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Der pragmatische Ansatz von Watzlawick unter Einbeziehung des Teufelskreismodells nach Schulz von Thun

Analyse eines Konfliktgesprächs im Kontext einer Kindertagesstätte

Title: Der pragmatische Ansatz von Watzlawick unter Einbeziehung des Teufelskreismodells nach Schulz von Thun

Seminar Paper , 2009 , 21 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Antje Haim (Author)

Sociology - Communication
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Jeder Mensch teilt sich mit, ob er das bewusst möchte oder nicht. Das heißt, er kommuniziert und interagiert mit anderen. Häufig wird seine Nachricht nicht so von seinen Mitmenschen verstanden, wie er es sich gewünscht hätte. Im täglichen Kontakt kommt es häufig zu einer gestörten Kommunikation, aus der nicht selten ein Konflikt entstehen kann.
Der Begriff „Konflikt“ wird im Rahmen der Hausarbeit verstanden als Situation, in der ein Individuum zwischen mindestens zwei Verhaltensweisen wählen muss und diese Entscheidung zur Unsicherheit führt, inwieweit die Verhaltenswahl das Individuum selbst und seine Mitmenschen beeinflussen kann (Feger, 1999, S.363). Gründe für die gestörte Kommunikation sucht der Betroffene oft bei seinem Gegenüber, der versucht die Nachricht zu entschlüsseln. Da eine Nachricht in der zwischenmenschlichen Kommunikation ein ganzes Bündel an Botschaften enthält, läuft der Empfänger der Nachricht Gefahr, die Botschaften nur unvollständig oder fehlerhaft zu dechiffrieren.
Als Antwort auf die Nachricht wird der Empfänger selbst zum Sender einer Nachricht, wodurch sich ein sogenannter „Ping-Pong-Effekt“ ergeben kann, der in der Kommunikationspsychologie als Teufelskreis beschrieben wird.
Die vorliegende Arbeit geht der Frage nach, was Kommunikation ausmacht und möchte Möglichkeiten aufzeigen, wie eine störungsfreie Kommunikation erreicht werden kann.
Zunächst (Kapitel 2) soll definiert werden, wie der Begriff „Kommunikation“ sowie weitere Begriffe der hier beschriebenen Kommunikationstheorien verstanden werden. In Kapitel 3 und Kapitel 4 werden theoretische Grundlagen der beschriebenen Kommunikationstheorien näher betrachtet und die theoretischen Ansätze, mit Bezug auf den aktuellen Forschungsstand, reflektiert. Im Anschluss (Kapitel 5) folgt ein praktisches Anwendungsbeispiel, welches anhand der zuvor beschriebenen Kommunikationstheorien analysiert werden soll. Abschließend (Kapitel 6) soll dargelegt werden, ob sich der pragmatische Ansatz des Philosophen und Psychotherapeuten Watzlawick und seinem interdisziplinär zusammengesetzten Forscherteam, unter besonderer Berücksichtigung des Teufelskreismodells des Psychologen Schulz von Thun, bewährt hat.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsdefinition

2.1 Kommunikation und Interaktion

2.1.1 Kommunikationsverständnis nach Watzlawick, Beavin und Jackson

2.1.2 Kommunikationsverständnis nach Schulz von Thun

2.2 Metakommunikation

3. Die fünf pragmatischen Axiome nach Watzlawick, Beavin und Jackson

3.1 Erstes Axiom: „Die Unmöglichkeit, nicht zu kommunizieren“

3.2 Zweites Axiom: „Die Inhalts- und Beziehungsaspekte der Kommunikation“

3.3 Drittes Axiom: „Die Interpunktion von Ereignisfolgen“

3.4 Viertes Axiom: „Digitale und analoge Kommunikation“

3.5 Fünftes Axiom: „Symmetrische und komplementäre Interaktionen“

3.6 Einordnung des theoretischen Ansatzes von Watzlawick, Beavin und Jackson

4. Das Teufelskreismodell nach Schulz von Thun

4.1 Einordnung des theoretischen Ansatzes von Schulz von Thun

5. Anwendungsbeispiel: Analyse eines Konfliktgesprächs im Kontext einer Kindertagesstätte

5.1 Darstellung der Ausgangssituation

5.2 Analyse des Konfliktes nach den Axiomen unter Einbeziehung des Teufelskreismodells

5.2.1 Erstes Axiom: „Die Unmöglichkeit, nicht zu kommunizieren“

5.2.2 Zweites Axiom: „Die Inhalts- und Beziehungsaspekte der Kommunikation“

5.2.3 Drittes Axiom: „Die Interpunktion von Ereignisfolgen“

5.2.4 Viertes Axiom: „Digitale und analoge Kommunikation“

5.2.5 Fünftes Axiom: „Symmetrische und komplementäre Interaktionen“

5.2.6 Teufelskreismodell

5.3 Durchführung und Ergebnis des Gespräches

5.4 Interpretation des Gespräches

6. Zusammenfassende Beurteilung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die grundlegenden Mechanismen menschlicher Kommunikation, um Möglichkeiten für eine störungsfreie Interaktion aufzuzeigen. Dabei wird analysiert, ob sich die pragmatischen Axiome von Watzlawick sowie das Teufelskreismodell von Schulz von Thun in einem konkreten, emotional belasteten Konfliktgespräch innerhalb einer Kindertagesstätte als hilfreich erweisen, um festgefahrene Kommunikationsmuster zu durchbrechen.

  • Pragmatische Kommunikationstheorie nach Watzlawick et al.
  • Systemische Betrachtungsweise und das Teufelskreismodell nach Schulz von Thun
  • Analyse zwischenmenschlicher Konfliktdynamiken
  • Methoden der Metakommunikation zur Konfliktlösung
  • Praktische Anwendung in pädagogischen Kontexten

Auszug aus dem Buch

3.3 Drittes Axiom: „Die Interpunktion von Ereignisfolgen“

In einer Kommunikationssituation zwischen Personen kommt es unweigerlich zu einer Interaktion, also einem Mitteilungsaustausch.

Dabei ist es für die Kommunikationsteilnehmer oft schon nach kurzer Zeit nicht mehr möglich zu sagen, welches Verhalten den Kommunikationsprozess bedingt hat. Im Laufe des Kommunikationsprozesses können sich bestimmte Verhaltenstypen herauskristallisieren, welche wiederrum das Verhalten des Kommunikationspartners aufrecht erhalten oder verstärken. Diese Verhaltenstypen (z.B. Führer und Geführter) bedingen sich gegenseitig und können vermutlich ohne den Kommunikationspartner in anderen Situationen mit anderen Kommunikationspartnern anders verteilt sein.

Bei diesem wechselseitigen Mitteilungsaustausch geben die Teilnehmer der Interaktion eine spezifische Struktur, setzten somit eine Interpunktion, die mit anderen Kommunikationsteilnehmern wieder anders interpunktiert werden kann (Watzlawick et al., 2007, S.57f.). Die Aussage von Hippokrates, dass „Alle Teile des Organismus […] einen Kreis“ bilden, und somit „jeder Teil sowohl Anfang als auch Ende“ ist, nehmen Watzlawick et al. zur Grundlage einer Kreisförmigkeit von Kommunikationsabläufen (2007, S.47f.).

Wie in Abb.3 verdeutlicht, betrachtet jeder Kommunikationsteilnehmer seine Reaktion nur als Wirkung auf die Reaktion des anderen und sieht sich nicht selbst als Ursache eines Kommunikationskonfliktes.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der Problemstellung gestörter Kommunikation und der Zielsetzung der Arbeit, Konflikte durch theoretische Ansätze verständlich zu machen.

2. Begriffsdefinition: Differenzierung zwischen Kommunikation und Interaktion sowie Einführung in die Kommunikationsverständnisse von Watzlawick et al. und Schulz von Thun.

3. Die fünf pragmatischen Axiome nach Watzlawick, Beavin und Jackson: Detaillierte Erläuterung der fünf Axiome als Grundeigenschaften zwischenmenschlicher Kommunikation.

4. Das Teufelskreismodell nach Schulz von Thun: Darstellung des Teufelskreismodells als systemisches Instrument, um Beziehungsdynamiken zu visualisieren und Konflikte zu analysieren.

5. Anwendungsbeispiel: Analyse eines Konfliktgesprächs im Kontext einer Kindertagesstätte: Praktische Anwendung der zuvor erläuterten Theorien zur Aufarbeitung und Lösung eines konkreten Konflikts zwischen einer Erzieherin und einem Elternbeiratsmitglied.

6. Zusammenfassende Beurteilung und Ausblick: Reflexion über die Anwendbarkeit der Theorien und deren Bewährung in der täglichen Praxis.

Schlüsselwörter

Kommunikation, Interaktion, Metakommunikation, Axiome, Watzlawick, Teufelskreismodell, Schulz von Thun, Konfliktgespräch, Kindertagesstätte, Beziehungsaspekt, Inhaltsaspekt, Interpunktion, systemische Psychologie, Konfliktdynamik, Beratung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Grundlagen zwischenmenschlicher Kommunikation und untersucht, wie theoretische Modelle dazu beitragen können, festgefahrene Konfliktsituationen besser zu verstehen und zu lösen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Schwerpunkte bilden die pragmatischen Axiome von Paul Watzlawick und das Teufelskreismodell von Friedemann Schulz von Thun im Kontext einer pädagogischen Einrichtung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch ein metakommunikatives Verständnis Konflikte analysiert und durch das Durchbrechen von Kommunikationskreisläufen gelöst werden können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Autorin nutzt eine theoretische Aufarbeitung der Fachliteratur in Kombination mit einer Fallstudie, in der ein konkretes Konfliktgespräch analysiert wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Erläuterung der Kommunikationstheorien und deren praktische Anwendung auf einen spezifischen Konflikt in einer Kindertagesstätte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe Kommunikationstheorie, Watzlawick, Schulz von Thun, Teufelskreis, Interpunktion und Konfliktanalyse definieren.

Welche Rolle spielt die Metakommunikation bei der Lösung des Konflikts im Beispiel?

Die Metakommunikation dient dazu, die Ebene des inhaltlichen Streits zu verlassen und das „gemeinsame Spiel“ der Kommunikationsteilnehmer zu besprechen, wodurch Schuldzuweisungen vermieden werden.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen „Innerungen“ und „Äußerungen“?

Äußerungen sind die direkt sichtbaren Verhaltensweisen, während Innerungen die verdeckten, nicht direkt sichtbaren Reaktionen auf den Kommunikationspartner darstellen, welche im Teufelskreismodell expliziert werden.

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Details

Title
Der pragmatische Ansatz von Watzlawick unter Einbeziehung des Teufelskreismodells nach Schulz von Thun
Subtitle
Analyse eines Konfliktgesprächs im Kontext einer Kindertagesstätte
College
University of Hagen
Grade
1,3
Author
Antje Haim (Author)
Publication Year
2009
Pages
21
Catalog Number
V126364
ISBN (eBook)
9783640323210
ISBN (Book)
9783640321247
Language
German
Tags
Ansatz Watzlawick Einbeziehung Teufelskreismodells Schulz Thun Analyse Konfliktgesprächs Kontext Kindertagesstätte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Antje Haim (Author), 2009, Der pragmatische Ansatz von Watzlawick unter Einbeziehung des Teufelskreismodells nach Schulz von Thun, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/126364
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