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Didaktische Rekonstruktion. Eine Schülervorstellung zum Thema Terrorismus

Qualitative Forschung mit einem problemzentrierten Interview

Titel: Didaktische Rekonstruktion. Eine Schülervorstellung zum Thema Terrorismus

Hausarbeit , 2021 , 29 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Dennis Neutsch (Autor:in)

Didaktik - Politik, politische Bildung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Ausarbeitung liefert einen Beitrag zur Politikdidaktischen Rekonstruktion und ergänzt bereits vorhandene Rekonstruktionen der Politischen Bildung um die Schülerinnen- und Schülervorstellungen sowie sozialwissenschaftliche Vorstellungen in Bezug auf die Thematik Terrorismus. Dabei wird zunächst das Modell der Politikdidaktischen Rekonstruktion an sich erläutert. Anschließend folgt die fachliche Klärung des Terrorismus, bevor mittels einer Datenerhebung eines Schülers die Vorstellungen von Schülerinnen und Schülern über Terrorismus untersucht wird. Die abschließende Didaktische Strukturierung soll Hinweise darauf geben, wie Lernangebote optimal gestaltet werden können und Unterricht verbessert werden kann.

Genügte es bisher für den Politikunterricht reine input-orientierte Herangehensweisen zu nutzen, so muss man aufgrund des aktuellen Wandels im deutschen Bildungssystem den Trend zu einer empirischen Ausrichtung der Politikdidaktik forcieren. Schülerinnen und Schüler kommen mit bestimmten Vorstellungen, Interessen und Vorkenntnissen in den Unterricht, die oft stark von den wissenschaftlichen Vorstellungen abweichen.

Diese vorunterrichtlichen Vorstellungen lassen sich durch Unterricht, der ohne die Kenntnis von Schülervorstellungen entwickelt wurde, kaum verändern. Unterricht, der die Schülervorstellungen konsequent berücksichtigt, ist erfolgreicher. Daher reicht es nicht mehr aus, die Lerninhalte normativ zu begründen, fachwissenschaftlich auszuwählen und für die Lernenden methodisch aufzubereiten. Output-orientierte Politische Bildung basiert auf empirischen Erkenntnissen über die gesellschaftlichen Bedürfnisse und schulischen Möglichkeiten politischen Lernens.

Zur Entwicklung der Kompetenzen, werden Lehrkräfte gesellschaftliche und schulische Realitäten didaktisch erfassen, individuelle Voraussetzungen von Lernenden analysieren und entsprechend ein differenziertes Lernangebot in überprüfbare politische Fähigkeiten transferieren müssen. Die spezifischen Bedingungen der beteiligten Akteure werden fokussiert, um eine Rekonstruktion und Interpretation alltäglicher Unterrichtspraxis zu vollziehen. Das Modell der Politikdidaktischen Rekonstruktion hat das Ziel Grundsätze und Leitlinien für die Unterrichtsplanung zu entwerfen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis des Werkes

1. Einleitung

2. Das Modell der Didaktischen Rekonstruktion

2.1 Fachliche Klärung

2.2 Erfassung von Lernerperspektiven

2.3 Didaktische Strukturierung

3. Fachwissenschaftliche Perspektive

3.1 Terrorismus – eine Definition

3.2 Historischer Kontext von Terrorismus

3.3 Arten von Terrorismus

3.3.1 Nach der räumlichen Ausdehnung

3.3.2 Nach Motivation und Zielsetzung

4. Schülervorstellungen

4.1 Problemzentriertes Interview zur Erfassung der Lernendenperspektive

4.2 Qualitative Inhaltsanalyse zur Interviewauswertung

4.3 Auswertung des Interviews

4.3.1 Geordnete Aussagen

4.3.2 Explikation

4.3.3 Einzelstrukturierung

5. Didaktische Strukturierung zu Terrorismus

5.1 Verbindung der Schülervorstellung mit den wissenschaftlichen Ansichten

5.2 Leitlinien der Didaktischen Strukturierung für den Unterricht

6. Schlussbetrachtung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, einen Beitrag zur politikdidaktischen Rekonstruktion zu leisten, indem fachwissenschaftliche Perspektiven zum Thema Terrorismus mit den individuellen Alltagsvorstellungen von Lernenden verknüpft werden, um daraus optimierte Leitlinien für die Unterrichtsgestaltung abzuleiten.

  • Grundlagen des Modells der Didaktischen Rekonstruktion
  • Fachwissenschaftliche Definitionen und historische Kontexte des Terrorismus
  • Empirische Erfassung und Auswertung von Schülervorstellungen
  • Didaktische Strukturierung und Verknüpfung von Lernerperspektive mit Fachwissen
  • Entwicklung von Leitlinien für einen modernen Politikunterricht

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Genügte es bisher für den Politikunterricht reine input-orientierte Herangehensweisen zu nutzen, so muss man aufgrund des aktuellen Wandels im deutschen Bildungssystem den Trend zu einer empirischen Ausrichtung der Politikdidaktik forcieren. Schülerinnen und Schüler kommen mit bestimmten Vorstellungen, Interessen und Vorkenntnissen in den Unterricht, die oft stark von den wissenschaftlichen Vorstellungen abweichen. Diese vorunterrichtlichen Vorstellungen lassen sich durch Unterricht, der ohne die Kenntnis von Schülervorstellungen entwickelt wurde, kaum verändern.

Unterricht, der die Schülervorstellungen konsequent berücksichtigt, ist erfolgreicher. Daher reicht es nicht mehr aus, die Lerninhalte normativ zu begründen, fachwissenschaftlich auszuwählen und für die Lernenden methodisch aufzubereiten (vgl. Klee, Lange & Lutter 2006, S. 185). Output-orientierte Politische Bildung basiert auf empirischen Erkenntnissen über die gesellschaftlichen Bedürfnisse und schulischen Möglichkeiten politischen Lernens (vgl. Weißeno 2004, S. 149).

Zur Entwicklung der Kompetenzen, werden Lehrkräfte gesellschaftliche und schulische Realitäten didaktisch erfassen, individuelle Voraussetzungen von Lernenden analysieren und entsprechend ein differenziertes Lernangebot in überprüfbare politische Fähigkeiten transferieren müssen. Die spezifischen Bedingungen der beteiligten Akteure werden fokussiert, um eine Rekonstruktion und Interpretation alltäglicher Unterrichtspraxis zu vollziehen (vgl. Klee, Lange & Lutter 2006, S. 185). Das Modell der Politikdidaktischen Rekonstruktion hat das Ziel Grundsätze und Leitlinien für die Unterrichtsplanung zu entwerfen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Notwendigkeit einer empirisch ausgerichteten Politikdidaktik und führt in das Konzept der didaktischen Rekonstruktion ein.

2. Das Modell der Didaktischen Rekonstruktion: Hier werden die theoretischen Grundlagen und die drei Teilaufgaben des Modells – fachliche Klärung, Erfassung der Lernerperspektive und didaktische Strukturierung – detailliert dargestellt.

3. Fachwissenschaftliche Perspektive: Dieses Kapitel bietet eine fachliche Einordnung des Terrorismusbegriffs, seiner Geschichte sowie seiner verschiedenen Ausprägungen und Ursachen.

4. Schülervorstellungen: Die Methodik der empirischen Datenerhebung durch problemzentrierte Interviews sowie deren qualitative Auswertung werden hier beschrieben und aufbereitet.

5. Didaktische Strukturierung zu Terrorismus: In diesem Kapitel werden die empirischen Ergebnisse mit den fachwissenschaftlichen Ansichten verknüpft, um daraus konkrete didaktische Leitlinien für den Unterricht zu entwickeln.

6. Schlussbetrachtung: Das Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen, reflektiert deren Grenzen und zeigt weiteren Forschungsbedarf auf.

Schlüsselwörter

Politikdidaktik, Didaktische Rekonstruktion, Terrorismus, Schülervorstellungen, Politikunterricht, Politische Bildung, Empirische Forschung, Qualitative Inhaltsanalyse, Lernendenperspektive, Unterrichtsplanung, Fachliche Klärung, Bürgerbewusstsein, Intervention, Politische Kompetenz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie das komplexe Thema Terrorismus im Sinne der didaktischen Rekonstruktion lernergerecht und wissenschaftsbasiert für den Politikunterricht aufbereitet werden kann.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentral sind die fachwissenschaftliche Definition von Terrorismus, die Einordnung von Alltagsvorstellungen Lernender sowie die Verbindung dieser beiden Ebenen für die Unterrichtsgestaltung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, ein besseres Verständnis und Leitlinien für Lehrkräfte zu entwickeln, um Schülervorstellungen produktiv in den Politikunterricht einzubeziehen und so die politische Urteilsbildung zu fördern.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit nutzt das Modell der fachdidaktischen Rekonstruktion sowie die Methode des problemzentrierten Interviews zur Datenerhebung und die qualitative Inhaltsanalyse zur Auswertung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Dort erfolgt zunächst eine theoretische Fundierung durch eine fachliche Klärung des Terrorismus, gefolgt von einer qualitativen Analyse eines Schülerinterviews und einer abschließenden didaktischen Strukturierung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Modell der Didaktischen Rekonstruktion, Schülerperspektive, Terrorismusprävention, politische Bildung und Urteilskompetenz.

Warum wird Terrorismus als ein schwierig zu definierender Begriff eingestuft?

Der Begriff ist historisch gewandelt, kontrovers und dient oft als Instrument, wobei die Perspektiven zwischen Staat und Akteuren stark divergieren.

Welche Rolle spielt die Lernerperspektive bei der Unterrichtsplanung?

Sie liefert den Ausgangspunkt für einen erfolgreichen Lernprozess, da Unterricht nur dann effektiv ist, wenn er an das Vorwissen und die bereits existierenden Vorstellungen der Schülerinnen und Schüler anknüpft.

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Didaktische Rekonstruktion. Eine Schülervorstellung zum Thema Terrorismus
Untertitel
Qualitative Forschung mit einem problemzentrierten Interview
Hochschule
Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover
Note
1,0
Autor
Dennis Neutsch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
29
Katalognummer
V1263956
ISBN (PDF)
9783346709981
ISBN (Buch)
9783346709998
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Terrorismus Didaktik Didaktische Rekonstruktion Schülervorstellung Forschung Fachliche Klärung Didaktische Strukturierung Fachwissenschaftliche Perspektive Motivation Ausdehnung Historischer Kontext Problemzentriertes Interview Qualitative Inhaltsanalyse Interview Leitlinie Explikation Transkript Unterricht optimierter Unterricht Lernangebot Datenerhebung Politik Politikdidaktische Modell Unterrichtspraxis sozialwissenschaftliche
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dennis Neutsch (Autor:in), 2021, Didaktische Rekonstruktion. Eine Schülervorstellung zum Thema Terrorismus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1263956
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Leseprobe aus  29  Seiten
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