Was macht gute Schule aus? Der Deutsche Schulpreis 2018


Hausarbeit, 2019

23 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Stellenwert und Intension

2. Der Deutsche Schulpreis
2.1 Was macht gute Schule aus? - die sechs Qualitätsbereiche
2.1.1 Leistung
2.1.2 Unterrichtsqualität
2.1.3 Verantwortung
2.1.4 Schulklima, Schulleben und außerschulische Partner
2.1.5 Schule als lernende Institution
2.1.6 Umgang mit Vielfalt

3. Inklusion braucht gute Schule

4. Preisträgerschulen des Deutschen Schulpreises
4.1 And the winner is . das Evangelische Schulzentrum Martinschule

5. Fazit

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Die vorliegende Arbeit mit dem Thema „Der Deutsche Schulpreis 2018 - das Evangelische Schulzentrum Martinschule“ zeigt beispielhaft auf, welchen Weg die Martinschule beschritten hat, um den wahrscheinlich bedeutendsten und am höchsten vergüteten Preis für Schulen in Deutschland zu ergattern. Die Leitfrage der Arbeit lautet: Inwieweit spiegelt die Martinschule das Verständnis guter Schule des Deutschen Schulpreises wieder?

Der Aufbau der Arbeit gestaltet sich wie folgt: Zu Beginn wird eine Einführung in das Bearbeitungsgebiet des Deutschen Schulpreises dargelegt. Im Anschluss daran wird der Frage nach Kriterien einer guten Schule nachgegangen. Dazu werden die sechs Qualitätsbereiche kurz umrissen, sowie der Qualitätsbereich Umgang mit Vielfalt näher beleuchtet. Weiterführend wird anhand des zuvor beschriebenen Qualitätsbereichs Umgang mit Vielfalt auf das Thema Inklusion in der Schule eingegangen. Aus diesem Kontext heraus wird die Martinschule, als Preisträger des Deutschen Schulpreises, vorgestellt, die anhand ihres Konzepts der umgekehrten Inklusion Aufsehen erregte und letztlich als Hauptpreisträger hervortrat. Abschließen wird diese Arbeit mit einem Fazit.

1.1 Stellenwert und Intension

Von klein auf umgeben wir uns mit Wettkämpfen. Sei es Sackhüpfen oder Eierlauf, jeder will der/die Beste sein. Umso mehr, wenn am Ende eine Auszeichnung wartet. Ebenso verhält es sich im deutschen Schulsystem. Wettbewerbe, an denen SchülerInnen gewinnbringend teilnehmen können, sind seit langer Zeit fester Bestandteil (vgl. Van Ackeren/Boltz 2012, S.117). Zusätzlich sind über die Jahre vor allem auch Wettbewerbe, an denen ganze Schulen teilnehmen, entstanden (vgl. ebd.). Insbesondere durch die Gelegenheit, anhand von Schulwettbewerben, auf die Entwicklung einer Schule, sowie die individuelle Förderung von SchülerInnen einzuwirken, hat sich das Interesse an dieser Art des Wettbewerbs gesteigert (vgl. Strunck 2011, S.38f.).

Wirft man einen Blick in die Datenbank des Deutschen Bildungsservers lassen sich exemplarisch für das Jahr 2018 rund 150 ausgeschriebene Wettbewerbe für Schulen, Lehrkräfte oder SchülerInnen ausfindig machen (vgl. Deutscher Bildungsserver 2019). Die Art der anzutreffenden Wettbewerbe ist dabei breit gefächert. Einen Bereich stellt beispielsweise der Deutsche Schulpreis dar. Bei ihm treten Schulen in den Wettstreit, um ihre innovativen Konzepte, die bereits erfolgreich im Schulalltag integriert wurden, mit anderen zu messen (vgl. Schratz 2017, S.231ff.). Die Schulqualität wird sozusagen ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt und anhand verschiedener Bereiche überprüft. Der Wettbewerb zeigt auf, dass gute Schule realisierbar und an einigen Stellen bereits verankert ist (vgl. ebd.). „Es gibt sie wirklich, exzellente Schulen und sie sind interessant, aufregend, verschiedenartig - voller überraschender Anregungen, Besonderheiten und Qualitäten“ (Fauser et al. 2008, S.5). Doch häufig bleibt das Wissen über diese Schulen, die gute Schule machen, aus (vgl. Hamm/Madelung 2010, S.5).

Schulen, die als gut oder gar exzellent betitelt werden, nehmen nach den Miseren Deutschlands bei verschiedenen Schulleistungsüberprüfungen wie TIMSS oder PISA jedoch einen großen Stellenwert ein. Es geht darum, jene Schulen ausfindig zu machen, die Leistung verbessern und ihre Kriterien offenlegen. Solche Schulen kürt der Deutsche Schulpreis seit 2006 und macht sie und ihre Konzepte der Öffentlichkeit zugänglich (vgl. Schratz 2017, S.231f.).

2. Der Deutsche Schulpreis

Bildung und Schule sind die wichtigsten Investitionsfelder für die Zukunft. Deshalb ist es um so wichtiger, Schule und Bildung immer wieder über den Kreis der Betroffenen und der Fachleute hinaus zum Thema zu machen und ins politische Bewusstsein zu tragen “ (Fauser et al. 2009, S.8).

Dieser Herausforderung haben sich kooperativ die Robert Bosch Stiftung und die Heidehof Stiftung gestellt, indem sie den derzeit in Deutschland bedeutendsten Schulwettbewerb „Der Deutsche Schulpreis“ einrichteten. Um den Wettbewerb und die jeweiligen Einzelschulen darüber hinaus in die Öffentlichkeit zu tragen, haben sich die beiden Stiftungen Unterstützung bei den Medienpartner „ARD“ und der Verlagsgruppe „DIE ZEIT“ gesucht (vgl. Robert Bosch Stiftung 2018, S.64).

Unter dem Motto „dem Lernen Flügel verleihen“ war es 2006 zum ersten Mal möglich eine Bewerbung für den Wettbewerb einzureichen (vgl. Hamm/Madelung 2007, S.3). Seitdem erfolgt im jährlichen Rhythmus eine erneute Ausschreibung, sowie nach einem gestaffelten Auswahlverfahren[I], die Verleihung des Preises (vgl. Rösch/Wolf 2017, S.182ff.). Dem Aufruf nach mehr guten Schulen zufolge, haben sich von 2006 bis 2018 rund 2000 Schulen für den Deutschen Schulpreis beworben (vgl. Der Deutsche Schulpreis 2018). Alle Schulen, unabhängig ihrer Trägerschaft, Schulform, sowie bundeslandübergreifend, können am Wettbewerb teilnehmen. Neben allgemeinbildenden (2006) und berufsbildenden (2011) Schulen, haben seit 2016 demnach auch deutsche Auslandsschulen diese Gelegenheit (vgl. Rösch/Wolf 2017, S.189.). Aus allen bisher eingegangenen Bewerbungen sind nunmehr 13 Hauptpreisträger, sowie 66 weitere Preisträgerschulen hervorgegangen (vgl. Der Deutsche Schulpreis 2019).

Um langwierig möglichst viele Schulen für eine Bewerbung um den Deutschen Schulpreis zu bewegen, beschäftigten sich die Gründer von Beginn an mit den Nachteilen, mit denen ein Wettbewerb einhergeht. Wettbewerbe besitzen beispielsweise von Grund auf einen selektiven Charakter (vgl. Strunck 2011, S.51). Folglich hat beim Deutschen Schulpreis nur eine kleine Auswahl an Schulen die Möglichkeit prämiert zu werden. Es entsteht demzufolge eine Trennung zwischen Prämierten und Nicht­Prämierten (vgl. Rösch/Wolf 2017, S.183f.). Um dennoch eine angemessene Bewerberzahl zu gewährleisten, bietet bereits das Bewerbungsverfahren einen Anreiz zur Teilnahme. Die individuelle Selbstevaluation, folglich die Beschäftigung mit der eigenen Schule, kann mögliche Stärken und Schwächen hervorbringen, die daraufhin wegweisend sein können. Zudem hat jede Schule, die nicht ausgezeichnet wurde, die Möglichkeit, ein Feedback der Jury zu erhalten und sich im kommenden Zyklus erneut zu bewerben (vgl. ebd., S.184). Diese Chance nehmen laut Statistik viele Schulen wahr (vgl. Der Deutsche Schulpreis 2018). Einen weiteren Anreiz für die Teilnahme am Deutschen Schulpreis stellt gewissermaßen die öffentliche Anerkennung, sowie das Preisgeld von derzeit 100.000 € für den Hauptpreisträger dar. Des Weiteren tragen auch die Preise der fünf weiteren Preisträger von 25.000€, sowie ein Anerkennungspreis für die übrigen der fünfzehn Schulen in Höhe von 5.000€ dazu bei, sich für den Wettbewerb zu bewerben (vgl. Rösch/Wolf 2017, S.189).

Der Deutsche Schulpreis strebt danach, die Qualität von Schulen und Unterricht in Zukunft wirksam zu unterstützen und zu modifizieren. Daher ist es den Initiatoren ein Anliegen, beispielhaften Schulen Anerkennung zu zollen, sowie auf den Diskurs über herausragende Schulen in Deutschland Einfluss zu nehmen (vgl. Hamm/Madelung 2007, S.3). Alles in allem hat sich der Deutsche Schulpreis das Ziel gesetzt, die Schulentwicklung an Deutschlands Schulen voranzutreiben und zu verbessern (vgl. Hamm/Madelung 2008, S.3). Aus diesem Grund geht er der Frage nach guter Schule nach und beruft sich dabei auf die sechs Qualitätsbereiche, die in gemeinsamer Arbeit mit VertreterInnen aus Wissenschaft und Praxis erarbeitet wurden (vgl. Rösch/Wolf 2017, S.183). Es geht letztlich darum, die bestmögliche Bildung und Lernförderung für alle SchülerInnen in der Öffentlichkeit zu thematisieren und anzuerkennen (vgl. Fauser et al. 2010a, S.7).

2.1 Was macht gute Schule aus? - die sechs Qualitätsbereiche

„Die Qualitätsbereiche des deutschen Schulpreises öffnen den Blick in die pädagogische Zukunft. Sie sind zur Referenz für gute Schule geworden und finden überall Anerkennung [...]“ (Der Deutsche Schulpreis 2019a). Leistung - Unterrichtsqualität - Verantwortung - Schulklima, Schulleben und außerschulische Partner - Schule als lernende Organisation - Umgang mit Vielfalt, spiegeln vor allem das Verständnis von Lernen und Leistung wieder (vgl. Shirley 2017, S.8ff.).

Anfänglich noch als „Zusammenfassende Thesen zu den sechs Qualitätsbereichen: Was gute Schule auszeichnet“ (Fauser et al. 2010, S.32f.) aufgeführt, werden sie seit 2011 als „Qualitätsbereiche des Deutschen Schulpreises“ beschrieben (vgl. Prenzel et al. 2011, S.9). Diese Qualitätsbereiche, dienen den Schulen, die sich für den Deutschen Schulpreis bewerben, als Kontext für innerschulische Entwicklungsprozesse. Die Jury hingegen nutzt sie als Kriterien zur Auswahl und Bewertung guter Schule (vgl. ebd., S.11).

Doch was macht nun gute Schule aus? Vergleicht man die Vorworte der Publikationen „Was für Schulen! von 2006 bis 2014, fällt die Beschreibung einer guten Schule uneinheitlich aus. Es wird unter anderem beschrieben: „Gute Schulen individualisieren den Unterricht und fördern das Lernen aller Kinder entsprechend ihrer unterschiedlichen Voraussetzungen“ (Madelung/Hamm 2012, S.5). Im Folgejahr heißt es: „Gute Schulen handeln eigenverantwortlich. Sie zeichnen sich durch eine teamorientierte Führung aus und kooperieren mit ihrer Umgebung: mit anderen Schulen, der Öffentlichkeit, mit Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur“ (Madelung/Hamm 2013, S.5). Im Jahr 2014 hingegen wird gute Schule wiederum auf eine andere Art beschrieben: „Gute Schule schafft es, Leistungsanforderungen kreativ mit Freude am Lernen zu verknüpfen. Sie findet Wege, um Schülerinnen und Schüler unabhängig von guten Noten zu motivieren“ (Madelung/Hamm 2014, S.7).

Eine eindeutige Antwort guter Schule lässt sich demnach nicht erkennen. Um gute Schule dennoch greifbar zu machen, wird sich auf die Ausführungen der sechs Qualitätsbereiche oder auf die Praxis der Preisträgerschulen berufen. Die Qualitätsbereiche deuten darauf hin, welchen Zielen und Hürden sich Schule derzeit stellen müssen (vgl. Fauser et al 2010, S.15). Dem ungeachtet sind sie nicht als generelles Idealbild guter Schule, sondern vielmehr als Perspektiven zu verstehen. Betrachtungsweisen, anhand derer eine Schule beurteilt werden kann (vgl. Fauser/Thiele 2010, S.10f.). Das Verständnis einer guten Schule obliegt demnach der Interpretation seitens der Jurorinnen und Juroren, sowie der TeilnehmerInnen einer Schulen (vgl. Albers 2016, S.39). Aus diesem Grund weist der Deutsche Schulpreis daraufhin, dass jede Schule befähigt ist, eine gute Schule zu sein (vgl. Rösch/Wolf 2017, S.182f.).

Es kann nichtsdestoweniger festgehalten werden, dass eine gute Schule im Sinne des Deutschen Schulpreises jene ist, die alle sechs Qualitätsbereiche auf ihre Art und Weise umsetzt, berücksichtig und verinnerlicht (vgl. Albers 2016, S.38f.). Dazu wird bei der Bewertung sowohl der beschrittene Weg als auch der derzeitige Entwicklungsstand berücksichtigt (vgl. Schratz 2017, S.235). Neben der Erfüllung aller sechs Qualitätsbereiche ist es zudem erforderlich, in einem dieser Bereiche besonders Herausragendes zu leisten (vgl. Robert Bosch Stiftung 2018, S.52). Es spielen demzufolge keine bestimmten Teilkonzepte eine übergeordnete Rolle, sondern alle Bereiche zusammen bilden den Rahmen guter Schule (vgl. Reese 2014, S.210).

2.1.1 Leistung

Schulen, die sich um den Deutschen Schulpreis bewerben, beabsichtigen, ihre SchülerInnen zu Höchstleistungen zu bewegen. Zentral sind dabei die Fächer um Naturwissenschaften, Sprachen und Mathematik, ebenso wie Sport, Kunst oder Musik. Ziel ist es, die individuellen Fähig- und Fertigkeiten, die Stärken aller SchülerInnen wahrzunehmen und aus ihnen heraus Leistung entstehen zu lassen (vgl. Der Deutsche Schulpreis 2019b).

2.1.2 Unterrichtsqualität

Schulen, die sich um den Deutschen Schulpreis bewerben, bringen ihren SchülerInnen das nötige Vertrauen, besonders in Bezug auf das eigenständige Lernen, entgegen. Unterrichtsqualität beinhaltet aber auch die fortlaufende Einbettung neuen Wissens in den Schulalltag, wie beispielsweise die Vorzüge des fächer- oder jahrgangsübergreifenden Unterrichts (vgl. ebd.).

2.1.3 Verantwortung

Schulen, die sich um den Deutschen Schulpreis bewerben, üben einen gewaltfreien und respektvollen Umgang miteinander aus. Sie unterstützen ihre SchülerInnen bei der Verwirklichung eigener Ziele und Pläne, auch über den schulischen Rahmen hinaus (vgl. ebd.).

2.1.4 Schulklima, Schulleben und außerschulische Partner

Schulen, die sich um den Deutschen Schulpreis bewerben, sind ein Lern- und Lebensort für alle geworden. SchülerInnen, Eltern und LehrerInnen besuchen die Schule aus freien Stücken. Zusätzlich werden die Beziehungen zu außerschulischen Partnern wertgeschätzt (vgl. ebd.).

2.1.5 Schule als lernende Institution

Schulen, die sich um den Deutschen Schulpreis bewerben, schätzen die Zusammenarbeit mit ihren Lehrkräften. Sie respektieren deren Meinungen und handeln dementsprechend. Es geht vor allem aber auch darum, die Schule stetig nach bestem Wissen und Gewissen weiterzuentwickeln und voranzutreiben (vgl. ebd.).

2.1.6 Umgang mit Vielfalt

Schulen, die sich um den Deutschen Schulpreis bewerben, haben gelernt, mit der Vielfalt ihrer Schülerschaft umzugehen. Alle SchülerInnen lernen gemeinsamen, werden aber dennoch individuell gefördert (vgl. ebd.). Vielfalt wird folglich mehr und mehr zu einer erstrebenswerten Grundlage von Unterricht und Erziehung. Hierbei liegt jedoch häufig das Problem, da „Individualitätsbedürfnisse in der Schule kaum Platz haben. Organisationen [...] zeichnen sich gemeinhin dadurch aus, dass sie sich von den konkreten Subjekten abstrahieren“ (Schratz et al. 2012, S.7). Infolgedessen definiert das Streben nach Homogenität noch immer den Unterrichtsalltag (vgl. Beutel et al. 2013, S.16).

Gegenwärtig tauchen allerdings vermehrt konträre Perspektiven auf, jene die eine heterogene Sichtweise verfolgen. Schulen, die Vielfalt als Bereicherung wahrnehmen und heterogene Lerngruppen befürworten (vgl. ebd., S.9f.). Bereits klassische reformpädagogische Ansätze Maria Montessoris und Peter Petersens haben die Vielfalt aufgegriffen. Vielfalt/ Heterogenität/ Verschiedenheit/ Differenz, die synonym Verwendung finden, sind insofern keine neuen Themen (vgl. ebd., S.16f.).

„Es ist normal verschieden zu sein“ (von Weizsäcker 1993). Der Deutsche Schulpreis zeichnet Schulen aus, die Vielfalt als wertvolles Gut erachten und Inklusion verankern (vgl. Häcker 2017, S.49). Der Umgang mit Vielfalt betrifft das schulische Selbstverständnis, ebenso wie das Lehren und Lernen. Schulen, die Vielfalt leben, haben gelernt, mit den Verschiedenheiten wie Gender, Interkulturalität oder Behinderung der SchülerInnen umzugehen und diese sinnvoll in den Unterricht einfließen zu lassen (vgl. Schratz et al. 2012, S.7ff.). Sie schätzen das Potenzial ihrer SchülerInnen höher ein, als diese das selbst tun. Dazu bieten sie ihnen individuell zugeschnittene Fördermaßnahmen an, fordern sie aber in gleichem Maße (vgl. ebd.). Vielfalt deutet daher nicht auf Gleichmacherei, sondern vielmehr aufs Andersmachen hin. Aus diesem Grund haben sich Schulen, die den Umgang mit Vielfalt wertschätzen, zum Ziel gesetzt, jedes Kind mitzunehmen und keines abzulehnen (vgl. Amrhein 2011, S.15).

[...]


1 Das Auswahlverfahren beginnt mit der schriftlichen Bewerbung der Schulen. Daraufhin wird anhand dieser Unterlagen, durch eine Auswahl der Vorjury, die Nominierung der besten 50 Schulen bekanntgegeben. Aus dieser Vorauswahl werden in einer Sitzung der Jury, die besten 20 Schulen ausgewählt. Diese werden im Anschluss zwei Tage von Expertenteams (Jury/Vorjury) besucht. Nach den Schulbesuchen tagte die Jury erneut, um die besten 15 Schulen herauszustellen, die in Berlin an der Preisverleihung teilnehmen dürfen. Letztlich kristallisieren sich bei diesem Treffen, ein Hauptpreisträger, sowie weiter fünf Preisträger heraus. Bei der abschließenden öffentlichen Preisverleihung werden diese Schulen ausgezeichnet und gewürdigt.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten

Details

Titel
Was macht gute Schule aus? Der Deutsche Schulpreis 2018
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg  (Bildungswissenschaft)
Note
1,0
Autor
Jahr
2019
Seiten
23
Katalognummer
V1263342
ISBN (Buch)
9783346703408
Sprache
Deutsch
Schlagworte
der deutsche Schulpreis, Schulpreis, gute Schule, Pädagogik, Preisträger
Arbeit zitieren
Selina Pröhl (Autor:in), 2019, Was macht gute Schule aus? Der Deutsche Schulpreis 2018, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1263342

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