colin Allen und Eric Saidel, Kim Sterelny
College
University of Bonn  (Institut für Philosophie)
Course
Naturalismus in den Biowissenschaften
Grade
2,0
Author
Peter Brendebach (Author)
Publication Year
2006
Pages
19
Catalog Number
V126205
ISBN (eBook)
9783640322602
Language
German
Tags
Tierkognition Kommunikation Gedankenlesen John Dupré Colin Allen Eric Saidel Sterelny
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Peter Brendebach (Author), 2006, Tierkognition, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/126205
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