"Ich habe jetzt keine Lust mehr." Mit solchen oder ähnlichen Sätzen lehnen sich Kinder gegen die Anforderungen auf, die ihre Eltern an sie stellen - sei es der Musikunterricht, die Hausaufgaben oder das neue Puzzlespiel mit 500 Teilen.
Erwachsene sind dann in der Zwickmühle. Zum einen wollen Sie das Kind mit all seinen Launen und Wünschen ernst nehmen, zum anderen erwarten sie von ihm, dass es Ziele erreicht, Durststrecken überwindet oder auch mal unangenehme Dinge bewältigt.
(vgl.: http://www.ard.de)
Motivation wecken ist gleichbedeutend mit Interesse wecken. Wir in der Position als spätere Sozialarbeiter werden oft in Arbeitssituationen kommen, in denen uns Klienten begegnen werden, die unserem Anschein nach unmotiviert und zu nichts zu bewegen sind.
In der vorliegenden Arbeit soll auf Motivation allgemein, auf Ursachen von Motivationsstörungen, vor allem aber auf die Förderung der Motivation durch Erlebnispädagogik bei Kindern und Jugendlichen eingegangen werden.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Was ist Motivation?
2.1 Intrinsische Motivation
2.2 Extrinsische Motivation
2.2.1 Defizit- und Wachstumsbedürfnisse nach Maslow
2.3 Eigene Meinung
3 Ursachen von Motivationsstörungen
3.1 Familie
3.2 Gesellschaft
3.3 Entwicklungsphasen nach Erikson
3.4 Eigene Meinung
4 Förderung der Motivation durch Erlebnispädagogik
4.1 Methoden der Erlebnispädagogik
4.2 Ziel- und Interessenvereinbarung
4.3 Durchführung von Aktionen
4.4 Nachhaltigkeit
4.5 Eigene Meinung
5 Zusammenfassung
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der Motivation bei Kindern und Jugendlichen, analysiert die Ursachen für Motivationsstörungen und erarbeitet Strategien, wie diese durch erlebnispädagogische Ansätze gezielt gefördert werden können.
- Grundlagen der intrinsischen und extrinsischen Motivation
- Einflussfaktoren von Familie und Gesellschaft auf die Motivationsentwicklung
- Anwendung des Stufenmodells der psychosozialen Entwicklung nach Erikson
- Methodik der Erlebnispädagogik und deren nachhaltige Implementierung
Auszug aus dem Buch
4.1 Methoden der Erlebnispädagogik
Bei Erlebnispädagogischen Methoden unterscheidet man zwischen so genannten „Soft und Hard Skills“.
Als „Soft Skills“ bezeichnet man die Methoden der Prozessbegleitung, Reflexion und Therapie. Unter die „Soft Skills“ fällt Beispielsweise das „Adventure Based Counseling“ kurz ABC Prinzip bei dem, dem Kind oder Jugendlichen die Möglichkeit gegeben wird sich selbst mit einer für ihn neuen ungewohnten Übung / Aktion herauszufordern, den Grat der Herausforderung also die Schwierigkeit selbst zu bestimmen, aber auch die Möglichkeit aus der selbst gewählten Herausforderung zu jeder Zeit auszusteigen. In den „Soft Skills“ wird alles rund um ums Thema Pädagogik und Therapie bearbeitet.
Alle Aktivitäten in der Erlebnispädagogik, welche die Natur und / oder Abenteuer, Spiele, Übungen und Initiativen als Medium benutzen, um ein erzieherischen weiterbildendes, entwicklungsforderndes oder therapeutisches Ziel zu erreichen werden als so genannte „ Hard Skills“ bezeichnet. Hierunter fallen zum Beispiel Aktivitäten wie Klettern, Seilgärten, Höhlenbegehungen, Segeln, Radfahren, Baumklettern usw.
Trotz der vielfältigen Auswahl an so genannten „Hard Skills“ gibt es kein Allgemeinrezept für das jeweils passende Medium. So ist beispielsweise für ein Kind die Betätigung in einer Klettergruppe genau das richtige Medium um vorhandene Motivationsstörungen aufzuheben, während man bei einem anderen Kind mit der gleichen Aktion auf wenig Resonanz stoßen wird.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz der Motivationsförderung im Kontext der Sozialen Arbeit ein und definiert die Forschungsziele.
2 Was ist Motivation?: Dieses Kapitel beleuchtet theoretische Grundlagen, insbesondere die Unterscheidung von intrinsischer und extrinsischer Motivation sowie die Bedürfnispyramide nach Maslow.
3 Ursachen von Motivationsstörungen: Hier werden familiäre und gesellschaftliche Einflussfaktoren sowie die Entwicklungsphasen nach Erikson als Analysewerkzeuge für Störungen diskutiert.
4 Förderung der Motivation durch Erlebnispädagogik: Dieses Kapitel stellt konkrete erlebnispädagogische Methoden, den Ablauf von Aktionen und Strategien zur Sicherung der Nachhaltigkeit vor.
5 Zusammenfassung: Der Schlussteil reflektiert die Bedeutung der erkannten Zusammenhänge für die praktische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.
Schlüsselwörter
Motivation, Erlebnispädagogik, Motivationsstörungen, Sozialarbeit, Intrinsische Motivation, Extrinsische Motivation, Maslow, Erikson, Entwicklungspsychologie, Prozessbegleitung, Reflexion, Adventure Based Counseling, Soft Skills, Hard Skills, Bedürfnispyramide
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den psychologischen Grundlagen der Motivation und der Frage, wie diese bei Kindern und Jugendlichen durch pädagogische Interventionen gefördert werden kann.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Felder umfassen die Definition von Motivation, die Analyse von Ursachen für Motivationsstörungen und die Anwendung erlebnispädagogischer Methoden als Interventionsstrategie.
Welches ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Entstehung von Motivationsproblemen zu entwickeln, um diese gezielt und nachhaltig durch erlebnispädagogische Maßnahmen adressieren zu können.
Welche wissenschaftlichen Modelle werden als Grundlage verwendet?
Die Arbeit stützt sich primär auf die Bedürfnispyramide von Abraham Maslow sowie das Stufenmodell der psychosozialen Entwicklung nach Erik Homburger Erikson.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Analyse der Motivationsbegriffe, eine Untersuchung der Entwicklungs- und Umweltfaktoren für Motivationsstörungen sowie eine detaillierte Darstellung der erlebnispädagogischen Methoden.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere die erlebnispädagogische Abenteuerwelle, Reflexion, Selbstwertsteigerung, sowie die Unterscheidung von Soft und Hard Skills.
Warum spielt die Familiensituation eine so große Rolle bei der Motivation?
Die Arbeit zeigt auf, dass frühe Bindungserfahrungen und positive Verstärkung durch die Familie das Fundament für das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und somit für jegliche Motivation legen.
Wie unterscheiden sich Soft Skills von Hard Skills in der Erlebnispädagogik?
Während Soft Skills Aspekte wie Prozessbegleitung, Reflexion und Therapie umfassen, beziehen sich Hard Skills auf das konkrete Medium wie etwa Klettern oder Abenteuerspiele.
Warum ist das Konzept der Nachhaltigkeit bei Aktionen so wichtig?
Nachhaltigkeit verhindert, dass erlebnispädagogische Aktionen nur als kurzfristiges "Event" wahrgenommen werden und stellt sicher, dass die gewonnenen Erfahrungen in den Alltag transferiert werden können.
- Arbeit zitieren
- Marcel Heinz (Autor:in), 2009, Motivation und deren Förderung durch Erlebnispädagogik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/126267