Unter Verwendung der psychologischen Gegenstandanalyse (PGA) von Marlovits (2003), wurde die Wirkungseinheit des Tennisspielens rekonstruiert. Aufbauend auf drei Interviewbeschreibungen, die im Rahmen von Tiefeninterviews formuliert wurden und einen ersten Einblick in das Phänomen Tennisspielen gegeben haben, führte die Analyse des Gegenstandes zu einer Verdichtung auf die drei Themenkomplexe Kontrolle und Selbstbestrafung, Brutalität und Kommunikation. Das Thema Kontrolle und Selbstbestrafung, beschreibt grundsätzlich die Neigung, sich selbst in Form der eigenen Handlungen zu beherrschen und kontrollieren. Die Brutalität, bezieht sich vornehmlich auf eindeutige und vor allem einseitige Siege im Tennis, die häufig mit einer Demütigung des Gegners einhergehen. Im Rahmen der Kommunikation, wurde erarbeitet, dass sich im Zuge des Ballwechsels eine Art Konversation zwischen den Spielern einstellt. Aufbauend darauf wurden die Selbstbehandlungsmöglichkeiten Kontrolle und Auflehnung und Kommunikation und Brutalität formuliert.
Inhaltsverzeichnis
- ZUSAMMENFASSUNG
- EINLEITUNG
- METHODE
- BEOBACHTUNG
- SELBSTBESCHREIBUNG
- TIEFENPSYCHOLOGISCHES INTERVIEW
- PSYCHOLOGISCHE GEGENSTANDSANALYSE
- BESCHREIBUNG
- SELBSTBESCHREIBUNG
- INTERVIEWBESCHREIBUNG
- GEGENSTANDSBESCHREIBUNG
- Ball
- Schläger
- Abhängigkeiten
- Gewalten
- GESCHICHTE
- PSYCHOLOGISCHE GEGENSTANDSANALYSE
- VERDICHTUNG
- BESCHREIBUNG
- SELBSTBEHANDLUNG
- DISKUSSION
- FAZIT
- DARSTELLUNG FÜR DEN AUFTRAGGEBER
- LITERATURVERZEICHNIS
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Hausarbeit befasst sich mit der Diagnostik der Wirkungseinheit Tennis. Mithilfe der psychologischen Gegenstandsanalyse (PGA) von Marlovits (2003) soll die Wirkungsfläche und die Selbstbehandlungsmöglichkeiten im Tennissport untersucht werden. Dabei wird die Frage gestellt, was am Tennis begeistert und welche ambivalenten Strukturen die Sportart aus morphologischer Sicht aufweist.
- Analyse der Wirkungsfläche des Tennisspielens
- Identifizierung von Selbstbehandlungsmöglichkeiten im Tennis
- Untersuchung der ambivalenten Strukturen im Tennis
- Exploration der Faszination des Tennissportes
- Anwendung der morphologischen Gegenstandsanalyse (PGA)
Zusammenfassung der Kapitel
Die Zusammenfassung beinhaltet die ersten Kapitel der Hausarbeit, ohne den Inhalt des letzten Kapitels oder der Schlussfolgerung preiszugeben. Im ersten Teil werden die Methode und die beobachteten Aspekte des Tennisspielens dargestellt. Kapitel 2 befasst sich mit der Selbstbeschreibung und dem tiefenpsychologischen Interview, die Einblicke in die Erfahrungen und Erlebnisse der Tennisspieler liefern. Im dritten Teil wird die psychologische Gegenstandsanalyse vorgestellt, welche die beobachteten Phänomene in verschiedene Themenkomplexe verdichtet. Die Selbstbehandlungsmöglichkeiten im Tennis werden im vierten Kapitel beschrieben.
Schlüsselwörter
Die Arbeit verwendet zentrale Begriffe wie psychologische Gegenstandsanalyse (PGA), Wirkungseinheit, Tennis, Selbstbehandlungsmöglichkeiten, Morphologie, Ambivalenz, Kontrolle, Selbstbestrafung, Brutalität und Kommunikation.
Häufig gestellte Fragen
Was ist eine psychologische Gegenstandsanalyse (PGA) im Tennis?
Die PGA nach Marlovits ist eine Methode zur Rekonstruktion der "Wirkungseinheit" eines Gegenstandes oder einer Tätigkeit. Im Tennis untersucht sie, welche tiefenpsychologischen Erlebensmuster und unbewussten Motive das Tennisspielen prägen.
Welche zentralen Themenkomplexe wurden beim Tennis identifiziert?
Die Analyse verdichtet das Phänomen Tennis auf drei Hauptthemen: Kontrolle und Selbstbestrafung, Brutalität sowie Kommunikation. Diese Aspekte erklären die Faszination und die psychologische Struktur des Sports.
Wie hängen Kontrolle und Selbstbestrafung beim Tennis zusammen?
Tennisspieler neigen dazu, ihre Handlungen extrem kontrollieren zu wollen. Misslingt dies, folgt oft eine unmittelbare Selbstbestrafung (z. B. durch Schimpfen oder Hadern), was Teil der psychischen Verarbeitung auf dem Platz ist.
Was bedeutet "Brutalität" im morphologischen Kontext des Tennis?
Brutalität bezieht sich hier nicht auf physische Gewalt, sondern auf die psychologische Wirkung einseitiger Siege. Das Ziel ist oft die totale Dominanz und die symbolische "Demütigung" des Gegners durch das sportliche Ergebnis.
Inwiefern wird Tennis als Form der Kommunikation betrachtet?
Der Ballwechsel wird als eine Art körperliche Konversation zwischen den Spielern interpretiert. Jeder Schlag ist eine Antwort auf die Aktion des Gegners, wodurch eine dynamische Interaktion ohne Worte entsteht.
Welche Rolle spielen Ball und Schläger in der Analyse?
Ball und Schläger sind die zentralen Werkzeuge der Gegenstandsbeschreibung. Sie fungieren als Medien, über die Kontrolle ausgeübt wird und über die die Spieler ihre psychischen Impulse auf das Spielfeld übertragen.
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- Vincent Ermisch (Author), 2020, Morphologische Gegenstandsbestimmung Tennis, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1263772