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Philosophie und Praktik der Stoiker. Transformatives Selbst-Coaching in der Antike

Titel: Philosophie und Praktik der Stoiker. Transformatives Selbst-Coaching in der Antike

Studienarbeit , 2019 , 28 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Christoph J. Koerber (Autor:in)

Philosophie - Philosophie der Antike
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Abhandlung beinhaltet die beiden Biographien von Seneca und Aurelius, eine kompakte und auch für junge Menschen griffige Darstellung der stoischen Philosophie anhand von sieben Themen und einen Abschnitt zur Praktik eines Stoikers. Wir alle glauben an irgendeinen Zweck, bewusst oder unbewusst, ansonsten hätten wir keinen Grund irgendetwas zu tun.9 Die einen glauben vielleicht, dass das Streben nach Lustgewinn und Schmerzvermeidung zu einer Glückseligkeit führe, die Stoiker dagegen glauben an den absoluten Wert von Tugendhaftigkeit.10 Sie wollen ein Leben führen, in dem sie anstreben, nur das zu tun, was tugendhaft, sittlich geboten, löblich oder weise genannt werden könnte.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Biographien zweier Stoiker

2.1. Lucius Annaeus Seneca

2.2. Marcus Antonius Aurelius

3. Philosophie der Stoiker

3.1. Interpretationen

3.2. Wirkungsbereich

3.3. Akzeptanz

3.4. Tugendhaftigkeit

3.5. Perspektiven

3.6. Verbundenheit

3.7. Training

4. Praktik des Stoikers

4.1. Allgemeines

4.2. Praemeditatio Malorum

5. Zusammenfassung und Diskussion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die stoische Philosophie als ein transformatives System zur Lebensführung und Selbstoptimierung, wobei der Fokus auf der praktischen Anwendung stoischer Prinzipien in der Antike liegt, um ein tugendhaftes und gelassenes Leben zu erreichen.

  • Historische Betrachtung der Biographien prominenter Stoiker.
  • Analyse der stoischen Kernideen zur Lebensgestaltung.
  • Die praktische Disziplin von Gedanken und täglicher Reflexion.
  • Strategien zur Bewältigung von emotionalem Stress und Schicksalsschlägen.
  • Methoden der Transformation durch ethische Selbstschulung.

Auszug aus dem Buch

3.2. Wirkungsbereich

Von den Dingen stehen die einen in unserer Gewalt, die anderen nicht.

In unserer Gewalt steht unser Denken, unser Tun, unser Begehren, unsere Abneigung, kurz: alles, was von uns selbst kommt.

Nicht in unserer Gewalt steht unser Leib, unsere Habe, unser Ansehen, unsere äußere Stellung, mit einem Wort, alles, was nicht von uns selbst kommt.

Die Stoiker treffen eine weitere Unterscheidung. Es gibt Dinge, die stehen unter unserem Einfluss und Dinge, die nicht unter unserem Einfluss stehen. Wenn wir uns (bewusst oder unbewusst) dafür entscheiden, etwas zu begehren, dass nicht von uns abhängt, brauchen wir uns nicht zu wundern, dass wir unseren inneren Frieden nicht finden können. Wenn wir nicht das bekommen, was wir wollen, regen wir uns auf; und wenn wir es bekommen, haben wir Angst es zu verlieren. Wir sollten aufhören solche Spielchen zu spielen.

Der Satz “Nicht in unserer Gewalt [ist] […] alles, was nicht von uns selbst kommt” kann zweideutig interpretiert werden. Einerseits gibt es Dinge, über die wir keinerlei Kontrolle haben, und andererseits Dinge, über die wir nur nicht komplette Kontrolle haben. Die Natur kümmert sich nicht einen Deut darum, wie wir auf ihren Regen reagieren. Wir können uns über Dinge außerhalb unserer Kontrolle beschweren und mit anderen Menschen gegen sie wüten. Wir können uns in unserem bemitleidenswerten Dasein mit anderen Menschen kurzzeitig erleichtert fühlen, doch ändert das alles nichts. Die Zeit, die wir mit Ärger, Trotz oder Verzweiflung verbringen, investieren wir gleichzeitig nicht in Dinge, die wir verbessern können. Also sollten wir so etwas wie den Regen einfach Regen sein lassen und einen Schirm einpacken.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung etabliert die Relevanz der stoischen Philosophie als Werkzeug für ein reflektiertes Leben und definiert das Ziel, die antiken Lehren praktisch nutzbar zu machen.

2. Biographien zweier Stoiker: Dieses Kapitel veranschaulicht anhand der Leben von Seneca und Marcus Aurelius, dass stoische Prinzipien unter unterschiedlichsten Lebensumständen, vom Staatsmann bis zum Kaiser, praktiziert werden können.

3. Philosophie der Stoiker: Es werden fundamentale Konzepte wie die subjektive Interpretation der Welt, die Kontrolle über den Wirkungsbereich, Akzeptanz, Tugendhaftigkeit, Perspektivenwechsel, Verbundenheit und die Notwendigkeit kontinuierlichen Trainings dargelegt.

4. Praktik des Stoikers: Hier werden konkrete Methoden vorgestellt, wie etwa die tägliche Reflexion und die Vorvisualisierung zukünftiger Übel (Praemeditatio Malorum), um das stoische Ideal im Alltag zu integrieren.

5. Zusammenfassung und Diskussion: Das Fazit resümiert die gewonnenen Erkenntnisse und unterstreicht die persönliche Verantwortung jedes Einzelnen, sein Wesen durch stoische Übung nachhaltig zu transformieren.

Schlüsselwörter

Stoa, Stoizismus, Lebenskunst, Selbst-Coaching, Tugendhaftigkeit, Seneca, Marcus Aurelius, Lebensführung, Gelassenheit, Praemeditatio Malorum, Seelenfrieden, Philosophie, Ethos, Handlungsfähigkeit, Amor Fati.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den grundlegenden Ansätzen der stoischen Philosophie der Antike und wie diese als transformatives System für die moderne Lebensführung dienen können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf der praktischen Umsetzung von Tugendhaftigkeit, der Reflexion eigener Handlungsmuster und dem bewussten Umgang mit Schicksal und externen Gegebenheiten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie stoische Strategien dabei helfen, durch bewusste Gedankenführung eine größere Lebensqualität, Gelassenheit und moralische Integrität zu erzielen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden interpretativen Literaturanalyse antiker Quellen und deren Kontextualisierung im Hinblick auf moderne psychologische und philosophische Fragestellungen.

Welche Inhalte umfasst der Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in biographische Fallbeispiele, eine detaillierte Erläuterung philosophischer Prinzipien wie der Unterscheidung von Kontrollbereichen und praktische Übungsanleitungen zur Charakterbildung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begrifflichkeiten sind Stoizismus, Tugendhaftigkeit, Perspektivenwechsel, Seelenfrieden, Selbstverantwortung und die kontrollierte Lebensführung.

Was ist das Wesen der Praemeditatio Malorum?

Dabei handelt es sich um eine stoische Visualisierungstechnik, bei der man sich bewusst negative Szenarien ausmalt, um den Geist vorzubereiten und die Dankbarkeit für das gegenwärtige Leben zu fördern.

Inwiefern beeinflusst das „Zoom-Verhalten“ gemäß der Arbeit unseren emotionalen Zustand?

Das Herauszoomen hilft, Probleme im großen Ganzen zu relativieren, während das Heranzoomen in schwierigen Phasen dazu dient, sich auf den gegenwärtigen Moment und die sofortige, tugendhafte Handlung zu fokussieren.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Philosophie und Praktik der Stoiker. Transformatives Selbst-Coaching in der Antike
Hochschule
Deutsche Hochschule für Gesundheit und Sport (vormals H:G Hochschule für Gesundheit & Sport, Technik & Kunst)
Note
1,0
Autor
Christoph J. Koerber (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
28
Katalognummer
V1262654
ISBN (PDF)
9783346706119
ISBN (Buch)
9783346706126
Sprache
Deutsch
Schlagworte
philosophie praktik stoiker transformatives selbst-coaching antike selbstreflexion
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christoph J. Koerber (Autor:in), 2019, Philosophie und Praktik der Stoiker. Transformatives Selbst-Coaching in der Antike, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1262654
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Leseprobe aus  28  Seiten
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