Diese Seminararbeit soll die Bedeutung der Rolle für die Gesunderhaltung der Belegschaft eines Unternehmens beleuchten.
Seit dem Anfang der Industrialisierung bis heute hat die Unternehmensführung einen grundlegenden Wandel erfahren: Angefangen mit sozialen Maßnahmen, wie Arbeitsschutzgesetzen bis heute zu den unterschiedlichsten gesundheitsförderndsten Angeboten in Unternehmen. Speziell die Corona-Krise hat uns gezeigt, dass ein weiterer Ausbau für die Unterstützung der Gesundheit von Mitarbeitern*innen in Unternehmen jedoch vonnöten ist.
Außerdem ist die Zunahme von Burnout ein ernstzunehmendes Thema. Laut einer Umfrage der Pronova BKK von 2016 klagen 11% der Arbeitnehmer*innen über eine zu starke Belastung durch Stress. Aufgrund des demografischen Wandels, der Digitalisierung und der sich schnell verändernden Arbeitswelt gewinnt die Gesundheit des Menschen immer mehr an Bedeutung. Die Gesundheit der Belegschaft ist eine wichtige Voraussetzung für ein Unternehmen, um langfristig effektiv wirtschaften zu können. Im Folgenden werden die wichtigsten Faktoren von BGM untersucht und vorgestellt.
Die Corona-Krise kam für viele Unternehmen unerwartet. Arbeitsabläufe und Strukturen mussten in kürzester Zeit von analog vollständig auf digital umgestellt werden. Ziel ist es, die Auswirkungen des Virus einzudämmen, indem man die Begrenzung von sozialen Kontakten einhält und trotzdem den normalen Arbeitsablauf fortlaufen lässt. Doch was können Unternehmen tun, um ihre Mitarbeiter*innen fit und gesund zu halten? Wie kann die Gesundheit der Mitarbeiter*innen gefördert und langfristig erhalten werden? Können Unternehmen, indem sie in BGMs investieren, Krisenzeiten besser überstehen?
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Definition BGM und BGF
2.1 Definition Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM)
2.2 Definition Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF)
3 Die Wichtigkeit der Rolle des BGMs in Unternehmen
3.1 Entstehung des BGMs und der Stand heute
3.2 Äußere Faktoren des BGMs
3.2.1 Demografischer Wandel
3.2.2 Digitalisierung
3.2.3 Schnelle Veränderung der Arbeitswelt
3.3 Innere Faktoren des BGMs
3.3.1 Wichtigkeit der Gesundheit des Menschen
3.3.2 Produktivitätssteigerung/ Wettbewerbsvorteil
3.3.3 Employer Branding
3.4 Beispiele für etablierte BGMs
4 Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die wachsende Bedeutung des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) in modernen Unternehmen angesichts gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Veränderungen. Dabei wird analysiert, welchen Beitrag BGM zur Gesunderhaltung der Belegschaft leistet und wie es als Strategie fungiert, um die Produktivität zu steigern sowie die Attraktivität als Arbeitgeber zu festigen.
- Bedeutung von BGM und BGF im aktuellen wirtschaftlichen Kontext
- Einfluss von demografischem Wandel und Digitalisierung auf die Arbeitswelt
- Zusammenhang zwischen Mitarbeitergesundheit und Produktivitätssteigerung
- Rolle von BGM bei der Stärkung des Employer Brandings
Auszug aus dem Buch
3.3.1 Wichtigkeit der Gesundheit des Menschen
Der wichtigste Faktor für ein Unternehmen ist die Ressource Mensch. Deshalb kommt der Gesundheit des Menschen eine besondere Bedeutung zu. Denn nur ein gesunder Mensch ist förderlich für ein Unternehmen.
Gesundheit bedeutet laut WHO (Weltgesundheitsorganisation) von 1946: „Gesundheit wird als Zustand des vollkommenen körperlichen, sozialen und geistigen/ seelischen Wohlbefindens und nicht nur als das Fehlen von Krankheit/ Gebrechen beschrieben.“ (Uhle & Treier, 2013, S. 5)
Hierzu kann man im Bereich der Gesundheitsförderung die Einstellung zählen, wie zum Beispiel ein positives Selbstwertgefühl. Außerdem spielen physische Indikatoren wie z.B. Fitness und psychische Faktoren wie z.B. Motivation eine bedeutende Rolle. Verhaltensbezogene Indikatoren wie z.B. Engagement und Leistungsindikatoren wie z.B. Produktivität sind auch wichtige Gesundheitsindikatoren.12
Eine weitere Denkweise über Gesundheit wird durch die Beschreibung von Ottawa Charta von 1986 deutlich: „Gesundheit wird hier als die Fähigkeit bzw. Kompetenz des Individuums beschrieben, die eigenen Gesundheitspotenziale auszuschöpfen und damit angemessen auf die Herausforderungen der Umwelt zu reagieren.“ (Uhle & Treier, 2013, S. 8)
Aus der Definition der Ottawa Charta geht hervor, dass, je gesünder der Mensch ist, desto produktiver und leistungsfähiger ist er im Unternehmen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Beleuchtung der Relevanz von BGM vor dem Hintergrund der Corona-Krise, demografischer Veränderungen und steigender Burnout-Raten.
2 Definition BGM und BGF: Abgrenzung und begriffliche Definition von Betrieblichem Gesundheitsmanagement und Betrieblicher Gesundheitsförderung.
3 Die Wichtigkeit der Rolle des BGMs in Unternehmen: Analyse historischer Entwicklungen sowie externer (z.B. Digitalisierung) und interner Einflussfaktoren auf die Notwendigkeit von BGM.
4 Zusammenfassung: Synthese der Erkenntnisse zur essenziellen Rolle des BGMs und dessen positiver Auswirkung auf die Stabilität und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen.
Schlüsselwörter
Betriebliches Gesundheitsmanagement, BGM, BGF, Gesundheit, Arbeitsschutz, Leistungsdruck, Burnout, Resilienz, Demografischer Wandel, Digitalisierung, Produktivität, Employer Branding, Arbeitswelt, Gesundheitsförderung, Wettbewerbsvorteil.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Notwendigkeit und strategische Bedeutung des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) in modernen Unternehmen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Schwerpunkten gehören die Definition von BGM, die Auswirkungen von externen Faktoren wie Digitalisierung und Demografie sowie die internen Vorteile für Produktivität und Unternehmenskultur.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Investitionen in die Gesundheit der Mitarbeiter als Wettbewerbsvorteil dienen und zur Stabilität des Unternehmens beitragen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie der Auswertung von Studien und Begriffsdefinitionen zum Thema Gesundheitsmanagement.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsbestimmung sowie die Untersuchung äußerer Einflussfaktoren (Demografie, Digitalisierung) und innerer Faktoren (Gesundheitsbegriff, Produktivität, Employer Branding).
Wie lässt sich die Arbeit anhand von Schlüsselwörtern charakterisieren?
Zentrale Begriffe sind Gesundheitsmanagement, Leistungsfähigkeit, Arbeitgeberattraktivität, Prävention und Krisenbewältigung.
Welche Rolle spielt die Corona-Pandemie für das BGM?
Die Pandemie fungierte als Katalysator, der die Bedeutung von Krisenprävention und die Notwendigkeit flexibler Unterstützung der Mitarbeitergesundheit verdeutlicht hat.
Wie unterstützen konkrete Beispiele das Argument für BGM?
Praxisbeispiele wie die Firma Salus oder die HypoVereinsbank illustrieren, dass gezielte Gesundheitsmaßnahmen sowohl die physische Entlastung als auch das Betriebsklima nachhaltig verbessern.
- Arbeit zitieren
- Natalie Lutz (Autor:in), 2020, Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) zur Steigerung der Produktivität in Unternehmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1263152