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Jugendkriminalität. Interventionsformen der Sozialen Arbeit bei jugendlichen Straftätern

Title: Jugendkriminalität. Interventionsformen der Sozialen Arbeit bei jugendlichen Straftätern

Bachelor Thesis , 2009 , 100 Pages , Grade: 2,2

Autor:in: Franziska Schwarz (Author)

Social Work
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Deutschland ist eines der sichersten Länder der Welt – stimmt das?
Fast täglich kommen neue Schreckensmeldungen in den Medien, welche Gewalttätigkeiten erneut passiert sind. Damit dies endlich einmal ein Ende nimmt, muss gehandelt werden.
Es wird viel über die Formen und Ursachen diskutiert. Diebstahl-, Drogen- und Gewaltkriminalität stehen an oberster Stelle. Die Ursachen benennen viele wie folgt: „Die Killerspiele tragen ihren großen Teil dazu bei!“, „Wenn Jugendliche bereits in jungen Jahren arbeitslos sind, können sie ja nur auf solche Ideen kommen!“ oder „In diesem Wohnumfeld ist es ja kein Wunder, dass der straffällig wird!“.
Darüber reden kann jeder – handeln und dagegen angehen nur ein kleiner Teil. Es ist leichter Äußerungen, wie „Die gehören doch abgeschoben!“ oder „Alle jugendlichen Straftäter müssen härter bestraft werden!“ von sich zu geben, als aktiv dagegen vor zu gehen.
Es gibt einige Projekte, in denen man sich effektiv mit dieser Problematik beschäftigt. Dies ist durch die erschreckenden Entwicklungszahlenzahlen auch dringend notwendig. Hinter diesen Projekten stecken durchdachte Konzepte und engagierte Mitarbeiter, die nicht nur reden, sondern einen großen Teil zu Bekämpfung / Eindämmung von Jugendkriminalität leisten.
In dieser Arbeit bekommen Sie einen Einblick, ab wann man strafbar ist und was Jugendkriminalität als Sonderform abweichenden Verhaltens bedeutet. Detailliert wird in diesem Punkt auf die Formen, Entwicklungen und Ursachen eingegangen. Anschließend folgen etliche Interventionsmöglichkeiten, unterteilt in Projekte von der Stadt und dem Landkreis Karlsruhe und in überregionale Angebote. Abschließend erfolgt eine Diskussion über Fragen, welche zu diesem Thema immer wieder auftauchen. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffsklärungen

2.1 Kriminalität

2.2 Jugendkriminalität

2.3 Abweichendes Verhalten (Devianz)

2.4 Verbrechen

2.5 Sanktionen

3 Wann ist man strafbar?

3.1 Definition Jugendstrafrecht

3.2 Kinder

3.3 Jugendliche

3.4 Heranwachsender

4 Jungendkriminalität als Sonderform abweichenden Verhaltens

4.1 Formen der Jugendkriminalität

4.1.1 Diebstahl

4.1.2 Drogen- / Rauschgiftkriminalität

4.1.3 Gewaltkriminalität / Körperverletzung / Sachbeschädigung

4.2 Entwicklungen der Jugendkriminalität / Statistiken

4.3 Ursachen

5 Interventionsmöglichkeiten

5.1 Projekte der Stadt und dem Landkreis Karlsruhe

5.1.1 Hilfen nach dem SGB VIII

5.1.2 Förderverein „Sicheres Karlsruhe“

5.1.3 Förderverein „Sicherer Südlicher Landkreis e. V.“

5.1.4 Projekt „HÜBSCH korrekt“

5.1.5 Projekt „Elterncoaching“

5.1.6 Projekt „Sicheres Nightlife“

5.1.7 Projekt „Eisweiher – Treffpunkt der Kulturen“

5.1.8 Projekt „NINA“

5.1.9 Jugendschutzstreifen in der Gemeinde Walzbachtal

5.1.10 Das „Wohnortprinzip“

5.2 Sonstige Projekte in Deutschland

5.2.1 Täter – Opfer – Ausgleich

5.2.2 Anti – Aggressivitäts – Training für jugendliche Gewalttäter

5.2.3 „Projekt Chance“ in Creglingen – Frauental

5.2.4 Projekt „Teen Court (Schülergericht)“

6 Diskussion

7 Ausblick / Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Diese Bachelor-Thesis untersucht die Ursachen von Jugendkriminalität und bewertet verschiedene Interventionsmöglichkeiten, um diesen Entwicklungen effektiv entgegenzuwirken. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich mit der Wirksamkeit bestehender sozialpädagogischer und präventiver Projekte bei der Resozialisierung jugendlicher Straftäter.

  • Analyse der Ursachen für die Zunahme von Jugendkriminalität
  • Rechtliche Grundlagen der Strafmündigkeit bei Jugendlichen und Heranwachsenden
  • Evaluation lokaler und überregionaler Präventions- und Interventionsprojekte
  • Rolle von Elternhaus, Schule und Medien bei der Entstehung abweichenden Verhaltens
  • Diskussion von Lösungsansätzen durch Experten aus Polizei und Sozialarbeit

Auszug aus dem Buch

1 Einleitung

Im Jahr 2006 wurde in einer Pressemitteilung des Bundesministeriums der Justiz und des Inneren bekannt gegeben, dass Deutschland eines der sichersten Länder der Welt ist. Doch ist das wirklich so?

Denn verfolgt man das aktuelle Geschehen in den Medien, ist das Thema „Kriminalität“, insbesondere „Jugendkriminalität“ immer präsent. Fast täglich werden Beiträge ausgestrahlt, in denen Jugendliche straffällig wurden. Macht man sich über diese Meldungen Gedanken, kommt man zu folgender These:

Ist die heutige Jugend verdorben?!

Warum sollte es sonst dazu kommen, dass manche Jugendliche immer härter zuschlagen oder sogar Waffen mit sich führen, mit denen sie nicht umgehen können? Warum empfinden es Jugendliche für richtig, anderen Menschen durch Diebstahl oder Sachbeschädigung Schaden zuzuführen? Warum haben sie kein Gefühl mehr für „gut“ und „böse“ bzw. haben kein Einfühlungsvermögen mehr?

Die Ursache dieser Punkte muss gefunden werden. Untersucht man die Gründe der Jugendkriminalität genauer, so stellt man fest, dass die Jugendlichen oft nicht alleine daran schuld sind. Dazu passt die Aussage von Montesquieu (französischer Philosoph):

Keineswegs ist die junge Generation die entartet; diese verdirbt nur, wenn die Erwachsenen schon verdorben sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Diskrepanz zwischen dem Sicherheitsgefühl Deutschlands und der medialen Präsenz von Jugendkriminalität, woraus die Forschungsfrage nach den Ursachen und Interventionsmöglichkeiten abgeleitet wird.

2 Begriffsklärungen: Dieses Kapitel definiert grundlegende Termini wie Kriminalität, Jugendkriminalität, Devianz, Verbrechen und Sanktionen zur theoretischen Fundierung der Arbeit.

3 Wann ist man strafbar?: Es erfolgt eine detaillierte Erläuterung der rechtlichen Rahmenbedingungen für Kinder, Jugendliche und Heranwachsende basierend auf dem Jugendstrafrecht.

4 Jungendkriminalität als Sonderform abweichenden Verhaltens: Dieses Kapitel analysiert Erscheinungsformen, statistische Entwicklungen und die verschiedenen Ursachenbereiche, die zur Straffälligkeit bei Jugendlichen führen.

5 Interventionsmöglichkeiten: Hier werden diverse Projekte und Maßnahmen zur Bekämpfung der Jugendkriminalität vorgestellt, unterteilt in regionale Angebote in Karlsruhe und überregionale Projekte in Deutschland.

6 Diskussion: Im Diskussionskapitel nehmen Experten aus Polizei und Sozialarbeit Stellung zu den zentralen Fragen der Entwicklung und Behandlung von Jugendkriminalität.

7 Ausblick / Zusammenfassung: Das letzte Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer konsequenten, frühzeitigen Intervention sowie der Einbindung des sozialen Umfeldes.

Schlüsselwörter

Jugendkriminalität, Sozialarbeit, Interventionsmöglichkeiten, Prävention, Resozialisierung, Strafmündigkeit, Täter-Opfer-Ausgleich, Projekt Chance, Jugendstrafrecht, Gewaltkriminalität, Delinquenz, Erziehung, Schuld, Sanktionen, Medien

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Bachelor-Thesis befasst sich mit der Problematik der Jugendkriminalität und den Möglichkeiten der Sozialen Arbeit, straffällige Jugendliche zu unterstützen und zu resozialisieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die rechtliche Einordnung von Straffälligkeit, die Ursachenforschung in Familien- und Wohnumfeld, schulische Aspekte sowie konkrete Interventionsprojekte.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturanalyse kombiniert mit einer qualitativen Expertenbefragung von Vertretern der Polizei und der Sozialen Rechtspflege.

Welche Rolle spielt die Prävention?

Prävention wird als unverzichtbarer Bestandteil erachtet, um durch frühe Maßnahmen – insbesondere in Schulen und Familien – dem Abrutschen in die Kriminalität vorzubeugen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffs- und Ursachenanalyse sowie eine umfangreiche Darstellung praktischer Interventionsprojekte, wie den Täter-Opfer-Ausgleich und das Anti-Aggressivitäts-Training.

Was sind die Schlüsselwörter der Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Jugendkriminalität, Prävention, Resozialisierung, Täter-Opfer-Ausgleich, Jugendstrafrecht und soziale Intervention.

Warum wird das „Projekt Chance“ in der Arbeit hervorgehoben?

Das Projekt wird als Beispiel für eine umfassende stationäre Jugendhilfemaßnahme im Rahmen des Jugendstrafvollzugs in freier Form angeführt, das auf eine nachhaltige Integration in Gesellschaft und Arbeitswelt abzielt.

Welche Bedeutung haben die Experteninterviews?

Die Interviews bieten eine praktische Perspektive aus erster Hand, die die theoretischen Ausführungen durch die Einschätzung von Fachleuten aus Justiz und Polizei ergänzt und kritisch hinterfragt.

Wie stehen die Autoren zu harter Bestrafung?

Die Experten sind sich weitgehend einig, dass rein punitive Maßnahmen ohne pädagogische Komponente wenig wirksam sind und eher gegenteilige Effekte in Bezug auf Resozialisierung haben können.

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Details

Title
Jugendkriminalität. Interventionsformen der Sozialen Arbeit bei jugendlichen Straftätern
College
SRH University of Heidelberg
Grade
2,2
Author
Franziska Schwarz (Author)
Publication Year
2009
Pages
100
Catalog Number
V126399
ISBN (eBook)
9783640327744
ISBN (Book)
9783640327867
Language
German
Tags
Jugendkriminalität Interventionsformen Sozialen Arbeit Straftätern
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Franziska Schwarz (Author), 2009, Jugendkriminalität. Interventionsformen der Sozialen Arbeit bei jugendlichen Straftätern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/126399
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