In Tigray im Norden von Äthiopien herrscht aktuell ein Bürgerkrieg, in dem schwerste Menschenrechtsverletzungen begangen werden. Die Konfliktparteien sind zum einen der 2018 gewählte Präsident Äthiopiens, Abiy Ahmed, und zum anderen die Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF), welche zuvor 25 Jahre lang in Äthiopien dominierte. Um diesen Konflikt beizulegen, könnte eine Friedensmission der Verienten Nation ein Mittel sein. Welche Vorraussetzungen dafür gegeben sein müssen und welche Form die Friedensmission hätte, wird in dieser Hausarbeit analysiert.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 2. Stand der Forschung und theoretische Einordnung der Friedensmissionen in die Internationalen Beziehungen
- 2.1 Theorien der Internationalen Ordnung
- 2.1.1 Die Westfälische Ordnung
- 2.1.2 Die Post-Westfälische Ordnung
- 2.2 Theorien der Internationalen Beziehungen
- 2.2.1 Liberalismus
- 2.2.2 Kulturelle Ideen und Gewohnheiten
- 2.2.3 Kosmopolitismus
- 2.2.4 Neo-Imperialismus
- 2.2.5 Kritische Theorie
- 3. Fallstudie
- 3.1 Hintergründe zum Tigray Konflikt
- 3.2 Art der Friedensmission
- 3.3 Rechtliche Voraussetzungen innerhalb der AU
- 3.4 Rechtliche Voraussetzungen innerhalb der UN
- 3.5 Ressourcen
- 4. Partnerschaftliche Friedensmission: Eine berechtigte Hoffnung für Tigray?
- 5. Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit befasst sich mit den Voraussetzungen für eine parallele Friedensmission der Vereinten Nationen (UN) und der Afrikanischen Union (AU) im Tigray-Konflikt in Äthiopien. Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen von Friedensmissionen im Kontext der internationalen Ordnung und der internationalen Beziehungen.
- Theorien der internationalen Ordnung (Westfälische und Post-Westfälische Ordnung)
- Theorien der internationalen Beziehungen (Liberalismus, Kulturelle Ideen und Gewohnheiten, Kosmopolitismus, Neo-Imperialismus, Kritische Theorie)
- Rechtliche Voraussetzungen für Friedensmissionen innerhalb der AU und der UN
- Ressourcen und Herausforderungen bei der Durchführung einer Friedensmission im Tigray-Konflikt
- Potenzial einer partnerschaftlichen Friedensmission zwischen der UN und der AU
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung präsentiert den aktuellen Konflikt in Tigray und stellt die Forschungsfrage: Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit es zu einer parallelen Friedensmission der UN und der AU im Tigray-Konflikt kommt?
Kapitel 2 beleuchtet den Forschungsstand zu Friedensmissionen und ordnet sie in den Kontext der internationalen Beziehungen und den Theorien der internationalen Ordnung ein. Es werden dabei die Westfälische und die Post-Westfälische Ordnung sowie wichtige theoretische Ansätze der internationalen Beziehungen betrachtet.
Kapitel 3 widmet sich einer Fallstudie zum Tigray-Konflikt. Es werden die Hintergründe des Konflikts sowie die Art der Friedensmission, die in Tigray am sinnvollsten ist, analysiert. Außerdem werden die rechtlichen Voraussetzungen für eine Friedensmission innerhalb der AU und der UN geprüft.
Kapitel 4 untersucht die Frage, ob eine partnerschaftliche Friedensmission zwischen der UN und der AU eine berechtigte Hoffnung für Tigray darstellt.
Schlüsselwörter
Diese Arbeit konzentriert sich auf die Themen Friedensmissionen, internationale Beziehungen, internationale Ordnung, Tigray-Konflikt, Afrikanische Union, Vereinte Nationen, Rechtliche Voraussetzungen, Ressourcen und Partnerschaft.
Häufig gestellte Fragen
Was ist die Ursache des Konflikts in Tigray?
Der Konflikt entbrannte zwischen der äthiopischen Zentralregierung unter Abiy Ahmed und der Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF), die zuvor jahrzehntelang die Politik Äthiopiens dominiert hatte.
Welche Rolle könnten die Vereinten Nationen (UN) in Tigray spielen?
Die UN könnten eine Friedensmission entsenden, um die Menschenrechtsverletzungen zu stoppen und einen stabilen Waffenstillstand zu überwachen.
Was ist der Unterschied zwischen westfälischer und post-westfälischer Ordnung?
Die westfälische Ordnung betont die absolute Souveränität der Staaten, während die post-westfälische Ordnung internationale Interventionen zum Schutz von Menschenrechten (Responsibility to Protect) legitimiert.
Warum ist eine Partnerschaft mit der Afrikanischen Union (AU) wichtig?
Eine Kooperation zwischen UN und AU erhöht die regionale Akzeptanz einer Friedensmission und nutzt die spezifischen Ressourcen und Kenntnisse der afrikanischen Partner.
Welche rechtlichen Hürden gibt es für eine Friedensmission?
Voraussetzung sind meist ein Mandat des UN-Sicherheitsrates sowie die Zustimmung der Konfliktparteien oder eine völkerrechtliche Legitimation bei schwersten Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
- Arbeit zitieren
- Luca Rehm (Autor:in), 2022, Die Möglichkeit einer Friedensmission in Tigray, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1264454