Buchrezension zu Andrea Kiewel "Mama du bist nicht der Bestimmer"


Rezension / Literaturbericht, 2008

4 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Rezension „Mama, du bist nicht der Bestimmer“

Die Autorin Andrea Kiewel wurde am 10. Juni 1965 in Berlin geboren und war 1980 Mitglied in der Jugend-Schwimm-Nationalmannschaft der DDR. Ab Mitte der 80er Jahre studierte sie in Berlin am Lehrerbildungsinstitut „Clara Zetkin“ das Fach Unterstufenlehrer/ Sport. Sie arbeitete darauf hin von 1988 bis 1991 als Unterstufenlehrerin in Berlin-Hellersdorf.

Nach ihrer Lehrerkarriere moderierte sie diverse Sendungen an verschiedenen Sendern. Heute durch die Moderation des „ZDF-Fernsehgartens“ bekannt. Sie ist Mutter zweier Söhne und lebt heute in der Nähe Berlins.

Das Buch „Mama, du bist nicht der Bestimmer – Sternstunden für Eltern“ ist in gelben Karton gebunden. Herausgegeben wurde es 2006 vom Verlag Herder in Freiburg. Es besteht aus 171 Seiten, die ISBN ist: 978-3-4510-5926-1. Es ist den Eltern Andrea Kiewels und ihren Kindern gewidmet.

Das Buch „Mama, du bist nicht der Bestimmer“ gliedert sich in acht Kapitel mit jeweils vier bis neun Unterpunkten. Im ersten Kapitel „Das hat er aus dem Kindergarten!“ erzählt Frau Kiewel von den ersten Kindergartenversuchen ihres Sohnes und sämtlichen Krankheiten, die ihn nach 2 Wochen Kindergarten befallen haben. Das zweite Kapitel, „Kleine Entecker“, handelt von Urlaubserlebnissen mit und ohne ihren Sohn, teilweise erzählt sie auch aus ihrer Kindheit in der DDR. Da Andrea Kiewel ehemalige Lehrerin ist greift sie in ihren Ausführungen im dritten Kapitel, „Was Schule macht“, natürlich auch das Thema Schule, sowie frühkindliche Erziehung auf und bewertet dies aus Sicht einer berufstätigen Mutter. Sie zieht Vergleiche zwischen dem Schulsystem der DDR und BRD, sowohl aus der Sicht eines Lehrers als auch eines Schülers und kommt zu dem Schluss, dass das Schulsystem der DDR eindeutig das bessere war. Auch das vierte Kapitel, „Elternabend für Anfänger“, handelt vom Thema Schule, allerdings werden vor allem Elternabende thematisiert, wie man diese mit Kampfmüttern in der Klasse überlebt und ob es nötig ist, Kinder für gute Leistungen mit Geld zu belohnen. Des Weiteren betrachtet sie die Themen „Kleinkind-Englisch“ und „Baby-Massagen“ und hinterfragt deren Notwendigkeit. Auch hier nimmt Frau Kiewel wieder ihre Kindheit in der DDR zum Vergleich und kommt zu dem Ergebnis, dass ein Kind auch ohne „Baby-Massagen“ und Kleinkind-Englisch“ seine Kindheit überlebt. Im fünften Kapitel, „Mein neuer Freund“, greift sie das Thema Liebe im Jugendalter auf. Sie erzählt von ihren Erlebnissen als Jugendliche und denen ihres Sohnes. Das sechste Kapitel „Muttertage“ handelt vorwiegend von Figur- und Essproblemen und der Analyse derer. Des Weiteren schreibt sie über die erfolglosen Sportaktivitäten ihrer Kinder. Im siebten Kapitel behandelt Frau Kiewel die nächtlichen Schlafeskapaden ihrer Kinder im Baby- und Kleinkindalter. Sie zeigt auf, mit welchen Tricks und Mitteln sie ihre Söhne zum nächtlichen durchschlafen gebracht hat. Des Weiteren wird die Notwendigkeit von Kinderyoga analysiert und inwiefern es nötig ist, den Geburtstag eines Kindes zum „Mega-Event“ zu stilisieren. Im achten und letzten Kapitel schreibt Andrea Kiewel abschließend über die sprachlichen Ausschweifungen ihres kleinen Sohnes und stellt abermals fest, dass es nichts schöneres als „Mutter-Sein“ gibt.

Über das Buch „Mama, du bist nicht der Bestimmer“ lässt sich sagen, dass es als erzieherischer Ratgeber eher nicht geeignet ist. Zwar sind die Geschichten und Berichte über ihre und andere Kinder heiter und erfrischend, jedoch findet sich nichts in diesem Buch, was nicht auch jeder Normalbürger in Sachen Erziehung weiß. In allen Fällen eignet sich dieses Buch hervorragend für Mütter, die an Komplexen leiden, weil sie denken, sie seien eine schlechte Mutter, weil sie keine Zeit haben mit ihrem Kind im Alter von 2 Jahren 3 Fremdsprachen einzuüben. Frau Kiewel wirft einen sehr nüchternen und realistischen Blick auf die neuesten Erziehungsmethoden und -trends und kommt in jedem Kapitel zu dem Schluss, dass es in ihrer Kindheit in der DDR doch alles etwas einfacher und leichter war. Alles in allem ein erheiterndes Buch, aber für ernsthafte Beratung in erzieherischen Fragen nicht geeignet.

[...]

Ende der Leseprobe aus 4 Seiten

Details

Titel
Buchrezension zu Andrea Kiewel "Mama du bist nicht der Bestimmer"
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena  (Institut für Erziehungswissenschaft)
Veranstaltung
Theorie der Erziehung und Bildung
Note
2,0
Autor
Jahr
2008
Seiten
4
Katalognummer
V126305
ISBN (eBook)
9783640328390
Dateigröße
370 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Buchrezension, Andrea, Kiewel, Mama, Bestimmer
Arbeit zitieren
Stefanie Krahner (Autor), 2008, Buchrezension zu Andrea Kiewel "Mama du bist nicht der Bestimmer", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/126305

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