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Giovanni Pico della Mirandolas Menschenbild in seiner Schrift "De dignitate hominis"

Title: Giovanni Pico della Mirandolas Menschenbild in seiner Schrift "De dignitate hominis"

Term Paper , 2006 , 14 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Jessica Horn (Author)

World History - Early and Ancient History
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Summary Excerpt Details

In dieser Hausarbeit soll es um das Menschenbild des Humanisten Giovanni Pico della Mirandola gehen, das er in dem ersten Teil seiner Schrift „De dignitate hominis“ (Über die Würde des Menschen) vertritt.
Hierbei sollen zunächst die wichtigsten biographischen Züge des Picos erwähnt werden, bevor ich konkret auf seine Schrift „De dignitate hominis“ eingehe und hierbei seine Vorstellung über die Würde des Menschen, sowie seine Vorstellung über die Beziehung zwischen Mensch und Gott zu thematisieren versuche.
In einem späteren Abschnitt der Hausarbeit soll eine Gegenüberstellung des Menschenbildes mit denen der antiken Philosophen Aristoteles und Platon den geistesgeschichtlichen Zusammenhang zwischen der Antike und dem Christentum nachvollziehbar machen. Die Gegenüberstellung mit zwei antiken Philosophen soll zudem die von Pico neu entworfene Bedeutung des Begriffes der Wesenswürde des Menschen im Kontrast erscheinen lassen. Die antiken Personen Aristoteles und Platon halte ich außerdem gerade deswegen für einen Gegenüberstellung geeignet, da Platon als Theologe charakterisiert wird, während Aristoteles ein Philosoph sei. Die Zusammenfügung beider Elemente ist daher so wichtig, weil Pico dies auch in seiner Lehre des Synkretismus vertritt, dass also eine Vermischung der Wissensinhalte unabdingbar sei, um zur Wahrheit zu gelangen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Einordnung in den historischen Kontext

3. Über die Person Giovanni Pico della Mirandola

4. Mirandolas Menschenbild hinsichtlich

4.1 seiner Vorstellung über die Würde des Menschen

4.2 seiner Vorstellung über die Beziehung zwischen Mensch und Gott

5. Gegenüberstellung des Menschenbildes Mirandolas mit dem des antiken Philosophen Platon

6. Gegenüberstellung des Menschenbildes Mirandolas mit dem des antiken Philosophen Aristoteles

7. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Menschenbild des Humanisten Giovanni Pico della Mirandola, wie er es in seiner bedeutenden Schrift „De dignitate hominis“ darlegt. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse seiner Konzepte von menschlicher Würde, Freiheit und der Beziehung zwischen Mensch und Gott im Vergleich zur antiken Philosophie.

  • Biographische Grundlagen und der historische Kontext der Renaissance.
  • Die Interpretation von Freiheit und Würde als zentrales Element menschlicher Selbstbestimmung.
  • Die Dynamik der Beziehung zwischen Mensch und Gott im Kontext eines deistischen Weltbildes.
  • Vergleichende Analyse des Menschenbildes mit den Lehren von Platon und Aristoteles.
  • Einordnung von Picos Lehre des Synkretismus in die geistesgeschichtliche Entwicklung.

Auszug aus dem Buch

4.1 seiner Vorstellung über die Würde des Menschen

Zu Beginn der Schrift „De dignitate hominis“ fragt Pico warum der Mensch, „magnum miraculum“, ein jeder Bewunderung würdiges Lebewesen sei, das nicht nur die Tiere, sondern auch die Sterne, ja sogar die überweltlichen Geister beneiden. Dies beantwortet er dann im Folgenden damit, dass Gott den Menschen als letztes Geschöpf erschaffen habe, damit dieser als Betrachter des Universums fungieren könne. Doch da Gott schon alles in obere, mittlere und untere Hierarchien eingeteilt hatte und dem Menschen demnach nichts Eigenes mehr geben konnte, sollte der Mensch nun Anteil haben „an allem, was die einzelnen jeweils für sich gehabt hatten.“ Der Mensch stand demnach nach Pico in der Mitte der Welt als ein „Geschöpf von unbestimmter Gestalt.“ Dies meint er in dem Sinne, dass die Natur der übrigen Geschöpfe fest bestimmt sei und innerhalb von uns vorgeschriebener Gesetze begrenzt werde.

Denn während sich die übrigen Geschöpfe in den Schranken vorgegebener Gesetze bewegen, kann der Mensch sich zu seinen natürliche geistig-körperlichen Anlagen frei verhalten. Pico vergleicht den Menschen daher mit einem Bildhauer, der sich selbst zu der Gestalt ausformt. So kann der Mensch „zum Niedrigeren, zum Tierischen entarten [...] aber auch zum Höheren, zum Göttlichen wiedergeboren werden.“ Und gerade darin, in dieser Freiheit des Menschen besteht nach Pico seine Würde. Sein Wert ist der, dass er sich selbst bestimmen kann. Er ist frei und nicht eingebunden in die Ordnung der Welt und des Staates, wie es in der Antike üblich war und hier im Weiteren der Arbeit noch thematisiert werden soll, oder in den göttlichen Heilsplan, der im Mittelalter vorherrschte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in das Menschenbild Giovanni Pico della Mirandolas ein und benennt das Ziel, dieses anhand seiner Schrift „De dignitate hominis“ und durch Vergleiche mit der Antike zu erläutern.

2. Einordnung in den historischen Kontext: Dieses Kapitel verortet das Werk im 15. Jahrhundert als zentrales Dokument der Renaissance und beleuchtet die Entstehungsgeschichte sowie die philosophische Bedeutung für die Epochenwende.

3. Über die Person Giovanni Pico della Mirandola: Es werden die biographischen Stationen, die Bildung sowie der intellektuelle Werdegang Picos nachgezeichnet, der ihn zur Formulierung seiner Thesen führte.

4. Mirandolas Menschenbild hinsichtlich: Dieses Kapitel bildet den Kern der Analyse und untersucht die Freiheit, die Unbestimmtheit und den Aufstieg des Menschen zu Gott.

5. Gegenüberstellung des Menschenbildes Mirandolas mit dem des antiken Philosophen Platon: Hier wird der Kontrast zwischen Picos dynamischem Menschenbild und der statischen Seelenlehre Platons herausgearbeitet.

6. Gegenüberstellung des Menschenbildes Mirandolas mit dem des antiken Philosophen Aristoteles: Die Analyse vergleicht das aristotelische Modell des „Bewegers“ und das antike Weltbild mit Picos Vorstellungen.

7. Resümee: Das Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und unterstreicht die Bedeutung von Picos Werk für die frühe Aufklärung.

Schlüsselwörter

Giovanni Pico della Mirandola, De dignitate hominis, Renaissance, Menschenbild, Menschenwürde, Freiheit, Synkretismus, Platon, Aristoteles, Selbsterlösung, Selbstbestimmung, Humanismus, Philosophie, Theologie, Renaissance-Philosophie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Philosophie Giovanni Pico della Mirandolas, insbesondere mit seinem Verständnis des Menschen, das er in seiner berühmten Schrift „De dignitate hominis“ formuliert hat.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind die Würde des Menschen, die menschliche Freiheit, das Verhältnis des Menschen zu Gott sowie die geistesgeschichtliche Einordnung in den Renaissance-Humanismus.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, das von Pico entworfene, dynamische Menschenbild herauszuarbeiten und durch Vergleiche mit der antiken Philosophie von Platon und Aristoteles zu präzisieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine historisch-analytische Methode, indem sie Primärtexte von Pico della Mirandola interpretiert und diese mit philosophischen Lehren der Antike kontrastiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung von der Würde des Menschen, die Beziehung zwischen Mensch und Gott sowie die Gegenüberstellung mit dem platonischen und aristotelischen Menschenbild.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Menschenwürde, Freiheit, Unbestimmtheit, Synkretismus, Renaissance und Selbsterlösung.

Warum wurde Pico della Mirandola der Häresie angeklagt?

Pico wurde angeklagt, weil sein Menschenbild den Menschen als frei von göttlicher Gnade und in gewisser Weise gottähnlich darstellte, was im Widerspruch zum damaligen kirchlichen Dogma stand.

Inwiefern unterscheidet sich Picos Menschenbild von dem Platons?

Während Picos Menschenbild dynamisch und auf Selbstgestaltung ausgerichtet ist, sieht Platon den Menschen eher als statisches Wesen, dessen Ziel lediglich die Rückkehr in den ursprünglichen Zustand der Seele ist.

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Details

Title
Giovanni Pico della Mirandolas Menschenbild in seiner Schrift "De dignitate hominis"
Course
Latein für Historiker II: Giovanni Pico della Mirandola
Grade
2,0
Author
Jessica Horn (Author)
Publication Year
2006
Pages
14
Catalog Number
V126339
ISBN (eBook)
9783640323128
ISBN (Book)
9783640321179
Language
German
Tags
Giovanni Pico Mirandolas Menschenbild Schrift
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jessica Horn (Author), 2006, Giovanni Pico della Mirandolas Menschenbild in seiner Schrift "De dignitate hominis", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/126339
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