Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Gestaltung digitaler und smarter Prozesse im Controlling.
Schnelllebiger, internationaler, komplexer – bedingt durch den Prozess der Digitalisierung unterliegt der Markt aktuell einem rasanten Wandel. Auch interne und externe Tätigkeiten von Unternehmen werden maßgeblich durch digitale Technologien determiniert. Dies zeigt sich nicht zuletzt in der Corona-Pandemie: In Zeiten volatiler Märkte konnten gerade Tech-Konzerne wie zum Beispiel Amazon oder Facebook durch frühzeitige Investitionen in Digitalisierungsmaßnahmen Wettbewerbsvorteile generieren und stabile beziehungsweise sogar gesteigerte Resultate erzielen, während andere Unternehmen stark von der Krise betroffen waren.
Auch im Bereich des Controllings führt der Einsatz digitaler Technologien zu Wettbewerbsvorteilen. Durch die Standardisierung und Automatisierung von Geschäftsprozessen steht Unternehmen eine inkrementelle Anzahl an Datenmengen und Informationen zur Verfügung, die es zu nutzen gilt. Für das Controlling, das seiner Informationsfunktion gegenüber dem Management gerecht werden muss, bedeutet dies ein gesteigertes Vorgehen auf qualitativ und quantitativ hochwertiger Ebene.
Trotz dieser Vorteile steht die Digitalisierung im Controlling noch am Anfang. Wie eine aktuelle repräsentative Studie der Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Zusammenarbeit mit dem Controller Institut zeigt, sind die Digitalisierungsmaßnahmen im Bereich Controlling insbesondere in mittelständischen Unternehmen bislang zurückgeblieben.
Die vorliegende Arbeit soll bestehende Digitalisierungspotentiale beleuchten und auf dieser Basis Prognosen für das Controlling aufzeigen. Gleichzeitig werden die daraus folgenden Auswirkungen, sowohl positiv als auch negativ, auf den Job des Controllers dargelegt und die Potenziale hinsichtlich Effizienz untersucht. Unternehmen müssen dennoch gewisse Voraussetzungen erfüllen, um die digitale Transformation und die Implementierung smarter Prozesse ohne Verluste zu bewerkstelligen; dies wird ebenfalls Teil dieser Arbeit sein.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
1.1 PROBLEMSTELLUNG
1.2 METHODIK
2 GRUNDLAGEN DER DIGITALISIERUNG UND SMARTER PROZESSE
2.1 BEGRIFFSERKLÄRUNGEN/DEFINITIONEN
2.2 DIGITALISIERUNG IM CONTROLLING
2.2.1 Unternehmerische Herausforderungen
2.2.2 Strategische und operative Ziele
2.3 BEWERTUNG DES DIGITALISIERUNGSFORTSCHRITTS
2.3.1 Gegenwärtige Optimierungsbeispiele von KMU und Großkonzernen
2.3.2 Gängige Modelle und Bewertungsskalen
3 TRANSFORMATION DER (CONTROLLING-)PROZESSE
3.1 VERÄNDERUNGEN DURCH DIE DIGITALISIERUNG
3.1.1 Historische Controllingprozesse in heutiger Form
3.1.2 Veränderungen durch smarte Prozesse
3.1.3 Einsparpotenziale
3.2 OPTIMIERUNGSANSÄTZE DER CONTROLLING-PROZESSE
3.2.1 RPA und KI-Prozesse
3.2.2 Optimierung mittels Cloud-Systemen
3.2.3 Optimierung mittels Predictive Analytics
3.2.4 Big-Data-Optimierungen
3.2.5 Optimierung mittels smarter Prozesse (und des IoT)
3.2.6 Organisatorische Anpassungen zur Optimierung
3.3 NACHTEILE FÜR DAS CONTROLLING
3.3.1 Negative Aspekte für Controller
3.3.2 Negative Aspekte für Unternehmen
4 ZUKÜNFTIGE ANFORDERUNGEN AN UNTERNEHMEN
4.1 INFRASTRUKTURANFORDERUNGEN
4.2 GESAMTUNTERNEHMERISCHE ANFORDERUNGEN
5 FAZIT
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit beleuchtet die Potenziale und Herausforderungen der Digitalisierung im Controlling und analysiert, wie moderne Technologien wie RPA, KI, Cloud-Systeme und Big Data die Prozesse sowie das Anforderungsprofil von Controllern transformieren. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Unternehmen einen digitalen Reifegrad erreichen und durch smarte Prozesse Effizienzsteigerungen erzielen können, während die damit verbundenen Risiken und organisatorischen Implikationen kritisch reflektiert werden.
- Grundlagen der Digitalisierung und Reifegradmodelle im betrieblichen Kontext
- Transformation klassischer Controlling-Prozesse durch digitale Technologien
- Einsatzfelder von RPA, Cloud-Computing, Predictive Analytics und Big Data
- Herausforderungen und Nachteile der digitalen Transformation für Controller und Unternehmen
- Anforderungen an die zukünftige Infrastruktur und Unternehmensorganisation
Auszug aus dem Buch
3.2.1 RPA und KI-Prozesse
RPA (Robotic Process Automation) beschreibt standardisierte Prozesse, die von Robotern bzw. Bots virtuell ausgeführt werden können. Der Roboter übernimmt somit oft zeitintensive, aber nicht wertschöpfende Tätigkeiten, die normalerweise von Mitarbeitern umgesetzt werden. Da RPA softwareübergreifend arbeiten kann, ist es auch möglich, Reports bestehend aus Daten unterschiedlicher Datenquellen vom Bot erstellen zu lassen. Die Steuerung läuft im Normalfall mit einer virtuellen Maus bzw. Tastatur, somit werden die Befehle tatsächlich an den Computer weitergegeben. Im Optimalfall bekommt der Bot eine eigene User-ID, sodass im Nachhinein nachvollzogen werden kann, welche Schritte tatsächlich von einem Bot übernommen wurden, und Fehler zukünftig vermieden werden.
Bezogen auf die Komplexität der Systeme ist ein RPA-System einzuordnen zwischen den vergleichbaren Systemen „RDA“ (Remote Desktop Automation) sowie „CC“ (Cognitive Computing). Bei RDA handelt es sich ebenfalls um einen virtuellen Assistenten, der in der Lage ist, standardisierte Prozesse mit geringer Komplexität zu übernehmen. Hierbei allerdings die Unterstützung eines realen Mitarbeiters benötigt, weshalb man von einer geringen Automatisierungsstufe spricht und RDA im Vergleich zu RPA auf der Komplexitätsstufe vorgelagert ist.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Die Einleitung führt in den rasanten digitalen Wandel ein, skizziert die Problemstellung für das Controlling und definiert die methodische Vorgehensweise der Arbeit.
2 GRUNDLAGEN DER DIGITALISIERUNG UND SMARTER PROZESSE: Dieses Kapitel klärt wichtige Begrifflichkeiten und erläutert Modelle zur Bewertung des digitalen Reifegrades von Unternehmen.
3 TRANSFORMATION DER (CONTROLLING-)PROZESSE: Hier werden die durch Technologien wie RPA, Cloud und KI ausgelösten Prozessveränderungen detailliert analysiert und deren Vor- sowie Nachteile für das Controlling beleuchtet.
4 ZUKÜNFTIGE ANFORDERUNGEN AN UNTERNEHMEN: Dieses Kapitel fokussiert auf notwendige infrastrukturelle und strategische Anpassungen, die Unternehmen für eine erfolgreiche digitale Transformation erfüllen müssen.
5 FAZIT: Das Fazit fasst die Rolle des Controllers im digitalen Zeitalter zusammen und gibt einen Ausblick auf die notwendige Agilität in der Unternehmenssteuerung.
Schlüsselwörter
Controller, Digitalisierung, Controlling, RPA, Cloud-Computing, Big Data, Predictive Analytics, Prozessoptimierung, Unternehmenssteuerung, Digitale Transformation, Reifegradmodell, Effizienzsteigerung, Internet of Things, Data Scientist, Technologiewandel
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Abschlussarbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht den Einfluss der digitalen Transformation auf das Controlling und zeigt auf, wie moderne Technologien die Prozesse im Unternehmen effizienter gestalten können.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Schwerpunkte liegen auf der Digitalisierung der Controlling-Prozesse, dem Einsatz neuer Technologien wie RPA und KI sowie der notwendigen organisatorischen Entwicklung im Unternehmen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Identifikation von Digitalisierungspotenzialen und die Analyse der Auswirkungen auf den Controller sowie die zukünftigen Anforderungen an Unternehmen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung aktueller Fachliteratur, der Untersuchung von Fallbeispielen sowie der Anwendung von Reifegradmodellen zur Bestandsaufnahme.
Was wird im Hauptteil der Untersuchung explizit behandelt?
Der Hauptteil analysiert konkrete Optimierungsansätze durch RPA, Cloud-Systeme, Predictive Analytics und Big Data, ergänzt um die organisatorischen Folgen und die Nachteile der Digitalisierung.
Welche Schlagworte charakterisieren diese Publikation am besten?
Wichtige Begriffe sind Digitales Controlling, Prozessoptimierung, Reifegradmodelle, Cloud-Computing und die veränderte Rolle des Controllers als Business Partner.
Wie unterscheidet sich RPA von Cognitive Computing in der Arbeit?
RPA wird für standardisierte, repetitive Aufgaben ohne menschliche Intelligenz optimiert, während Cognitive Computing als intelligenteres System komplexere Entscheidungsaufgaben selbstständig lösen kann.
Welche Rolle spielt die Dateninfrastruktur laut Autor?
Der Autor betont, dass Daten die Grundlage für alle Auswertungen bilden und daher prozessual strukturiert sein müssen, bevor sie durch smarte Technologien sinnvoll verarbeitet werden können.
- Arbeit zitieren
- Alexander Petropoulos (Autor:in), 2020, Gestaltung digitaler und smarter Prozesse im Controlling, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1262487